Retterspitz Anwendung bei einem eingeklemmten Nerv: Eine umfassende Betrachtung

Ein eingeklemmter Nerv, insbesondere der Ischiasnerv, kann äußerst schmerzhaft sein und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Die Anwendung von Retterspitz, insbesondere Retterspitz Äußerlich, bietet eine effektive Möglichkeit zur Linderung von Entzündungen, Schwellungen und Schmerzen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Retterspitz Anwendung bei einem eingeklemmten Nerv, insbesondere des Ischiasnervs, und gibt umfassende Informationen zu Ursachen, Symptomen, Diagnose und Behandlungsmöglichkeiten.

Einführung in Retterspitz

Retterspitz ist ein traditionelles deutsches Heilmittel, das auf den Prinzipien der Hydrotherapie basiert. Die spezielle Kombination aus Wasseranwendungen und heilsamen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen ermöglicht ein breites Anwendungsspektrum. Retterspitz Äußerlich nutzt die Heilkraft des Wassers in Kombination mit reinen ätherischen Ölen und ist rezeptfrei in Apotheken erhältlich.

Die Heilkraft des Wassers

Die Heilkraft des Wassers war bereits in der Antike bekannt und geschätzt. In der modernen Physiotherapie gehören Wasseranwendungen zur Standardbehandlung. Physikalische Therapien wie Wickel, Auflagen oder Nasse Strümpfe beschleunigen die Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung, wirken abschwellend und lindern Schmerzen.

Wirkweise von Retterspitz Äußerlich

Eine Überwärmung des Gewebes, wie es bei Entzündungen der Fall ist, wird durch den Verdunstungseffekt des Wassers rasch gemindert, so dass sich schnell eine Linderung bemerkbar macht. Zugleich beeinflussen die Behandlungen positiv die Psyche: Entspannung und Wohlbefinden stellen sich ein. Die spezielle Kombination aus Hydrotherapie und Entspannung macht Retterspitz Äußerlich vielseitig einsetzbar.

Was ist ein eingeklemmter Ischiasnerv?

Unter einem eingeklemmten Ischiasnerv versteht man einen meist durch einen verhärteten Muskel komprimierten Nervus ischiadicus. Dieser Nerv tritt aus einem bestimmten Bereich der Lendenwirbelsäule als Nervenwurzel aus und zieht dann auf der Rückseite des Oberschenkels nach unten.

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Ursachen für einen eingeklemmten Ischiasnerv

Die Hauptursache für einen eingeklemmten oder komprimierten Ischiasnerv sind meist verhärtete Muskeln, die um den Ischiasnerv herumliegen und Druck auf den Nerv ausüben. Weitere Ursachen können sein:

  • Mechanische Ursachen: Fehlbelastungen sind eine der Hauptursachen für Ischiasbeschwerden und die Einklemmung des Ischiasnerven. Oft werden Fehlbelastungen lange Zeit nicht bemerkt, da sie keine oder nur wenige Beschwerden verursachen. Es kann jedoch plötzlich zu wiederkehrenden Beschwerden im Bereich des Ischiasnerven kommen.
  • Muskelverspannungen: Das Piriformis-Syndrom, bei dem der M. piriformis (kleiner Gesäßmuskel) auf den Ischiasnerv drückt, ist eine häufige Ursache.
  • Rheumatische Erkrankungen und Infektionen: Selten, aber möglich.
  • Dauerhafte Fehlhaltungen: Z. B. durch Überbeanspruchung oder wiederholte Belastung der Lendenwirbelsäule.
  • Mangelnde Bewegung: Viele berufliche Tätigkeiten werden im Sitzen und ohne ausreichende und regelmäßige Bewegung ausgeführt. Dies führt dazu, dass die Muskeln einseitig und unsymmetrisch belastet werden, was tendenziell zu Verhärtungen führen kann.

Symptome eines eingeklemmten Ischiasnervs

Typisch für einen eingeklemmten oder komprimierten Ischiasnerv sind die charakteristischen ziehenden Schmerzen, die meist im Bereich der Lendenwirbelsäule beginnen und dann auf die Rückseite des Oberschenkels ausstrahlen. Darüber hinaus kommt es oft zu Bewegungsbeeinträchtigungen oder Fehlhaltungen, die als Reaktion auf die Schmerzen eingenommen werden.

Patienten mit einer Kompression des Ischiasnerven gehen oft leicht nach vorne gebeugt und bewegen sich manchmal sogar hinkend, was das Gangbild verändert. Durch die Kompression des Ischiasnerven können auch neurologische Beeinträchtigungen auftreten.

Die Schmerzen werden klassischerweise als ziehend und sehr unangenehm beschrieben. Sie beginnen im Bereich der Lendenwirbelsäule und strahlen dann auf die Rückseite des Oberschenkels aus.

Diagnose eines eingeklemmten Ischiasnervs

In der Regel wird ein komprimierter Ischiasnerv klinisch diagnostiziert. Die Schmerzen sind typisch, ziehend und strahlen auf die Rückseite des Oberschenkels aus, was häufig auf einen Ischiasnerv hindeutet. Die Anamnese, bei der Fragen zu Trauma oder vorangegangenen Unfällen gestellt werden, kann ebenfalls helfen, die Diagnose zu stellen.

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Wann ist ein MRT notwendig?

Eine MRT-Untersuchung wird notwendig, wenn aufgrund der klinischen Angaben des Patienten Unsicherheit besteht, ob eine Kompression des Ischiasnervs die Beschwerden verursacht. Besonders wenn der sogenannte Lasegue-Test positiv ausfällt, sollte eine MRT in Erwägung gezogen werden. Ein positiver Lasegue-Test zeigt sich, wenn der Patient im Liegen die gestreckten Beine nicht über 45 Grad anheben kann. Dies deutet häufig auf einen Bandscheibenvorfall hin, der die Beschwerden verursachen könnte.

Anwendung von Retterspitz Äußerlich bei einem eingeklemmten Ischiasnerv

Retterspitz Äußerlich kann eine wertvolle Unterstützung bei der Behandlung eines eingeklemmten Ischiasnervs sein. Die entzündungshemmenden und abschwellenden Eigenschaften können zur Linderung der Beschwerden beitragen.

Wickelanwendung mit Retterspitz Äußerlich

Für eine Wickelanwendung mit Retterspitz Äußerlich benötigen Sie:

  • Retterspitz Äußerlich
  • Wasser
  • Ein Leintuch
  • Ein trockenes Moltontuch

Anwendung:

  1. Mischen Sie ca. 20 ml Retterspitz Äußerlich mit 20 ml Wasser in einer Schüssel.
  2. Weichen Sie das Leintuch in der Mischung ein, bis es vollständig aufgenommen ist.
  3. Wringen Sie das Leintuch gut aus, bis es nicht mehr tropft.
  4. Legen Sie das Leintuch faltenfrei um die betroffene Körperstelle (z.B. Lendenwirbelsäule, Oberschenkel).
  5. Legen Sie das trockene Moltontuch darüber und befestigen Sie es mit einem Klettverschluss.
  6. Lassen Sie den Wickel eineinhalb bis zwei Stunden wirken.

Hinweis: Wickel mit Retterspitz Äußerlich sind geeignet für Kinder ab 6 Jahren und Menschen, die auf Medikamente verzichten wollen oder müssen.

Weitere Anwendungsmöglichkeiten von Retterspitz

Neben der Wickelanwendung gibt es weitere Möglichkeiten, Retterspitz zur Linderung von Beschwerden bei einem eingeklemmten Ischiasnerv einzusetzen:

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  • Retterspitz Muskelcreme: Die Retterspitz Muskelcreme ist ideal zur Unterstützung der Physiotherapie bei der Behandlung von Beschwerden an Muskeln, Sehnen und Gelenken. Sie kann drei- bis sechsmal täglich auf die betroffene Körperstelle aufgetragen und einmassiert werden.
  • Retterspitz Muskelroller: Der Retterspitz Muskelroller passt in jede Tasche und ist einfach in der Selbstanwendung. Er lindert Verspannungen im Nackenbereich und kann bei Muskel-, Sehnen- und Gelenkbeschwerden sowie Verspannungen eingesetzt werden.

Weitere Maßnahmen zur Behandlung eines eingeklemmten Ischiasnervs

Neben der Anwendung von Retterspitz gibt es weitere Maßnahmen, die zur Behandlung eines eingeklemmten Ischiasnervs beitragen können:

  • Wärmebehandlungen: Wärme ist eine effektive Maßnahme, um verhärtete Muskeln zu lockern. Eine gute Methode ist die Anwendung einer Wärmflasche auf der betroffenen Stelle.
  • Dehnungsübungen: Gezielte Dehnungsübungen können helfen, die verkürzten und verhärteten Muskeln zu dehnen und zu lockern.
  • Massagen: Massagen können ebenfalls zur Lockerung der Muskulatur beitragen.
  • Bewegung: Anstatt das Bett zu hüten, sollten Betroffene in Bewegung bleiben. Auf diese Weise können sich verspannte Rückenmuskeln entspannen und die Reizung nachlassen. Oft hilft auch eine Stufenbettlagerung, bei der die Wirbelsäule entspannt wird.
  • Schmerzmittel: Bei akuten Schmerzen können Schmerzmittel helfen, um den Teufelskreis zu durchbrechen, der dadurch entsteht, dass die Schmerzen zur Verspannung der Muskeln führen und die Verspannung die Schmerzen verschlimmert.
  • Physiotherapie: Physiotherapeutische Übungen können helfen, die Muskulatur zu stärken und Fehlbelastungen auszugleichen.

Lumedis Ansatz bei der Behandlung eines eingeklemmten Ischiasnervs

Lumedis wendet bei der Behandlung eines eingeklemmten Ischiasnerven sehr erfolgreich den sogenannten muskulären Dysbalance Check an. Hierbei wird an dem zunächst stehenden Patienten, die Konsistenz und die Ausbildung der Muskeln des Rücken, des Beckens und der Beine beobachtet bzw. auch betastet und im Seitenvergleich beurteilt. Wird eine deutliche Seitendifferenz sichtbar, ist von einer Fehlbelastung auszugehen, die dann gezielt behandelt werden kann.

Elektromyogramm (EMG)

Beim Elektromyogramm (EMG) werden die elektrischen Aktivitäten der Muskeln gemessen. Dazu werden Elektroden auf die Haut über den zu untersuchenden Muskeln geklebt - im Fall eines Ischiasnervs wären das typischerweise die Muskeln des Beckens und des Gesäßes. Das EMG erfasst die elektrischen Impulse, die von den Muskeln erzeugt werden, und vergleicht diese Impulse sowohl bei Belastung als auch in Ruhe. Ein signifikanter Spannungsabfall in den gemessenen elektrischen Potentialen kann auf eine Fehlbelastung oder eine andere Ursache für die Ischiasbeschwerden hinweisen.

Vermessung der Wirbelsäule

Die Vermessung der Wirbelsäule ist eine bewährte Methode zur Darstellung von Fehlhaltungen und Fehlbelastungen. Bei diesem Verfahren wird ein Muster auf die Wirbelsäule projiziert, und ein Computer berechnet die Abstände und Fehlbelastungen anhand der Verzerrungen des Musters.

Individuelles Übungsprogramm

Je nachdem, welche verhärteten Muskeln herausgefunden wurden, kann ein individuell ausgearbeitetes Übungsprogramm dem Patienten ausgehändigt werden. Dies sollte er dann in den ersten Tagen 1-2 mal am Tag durchführen. Eine Besserung der Beschwerden kann dann schon nach wenigen Tagen eintreten. Nach anfänglicher Besserung sollten diese Übungen aber dann auf ca 1-2 mal in der Woche beibehalten werden, um zu verhindern, dass es zeitnahe erneut zu muskulären Verhärtungen kommt, die dann wieder auf den Ischiasnerven drücken.

Ischias in der Schwangerschaft

In der Schwangerschaft verändern sich sowohl das Gewicht als auch der verfügbare Platz im Körper erheblich. Das wachsende Kind verschiebt die Organe, und das zusätzliche Gewicht, das nach vorne zieht, führt zu einer kompensatorischen Haltung der Schwangeren. Diese Haltung soll dem nach vorne ziehenden Gewicht entgegenwirken, was jedoch zwangsläufig zu muskulären Fehlbelastungen und Fehlhaltungen führt.

Dauer der Beschwerden und Krankschreibung

Die Dauer, bis die Beschwerden eines eingeklemmten Ischiasnerven verschwinden, hängt sowohl von der auslösenden Ursache als auch von den angewandten therapeutischen Maßnahmen und deren konsequenter Durchführung ab. In den meisten Fällen sind verhärtete Muskeln für die Kompression des Ischiasnerven verantwortlich. Mit konsequenter Anwendung von Wärme, gezielten Übungen und Massagen kann oft innerhalb weniger Tage bis maximal einer Woche eine deutliche Verbesserung der Beschwerden erreicht werden.

Die Dauer einer Krankschreibung bei Ischias hängt von der Schwere der Ischialgie ab. Bei starken Schmerzen, ausgeprägten neurologischen Defiziten oder schwerer Ursache (z. B. Bandscheibenvorfall mit Nervendruck) kann die Krankschreibung 3-6 Wochen oder länger dauern.

Kreuzschmerzen als Begleiterscheinung

Kreuzschmerzen, also Schmerzen im unteren Rücken rund um den Lendenwirbelbereich, sind weit verbreitet und können oft mit einem eingeklemmten Ischiasnerv einhergehen. Die Schmerzen können sich von Fall zu Fall stark unterscheiden und ziehend, dumpf drückend, brennend oder stechend sein. Sie können in Becken, Hüfte, Gesäß oder Beine ausstrahlen (radikuläre Schmerzen, Ischialgie).

Behandlung von Kreuzschmerzen

Zur Linderung von verspannungsbedingten Kreuzschmerzen können kurzfristig bewährte Haus- und Schmerzmittel eingesetzt werden. Eines der beliebtesten Hausmittel bei verspannungsbedingten Kreuzschmerzen ist Wärme. Diese natürliche Methode der Schmerzlinderung wirkt gleich dreifach: Sie erweitert die Gefäße in der Muskulatur, unterstützt durch eine verbesserte Durchblutung die Regeneration des betroffenen Gewebes und reduziert die Schmerzwahrnehmung.

Eine schnelle Erleichterung bei Kreuzschmerzen verschaffen entzündungshemmende nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen oder das Analgetikum Paracetamol, wenn diese verträglich sind.

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