Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen, die viele Menschen vor allem mit Zittern in Verbindung bringen. Das typische Zittern ist jedoch nicht das einzige Parkinson-Symptom. Es gibt eine Vielzahl weiterer Symptome, die auf die Krankheit hinweisen können.
Einführung
Das Parkinson-Syndrom zählt zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen. Dabei gehen bestimmte Nervenzellen im Hirn zugrunde, die den Botenstoff Dopamin herstellen. Dieser Prozess wirkt sich nach und nach auf den ganzen Körper aus, sodass zahlreiche Symptome auftreten. Das charakteristische Zittern ist nur eines davon. In diesem Artikel werden die verschiedenen Ursachen und Symptome von Parkinson detailliert erläutert, um ein umfassendes Verständnis der Krankheit zu ermöglichen.
Ursachen von Parkinson
Die Ursache für das Absterben der Nervenzellen im Gehirn bleibt in den meisten Fällen unbekannt. Dann sprechen Fachleute von einem Morbus Parkinson (auch: idiopathisches Parkinson-Syndrom). Nur selten ist ein Parkinson-Syndrom auf eine andere Krankheit oder Medikamente zurückzuführen.
Genetische und Umweltfaktoren
Als externe Auslöser von Parkinson werden bestimmte Giftstoffe, sogenannte Neurotoxine, die die Substantia nigra schädigen, erwogen. Diese wurden in der Regel entweder im Rahmen der Berufstätigkeit oder als Umweltgifte von den Betroffenen aufgenommen. In Kanada durchgeführte Studien ergaben einen Zusammenhang zwischen dem Einsatz großer Mengen an Paraquat und einer weit überdurchschnittlichen Anzahl von Parkinson-Fällen in der Bevölkerung der entsprechenden Region. Ein weiteres Pestizid, das als parkinsonauslösend gilt, ist das Insektizid Rotenon. In Frankreich ist Parkinson seit 2012 als Berufskrankheit von Landwirten anerkannt, wenn sie mindestens zehn Jahre lang mit Pestiziden in Berührung gekommen sind. Als weitere Ursachen werden im Allgemeinen Vererbung (Veranlagung), Traumen (u. a. Schädel-Hirn-Trauma) und Infektionen (z. B. Enzephalitis) diskutiert.
Dopaminmangel und Nervenzellabbau
Der Morbus Parkinson ist eine degenerative Erkrankung des extrapyramidalmotorischen Systems (EPS) oder der Basalganglien. Dabei kommt es zu einem Absterben von Nervenzellen, die Dopamin herstellen. Erste Krankheitszeichen fallen erst auf, wenn ca. 55 % bis 60 % dieser dopaminergen Zellen abgestorben sind. Der Dopaminmangel führt über zwei Wege letztlich zu einem Ungleichgewicht in der Funktion der Basalganglien. Der Botenstoff Glutamat liegt dabei relativ im Überschuss vor. Dabei wird letztlich die motorische Aktivierung der Hirnrinde durch den Thalamus behindert.
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Symptome von Parkinson
Neben Zittern sind drei weitere Symptome bei Parkinson typisch: Dazu zählen Muskelsteife, Bewegungsstörungen und eine gestörte Haltungsstabilität. Im Frühstadium der Erkrankung stehen jedoch nicht selten ganz andere Anzeichen im Vordergrund, die zunächst gar nicht mit Parkinson in Verbindung gebracht werden.
Frühe Anzeichen von Parkinson
Ein erstes deutliches Anzeichen von Parkinson ist das Zittern. Im Frühstadium macht sich die Krankheit jedoch häufig durch eher unspezifische Symptome bemerkbar, die auch im Rahmen des normalen Alterungsprozesses auftreten können. Hinzu kommt, dass die möglichen Frühsymptome von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ausfallen. So können unter Umständen Jahre vergehen, bis ein Arzt die Diagnose stellt. Bereits Jahre vor der Diagnose können Schmerzen oder Steifheitsgefühle ein erstes Anzeichen sein. Die Beschwerden treten etwa im Nacken, in der Schulter, im Rücken oder in Armen oder Beinen auf. Häufig wird zunächst eine rheumatische Erkrankung hinter den Schmerzen vermutet. Eine vermehrte Sturzneigung kann ebenfalls ein erstes Frühsymptom für Parkinson sein. Zudem haben Erkrankte häufig ein vermindertes Geruchsvermögen. Zu weiteren, eher unspezifischen Frühsymptomen zählen Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Kreislaufprobleme, Vergesslichkeit, Schlafstörungen oder Verstopfung. Bereits im Frühstadium von Parkinson kann eine Verschlechterung der feinmotorischen Fähigkeiten erkennbar sein. Betroffene haben etwa Schwierigkeiten, sich die Schuhe zuzubinden. Das Schriftbild kann sich verändern: Die Schrift wird vor allem am Zeilenende kleiner. Mitunter fallen Angehörigen erste Anzeichen der Erkrankung bereits auf, wenn die Betroffenen selbst sie noch gar nicht bemerken. Zum Beispiel kann die Sprache schon im Frühstadium verändert wirken und leiser werden. Auch eine depressive Stimmung mit Interessenverlust oder gereiztem Verhalten kann ein erstes Anzeichen sein.
Hauptsymptome bei Morbus Parkinson
Schreitet Parkinson voran, werden die charakteristischen Hauptsymptome der Krankheit erkennbar. Dazu zählen:
- verlangsamte Bewegungen/Bewegungsarmut (Akinese)
- Muskelsteife
- Zittern in Ruhe und
- eine Störung der Haltungsstabilität.
Die ersten drei Symptome werden manchmal als Parkinson-Trias bezeichnet. Treten diese Anzeichen gemeinsam auf, ist die Erkrankung meist schon fortgeschritten. Häufig ist eine Körperseite anfangs stärker von den Symptomen betroffen als die andere.
Weitere Symptome bei Parkinson
Morbus Parkinson kann zu zahlreichen weiteren Beschwerden führen. Mögliche Anzeichen sind unter anderem:
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- Konzentrationsprobleme
- verlangsamte geistige Funktionen und Denkabläufe
- Depressionen
- übermäßiges Schwitzen
- erhöhte Talgproduktion der Haut, etwa im Gesicht
- übermäßiger Speichelfluss
- Störungen der Blasenfunktion
- Impotenz
- Verstopfung
- Störungen des Blutdrucks und der Temperaturregulation
- Riechstörungen
- Schlafstörungen
- Gleichgewichtsstörungen
- Missempfindungen oder Schmerzen, etwa im Rücken
Motorische Symptome im Detail
Menschen mit fortgeschrittenem Parkinson leiden unter Bewegungsstörungen in Form einer Bewegungsarmut (Akinese). Sie können Bewegungen nur noch sehr langsam oder vermindert ausführen. Erkrankte fallen durch kurze, immer kleiner werdende Schritte und einen schlurfenden Gang auf. Typisch ist, dass die Arme beim Gehen nicht mitschwingen. Tätigkeiten, für die eine gute Feinmotorik nötig ist, fallen zunehmend schwer - zum Beispiel das Binden einer Schleife oder das Einfädeln eines Fadens. Menschen mit Parkinson haben Probleme damit, willkürliche Bewegungen auszuführen oder zu stoppen. Beim Laufen fällt es ihnen etwa schwer, den ersten Schritt zu machen, und das abrupte Beenden einer Bewegung gelingt ihnen kaum. Ihre Haltung ist oft gebückt. Die fehlende Beweglichkeit betrifft nicht nur die Muskeln von Armen und Beinen, sondern die des ganzen Körpers. Etwa die Gesichtsmuskeln: Die Mimik wirkt im Laufe der Zeit maskenhaft und starr (sogenannte Hypomimie). Das Schlucken bereitet zunehmend Schwierigkeiten. Die Stimme wird leiser und monoton. Ein weiteres Anzeichen: Im Laufe der Erkrankung wird das Schriftbild undeutlicher und kleiner. Menschen mit Parkinson leiden unter einer dauerhaften Muskelsteife, sogenanntem Rigor. Arme, Beine und Hals sind besonders betroffen: Sie fühlen sich steif und angespannt an, sodass Muskelschmerzen auftreten können. Versuchen andere Personen, den steifen Körperteil zu bewegen, gelingt dies kaum oder nur gegen einen deutlichen Widerstand. Zittern - in der Fachsprache Tremor genannt - ist ebenfalls ein typisches Symptom von Parkinson, das bei etwa drei Vierteln der Erkrankten auftritt. Der Tremor fällt vor allem in Ruhe auf. Fachleute sprechen dann von einem Ruhetremor. Typisch ist eine Frequenz von etwa vier bis sieben Zitterbewegungen pro Sekunde. Insbesondere die Hand- und Fingergelenke sind betroffen. Die unwillkürlichen Zitterbewegungen können an "Geldzähl-" oder "Pillendreh"-Bewegungen erinnern. Wenn Zittern und Muskelsteife zusammen vorkommen, kann das sogenannte Zahnradphänomen sichtbar werden: Bewegt eine andere Person eine Extremität der erkrankten Person, etwa den Arm, ist die Bewegung nicht geschmeidig. Vielmehr gibt der Arm ruckartig nach - ähnlich wie beim Bewegen eines Zahnrads. Im weiteren Verlauf der Erkrankung wird ein weiteres Symptom sichtbar: eine instabile Körperhaltung (sog. posturale Instabilität). Sie entsteht, weil die Reflexe, die bei Bewegungen den Körper in Balance halten, zunehmend gestört sind. Erkrankte müssen ihre aufrechte Sitz- oder Stehhaltung immer wieder korrigieren. Abrupte Bewegungen, etwa einen Schubs, können sie nicht gut ausgleichen: Anstatt einen großen Ausfallschritt nach hinten zu machen, machen sie viele kleine Schritte - oder sie stürzen.
Nicht-motorische Symptome
Neben den motorischen Symptomen treten bei Morbus Parkinson in allen Stadien der Erkrankung auch nicht-motorische Symptome auf, die die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten teils erheblich beeinträchtigen. Unter ihnen spielen neuropsychiatrische Symptome eine wichtige Rolle.
Demenz bei Parkinson
Im weiteren Verlauf entwickeln etwa drei von zehn Betroffenen eine Demenz, die als Parkinson-Demenz bezeichnet wird. Der fortschreitende Dopaminmangel im Hirn kann sich auf kognitiver Ebene bemerkbar machen. Die Beschwerden sind zunächst nur leicht ausgeprägt, sodass sie den Angehörigen möglicherweise zunächst nicht auffallen. Die Symptome nehmen jedoch im Laufe der Zeit zu. Sind die kognitiven Beeinträchtigungen so stark, dass die Person ihren Alltag nicht mehr eigenständig bewältigen kann, liegt eine Parkinson-Demenz vor. Sie entsteht meist in höherem Alter und wenn die Erkrankung bereits fortgeschritten ist. Eine Parkinson-Demenz zeichnet sich durch einen starken geistigen Abbau (Demenz) aus. Männer erkranken häufiger als Frauen. Mögliche Symptome einer Demenz bei Parkinson sind:
- Konzentrations- und Gedächtnisprobleme
- verlangsamtes Denken, langsamere Reaktionen
- Veränderungen der Stimmung
- Veränderungen der Persönlichkeit
- Veränderung des Verhaltens
- Probleme mit dem räumlichen Sehen
- Störungen der Sprache
- Teilnahmslosigkeit
- begleitend: weitere psychische Beschwerden wie Depressionen, Ängste, Halluzinationen
Erkrankte Personen können sich neue Dinge meist merken, das Gelernte jedoch später nur schwer abrufen.
Diagnose von Parkinson
Symptome wie Zittern oder Bewegungsstörungen können viele Ursachen haben und müssen nicht zwingend Symptome von Parkinson sein. Wer mögliche erste Anzeichen von Parkinson bemerkt, sollte eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen, um Gewissheit zu bekommen. Eine erste Anlaufstelle kann die hausärztliche Praxis sein. Neurologen können die Krankheit heute aufgrund verschiedener Diagnoseverfahren in vielen Fällen früh erkennen und ihre individuellen Auswirkungen, also die motorischen Störungen, besser benennen. Nach ausführlichen Gesprächen mit dem Betroffenen und einer umfangreichen körperlichen Untersuchung geben bildgebende Verfahren wie eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) Aufschluss über das strukturelle Ausmaß der Krankheit im Gehirn. In einigen Fällen kann auch eine Untersuchung im Schlaflabor helfen, die Krankheit und ihre Auswirkungen genauer zu erkennen, wenn die Patienten zum Beispiel unter Schlafstörungen, Unruhe oder Schmerzen (etwa in den Beinen) im Schlaf leiden. Eine weitere Untersuchung ist zudem die Ableitung eines EEG mit einer sogenannten Hirnkappe, bei der zahlreiche Elektroden am Kopf Hirnströme messen. Damit können Neurologen die funktionalen Auswirkungen der Krankheit im Ruhezustand und bei verschiedenen Bewegungsabläufen messen. Das Absterben von Nervenzellen und der Transport des Botenstoffs Dopamin können heute zudem mit moderner Bildgebung in einem DAT-Scan sichtbar gemacht werden.
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Hautveränderungen als Diagnosehinweis
Prof. Dr. David Weise: Parkinson ist gekennzeichnet durch den Mangel am Botenstoff Dopamin. Das ist unter anderem Folge einer Ablagerung des Proteins Alpha-Synuklein im zentralen Nervensystem. Es sind aber auch Nervenzellen außerhalb des Gehirns betroffen. Eine Auswirkung ist, dass sich das veränderte Eiweiß u. a. in Nervenzellen der Haut ablagert. Gewebeproben der Haut können daher womöglich sogar hilfreich für die Diagnose einer Parkinson-Krankheit sein. Die Eiweißablagerungen finden sich zudem auch in den Zellen des autonomen Nervensystems, das willentlich nicht zu beeinflussende Körperfunktionen wie Verdauung, Herzschlag, Wärmeregulation und Schweißproduktion steuert. Bei Parkinson ist die Schweißregulation gestört. Betroffene schwitzen vermehrt, häufig nachts. Zugleich ist die Regulation der Talgzellen in der Haut durch den Dopaminmangel gestört. Die Haut kann dadurch fettiger werden, besonders im Gesicht. Darüber hinaus besteht bei Parkinson ein erhöhtes Risiko für den schwarzen Hautkrebs.
Behandlung von Parkinson
Bei der Therapie von Parkinson spielen unter anderem Medikamente eine Rolle. Dazu zählen etwa Levodopa (L-Dopa) und Wirkstoffe aus der Gruppe der Dopaminagonisten. Vor allem zu Beginn der medikamentösen Behandlung lassen sich die Symptome mit L-Dopa oder Dopaminagonisten gut behandeln. Im weiteren Verlauf lässt die Wirkung oft nach. Welche Behandlung dann geeignet ist und welche weiteren Therapiemöglichkeiten es bei Parkinson gibt, lesen Sie hier. Je früher Parkinson erkannt wird, desto eher kann auch eine geeignete Behandlung erfolgen. Verbesserte diagnostische Verfahren führen oft auch zu einer früher einsetzenden und individuell angepassten Therapie. Bei der medikamentösen Therapie geht es zunächst vor allem um den Ersatz des fehlenden Botenstoffs Dopamin, was über verschiedene Wege funktionieren kann. Im weiteren Verlauf der Therapie ist die Gabe von L-Dopa, also ein Vorläuferstoff des Dopamins, der im Körper zu diesem umgewandelt wird, in Tablettenform eine Option. Da diese mit zunehmendem Krankheitsverlauf im Hinblick auf die Beschwerden oft eine mehrfache Gabe über den Tag verteilt erfordert, ist die kontinuierliche Abgabe von L-Dopa mit einem Pumpsystem über den Darm eine Alternative. Ein weiteres Verfahren im zunehmenden Krankheitsverlauf ist die tiefe Hirnstimulation, bei der eine Elektrode operativ ins Gehirn eingebracht wird, die über einen Impulsgeber in der Brust stimuliert wird. Das Verfahren verbessert die Lebensqualität vieler Betroffener erheblich und wird durchaus auch schon in früheren Krankheitsstadien eingesetzt, da es heute als sicher gilt. Ein neues Verfahren, von dem man sich einen positiven Einfluss auf die Reduzierung der Symptome (Zittern) erhofft, ist fokussierter Ultraschall.
Hautpflege bei Parkinson
Prof. Dr. David Weise: Die Haut ist eine natürliche Barriere zur Umwelt und bewahrt den Körper vor übermäßigem Wärme- und Flüssigkeitsverlust. Die Veränderungen bei Parkinson schwächen sie in ihrer Schutzfuntion. Durch vermehrtes Schwitzen geht Flüssigkeit verloren und Haut und Körper können austrocknen. Generell haben Parkinson-Betroffene unabhängig vom individuellen Hauttyp oft eine trockene, mitunter schuppige Haut. Sie kann jucken und zum Kratzen verleiten, was die Haut noch mehr strapaziert und ihre Barrierefunktion weiter herabsetzt. Trockene Haut kann außerdem Mikroorganismen wie Bakterien oder allergieauslösende Substanzen weniger effektiv abwehren. Entsprechend steigt das Risiko für Hautinfektionen. Prof. Dr. David Weise: Auf jeden Fall. Sie bekämpft zwar nicht die Ursachen für Hautveränderungen bei Parkinson, aber unterstützt die Haut in ihrer natürlichen Funktion. Prof. Dr. David Weise: Ratsam ist, die Haut regelmäßig, am besten täglich, schonend zu reinigen. Dabei sollte das Wasser nicht zu heiß sein, damit es die Haut nicht reizt und austrocknet. Geeignete Produkte sind milde Seifen und Duschgels ohne Duft-, Konservierungs- und Farbstoffe. Nach der Wäsche sollte man die Haut gut abspülen und sanft, aber gründlich abtrocknen. Für die anschließende Pflege gilt: Je trockener die Haut, umso fetthaltiger die Pflege. Im Fettgehalt absteigend sind Fettsalben, Salben oder Fettcremes, Cremes, Lotionen. Für eine Rasur empfehlen sich die nasse Variante und ausreichend scharfe Klingen. Was ist bei einer subkutanen Pumpentherapie für die Pflege der Haut bzw. Prof. Dr. David Weise: An oberster Stelle steht eine sorgfältige Hygiene. Die für die Infusion verwendeten Hautstellen sollten mit mäßig warmem Wasser und einer milden Seife sanft gereinigt werden. Desinfizieren sollte man gründlich, aber nicht im Übermaß. Zu starke Reibung mit dem Desinfektionstuch zum Beispiel strapaziert die Haut. Am besten beobachtet man die Haut aufmerksam und tastet sich vorsichtig heran, was sie individuell gut verträgt. Generell ist es ratsam, als Infusionsstelle eher wenig behaarte Partien auszuwählen. Gereizte oder gerötete Hautbereiche sollten ausgespart werden. Zeigen sich Auffälligkeiten wie Rötungen oder Entzündungen, ist das ein Thema für das Arztgespräch. Manche Medikamente können sich negativ auf die Haut auswirken, indem sie zum Beispiel die Schweißproduktion verstärken. Bekannt ist diese Wirkung zum Beispiel für bestimmte Schmerzmittel und Antidepressiva.
Alternative Behandlungsmethoden
Gleichzeitig ist es jedoch eminent wichtig, dass der Betroffene die körperlichen Fähigkeiten aufrecht erhält und das Herz-Kreislaufsystem trainiert bleibt. Zusätzlich nehmen ca. 50% Patienten noch alternative Behandlungsmethoden in Anspruch. Das sind z.B. Der kybun Schuh hat eine elastisch-federnde Sohle. Diese fördert die Koordination und Kraft der Füsse und des ganzen Körpers. Ausserdem kann der Träger durch die Sohle den Untergrund gut spüren, dies verleiht ihm beim Gehen Sicherheit und stimuliert die Sensibilität der Füsse. Somit werden Sensomotorik und Propriozeption des Betroffenen aktiv gefördert und trainiert. Hören Sie auf Ihren Körper, wie fühlen Sie sich? Tut der Schuh oder die Matte Ihnen gut? Bei grosser Unsicherheit im kybun Schuh empfehlen wir zuerst die kybun Matte. Versuchen Sie den Schuh/ die Matte in den Alltag zu integrieren. Mit diesem habe ich sicher mehr Lebensfreude. Ich spüre, dass es dem Körper gut tut wenn er immer Bewegung hat. Man hat keine Steifheit mehr und ich habe das Gefühl man verliert sie langsam. Es ist ein weiches Gehen. Es war eigentlich ein Versuch und wir hatten keine wissenschaftlichen Grundlagen, dass dies zum Erfolg führen könnte. Wir mussten mit Erstaunen feststellen, das sowohl bei sogenannten neurologischen Bewegungsstörungen, da gehört natürlich MS und Parkinson dazu. Wir haben natürlich auch Patienten mit Lähmungen zum Beispiel nach einem Hirnschlag. Haben wir sie auf dieser weich-elastischen kybun Matte gehen lassen. Wir haben gesehen, dass sich klinisch die Situation verbessert. Das bedeutet zum Beispiel bei den Parkinson Patienten, die haben plötzlich weniger oder keine Medikamente mehr gebraucht. Sie haben auch kein Tremor mehr gehabt. Auch bei den MS Patienten haben wir eine Verbesserung festgestellt, aber die meiste Verbesserung haben wir vor allem bei den Parkinson Patienten festgestellt. Aber auch bei den gelähmten hat sich die Beweglichkeit verbessert. Wieso es zu diesen Verbesserungen gekommen ist, ist uns eigentlich ein Rätsel. Wir wissen es nicht. Wir können nur annehmen, dass durch die Stimulation über Propriozeption und von den unteren Extremitäten her, eine Stimulation des Hirngewebes stattfindet und gewisse Interaktionen, die unterbrochen waren plötzlich wieder öffnet. Das bedeutet klassisch bei Parkinson. Wir sind immer noch weiter daran, dies zu verfolgen, um dies bei mehreren Parkinson Patienten bestätigen zu können, dass dies ein Effekt hat. Dank diesem Schuh kann ich wieder springen.
Leben mit Parkinson
Positiv ist, dass Betroffene in der Regel selbst viel tun können, um ihren Krankheitsverlauf abzumildern und positiv zu beeinflussen. Untersuchungen haben ergeben, dass körperliche und auch geistige Aktivitäten sehr förderlich dafür sind. Parkinson-Patienten sollten sich so viel wie möglich bewegen und nach Möglichkeit auch Sport betreiben (mindestens 30 Minuten pro Tag). Darüber hinaus gilt es, Gewohnheiten und alltägliche Aufgaben möglichst beizubehalten. Auch Denksport kann hilfreich sein. Zudem hat eine gesunde und ausgewogene Ernährung offensichtlich einen positiven Einfluss auf den Krankheitsverlauf.
Bedeutung der Früherkennung
Je früher Parkinson erkannt wird, desto eher kann auch eine geeignete Behandlung erfolgen. Eine individuell zugeschnittene Behandlung wirkt sich günstig auf die Prognose aus. Je weiter Parkinson fortgeschritten ist, desto höher ist das Risiko für Komplikationen. Hierzu zählen etwa Infektionen der Atemwege - zum Beispiel eine Lungenentzündung -, schwere Stürze oder Schluckstörungen.