Kopfschmerzen und Nervenschmerzen im Kopfbereich können vielfältige Ursachen haben und die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Ursachen von Rötungen und Nervenschmerzen am Kopf, die diagnostischen Möglichkeiten und die entsprechenden Behandlungsansätze.
Ursachen von Kopfhautschmerzen und Trichodynie
Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, auch Trichodynie genannt. Dabei schmerzen Kopfhaut oder Haarwurzeln, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, und es kann zu schmerzhaftem Brennen der Kopfhaut kommen. Oft wird auch das Kämmen der Haare und/oder jede Lageveränderung der Haare als sehr unangenehm empfunden. Allein die Tatsache, dass man seine Haare und Kopfhaut ständig spürt, ist schon belastend für die Patienten.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Vor der Behandlung steht die Ursachenklärung. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache. Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten. Es gibt aber auch für schwierige Fälle viele gute Behandlungsmöglichkeiten, sodass fast immer eine gute Besserung der Beschwerden erzielt werden kann.
Mögliche Ursachen für Kopfhautschmerzen
- Hauterkrankungen: Verschiedene Hauterkrankungen wie Ekzeme, Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis können die Kopfhaut reizen und zu Schmerzen führen.
- Infektionen: Bakterielle oder Pilzinfektionen der Kopfhaut können Entzündungen und Schmerzen verursachen.
- Allergien: Allergische Reaktionen auf Shampoos, Haarfarben oder andere Haarpflegeprodukte können die Kopfhaut reizen und Schmerzen verursachen.
- Spannungskopfschmerzen: Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich können sich auf die Kopfhaut auswirken und Schmerzen verursachen.
- Trichodynie: Eine Überempfindlichkeit der Nervenenden in der Kopfhaut kann zu Schmerzen, Brennen und Juckreiz führen.
- Gürtelrose (Herpes Zoster): Eine Reaktivierung des Varizella-Zoster-Virus kann zu einer Gürtelrose führen, die sich durch Hautrötungen, Bläschen und starke Nervenschmerzen äußert.
- Kopfläuse: Ein Befall mit Kopfläusen kann Juckreiz und in der Folge auch Schmerzen auf der Kopfhaut verursachen.
- Falsche Haarpflege: Tägliches Waschen und aggressive Shampoos können den natürlichen Säureschutzmantel der Kopfhaut schädigen. Zu häufiges und heißes Föhnen kann zu Spannkraftverlust und kleinen Rissen führen, die Bakterien und Pilzen eine Angriffsfläche bieten.
- Hormonelle Veränderungen: Hormonelle Schwankungen in der Pubertät, Schwangerschaft, den Wechseljahren oder hormonelle Umstellungen durch Medikamente können die Talgproduktion beeinflussen und zu Reizungen oder Entzündungen der Kopfhaut führen.
- Stress: Körperlicher und psychischer Stress kann zu Verspannungen und einer schlechteren Durchblutung der Kopfhaut führen.
- Umweltfaktoren: Kälte, Hitze, Wind, Chlor- oder Salzwasser können die Kopfhaut austrocknen und anfälliger gegen Entzündungen machen.
Ursachen von Gesichtskopfschmerzen
Gesichtskopfschmerzen können verschiedene Ursachen haben, wie beispielsweise:
- Spannungskopfschmerzen: Hierbei handelt es sich um Kopfschmerzen, die durch Verspannungen im Nackenbereich oder durch Stress verursacht werden. Sie können sich auch im Gesichtsbereich ausbreiten und zu Schmerzen führen.
- Migräne: Migräne ist eine Form von Kopfschmerzen, die durch starke, pulsierende Schmerzen gekennzeichnet ist. Sie können auch auf den Gesichtsbereich ausstrahlen und von Übelkeit, Licht- und Geräuschempfindlichkeit begleitet werden.
- Cluster-Kopfschmerzen: Hierbei handelt es sich um sehr starke Kopfschmerzen, die meist einseitig auftreten und von Begleiterscheinungen wie Augenrötung und Nasenlaufen begleitet werden.
- Trigeminusneuralgie: Hierbei handelt es sich um Schmerzen im Bereich des Trigeminusnervs, der für die Empfindungen im Gesichtsbereich zuständig ist. Die Schmerzen sind sehr stark und können blitzartig auftreten.
- Sinusitis: Eine Entzündung der Nasennebenhöhlen kann zu Schmerzen im Gesichtsbereich führen.
Nervenschmerzen (Neuropathische Schmerzen)
Nervenschmerzen, auch neuropathische Schmerzen genannt, entstehen als direkte Folge einer Schädigung von „Gefühlsfasern“ des Nervensystems. Im Unterschied zu anderen Schmerzen entstehen die Schmerzimpulse in der Regel nicht mehr im Bereich der Nervenendigungen von Schmerzfasern in den Geweben des Körpers.
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Ursachen für neuropathische Schmerzen
- Bandscheibenvorfall: Ein Bandscheibenvorfall kann auf eine Nervenwurzel drücken und neuropathische Schmerzen verursachen.
- Polyneuropathie: Eine Erkrankung vieler Nerven, beispielsweise im Rahmen einer Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), kann zu Brennschmerzen der Füße führen.
- Gürtelrose (Herpes Zoster): Die Nervenentzündung durch das Varizella-Zoster-Virus kann zu neuropathischen Schmerzen führen.
- Nervenquetschungen oder Nervendurchtrennungen: Unfälle oder Operationen können Nerven verletzen und Nervenschmerzen verursachen.
- Phantomschmerz: Schmerzen in Gliedmaßen, die durch eine Amputation entfernt wurden.
- Engpass-Syndrome: Nerven können zusammengedrückt werden, was als Engpass-Syndrom bezeichnet wird. Ein häufiges Beispiel ist das Karpaltunnel-Syndrom am Handgelenk.
Symptome von neuropathischen Schmerzen
- Brennender, bohrender, einschießender oder stechender Schmerzcharakter
- Schmerzen treten oft in Ruhe auf und können durch leichte Berührungsreize ausgelöst werden (Allodynie)
- Verstärkte Schmerzempfindlichkeit nach anderen schmerzauslösenden Reizen (Hyperalgesie)
- Gefühlsstörungen (Taubheitsgefühl) im Versorgungsgebiet eines Gefühlsnervs
Trigeminusneuralgie
Die Trigeminusneuralgie ist eine spezielle Form von Gesichtsschmerz, die durch den Trigeminusnerv verursacht wird. Dieser Nerv ist für die Empfindungen im Gesichtsbereich zuständig.
Ursachen der Trigeminusneuralgie
Bei der Trigeminusneuralgie unterscheidet man einerseits die Ursachen der Erkrankung und andererseits die Triggerreize (Auslöser) der jeweiligen Schmerzattacken.
Die Symptome der klassischen Trigeminusneuralgie entstehen wahrscheinlich durch elektrische Ladungsübersprünge zwischen einem Blutgefäß, welches eng am Nervus trigeminus (fünfte Hirnnerv) anliegt, und dem Nerv selbst.
Die symptomatische Trigeminusneuralgie wird meist durch eine Grunderkrankung ausgelöst.
Symptome der Trigeminusneuralgie
- Schwere blitzartige Schmerzen, die sich wie ein Elektroschock anfühlen
- Spontane starke Schmerzen, die durch Berührung des Gesichtes oder Kauen und Sprechen ausgelöst werden
- Serien hintereinander einschießender, starker Schmerzen, die wenige Sekunden bis Minuten anhalten
- Episoden schwerer Schmerzattacken über Wochen oder Monate, die sich mit Perioden abwechseln, in denen Betroffene keine Schmerzen haben
- Ein andauerndes, brennendes Gefühl kann bereits vor dem eigentlichen Auftreten des Gesichtsschmerzes vorhanden sein
- Schmerzen in der Region, die vom Trigeminusnerv versorgt werden, beispielsweise Augen, Wange, Lippen, Kiefer, Zähne, Zahnfleisch
Triggerreize bei Trigeminusneuralgie
Die Trigger können bei der Trigeminusneuralgie sehr unterschiedlich sein. Oft rufen ganz alltägliche Dinge den Schmerz hervor. Dazu gehören:
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- Berühren des Gesichtes
- Lächeln beziehungsweise Lachen
- Kauen beziehungsweise Essen kalter oder heißer Speisen
- Trinken
- Zähneputzen
- Waschen des Gesichtes
- Sprechen
- Auftragen von Make-up
- Rasieren
- Zugluft
Unabhängig von Triggerreizen können die stechenden Schmerzen auch spontan auftreten, das heißt ohne Anlass.
Diagnose von Kopfhautschmerzen und Nervenschmerzen
Um die genaue Ursache der Kopfhautschmerzen oder Nervenschmerzen zu ermitteln, ist eine gründliche Diagnose notwendig. Dazu gehört:
- Anamnese: Der Arzt wird eine ausführliche Anamnese durchführen, um die Symptome und die Vorgeschichte des Patienten zu erfassen.
- Körperliche Untersuchung: Der Arzt wird die Kopfhaut und den Gesichtsbereich eingehend untersuchen.
- Weitere Untersuchungen: Gegebenenfalls werden weitere Untersuchungen wie beispielsweise eine Bildgebung (Röntgen, CT, MRT) oder eine Labordiagnostik veranlasst.
- Neurologische Untersuchung: Bei Verdacht auf eine Trigeminusneuralgie oder andere Nervenerkrankungen wird eine neurologische Untersuchung durchgeführt.
- Schmerzfragebögen: Zur Erfassung von Verteilungsmuster, Stärke und Qualität der Schmerzen können Schmerzfragebögen eingesetzt werden.
- Spezialtests: QST (quantitative sensorische Testung) zur Prüfung der Hautempfindlichkeit, Neurographie zur Bestimmung der Nervenleitgeschwindigkeit, SEP (somatosensibel evozierte Potenziale) zur Prüfung der gesamten Gefühlsbahn.
Behandlung von Kopfhautschmerzen und Nervenschmerzen
Die Behandlung der Kopfhautschmerzen und Nervenschmerzen richtet sich nach der Ursache der Beschwerden.
Behandlung von Kopfhautschmerzen und Trichodynie
- Vermeidung von Reizungen: Meiden Sie bis zur Ursachenklärung soweit möglich jede äußere Reizung der Kopfhaut.
- Geeignete Pflegeprodukte: Verwenden Sie milde Shampoos und vermeiden Sie aggressive Chemikalien in Haarfärbemitteln und Dauerwellen-Produkten.
- Medikamentöse Therapie: Bei Entzündungen oder Infektionen können entzündungshemmende oder antimykotische Medikamente eingesetzt werden.
- Entspannungstechniken: Entspannungsübungen, Massagen oder Yoga können helfen, Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich zu lösen.
- Psychotherapie: Bei chronischen Schmerzen kann eine Psychotherapie helfen, mit den Schmerzen umzugehen und die Lebensqualität zu verbessern.
- Haarwasser: Haarwasser kann zumindest das unangenehme Kribbeln und Jucken mindern.
Behandlung von Gesichtskopfschmerzen
- Spannungskopfschmerzen: Entspannungsübungen oder Massagen, um die Verspannungen im Nackenbereich zu lösen.
- Migräne: Medikamente wie Triptane, um die Schmerzen zu lindern.
- Cluster-Kopfschmerzen: Spezielle Medikamente.
- Trigeminusneuralgie: Medikamentöse Therapie oder in schweren Fällen auch eine Operation.
- Sinusitis: Abschwellende Nasensprays, Antihistaminika oder kortikosteroidhaltige Nasensprays, um die Schmerzen zu lindern.
Behandlung von neuropathischen Schmerzen
- Medikamentöse Therapie: Individuell abgestimmte Behandlung mit Medikamenten, die die Beschwerden lindern, bis sich die geschädigten Nerven zumindest weitgehend erholt und neu aufgebaut haben. Es werden unterschiedliche Wirkprinzipien angewendet, darunter häufig die Kombinationsbehandlung mit verschiedenen Medikamenten, die den Nervenschmerz über unterschiedliche Wirkmechanismen lindern.
- Nicht-medikamentöse Verfahren: Physikalische Maßnahmen, Ergotherapie und Psychotherapie können ergänzend oder in der Akuttherapie zur Überbrückung der Zeit bis zum Anschlagen der sonstigen Medikamente eingesetzt werden.
- Operation: In seltenen Fällen ist eine Operation zur Entlastung des betroffenen Nervs möglich.
Behandlung der Gürtelrose
- Medikamente: Aciclovir, Brivudin, Famciclovir, Valaciclovir unterbrechen die Infektion und verkürzen so die Hautsymptome sowie die Dauer und Schwere möglicher Nervenschmerzen.
- Schmerzmittel: Behandlung der Wundschmerzen mit bekannten Schmerzmedikamenten. Bei Nervenschmerzen zusätzlich Medikamente gegen Nervenschmerzen.
Prävention von Kopfhautschmerzen und Gesichtskopfschmerzen
Obwohl Kopfhautschmerzen und Gesichtskopfschmerzen oft schwer zu vermeiden sind, gibt es bestimmte Schritte, die Sie unternehmen können, um das Risiko von Kopfschmerzen zu reduzieren:
- Vermeidung von Triggerfaktoren: Stressige Situationen, bestimmte Lebensmitteln oder Getränke und zu viel oder zu wenig Schlaf.
- Regelmäßige körperliche Aktivität:
- Entspannungstechniken: Yoga oder Meditation können auch dazu beitragen, das Risiko von Kopfschmerzen zu reduzieren.
- Gesunde Lebensweise:
Empfindliche Kopfhaut
Frauen leiden häufiger als Männer unter empfindlicher Kopfhaut. Diese empfindliche Kopfhaut kann sich durch Juckreiz, ein Spannungsgefühl und Schmerzen bei Berührungen bemerkbar machen. Die Ursachen für diese Beschwerden sind vielfältig. Unbehandelt kann empfindliche Kopfhaut zu Haarausfall führen.
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Symptome empfindlicher Kopfhaut
Die Kopfhaut ist normalerweise unempfindlich gegenüber Schmerzen, doch sie kann anfällig für Probleme sein. Anzeichen einer empfindlichen Kopfhaut umfassen:
- Juckreiz
- Trockenheit
- Schuppenbildung
- Spannungsgefühl
- Rötungen
- Schmerzen bei Berührung
Wenn diese Symptome stark ausgeprägt sind, spricht man von einer hypersensiblen Kopfhaut. Schon das Kämmen kann schmerzhaft sein, ein Zustand, der medizinisch als Trichodynie (Haarschmerz) bezeichnet wird.
Empfindliche Kopfhaut und Haarausfall
Empfindliche oder hypersensible Kopfhaut kann Haarausfall begünstigen, denn die Schuppenbildung der sensiblen Kopfhaut beeinträchtigt die Sauerstoffversorgung der Kopfhaut und Haarfollikel, was wiederum den Haarverlust fördert. Durch die Trockenheit der Kopfhaut werden die Haare unzureichend mit Nährstoffen versorgt und können in der Folge ausfallen. Zudem werden durch den starken Juckreiz und das damit verbundene Kratzen häufig Haare mit ausgerissen.
Liegen schwerwiegende Ursachen wie Neurodermitis, Schuppenflechte oder Pilzinfektionen der empfindlichen Kopfhaut zugrunde, erhöht sich das Risiko für Haarausfall ebenso.
Behandlung von empfindlicher Kopfhaut
Bei gereizter Kopfhaut sollten Sie auf stark chemische Produkte verzichten und stattdessen ein mildes Shampoo verwenden. Inhaltsstoffe wie Dexpanthenol lindern Juckreiz, wirken entzündungshemmend und fördern die Heilung. Milchproteine und Lecithin pflegen die Kopfhaut sanft und verhindern das Austrocknen. Linolsäuren wirken ebenfalls entzündungshemmend.
Gürtelrose (Herpes Zoster)
Die Gürtelrose wird durch Windpocken-Viren ausgelöst, die bei den meisten Menschen im Körper schlummern. Gürtelrose kann daher jeder Mensch bekommen, der schon Windpocken hatte - besonders ab dem 50. Lebensjahr. Menschen, die nie Windpocken hatten oder keine Impfung erhalten haben, können sich anstecken - allerdings nicht mit Gürtelrose, sondern mit Windpocken.
Symptome der Gürtelrose
Bei einer Gürtelrose kommt es zu Hautrötungen, die oft am Bauch wie ein „Gürtel“ um den Körper verteilt sind. Die Gürtelrose kann zudem an Armen und Beinen vorkommen. Zu der Hautrötung hinzukommen juckende und schmerzende Knötchen, die sich zu flüssigkeitsgefüllten Bläschen entwickeln. Die Bläschen verkrusten und heilen dann ab. In einigen Fällen kommt es auch zu einer Gürtelrose ohne Ausschlag und Bläschen (Zoster sine herpete).
In schweren Fällen führt die Erkrankung zur Erblindung. Auch eine Lähmung des Gesichtsnervs (Facialisparese) auf der betroffenen Seite ist möglich. Eine Sonderform dieser Art der Gürtelrose ist das Ramsay-Hunt-Syndrom. Die Erkrankung kann, besonders bei Beteiligung des Kopfes, in seltenen Fällen auch das Nervensystem einbeziehen. Die Gefäßbeteiligung kann das Schlaganfallrisiko erhöhen. Bei schwerer Einschränkung des Immunsystems kann es in seltenen Fällen statt eines lokalisierten Ausbruchs zu einer Beteiligung des gesamten Körpers kommen (Zoster disseminatus). Hierbei können Organe befallen und beschädigt werden.
Diagnose und Behandlung der Gürtelrose
Feststellen lässt sich die Gürtelrose sehr gut über eine Laboruntersuchung der Hautveränderungen. Die Gürtelrose heilt bei Menschen ohne erhöhtes Risiko meist nach 2 bis 4 Wochen von selbst ab. Man sollte sie trotzdem frühzeitig behandeln, um die Symptome zu verkürzen und bleibende Nervenschmerzen zu verhindern.
Die eingesetzten Medikamente (Aciclovir, Brivudin, Famciclovir, Valaciclovir) unterbrechen die Infektion und verkürzen so die Hautsymptome sowie die Dauer und Schwere möglicher Nervenschmerzen. Die Medikamente werden in Tablettenform eingenommen. Die Wundschmerzen der Gürtelrose werden mit den bekannten Schmerzmedikamenten behandelt. Wenn Nervenschmerzen hinzukommen, sollten diese ebenfalls behandelt werden. Das erfordert zusätzlich Medikamente gegen Nervenschmerzen (z.B.
Impfung gegen Gürtelrose
Die Ständige Impfkommission des RKI (STIKO) empfiehlt die Impfung für alle Menschen über 60 Jahren sowie für Menschen ab 50 mit einem erhöhten Risiko für eine Gürtelrose. Für einen vollständigen Impfschutz sind zwei Impfungen im Abstand von 2 bis 6 Monaten notwendig. Eine einzelne Impfung schützt nicht ausreichend gegen die Gürtelrose. Der empfohlene Impfstoff ist ein Totimpfstoff. Der Impfstoff ist sicher und führt nur bei wenigen Geimpften zu Impfreaktionen führen. Zu diesen Reaktionen gehören lokale Schmerzen an der Injektionsstelle, Fieber, Müdigkeit, Muskel- und Kopfschmerzen.
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