Gummibärchen, Likör und kleine Sprachverwirrungen: Eine kulinarisch-linguistische Entdeckungsreise

Dieser Artikel unternimmt eine Reise durch die Welt der kulinarischen Genüsse und sprachlichen Eigenheiten, von der Herstellung von Gummibärchenlikör bis hin zu kuriosen Übersetzungsfallen.

Klötenköm: Mehr als nur ein Eierlikör

Wer nicht gerade aus Norddeutschland stammt, mag bei dem Namen "Klötenköm" stutzen. Die Übersetzung ist jedoch denkbar einfach: "Klöten" bedeutet im Plattdeutschen "Eier", und "Köm" ist die norddeutsche Bezeichnung für Schnaps - Klötenköm ist also nichts anderes als Eierschnaps. Dieser Eierlikör der Gin-Koryphäen von Spitzmund hat sich in den letzten Jahren zu einem regelrechten Kultgetränk entwickelt, und zwar nicht nur in Norddeutschland.

Der unglaublich cremige Likör, dessen Etikett ein Huhn aus der Feder des bekannten Illustrators Volker Nökel ziert, ist inzwischen deutschlandweit bekannt. Klötenköm trifft mit seiner fein ausbalancierten Süße den sprichwörtlichen Sweet Spot und überzeugt mit einem intensiven Vanille- und Kuchenteiggeschmack, abgerundet durch einen Hauch von Zimt und einer Prise Rum.

Genuss-Tipp: Klötenköm schmeckt am besten pur und leicht gekühlt, ohne Eiswürfel oder Schokobecher. Seine intensive Cremigkeit macht ihn aber auch zu einer hervorragenden Zutat für Cocktails.

Cocktail-Inspiration: Alle Zutaten zusammen auf Eis kräftig shaken und in ein Longdrink-Glas oder, noch besser, eine ausgehöhlte Ananas voller Eiswürfel abseihen. Mit allem garnieren, was Spaß macht, zum Beispiel Schirmchen, Obst oder Oster-Gummibärchen.

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IKEA und der "Saft Lingon": Ein Fall von Irreführung?

Eine dunkelrote Flasche mit einem Etikett, das ein Meer von Preiselbeeren zeigt, dazu die Aufschrift "Saft Lingon" - wer hierzulande Preiselbeersaft erwartet, könnte enttäuscht werden. Eine Verbraucherin aus Darmstadt beschwerte sich auf dem Portal lebensmittelklarheit.de darüber, dass es sich in Wahrheit um Sirup mit nur 30 Prozent Saftanteil handelte.

Die Verbraucherzentrale prüfte den Fall und kam zu dem Schluss, dass Produktname und Aufmachung die Erwartung von Preiselbeersaft weckten. Sie sah in der Vermarktung des Getränks eine Irreführung, die laut Paragraph 11 des Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuchs verboten ist.

IKEA reagierte mit dem Hinweis, dass "Saft" im Schwedischen "Sirup" bedeutet und "Saft Lingon" somit Preiselbeersirup heiße. Die Verbraucherzentrale argumentierte jedoch, dass Kunden in Deutschland erwarten dürfen, dass Lebensmittel deutsche Bezeichnungen tragen und nicht gezwungen sind, die Rückseite der Flasche zu studieren.

Da IKEA nicht bereit war, die Aufmachung des Preiselbeersirups verbraucherfreundlicher zu gestalten, mahnte der Bundesverband der Verbraucherzentralen das Unternehmen ab. IKEA gab daraufhin eine Unterlassungserklärung ab. Verbraucher können weiterhin zur Klarheit im Kennzeichnungsdschungel beitragen, indem sie Produkte mit möglicherweise irreführender Kennzeichnung bei lebensmittelklarheit.de melden.

Das Gummibärchenlikör-Desaster: Ein Erfahrungsbericht

Nachdem sich Damen nach dem Besuch der letzten Rheinkirmes positiv über Gummibärchenlikör geäußert hatten, entstand die Idee, GBL selbst herzustellen. Rezepte gibt es im Netz zuhauf. Ein erster Versuch mit 360 g Gummibärchen, 0,7 Liter Wodka und 100 g Zucker in einer Literflasche endete jedoch im Frust: Die Bärchen quollen zwar auf, lösten sich aber trotz regelmäßigen Schüttelns über Wochen nicht auf.

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Der Verdacht: Zu viele Bärchen im Ansatz. Also wurde nach und nach mit Wodka verdünnt. Problem dabei: Die gequollenen Bärchen wollten nicht mehr aus der Flasche. Am Ende standen vier verschiedene Gefäße, alle unterschiedlich "konzentriert", und insgesamt waren 4 Flaschen Wodka verbraucht.

Nach dem Vereinen aller Mixturen und dem Abschmecken mit Zucker (nochmal 500 g) war die Brühe extrem dickflüssig, und die Küche klebte. Möglicherweise hatten die Aromen durch die Rührerei gelitten. Aus einer Flasche Gummibärchenlikör wurden 4 1/2 Flaschen Weltraumkleber. Die Frage bleibt: Warum hat sich das so schlecht aufgelöst? War die Tüte einfach zu groß? Falsche Bärchensorte?

Sprachliche Stolpersteine: Übersetzungsfallen und kuriose Wendungen

Die deutsche Sprache hält einige Tücken bereit, besonders im Hinblick auf Übersetzungen aus anderen Sprachen. Ein Blick auf norwegische Ausdrücke und ihre potenziellen deutschen Entsprechungen offenbart einige interessante Fallstricke.

"Sofistikert": Dieses norwegische Wort kann je nach Kontext unterschiedliche Bedeutungen haben, von "vielgereist" und "welterfahren" bis hin zu "kompliziert". Eine pauschale Übersetzung ist daher kaum möglich.

"Snurretrappa": Glücklicherweise ist die Übersetzung hier eindeutig: "Wendeltreppe".

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"Schonmal": Dieses Wort wird in der deutschen Schriftsprache oft vermisst, findet sich nicht im Duden. Im Norwegischen könnte es durch "allerede" ersetzt werden, obwohl die Bedeutung nicht exakt übereinstimmt.

"Av" und "Fra": Die Verwendung dieser beiden Präpositionen im Norwegischen kann für Deutschsprachige verwirrend sein.

"Stehe immer einmal mehr auf, als du hinfällst": Dieses vermeintliche Sprichwort ist eher ein Lebensmotto und hat keine traditionelle Verankerung.

Adverbialbildung mit "-vis": Die Regeln für die Adverbialbildung mit "-vis" im Norwegischen sind nicht immer eindeutig.

"Für": Die Verwendung von "für" in Bezug auf den Wert einer Villa kann zu Missverständnissen führen, insbesondere wenn es darum geht, ob die Person die Villa selbst bezahlt hat oder nicht.

"Amoureuse/amouröse Ambitionen haben": Hier geht es um die klassische Situation, in der ein Mann eine Frau zu etwas einlädt.

"Falske forespeilinger": Dieser norwegische Ausdruck entspricht der "Vorspiegelung falscher Tatsachen" im Deutschen.

Doppelkonsonantenausprache: Im Norwegischen werden Doppelkonsonanten tatsächlich länger ausgesprochen als einfache.

"Overveie": Dieses Wort bedeutet heutzutage eher "erwägen" als "überlegen".

"Vær litt gæærn!": Dieser Ausdruck bedeutet so viel wie "Sei ein bisschen verrückt!" und bezieht sich im Kontext eines Kuchenrezepts darauf, das Rezept persönlicher zu gestalten.

"Jemanden ins Boot holen": Im übertragenen Sinne kann dies im Norwegischen mit "å få noen med på laget" übersetzt werden.

"Tut og kjør": Dieser Ausdruck stammt von einem Vorurteil über italienische Autofahrer und bedeutet so viel wie "Vollgas geben!".

"Sääbelbeene": Plattdeutsch für O-Beine.

"Saagebuck": Kann sowohl ein Sägebock als auch eine unausstehliche Person bezeichnen.

"Sabbel-äärs": Eine schwatzhafte Person.

"Sachte": Kann "sanft", "leise" oder "ruhig" bedeuten.

"Sackdüüster": Stockfinster.

"Säggen": Sagen.

"Saikern": Wasser lassen.

"Säiß(e)": Sense.

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