Nervige Lehrersätze: Eine Sammlung von Frustrationen aus dem Schulalltag

Einleitung

Jeder, der eine Schule besucht hat, kennt sie: Diese Sätze von Lehrern, die einen zur Weißglut treiben können. Ob es sich um abgedroschene Phrasen, unangebrachte Kommentare oder einfach nur um mangelndes Einfühlungsvermögen handelt, bestimmte Aussagen von Lehrern bleiben im Gedächtnis und können negative Auswirkungen haben. Dieser Artikel befasst sich mit einigen der nervigsten Lehrersätze, analysiert ihre potenziellen Auswirkungen und bietet eine Perspektive auf die Herausforderungen, mit denen sowohl Schüler als auch Lehrer konfrontiert sind.

Die "Klassiker": Sprüche, die jeder kennt

Einige Lehrersätze sind so allgegenwärtig, dass sie schon fast zum Inventar des Schulalltags gehören. Hier sind ein paar Beispiele:

  • "Ihr lernt nicht für die Schule, ihr lernt fürs Leben." Dieser Spruch wird oft als Motivation verwendet, verfehlt aber oft sein Ziel, da Schüler den Bezug zum tatsächlichen Leben nicht erkennen können.
  • "Ich warne euch zum letzten Mal." Diese Drohung verliert schnell an Bedeutung, wenn sie wiederholt ausgesprochen wird, ohne dass Konsequenzen folgen.
  • "Ihr geht erst, wenn alles aufgeräumt ist!" Dieser Satz kann zu Frustration führen, insbesondere wenn die Schüler das Gefühl haben, dass der Raum bereits sauber genug ist.
  • "Du musst es nur wollen, dann schaffst du das auch." Dieser Spruch ignoriert die Tatsache, dass manche Schüler möglicherweise zusätzliche Unterstützung oder andere Lernstrategien benötigen.
  • "Dann machen wir eben in der Pause weiter." Diese Drohung ist besonders unbeliebt, da sie die wertvolle Erholungszeit der Schüler einschränkt.
  • "Was in der Klausur drankommt? Alles!" Dieser Satz ist wenig hilfreich und erzeugt unnötigen Stress, da die Schüler nicht wissen, worauf sie sich konzentrieren sollen.
  • "Ich gebe dir die schlechtere Note, damit du dich ab jetzt mehr anstrengst." Diese Taktik kann kontraproduktiv sein, da sie Demotivation und Angst auslösen kann.
  • "Komm wieder, wenn du dich benehmen kannst." Dieser Satz ist vage und gibt dem Schüler keine klare Anweisung, wie er sein Verhalten ändern soll.
  • "Denk noch mal nach, du weißt das." Dieser Spruch kann frustrierend sein, wenn der Schüler tatsächlich keine Ahnung hat und sich alleingelassen fühlt.

Verletzende und demotivierende Aussagen

Neben den harmloseren "Klassikern" gibt es auch Lehrersätze, die tiefergreifende negative Auswirkungen haben können. Diese Aussagen können das Selbstwertgefühl der Schüler beeinträchtigen, ihre Motivation mindern und sogar zu langfristigen psychischen Problemen führen.

  • "Jedes Trennungskind hat einen an der Waffel … Also lassen Sie sie bitte mal untersuchen. Sie hat bestimmt ADS oder so!" Solche pauschalen Urteile sind nicht nur unsensibel, sondern auch wissenschaftlich unhaltbar.
  • "Können die Weiber bitte das Klassenzimmer verlassen? Ihr kriegt es eh nicht hin!" Sexistische Bemerkungen dieser Art sind inakzeptabel und schaden dem Selbstvertrauen von Mädchen und jungen Frauen.
  • "Mein Sohn sei mit seinen vier Jahren schizophren …!" Eine solche Diagnose von einem Erzieher ist völlig unangebracht und kann Eltern und Kind schwer belasten.
  • "Wenn ich so heulen würde, weil die Jungs mich als Hure beschimpfen, dann muss es ja stimmen. Sechste Klasse." Dieser Satz ist nicht nur unsensibel, sondern auch beschämend und kann das Opfer von Mobbing zusätzlich traumatisieren.
  • "Wenn ihr nicht lernt, ordentlich zu sein, kommt nachts der Grüffelo und wird sehr böse. Mein Sohn hatte mehrere Nächte richtig Angst, einzuschlafen (…) " Das Schüren von Angst ist keine geeignete Erziehungsmethode.
  • "Mit diesem sozialen Hintergrund gehörst du nicht in diese Schule/Gymnasium." Solche Aussagen sind diskriminierend und verletzen das Recht auf Bildung.
  • "Unsere Tochter sei nicht intelligent genug für ein Gymnasium, er (Physik/Mathematik) würde dafür sorgen, dass sie die Schule verlässt. Unsere Tochter hat Abitur und ist Voll-Juristin!" Diese Aussage zeigt, wie falsch Lehrer liegen können und wie sie das Leben eines Schülers negativ beeinflussen können.
  • "Du bist eh zu blöd für Mathe, was soll ich mich mit dir noch rumplagen?!" Dieser Satz ist demotivierend und kann dazu führen, dass ein Schüler das Interesse an einem Fach verliert.
  • "Du musst das essen!!" Zwang beim Essen ist niemals angebracht und kann zu Essstörungen führen.
  • "Da mein fünfjähriges Kita-Kind einem Kind nicht - wie alle anderen - zum Geburtstag gratuliert hat, wurde er vor versammelter Mannschaft angeschnauzt, alleine an einen Tisch gesetzt, von der Gruppe ausgeschlossen und bekam kein Stück Kuchen ab, bis er gratuliert hätte!" Diese Strafe ist unverhältnismäßig und demütigend.

Weitere nervige Lehrersätze

Die Liste der potenziell nervigen Lehrersätze ist lang. Hier sind einige weitere Beispiele, die in den Kommentaren erwähnt wurden:

  • "Das braucht ihr noch nicht, lernt ihr später."
  • Sätze mit dem Wort "immer", z.B. "Deine Hosen sind immer verknubbelt!"
  • "Du musst immer alles besser wissen."
  • "Du willst immer das letzte Wort haben!"
  • "Schrei doch nicht immer so!"
  • "So haben wir dich nicht erzogen!"
  • "Rede nicht so viel. Dein Essen wird kalt"
  • "Ich komme dir gleich da rüber!"
  • "Mach schön deine Aufgaben, Aufgaben nicht vergessen!"
  • "Probier' es doch selbst einmal!"
  • "Du kannst das, wenn du es nur willst."
  • "Schreib' das doch noch mal ordentlich ab."
  • "Ihr müsst die Quadratzahlen unbedingt können. Die braucht ihr euer ganzes Leben."
  • "Lass es dir erst mal von deinen Mitschülern erklären."
  • "Wenn ich um drei Uhr nachts in dein Zimmer komme und dich die Vokabeln abfrage, musst du sie können."
  • "Gruppenarbeitsphase, danach tragen wir unsere Ergebnisse alle auf Plakaten zusammen."
  • "Diese Aufgabe wird jetzt in Still-Arbeit erledigt!"
  • "Wenn ihr nicht mit dem Gequatsche aufhört, setze ich euch auseinander!"
  • "Könnt ihr eure Privatgespräche bitte in die Pause verlagern?"
  • "Man hört euch bis ins Lehrerzimmer."
  • "Geh' raus vor die Tür und komm' wieder, wenn du dich benehmen kannst."
  • "Wer in dieser Klasse kennt sich mit Computern aus?"
  • "Kann mal jemand einen Overheadprojektor holen? Dieser hier ist kaputt."
  • "Stifte weg!"
  • "Hefte raus, Test!"
  • "Nächste Woche schreiben wir einen unangekündigten Test."
  • "Was ich nicht lesen kann, wird nicht gewertet."
  • "Kommst du nach der Stunde bitte zu mir?"
  • "Das wird Konsequenzen nach sich ziehen!"
  • "Du hättest ja in der Pause auf Toilette gehen können."
  • "Hier geht keiner raus, bis die Papierschnipsel vom Boden aufgehoben sind!"
  • "Ich beende die Unterrichtsstunde, nicht die Klingel."
  • "Es ist eine Selbstverständlichkeit, während der Pausen auf dem Schulgelände zu bleiben."
  • "Es ist eure Pause. Ich habe Zeit."
  • "Wir arbeiten dann einfach in der Pause weiter."
  • "Die Frage gebe ich gleich mal an die Klasse weiter."
  • "Ihr lernt nicht für mich, sondern für euch!"
  • "Nicht kippeln!"
  • "Kaugummi raus!"
  • "Die letzten Minuten noch mal Konzentration!"
  • "Ihr seid jetzt in der Oberstufe."
  • "Das verstößt gegen die Schulordnung."
  • "Du hast dich heute nicht einmal gemeldet."
  • "Was sagt man, wenn man zu spät kommt?"
  • "Wer die Hausaufgaben nicht hat, ist selber schuld, denn das kommt in der Arbeit dran."
  • "Der Rest ist Hausaufgabe."
  • "Auch in der Klausurphase müsst ihr Hausaufgaben machen."
  • "Ich weiß nicht, wie ihr das nächste Schuljahr schaffen wollt."
  • "Was in der Klausur drankommt? Alles, was wir gemacht haben natürlich!"
  • "Ich habe zwei Rotstifte für eure Arbeit verbraucht."
  • "Ich glaube, ihr hattet jetzt genug Bedenkzeit."
  • "Der Test war doch ganz leicht."
  • "Die Arbeit hätte besser ausfallen können."
  • "Du kriegst eine 4 mit einem ganz dicken Plus."
  • "Eine gute 3 mit Tendenz zur 2."
  • "Ich gebe dir dieses Halbjahr die schlechtere Note, damit du für das nächste Halbjahr motivierter bist."
  • "Das wirkt sich alles auf deine Kopfnoten aus."
  • "Sehr interessante und gute Gedankengänge! Sechs Punkte dafür."
  • "Und ich finde, das war noch großzügig von mir."
  • "Wie schätzt du dich selbst ein?"
  • "Ich hätte mir dieses Halbjahr mehr von dir erwartet."
  • "Das fließt alles mit in die Note ein!"
  • "Du stirbst nicht, wenn du mal eine Stunde nichts trinkst!"
  • "Du bist nicht dumm, du bist nur faul."
  • "Handy her. Das bleibt übers Wochenende im Schul-Safe."
  • "Das ist Stoff aus der 5. Klasse!"
  • "Darf ich auf die Toilette gehen?" - "Say it in English!"
  • "Wo ist das Klassenbuch?"
  • "Im Unterricht wird nicht getrunken!"
  • "Das Klassenzimmer wird erst verlassen, wenn alle Stühle auf den Tischen sind."
  • "Die Sitzordnung wird gelost."
  • "Nimmst du bitte deine Kopfbedeckung ab?"
  • "Wer ist Klassenbuchführer?"
  • "Bist du nicht der Bruder/die Schwester von?"
  • "Dein Bruder/deine Schwester war so gut darin…"
  • "Ich werde ich euch weiterhin duzen, ihr dürft mich trotzdem siezen."
  • "Es gab einen Papierstau im Lehrerzimmer."
  • "Wir machen eine Exkursion… ins römisch-germanische Museum."
  • "Ich hatte am Wochenende so viel zu korrigieren, eure Arbeiten habe ich nicht geschafft."
  • "Wenn ihr schnipst, nehme ich euch bestimmt nicht dran."
  • "Ich bin zu spät, weil wir noch eine sehr wichtige Lehrerkonferenz hatten."
  • "Nehmt euch mal ein Beispiel an…"
  • "Ich habe mein Abitur. Ihr nicht."
  • "Also mein Fach solltet ihr unbedingt wählen!"
  • "Schläfst du etwa?"
  • "Absolute Ruhe, bitte!"
  • "Alle Privatgespräche einstellen."
  • "Der Lautstärke nach dürftet ihr fertig sein."
  • "Ihr müsst sehr leise sein, wenn wir durch das Schulgebäude hinauf gehen."
  • "Ich muss eben noch kopieren gehen."
  • "Das ist auch für mich die achte Stunde!"
  • "War das eine Frage oder eine Antwort?"
  • "Wer hat denn heute Tafeldienst gehabt?"

Warum sagen Lehrer solche Dinge?

Es ist wichtig zu verstehen, dass Lehrer oft unter großem Druck stehen. Sie müssen einen vollen Lehrplan bewältigen, unterschiedliche Lernbedürfnisse berücksichtigen, Disziplinprobleme lösen und gleichzeitig den Erwartungen von Eltern und Schulleitung gerecht werden. In diesem stressigen Umfeld kann es leicht passieren, dass Lehrer zu abgedroschenen Phrasen oder unbedachten Kommentaren greifen.

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Einige Lehrer sind sich möglicherweise auch nicht bewusst, wie ihre Worte bei den Schülern ankommen. Was als harmloser Witz oder motivierende Ansprache gedacht ist, kann von Schülern als verletzend oder demotivierend empfunden werden.

Was können wir tun?

Um eine positivere Lernumgebung zu schaffen, ist es wichtig, dass Lehrer und Schüler miteinander kommunizieren und sich gegenseitig respektieren.

Für Lehrer:

  • Seien Sie sich Ihrer Worte bewusst: Denken Sie darüber nach, wie Ihre Aussagen bei den Schülern ankommen könnten. Vermeiden Sie pauschale Urteile, diskriminierende Bemerkungen und Drohungen.
  • Hören Sie Ihren Schülern zu: Nehmen Sie sich Zeit, um die Perspektive Ihrer Schüler zu verstehen. Fragen Sie nach, wenn Sie unsicher sind, wie eine Aussage angekommen ist.
  • Seien Sie einfühlsam: Versuchen Sie, die individuellen Bedürfnisse und Herausforderungen Ihrer Schüler zu berücksichtigen.
  • Geben Sie konstruktives Feedback: Konzentrieren Sie sich auf konkrete Verbesserungsvorschläge und vermeiden Sie negative Verallgemeinerungen.
  • Schaffen Sie eine positive Lernumgebung: Fördern Sie Respekt, Zusammenarbeit und offene Kommunikation.

Für Schüler:

  • Sprechen Sie Ihre Bedenken an: Wenn Sie sich durch eine Aussage eines Lehrers verletzt oder unwohl fühlen, suchen Sie das Gespräch.
  • Seien Sie respektvoll: Auch wenn Sie frustriert sind, bleiben Sie höflich und sachlich.
  • Suchen Sie Unterstützung: Wenn Sie sich nicht in der Lage fühlen, mit dem Lehrer zu sprechen, wenden Sie sich an eine Vertrauensperson, z.B. einen Elternteil, einen Schulpsychologen oder einen anderen Lehrer.

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