Schlappheit, Taubheitsgefühl, Sonnenunverträglichkeit: Ursachen und umfassende Informationen

Schlappheit, Taubheitsgefühl und Sonnenunverträglichkeit sind Symptome, die viele Ursachen haben können. Diese Beschwerden können einzeln oder in Kombination auftreten und die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Es ist wichtig, die möglichen Ursachen zu verstehen und ärztlichen Rat einzuholen, um eine genaue Diagnose und geeignete Behandlung zu erhalten.

Kreislaufprobleme und Kribbeln in Armen und Beinen

Kreislaufprobleme können sich durch Schwindel, Benommenheit, Konzentrationsprobleme und Gangunsicherheit äußern. Diese Symptome treten auf, wenn das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird. Ein Kribbeln in Armen und Beinen wird manchmal auch auf Kreislaufprobleme zurückgeführt, obwohl es kein typisches Anzeichen für niedrigen Blutdruck ist. Eine schlechte Durchblutung der Gliedmaßen kann jedoch zu kalten Händen und Füßen führen.

Ursachen für Kribbeln in Armen und Beinen

Ein Kribbeln in Armen und Beinen, auch Parästhesie genannt, kann viele Ursachen haben. Eine harmlose Ursache ist das "Einschlafen" von Gliedmaßen, das durch langes Verharren in einer bestimmten Position verursacht wird. Dies führt zu einer vorübergehenden Störung der Nervenreizleitung. Positionsabhängiger niedriger Blutdruck kann ebenfalls zu Kreislaufproblemen und Kribbeln führen, insbesondere beim Aufstehen aus dem Sitzen oder Liegen.

Wann ärztlicher Rat erforderlich ist

Wiederholtes oder ununterbrochenes Kribbeln in Armen und Beinen sollte ärztlich abgeklärt werden. Auch wiederkehrende Kreislaufprobleme sollten untersucht werden, da viele Krankheiten diese Beschwerden verursachen können. Eine sorgfältige Diagnostik ist notwendig, um die tatsächliche Ursache zu finden.

Mögliche Erkrankungen

Migräne kann sowohl Kreislaufprobleme als auch Kribbeln verursachen. Viele Betroffene haben vor einer Migräneattacke sogenannte Auren, die Missempfindungen verursachen können. Eine andere häufige Ursache für Kribbeln in den Gliedmaßen ist die Polyneuropathie, eine Schädigung des peripheren Nervensystems.

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Schlaganfall

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Funktionsstörung des Gehirns, meist durch Mangeldurchblutung oder Verschluss eines Blutgefäßes. Alarmzeichen sind:

  • Lähmungs- und/oder Taubheitsgefühl
  • Gestörtes Berührungsempfinden
  • Plötzlich auftretender Schwindel
  • Sehstörungen
  • Sprachstörungen

Bei Verdacht auf einen Schlaganfall muss sofort gehandelt werden, da jede Minute zählt, um Hirnzellen vor dem Absterben zu retten.

Schwindel

Schwindel kann im Innenohr oder im Gehirn ausgelöst werden und verschiedene Ursachen haben. Warnsignale sind Schwindel beim Heben oder Drehen des Kopfes ohne weitere Beschwerden. Alarmzeichen sind plötzlich auftretender Schwindel ohne Kopfbewegung oder Schwindel in Verbindung mit Erbrechen, Seh- oder Sprachstörungen, Verwirrtheit, Gehstörungen, Schwäche, Lähmungen, Taubheitsgefühl, Kribbeln, Hörverlust oder Ohrgeräuschen.

Erbrechen

Erbrechen ist eine schützende Reaktion des Körpers, die durch Reizung des Brechzentrums im Gehirn ausgelöst wird. Es kann durch verdorbene Lebensmittel, übermäßigen Alkohol- oder Nikotinkonsum, Infektionen des Magen-Darm-Trakts, Schreck, Ekel, Schmerzen, Stress oder Angst verursacht werden. Alarmzeichen sind mehrfaches, schwallartiges Erbrechen oder Erbrechen mit rascher Verschlechterung des Allgemeinzustandes, Blut im Erbrochenen, starken Bauchschmerzen, Nackensteifigkeit, starken Kopfschmerzen, Benommenheit/Verwirrtheit, Lichtempfindlichkeit oder Hautausschlag.

Bauchschmerzen

Leichte Bauchschmerzen sind oft Folge einer Magen- oder Darmverstimmung und bedürfen meist keiner Behandlung. Wenn die Schmerzen jedoch länger als zwei Tage anhalten oder plötzlich auftreten und zunehmen, muss die Ursache abgeklärt werden. Alarmzeichen sind starke, plötzlich auftretende Schmerzen im Bauch- und Beckenbereich zusammen mit Erbrechen, Fieber, Schwächegefühl, Verwirrtheit, Benommenheit, stark geblähter Bauch oder Blut im Stuhl oder Urin.

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Durchblutungsstörungen

Durchblutungsstörungen entstehen, wenn das Blut nicht mehr ungehindert durch die Gefäße fließt. Symptome sind blasse Haut, Kribbeln oder Schmerzen in den betroffenen Körperstellen bei Belastung. Risikofaktoren sind Alter, Diabetes und Bluthochdruck.

Arten von Durchblutungsstörungen

  • Arterielle Verschlusskrankheiten: Betreffen die vom Herzen wegführenden Blutgefäße.
  • Venöse Verschlusskrankheiten: Betreffen die zum Herzen hinführenden Blutgefäße.
  • Periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK): Tritt häufig in den Beinen auf und führt zu Schmerzen und schlechter Wundheilung.
  • Raynaud-Syndrom: Krampfartige Verengung der Blutgefäße in Fingern oder Zehen, die zu Weißfärbung und Sauerstoffmangel führt.

Selbsttest und Symptome

Ein Selbsttest kann erste Hinweise auf eine Durchblutungsstörung geben. Häufige Symptome sind Schmerzen, Taubheitsgefühl, kalte Körperteile, blasse Haut und schlechte Wundheilung.

Maßnahmen bei Durchblutungsstörungen

  • Hausmittel: Heiße Fuß- oder Handbäder, Wechselduschen, Bürstenmassagen, Wassertreten in kaltem Wasser und Spaziergänge an frischer Luft können die Durchblutung verbessern.
  • Lebensstiländerungen: Mit dem Rauchen aufhören, mehr Bewegung und Gewichtsabnahme können helfen, die Durchblutung zu verbessern. Eine ausgewogene Ernährung kann die Gefäßverkalkung verlangsamen.
  • Naturheilkundliche Mittel: Rosmarin, Knoblauch und Weißdorn können die Durchblutung fördern.

Nahrungsmittelunverträglichkeiten

Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Zöliakie, Weizenallergie und Gluten-/Weizensensitivität können ähnliche Symptome wie Kreislaufprobleme und Missempfindungen verursachen.

Zöliakie

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der das Klebereiweiß Gluten eine chronische Entzündungsreaktion im Dünndarm auslöst.

Weizenallergie

Bei einer Weizenallergie reagiert das Immunsystem auf verschiedene Proteine im Weizenmehl. Symptome können Schwellungen, Juckreiz, Hautausschläge, Atemnot und Verdauungsstörungen sein.

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Gluten-/Weizensensitivität

Die Gluten-/Weizensensitivität verursacht ähnliche Beschwerden wie Zöliakie oder Weizenallergie, vor allem im Verdauungssystem. Der genaue Entstehungsmechanismus ist nicht vollständig erforscht.

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine chronische Schmerzerkrankung, die mit Müdigkeit, Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Depressionen und innerer Unruhe einhergehen kann. Typisch sind sogenannte Tender-Points, schmerzhafte Stellen im Bereich der Gelenke.

UV-Licht und Autoimmunerkrankungen

UV-Licht hat eine überraschende Fähigkeit, ein außer Kontrolle geratenes Immunsystem zu beruhigen. Studien deuten darauf hin, dass die UV-Therapie auch bei anderen Autoimmunerkrankungen wie Diabetes Typ 1, rheumatoider Arthritis, Morbus Crohn und Colitis wirksam sein könnte.

Systemischer Lupus erythematodes (SLE)

Der systemische Lupus erythematodes (SLE) ist eine Autoimmunerkrankung, die durch Entzündungsreaktionen in zahlreichen Organen und Geweben des Körpers gekennzeichnet ist.

Symptome des SLE

Häufige Beschwerden sind Müdigkeit, Temperaturerhöhung, Appetitverlust, Muskelschmerzen, Gelenkentzündungen, Wunden im Bereich der Mund- und Nasenschleimhäute, Gesichtsausschlag (Schmetterlingserythem), ungewöhnliche Empfindlichkeit gegenüber Sonnenlicht (Photosensitivität), Lungenfellentzündung, Herzbeutelentzündung und schlechte Durchblutung im Bereich der Finger und Zehen bei Kälte (Raynaudsymptomatik).

Diagnose des SLE

Die Diagnose des SLE basiert auf einer Kombination von Symptomen, körperlicher Untersuchung und Laboruntersuchungen. Die American Rheumatism Association hat 11 Kriterien entworfen, die bei der Diagnosestellung helfen.

Therapie des SLE

Ziel der Behandlung ist es, Symptome zu lindern und Organe vor Entzündung und der Aktivität der Autoantikörper zu schützen. Die Therapie kann nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR), Kortikosteroide, Antimalariamittel und Immunsuppressiva umfassen.

Saisonale Krankheiten

Manche Krankheiten treten gehäuft zu bestimmten Jahreszeiten auf. Typische saisonale Krankheiten sind Heuschnupfen und Grippe.

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