Epilepsie ist eine neurologische Erkrankung, die sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin vorkommt. Sie äußert sich in wiederholten Anfällen, die durch plötzliche, unkontrollierte elektrische Entladungen im Gehirn verursacht werden. Diese Anfälle können sich unterschiedlich äußern, von kurzen Absencen bis hin zu tonisch-klonischen Anfällen mit Muskelkrämpfen und Bewusstseinsverlust. Die Diagnose Epilepsie wird gestellt, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind, darunter das Auftreten von Anfällen in einem definierten Zeitraum.
Ursachen und Diagnose von Epilepsie
Epileptische Anfälle können idiopathisch (ohne erkennbare Ursache) oder sekundär (als Folge einer anderen Erkrankung) auftreten. Sekundäre Epilepsie kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, darunter Hirnschäden, Stoffwechselstörungen, Vergiftungen oder Infektionen. Bei Katzen können beispielsweise bestimmte Insektizide wie Permethrin, das in einigen Ektoparasitenmitteln enthalten ist, epileptische Anfälle auslösen. Auch Zimmerpflanzen oder Umweltgifte können eine Rolle spielen.
Die Diagnose von Epilepsie erfordert eine sorgfältige Anamnese und neurologische Untersuchung. Bildgebende Verfahren wie Computertomografie (CT) oder Magnetresonanztomografie (MRT) können eingesetzt werden, um strukturelle Veränderungen im Gehirn festzustellen.
Konventionelle Behandlung von Epilepsie
In der konventionellen Medizin werden zur Behandlung von Epilepsie verschiedene Medikamente eingesetzt, sogenannte Antiepileptika. Bei Katzen kommen häufig Phenobarbital, Kaliumbromid und Diazepam zum Einsatz. Diese Medikamente können die Anfallshäufigkeit reduzieren oder die Anfälle ganz verhindern, heilen die Epilepsie aber nicht.
Schüssler-Salze als Begleittherapie bei Epilepsie
Neben der konventionellen medizinischen Behandlung gibt es auch alternative Therapieansätze, die bei Epilepsie unterstützend eingesetzt werden können. Dazu gehören die Schüssler-Salze, eine alternativmedizinische Behandlungsmethode, die auf den deutschen Arzt Wilhelm Heinrich Schüssler zurückgeht. Schüssler ging davon aus, dass viele Krankheiten auf einem Ungleichgewicht im Mineralstoffhaushalt der Zellen beruhen. Durch die Zufuhr von bestimmten Mineralsalzen in potenzierter Form sollen die Zellen wieder in ihr natürliches Gleichgewicht gebracht und die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.
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Schüssler-Salze: Grundlagen und Wirkungsweise
Die Schüssler-Salze sind keine hochdosierten Mineralstoffpräparate, sondern homöopathisch verdünnte Zubereitungen. Sie enthalten die Mineralsalze in einer sehr geringen Konzentration. Die Idee dahinter ist, dass die Mineralsalze in dieser Form besser von den Zellen aufgenommen werden können und so ihre Wirkung entfalten.
Es gibt zwölf Basissalze nach Schüssler, die jeweils unterschiedlichen Organen und Funktionen im Körper zugeordnet werden. Darüber hinaus gibt es noch einige Ergänzungssalze, die nach Schüsslers Tod hinzugefügt wurden.
Erfahrungen mit Schüssler-Salzen bei Epilepsie
Es gibt Berichte von Therapeuten und Anwendern, die positive Erfahrungen mit Schüssler-Salzen bei Epilepsie gemacht haben. Einige berichten von einer Reduktion der Anfallshäufigkeit oder einer Verbesserung des Allgemeinzustands. Es ist jedoch wichtig zu betonen, dass es sich hierbei um Einzelfallberichte handelt und es keine wissenschaftlichen Studien gibt, die die Wirksamkeit von Schüssler-Salzen bei Epilepsie belegen.
Auswahl geeigneter Schüssler-Salze bei Epilepsie
Welche Schüssler-Salze bei Epilepsie in Frage kommen, hängt von den individuellen Symptomen und Begleitumständen ab. Einige häufig genannte Schüssler-Salze bei Epilepsie sind:
- Nr. 5 Kalium phosphoricum: Dieses Salz wird oft bei Nervenschwäche, Erschöpfung und Unruhe empfohlen. Es soll die Nervenfunktionen unterstützen und bei nervösen Beschwerden helfen.
- Nr. 7 Magnesium phosphoricum: Dieses Salz gilt als "heiße Sieben" und wird bei Krämpfen, Muskelverspannungen und Nervenschmerzen eingesetzt. Es soll beruhigend wirken und die Muskeln entspannen.
- Nr. 21 Zincum chloratum: Dieses Salz wird bei nervösen Beschwerden, Koordinationsstörungen und zur Stärkung der Immunabwehr eingesetzt. Es soll die Zellmembranen stabilisieren und den Körper beim Ausleiten von Schwermetallen unterstützen.
- Nr. 14 Kalium bromatum: Kalium bromatum hat einerseits eine Beziehung zum Nervensystem - andererseits zur Haut und wird vor allem bei chronischhartnäckigen Hauterkrankungen eingesetzt. Dieses Salz hat sich außerdem sehr gut bei Alterserkrankungen mit den typischen Beschwerden bewährt. Unterstützend zur medizinischen Behandlung kann ich es auch nach Schlaganfällen empfehlen.
Fallbeispiel: Peterle, der Kater mit Epilepsie
Ein Fallbeispiel, das die Anwendung von Schüssler-Salzen bei Epilepsie veranschaulicht, ist der Fall des Britisch-Kurzhaar-Katers Peterle. Peterle litt unter epileptischen Anfällen, deren Ursache unklar war. Die konventionelle tierärztliche Behandlung brachte keine eindeutige Besserung.
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Die Besitzerin von Peterle entschied sich, zusätzlich zu den Medikamenten Schüssler-Salze einzusetzen. Sie wählte die Salze Nr. 5, Nr. 7 und Nr. 13 aus, um die Nervenfunktionen zu unterstützen, Krämpfe zu lindern und die Jodaufnahme zu regulieren. Zusätzlich erhielt Peterle Zeel ad us. vet. für die Langzeittherapie und Arthri donum K Heilkraft für die Gelenke.
Nach einigen Tagen der Behandlung mit Schüssler-Salzen zeigte Peterle eine deutliche Besserung. Er fraß wieder mehr, war aktiver und nahm an Gewicht zu. Die Besitzerin führte dies auf die unterstützende Wirkung der Schüssler-Salze zurück.
Wichtige Hinweise zur Anwendung von Schüssler-Salzen
Bei der Anwendung von Schüssler-Salzen bei Epilepsie ist es wichtig, einige Punkte zu beachten:
- Absprache mit dem Arzt oder Therapeuten: Die Behandlung mit Schüssler-Salzen sollte immer in Absprache mit einem Arzt oder Therapeuten erfolgen. Dieser kann die geeigneten Salze auswählen und die Dosierung festlegen.
- Kein Ersatz für die konventionelle Behandlung: Schüssler-Salze sind kein Ersatz für die konventionelle medizinische Behandlung von Epilepsie. Sie können jedoch unterstützend eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern und das Wohlbefinden zu verbessern.
- Beobachtung und Dokumentation: Es ist wichtig, die Wirkung der Schüssler-Salze genau zu beobachten und zu dokumentieren. So kann festgestellt werden, ob die Behandlung anschlägt und ob eventuell Anpassungen erforderlich sind.
- Geduld: Die Wirkung von Schüssler-Salzen kann einige Zeit dauern. Es ist daher wichtig, geduldig zu sein und die Behandlung nicht zu früh abzubrechen.
Weitere unterstützende Maßnahmen bei Epilepsie
Neben der konventionellen medizinischen Behandlung und der Anwendung von Schüssler-Salzen gibt es noch weitere Maßnahmen, die bei Epilepsie unterstützend wirken können:
- Stressreduktion: Stress kann epileptische Anfälle auslösen. Daher ist es wichtig, Stress zu vermeiden und Entspannungstechniken zu erlernen.
- Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse kann das Nervensystem stärken und die Anfallshäufigkeit reduzieren.
- Vermeidung von Reizfaktoren: Bestimmte Reizfaktoren wie flackerndes Licht, laute Geräusche oder bestimmte Gerüche können epileptische Anfälle auslösen. Diese Reizfaktoren sollten möglichst vermieden werden.
- Regelmäßiger Schlaf: Ein regelmäßiger Schlafrhythmus ist wichtig für das Nervensystem. Schlafmangel kann epileptische Anfälle begünstigen.
Levetiracetam und alternative Medikamente
Levetiracetam ist ein häufig verschriebenes Antiepileptikum. Bei der Einnahme von Levetiracetam oder anderen Antiepileptika ist es wichtig, mögliche Nebenwirkungen zu beachten und regelmäßig den Blutspiegel kontrollieren zu lassen. Einige Patienten berichten von psychischen Auswirkungen wie Nervosität, Unruhe oder Angstzuständen. Auch Auswirkungen auf den Magen-Darm-Trakt, die Schilddrüsenhormone und den Mineralstoffhaushalt sind möglich.
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Es gibt auch alternative Medikamente wie Brivaracetam, auf die man ohne Aus- und Einschleichen direkt umstellen kann. Die Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Medikament sollte immer in Absprache mit dem behandelnden Arzt getroffen werden.
Reduktion von Antiepileptika: Ein schwieriger Entscheidungsprozess
Die Reduktion von Antiepileptika ist ein komplexes Thema, das viele Unsicherheiten birgt. Viele Betroffene wünschen sich, die Medikamente irgendwann reduzieren oder ganz absetzen zu können. Dies sollte jedoch niemals ohne ärztliche Aufsicht geschehen.
Verschiedene Faktoren spielen bei der Entscheidung über eine Reduktion eine Rolle, darunter die Anfallsfreiheit, die Art der Epilepsie, das Alter des Patienten und eventuelle Begleiterkrankungen. Oftmals raten Neurologen dazu, erst nach mehreren Jahren Anfallsfreiheit über eine Reduktion nachzudenken.
Bei jeder Reduktion von Antiepileptika ist es wichtig, vorsichtig vorzugehen und die Reaktion des Körpers genau zu beobachten. Es kann sinnvoll sein, die Dosis nur schrittweise zu reduzieren und regelmäßig ein EEG durchführen zu lassen. Auch das Autofahren sollte während der Reduktionsphase vermieden werden.
Die Rolle von Hormonen bei Epilepsie
Hormonschwankungen können die Anfallsschwelle beeinflussen. Dies gilt insbesondere für Frauen während der Schwangerschaft oder in den Wechseljahren. Auch Schilddrüsenerkrankungen oder Störungen der Nebennierenfunktion können Anfälle begünstigen. Daher ist es wichtig, diese Faktoren bei der Behandlung von Epilepsie zu berücksichtigen.