FSME-Impfung: Schutz vor der gefährlichen Hirnhautentzündung

Nicht jeder Zeckenstich hat Folgen für die Gesundheit, aber Zecken können bis zu 50 verschiedene Krankheitserreger übertragen. Besonders gefährlich sind FSME-Viren. Im Gegensatz zur Borreliose, die ebenfalls durch Zecken übertragen wird, gibt es gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) eine vorbeugende Impfung.

Was ist FSME?

FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoenzephalitis. Es handelt sich um eine Viruserkrankung, die durch Zecken auf den Menschen übertragen wird. Bei der Erkrankung kann es zu Entzündungen des Gehirns, der Hirnhaut oder des Rückenmarks kommen. Schwere Krankheitsverläufe treten häufiger bei älteren Jugendlichen und Erwachsenen auf als bei Kindern.

Übertragung von FSME

FSME-Viren werden hauptsächlich durch den Stich von Zecken auf den Menschen übertragen. Sehr selten wird auch über Infektionen durch den Verzehr von Rohmilch von Ziegen, Schafen oder Kühen berichtet. Eine direkte Ansteckung von Mensch zu Mensch gibt es nicht. Die FSME-Viren werden innerhalb kürzester Zeit nach dem Zeckenstich übertragen. Bei Borreliose steigt die Gefahr einer Übertragung mit der Dauer der Saugzeit. Deshalb ist es wichtig, sich nach einem Aufenthalt im Freien nach Zecken abzusuchen, denn sie saugen sich nicht sofort fest, sondern suchen erst ein angenehmes Plätzchen.

Krankheitsverlauf von FSME

Nach einem Zeckenstich vergehen gewöhnlich zwischen sieben und vierzehn Tage bis zum Ausbruch einer FSME-Erkrankung. Bei bis zu 90% der Infizierten zeigt sich ein asymptomatischer Verlauf.

Die Erkrankung verläuft oft in zwei Phasen:

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  • Erste Phase: In der ersten Phase kann es zu Symptomen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und leichtem Fieber kommen. Meist ist die Krankheit damit überstanden. Bei etwa 70 bis 95 Prozent der Infizierten zeigen sich jedoch keine Symptome oder die Krankheit durchläuft nur eine kurze Krankheitsphase. Einige entwickeln ein bis zwei Wochen nach dem Stich grippeähnliche Krankheitszeichen wie Fieber, Kopfschmerzen, Erbrechen oder Schwindel. Diese Beschwerden klingen nach einigen Tagen wieder ab. In den meisten Fällen ist danach die Krankheit überstanden.
  • Zweite Phase: In einer möglichen, aber seltenen zweiten Phase befällt das Virus das zentrale Nervensystem. Heftige Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Schwindel und Übelkeit sowie Lichtscheu können auftreten. Hohes Fieber mit neurologischen Anzeichen wie Hirnhautentzündung, Entzündung des Rücken- oder Knochenmarks oder Entzündung des Gehirns sind mögliche Folgen. Bei einem Teil der Erkrankten kommt es aber nach etwa einer Woche zu einem zweiten Krankheitsgipfel mit Beteiligung des zentralen Nervensystems: Eine Entzündung des Gehirns, der Hirnhäute (Meningoenzephalitis) oder des Rückenmarks (Myelitis) können auftreten. Krankheitszeichen sind erneutes Fieber, Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und Ausfälle des Nervensystems. Schwere Verläufe können beispielsweise mit Lähmungen an Armen und Beinen, Schluck- und Sprechstörungen, Atemlähmungen und starker Schläfrigkeit einhergehen.

Symptome und Folgen von FSME

Die Symptome und Folgen der FSME können je nach Verlauf unterschiedlich sein:

  • Meningitis (Hirnhautentzündung): Starke Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Nackensteife, verminderte Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit. Die akuten Symptome vergehen nach sieben bis zehn Tagen, bis zur völligen Genesung dauert es oft ein Jahr.
  • Meningoenzephalitis (Entzündung von Hirnhaut und Gehirn): Zusätzlich Bewusstseinstrübung bis hin zum Koma, Bewegungsstörungen oder Krampfanfälle. Die Krankheit dauert länger. Bei etwa jedem zehnten Betroffenen bleiben Spätschäden zurück, wie Anfallsleiden oder psychische Veränderungen.
  • Meningoenzephalomyelitis (Entzündung von Hirnhaut, Gehirn und Rückenmark): Die schwerste Verlaufsform - gekennzeichnet durch zusätzlich auftretende Lähmungen, vor allem der Arme oder Schultern. Spätschäden sind bleibende Lähmungen. Sind Gehirn und/oder Rückenmark mit betroffen, verläuft etwa jede hundertste Erkrankung tödlich.

Eine folgenlose Heilung ist auch spät noch möglich. Bei schwer an FSME-Erkrankten kann es jedoch auch zu bleibenden Schäden kommen. Etwa einer von hundert Erkrankten, bei denen das zentrale Nervensystem betroffen ist, stirbt an der Infektion. Schwere Krankheitsverläufe kommen überwiegend im Erwachsenenalter vor. Bei schweren Verläufen besteht besonders bei Erwachsenen die Gefahr von bleibenden neurologischen Schäden. Faktoren wie ein höheres Alter und Bluthochdruck können laut RKI den Verlauf einer FSME-Infektion negativ beeinflussen. Ältere Jugendliche und Erwachsene erleiden generell eher einen schweren Verlauf als Kinder. Ab einem Alter von 40 steigt das Risiko für eine schwere Erkrankung, besonders anfällig für Komplikationen sind Senioren und Seniorinnen, wobei es bei Männern doppelt so häufig zu einem schweren Verlauf kommt wie bei Frauen.

FSME-Risikogebiete in Deutschland und Europa

In Deutschland kommt FSME vor allem in Bayern und Baden-Württemberg sowie in Thüringen, in Südhessen, in Sachsen und Brandenburg vor. Weitere Risikogebiete finden sich in Sachsen-Anhalt (Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Stadtkreis Dessau-Roßlau), in Niedersachsen (Emsland), in Nordrhein-Westfalen (Stadtkreis Solingen), in Mittelhessen (Landkreis Marburg-Biedenkopf) in Rheinland-Pfalz (Landkreis Birkenfeld) und im Saarland (Saar-Pfalz-Kreis). Nun sind drei Risikogebiete hinzugekommen: In Bayern kommen der Stadtkreis Augsburg und in Brandenburg der Landkreis Elbe-Elster als Risikogebiete hinzu, in Niedersachsen wird der Landkreis Celle zum Risikogebiet. Damit sind in Deutschland aktuell 183 Kreise FSME-Risikogebiete. Das Robert Koch-Institut (RKI) veröffentlicht in jedem Frühjahr eine aktuelle Karte mit den FSME-Risikogebieten in Deutschland. Außerhalb der Risikogebiete werden in ganz Deutschland vereinzelte FSME-Infektionen beobachtet.

FSME tritt auch in zahlreichen weiteren Ländern auf. In den Nachbarländern besteht ein Infektionsrisiko vor allem in Tschechien und Österreich sowie in großen Teilen Polens und der Schweiz. Auch in Frankreich und den Niederlanden wurden in den vergangenen Jahren vereinzelt FSME-Fälle. Auch für Reisen außerhalb Europas nach Asien besteht ein bekanntes, zum Teil hohes Infektionsrisiko für eine FSME bei Zeckenexposition: Russland (Sibirien), Mongolei, Nord-China, Nord-Japan. Sie verursachen ein FSME-ähnliches Krankheitsbild, die RSSE (Russian Spring-Summer-Encephalitis).

Aktuelle Fallzahlen und Impfstatus

In den vergangenen Jahren lag die Zahl der gemeldeten FSME-Erkrankungen in Deutschland jährlich zwischen 195 (2012) und 718 (2020). Im Jahr 2023 wurden in Deutschland 478 FSME-Fälle gemeldet, 2024 waren es 687 Fälle. Die Mehrzahl (98 %) der 2024 übermittelten FSME-Erkrankten war gar nicht oder unzureichend geimpft, das heißt die Grundimmunisierung war unvollständig oder Auffrischimpfungen fehlten. Selbst in Risikogebieten sei die Impfquote gering, sogar bei Menschen über 60, die besonders zu einem schweren Verlauf neigen.

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FSME-Impfung: Der sicherste Schutz

Die verlässlichste Vorbeugung gegen FSME ist eine Impfung. Im Gegensatz zu der ebenfalls durch Zecken übertragenen Borreliose, ist gegen FSME eine Impfung möglich. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen FSME allen Personen, die sich in FSME-Gebieten aufhalten oder dort wohnen und von Zecken gestochen werden könnten. Dies gilt für alle, die sich in der Natur aufhalten wie Spaziergänger, Camper, Radfahrer, Jogger, aber auch Forstarbeiter und Beschäftigte in der Landwirtschaft. Auch Stadtparks und Gärten sind Lebensräume für Zecken.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt eine FSME-Impfung, im Volksmund auch als „Zeckenimpfung“ bezeichnet, für:

  • Personen, die in FSME-Risikogebieten „zeckenexponiert“ sind, die sich also in der Freizeit, etwa zum Sport oder Campen, häufig in der Natur aufhalten.
  • Beruflich „zeckenexponierte“ Menschen, also Mitarbeitende der Forst- und Landwirtschaft oder Laborpersonal, die während der Arbeit mit Zecken oder dem FSME-Virus in Kontakt kommen können.
  • Reisende in FSME-Risikogebiete im Ausland. Ob ein bestimmtes Land zu den betroffenen Gebieten gehört, erfahren Sie beispielsweise auf der Webseite des Auswärtigen Amtes.

Auch Landwirte und Forstarbeiter, also alle, die sich in Risikogebieten viel in der freien Natur aufhalten, gehören zu den gefährdeten Personen. Eltern sollten sich und ihre Kinder gegen FSME impfen lassen, wenn sie in einem Risikogebiet leben oder dort Urlaub machen. Wer sich nicht ganz sicher ist, ob die FSME-Impfung tatsächlich erforderlich ist, sollte im konkreten Fall mit dem Haus- oder Kinder- und Jugendarzt sprechen. Auch Kinder können ab dem 1. Lebensjahr gegen FSME geimpft werden. Es gelten die gleichen Zeiträume wie bei Erwachsenen für die Grundimmunisierung.

Ablauf der FSME-Impfung

Für die Grundimmunisierung sind drei Impfungen erforderlich. Nach dem üblichen Impfschema wird, je nach verwendetem Impfstoff, zwei Wochen bis drei Monate nach der ersten Impfung die zweite Impfdosis verabreicht. Eine dritte Impfung erfolgt nach weiteren 5 bis 12 oder nach 9 bis 12 Monaten. Um schon zu Beginn der Zeckensaison im Frühjahr geschützt zu sein, ist es sinnvoll, mit der Impfserie in den Wintermonaten zu beginnen. Bereits 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht für die meisten Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison zunächst ausreichend ist. Für eine länger anhaltende Schutzwirkung ist die dritte Impfung erforderlich. Besonders bei Personen, die einem anhaltenden Ansteckungsrisiko ausgesetzt sind, sollte möglichst dieses Impfschema angewandt werden, da es bereits die höchste Schutzwirkung nach der zweiten Impfung bietet. Die AOK übernimmt die Kosten für die FSME-Impfung für alle Versicherten, die zu dem beschriebenen Personenkreis gehören.

Schnellimpfung vor Reise in Risikogebiete: Für Personen, die schon sehr zeitnah in einem Zecken-Risikogebiet Urlaub machen, bietet sich zudem eine Schnellimmunisierung an.

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Auffrischimpfungen

Bei fortbestehendem Ansteckungsrisiko wird eine erste Auffrischimpfung nach 3 Jahren empfohlen. Die nachfolgenden Auffrischungen sind alle 5 Jahre erforderlich. Je nach verwendetem Impfstoff sollte die Impfung ab dem Alter von 50 bzw. 60 Jahren alle 3 Jahre aufgefrischt werden. Auch wenn eine Auffrischimpfung erst Jahre nach dem empfohlenen Impfzeitpunkt verabreicht wird, bietet sie je nach Lebensalter wieder 3 bis 5 Jahre Schutz (s. Fachinformationen).

Schnellschema

Wird ein besonders schneller Schutz benötigt, zum Beispiel bei kurzfristig geplanten Reisen in FSME-Risikogebiete, kann eine Impfung nach dem sogenannten Schnellschema durchgeführt werden. Hierbei hängt das Impfschema vom verwendeten Impfstoff ab. Es sind zwei bis drei Impfungen nötig. Ein Impfschutz für ein bis anderthalb Jahre kann damit schon 3 bis 5 Wochen nach der ersten Impfung erreicht werden. Je nach verwendetem Impfstoff wird eine vorgezogene Auffrischimpfung erforderlich. Bitte fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt nach dem am besten für Sie geeigneten Impfschema.

Die in Deutschland erhältlichen Impfstoffe schützen auch vor den nahen Verwandten der hier verbreiteten FSME-Virusstämme, die im zentralen Europa und in Asien vorkommen. Gegen die ebenfalls von Zecken übertragene Borreliose hat die FSME-Impfung keine Schutzwirkung. Tipp: Nach jedem Zeckenstich sollte auch der Tetanus-Impfschutz überprüft werden!

Mögliche Nebenwirkungen der FSME-Impfung

Wie bei vielen Impfungen kann es auch nach einer FSME-Impfung zu Nebenwirkungen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit, erhöhter Temperatur oder Magen-Darm-Beschwerden kommen. Diese Symptome treten besonders nach der ersten Impfung auf, danach seltener.

Als häufigste Impfreaktionen werden Schmerzen, Rötung oder Schwellung an der Impfstelle beschrieben. Diese Beschwerden treten auch bei anderen Impfungen auf und zeigen an, dass sich der Körper mit dem Impfstoff auseinandersetzt. Innerhalb der ersten vier Tage nach der Impfung können Allgemeinsymptome wie Temperaturerhöhung und Fieber, Kopf-, Muskel- sowie Gelenkschmerzen, Unwohlsein oder Magen-Darm-Beschwerden vorkommen. Sehr selten werden Missempfindungen wie Taubheitsgefühl oder Kribbeln beobachtet. In der Regel klingen die beschriebenen Reaktionen auf die Impfung schnell und folgenlos wieder ab. Sie treten vor allem bei der ersten Impfung, seltener bei den weiteren Impfungen auf. Schwere Nebenwirkungen wie allergische Reaktionen sind sehr selten. In Einzelfällen wurden (vor allem bei Erwachsenen) Erkrankungen des Nervensystems, zum Beispiel Lähmungen beschrieben, die auch länger anhalten können.

Zusätzliche Schutzmaßnahmen vor Zeckenstichen

Zusätzlich zur Impfung sollten allgemeine Maßnahmen zum Schutz vor Zeckenstichen beachtet werden. Dazu gehört das Tragen geschlossener Kleidung (lange Hosen und Ärmel, Strümpfe, feste Schuhe, Hosenbeine in die Strümpfe gesteckt) in der Natur, denn Zecken sitzen häufig in hohem Gras, Gebüsch, Laub oder Unterholz. Entgegen der weitverbreiteten Meinung lassen sie sich nicht von Bäumen auf Menschen oder Tiere herabfallen. Auch zeckenabweisende Mittel, auf unbedeckte Hautstellen und Kleidung aufgetragen, bieten einen gewissen Schutz, der aber nur wenige Stunden anhält. Zecken krabbeln meist eine gewisse Zeit umher, bis sie eine passende Einstichstelle an der Haut gefunden haben. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Kleidung und Körper deshalb sorgfältig nach Zecken abgesucht werden, um diese möglichst noch vor dem Stechen zu entfernen. Spezielle Anti-Zecken-Mittel schützen zusätzlich vor einem Zeckenbiss.

Da auch andere Erkrankungen durch Zecken übertragen werden können, ist es wichtig, Zeckenbisse zu vermeiden - selbst mit bestehendem FSME-Impfschutz. Für Borreliose gilt das Infektionsrisiko beispielsweise bundesweit und ist nicht auf Risikogebiete beschränkt. Eine FSME-Impfung schützt nicht vor Borreliose und weiteren Infektionskrankheiten.

So schützen Sie sich vor dem Biss einer Zecke:

  • Tragen Sie im Garten oder auf Spaziergängen im hohen Gras lange, idealerweise helle Kleidung sowie geschlossene Schuhe und ziehen Sie die Strümpfe über die Hosenbeine.
  • Verwenden Sie zeckenabweisende Mittel, wenn Sie sich in der Natur aufhalten.
  • Untersuchen Sie sich und Ihre Kinder gründlich nach dem Aufenthalt im Grünen, besonders Kniekehlen, Leisten, Achseln, hinter den Ohren und am Haaransatz.
  • Wenn Sie ein Exemplar entdecken, entfernen Sie die Zecke sofort.
  • Nach Aufenthalten im Wald oder Gras: Zeckenkontrolle und ggf. Entfernung.

Zecken können neben FSME auch noch verschiedene andere Krankheiten, insbesondere die sogenannte Borreliose, übertragen. Diese Krankheit wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf. Sie kann unerkannt und unbehandelt zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Leider gibt es gegen diese Krankheit bisher noch keine Impfung. Die Borreliose kann aber, im Gegensatz zur FSME, mit bestimmten Antibiotika behandelt werden. Die Erreger der Borreliose gehen meist erst nach einer mehrstündigen Saugzeit der Zecke auf den Menschen über. Deshalb sollten Zecken so schnell wie möglich entfernt werden. Gegen die FSME ist diese Maßnahme leider nicht so wirksam, da die FSME-Viren schon zu Beginn des Zeckenstichs übertragen werden können.

Was tun nach einem Zeckenstich?

Wichtig: Wenn Sie sich nach einem Zeckenstich unwohl fühlen oder unter Kopfschmerzen, Fieber und Übelkeit leiden: Suchen Sie Rat bei Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin, auch wenn Sie nicht in einem Risikogebiet leben. Eine spezielle Therapie gegen FSME gibt es allerdings nicht, die Behandlung richtet sich nach der Art der Symptome.

Bei ungeimpften Menschen, die von einer Zecke gestochen wurden, kann eine nachträgliche Impfung eine mögliche FSME-Infektion nicht verhindern. Allerdings macht es Sinn, sofort mit den Impfungen zu beginnen, um bei weiteren Zeckenstichen geschützt zu sein. Wer bereits eine FSME-Infektion durchgemacht hat, ist eine gewisse Zeit vor einer neuen Ansteckung geschützt. Allerdings empfiehlt die STIKO auch in diesem Fall die regelmäßigen Auffrischimpfungen.

FSME-Impfung für Kinder und Schwangere

Zwar nimmt die Infektion mit FSME bei Kindern meist einen leichteren Verlauf als bei Jugendlichen und Erwachsenen, allerdings verbringen sie viel Zeit zum Spielen im Freien und können häufiger von Zecken gestochen werden. Deswegen ist der Impfschutz gerade für Kinder in Risikogebieten wichtig. Die Impfung gegen FSME ist bereits ab einem Alter von einem Jahr möglich und ist Teil des AOK-Leistungskatalogs. Auch für Stillende und Frauen nach dem ersten Drittel einer Schwangerschaft, die sich in einem FSME-Risikogebiet aufhalten, ist eine Impfung möglich. Frauen sollten dies mit ihrer Gynäkologin oder ihrem Gynäkologen besprechen.

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