Segeberger Kliniken Neurologie: Chefärzte im Fokus

Die Segeberger Kliniken sind ein bedeutendes Zentrum für neurologische Behandlung und Rehabilitation in Schleswig-Holstein. Mit einer Vielzahl von Fachbereichen und einer langen Tradition in der medizinischen Versorgung, spielen die Chefärzte der Neurologie eine zentrale Rolle bei der Leitung und Weiterentwicklung des Zentrums. Dieser Artikel beleuchtet die Positionen und Verantwortlichkeiten der Chefärzte innerhalb der Neurologie der Segeberger Kliniken, insbesondere im Hinblick auf das Neurologische Zentrum.

Struktur des Neurologischen Zentrums

Das Neurologische Zentrum der Segeberger Kliniken gliedert sich in vier Hauptabteilungen:

  • Akutneurologie inklusive Stroke Unit
  • Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen
  • Neurologische Rehabilitation (Phase D)
  • Frührehabilitation und Neurologische Intensivmedizin

Diese Struktur ermöglicht eine umfassende Versorgung von Patienten mit einem breiten Spektrum neurologischer Erkrankungen, von akuten Ereignissen wie Schlaganfällen bis hin zu chronischen Erkrankungen wie Parkinson und Multipler Sklerose. Teams aus Ärzten, Therapeuten und Pflegekräften behandeln die gesamte Bandbreite an neurologischen Krankheitsbildern im Akutstadium und in der Rehabilitationsphase. Dazu zählen Erkrankungen wie Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Epilepsie, das Guillain-Barré-Syndrom, Gehirnverletzungen, Hirnschäden nach Kreislaufstillstand, Tumorerkrankungen von Gehirn und Rückenmark, Polyneuropathien sowie Bandscheibenleiden. Die Abteilungen für Akut-, Intensivmedizin und Rehabilitation sind hervorragend aufgestellt.

Prof. Dr. med. Björn Hauptmann: Klinikdirektor und Experte für Bewegungsstörungen

Prof. Dr. med. Björn Hauptmann ist seit dem 1.1.2015 Klinikdirektor des Neurologischen Zentrums der Segeberger Kliniken. Zuvor war er bereits seit 2005 in verschiedenen leitenden Positionen innerhalb des Zentrums tätig. Er ist Facharzt für Neurologie, Klinische Geriatrie, Spezielle Neurologische Intensivmedizin und Sozialmedizin.

Werdegang und Expertise

Björn Hauptmann wurde in Deggendorf geboren und wuchs in Wien auf. Sein Abitur absolvierte er am Friedrich-Schiller-Gymnasium in Ludwigsburg. Nach dem Wehrdienst und einem Studium generale an der Università di Firenze studierte er Humanmedizin an der Universität des Saarlandes in Homburg/Saar und an der Freien Universität Berlin. Seine Facharztausbildung und Weiterbildung absolvierte er an der Klinik Berlin und der Charité, ergänzt durch einen 18-monatigen Forschungsaufenthalt am Weizmann Institute of Science in Israel.

Lesen Sie auch: Informationen zur Neurologie

Von 2005 bis 2014 war Hauptmann Leitender Oberarzt am Neurologischen Zentrum der Segeberger Kliniken. Seit 2015 war er Chefarzt der Fachklinik für Parkinson & Bewegungsstörungen und stellvertretender Ärztlicher Direktor des Neurologischen Zentrums der Segeberger Kliniken. Seit 2014 hält Hauptmann eine Professur an der MSH - Medical School Hamburg.

Verantwortungsbereich

Als Klinikdirektor trägt Prof. Hauptmann die Gesamtverantwortung für das Neurologische Zentrum. Zu seinen Aufgaben gehören die strategische Ausrichtung des Zentrums, die Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung und die Sicherstellung einer hohen Qualität der Behandlung. Im Rahmen einer Umstrukturierung übernahm Prof. Hauptmann zusätzlich die Verantwortung für die therapeutischen Berufsgruppen im Neurologischen Zentrum. Er ist Chefarzt der Fachklinik für Parkinson und Bewegungsstörungen sowie des Fachbereichs Neurologische Rehabilitation (Phase D).

Ziele und Visionen

Prof. Hauptmann erklärt: „Es ist mir eine große Ehre und Freude, die Position des Klinikdirektors im Neurologischen Zentrum zu übernehmen. Mein Ziel ist es, die hohe Qualität unserer medizinischen Versorgung weiter auszubauen und den Herausforderungen der Ambulantisierung sowie der Digitalisierung im Gesundheitswesen gerecht zu werden. Insbesondere in der Neurologie stehen wir vor der Aufgabe, innovative Konzepte zu entwickeln, um eine nahtlose, sektorenübergreifende Betreuung unserer Patienten sicherzustellen. Dafür sehe ich uns mit unseren Abteilungen für Akut-, Intensivmedizin und Rehabilitation hervorragend gerüstet.“

Ein besonderes Anliegen ist ihm die interdisziplinäre Zusammenarbeit: „Es ist eine Zeit rasanter medizinischer Fortschritte, und wir werden auch weiterhin kontinuierlich in die Weiterbildung unseres Teams und die Modernisierung unserer Ausstattung investieren. Nur so können wir unseren Patienten die bestmögliche Behandlung bieten. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf das interdisziplinäre Arbeiten gelegt werden, um die Zusammenarbeit der verschiedenen Fachbereiche im Neurologischen Zentrum optimal zu gestalten. Außerdem bin ich sehr dankbar, von einem Team sowohl aus jungen als auch langjährig erfahrenen, aber gleichermaßen kompetenten Oberärztinnen und Oberärzten unterstützt zu werden.“

Innovationen in der neurologischen Rehabilitation

Prof. Hauptmann sieht die Probleme der neurologischen Rehabilitation in einem zunehmend herausfordernden Umfeld mit knapper werdenden personellen Ressourcen. „Wir können die notwendige hohe Therapieintensität und -qualität nur durch hybride interdisziplinäre Konzepte sicherstellen“, sagt Prof. Hauptmann. „Diese Konzepte nutzen nicht nur geräte-gestützte Therapien und Robotik sinnvoll, sondern integrieren auch innovative digitale Heilmittel, wie KI-gestützte Applikationen und Virtual Reality Therapien.“ Dieser Ansatz erhöht die Komplexität interdisziplinären Arbeitens und die Anforderungen an die Therapeutinnen und Therapeuten. „Dafür werden diese innerhalb eines konzeptionellen Rahmens zukünftig mehr therapeutische Freiheiten und damit verbunden auch mehr Eigenverantwortung haben“, so Prof. Hauptmann. „Wir hoffen, so weitere kreative und motivierte, innovativ denkende Köpfe zur Verstärkung des Teams zu gewinnen."

Lesen Sie auch: Klinikaufnahme Neurologie – Segeberger Kliniken

Oleg Mitrofanov: Chefarzt für Frührehabilitation und Neurologische Intensivmedizin

Oleg Mitrofanov übernahm im April die Position des Chefarztes für Frührehabilitation und Neurologische Intensivmedizin im Neurologischen Zentrum der Segeberger Kliniken. Er ist Facharzt für Neurologie mit Zusatzbezeichnungen für Geriatrie und Intensivmedizin.

Rückkehr nach Bad Segeberg

Für Oleg Mitrofanov ist die Rückkehr an die Segeberger Kliniken eine Heimkehr. Er trat 2006 in Bad Segeberg seine erste ärztliche Stelle in seiner Wahlheimat an. Die guten Strukturen in der neurologischen Abteilung, unter der damaligen Leitung von Chefarzt Prof. Dr. med. José Valdueza, ermöglichten ihm eine optimale Ausbildung. Bis 2014 war Mitrofanov als Oberarzt auf der Neurologischen Intensivstation tätig, bevor er für acht Jahre bei einem privaten Klinikträger als Chefarzt für die Neurologie und Intensivmedizin verantwortlich war. „Es war, als wäre ich nach einer langen Zeit nach Hause gekommen“, beschreibt Mitrofanov seinen ersten Tag als Chefarzt.

Fokus auf schwer betroffene Patienten

„Wir haben, früher wie heute, sehr schwer betroffene neurologische Patienten. Für die meisten Patienten ist die Erkrankung plötzlich aufgetreten und hat sie aus dem gewöhnlichen Leben rausgerissen. Für mich und mein Team ist es wichtig, dass wir bei unserer Arbeit bei jedem Patienten, aber auch Angehörigen das persönliche Schicksal im Auge behalten. Einige Patienten können wieder ins gewohnte Leben zurückkehren, für andere bemühen wir uns, eine individuelle und adäquate Versorgung für das zukünftige Leben nach dem Aufenthalt bei uns zu finden“, erzählt der Neurologe und erfahrene Intensivmediziner.

Umbau der Station 3G/F

Ein aktuelles Projekt, das Mitrofanov begleitet, ist der Umbau der Station 3G/F, die vollständig modernisiert und nach den neuesten Standards einer Intensivstation ausgestattet wird. Die Station wird vergrößert, um mehr Kapazitäten zu schaffen. Außerdem wird es einen zentralen Stützpunkt geben, um die Wege für die Pflegekräfte zu verkürzen. Ein besonderes Highlight ist das geplante Lichtkonzept, das den Genesungsprozess fördern soll. „Studien belegen, dass sich Licht und Farbe positiv auf den Patienten auswirken, weshalb wir diese Punkte bei der Gestaltung unserer neuen Intensivstation berücksichtigt haben“, erklärt Mitrofanov. Der Umbau erfolgt in mehreren Bauabschnitten - der erste soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. „Ich freue mich jetzt schon auf das Ergebnis und auf die Arbeit auf der umgebauten Station“, so der 59-Jährige.

Zukünftige Schwerpunkte

Für seine zweite Anstellung in Bad Segeberg hat Oleg Mitrofanov bereits einen Fahrplan: „Ich schaue mir erstmal die bestehenden Strukturen an und übernehme gern die Teile, die gut funktionieren und bringe meine Erfahrungen ein, die ich in den letzten Jahren außerhalb von Segeberg sammeln durfte“. Ein Schwerpunkt wird erstmal auch die Begleitung des Umbaus der Station und der sich daraus ergebenen neuen Abläufe sein. Zukünftig möchte er auch einen noch größeren Fokus auf Therapie und Diagnostik legen und sein multiprofessionelles Team ausweiten, das aus Fachärzten unterschiedlicher Fachbereiche besteht. „Ich sehe unsere Vielfalt als großen Vorteil, weil wir unseren Patientinnen und Patienten so noch mehr Expertise bieten und Krankheitsbilder aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten können“, erklärt Mitrofanov.

Lesen Sie auch: Bewertungen der Segeberger Kliniken

Prof. Dr. med. José Valdueza: Ärztlicher Direktor und erfahrener Neurologe

Prof. Dr. med. José Valdueza ist Chefarzt der Neurologie und Ärztlicher Direktor des Neurologischen Zentrums. Er schätzt die Rückkehr von Oleg Mitrofanov sehr: „Es ist für mich eine große Freude, dass wir einen sehr guten Mitarbeiter, der hier als Oberarzt der Frühreha und Neurologischen Intensivstation richtig gute Arbeit, sowohl bei Angehörigen als auch Patienten geleistet hat und bei Mitarbeitern so beliebt war, zurückgewinnen konnten. Ich hoffe, dass er an der Stelle, wo er stehengeblieben ist, nahtlos weitermacht und die Abteilung weiter entwickelt. Nicht nur ich, sondern alle ärztlichen Mitarbeiter, freuen sich sehr über seine Rückkehr.“

tags: #segeberger #kliniken #neurologie #chefarzt