Sehnenverdickung und Nervenkompression: Ursachen, Symptome und Behandlungen

Eine Sehnenverdickung, oft in Verbindung mit einer Nervenkompression, kann erhebliche Schmerzen und Bewegungseinschränkungen verursachen. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist das Morton Neurom, eine häufige Ursache für Mittelfußschmerzen, insbesondere bei Frauen. Dieser Artikel beleuchtet die verschiedenen Aspekte der Sehnenverdickung und Nervenkompression, einschliesslich Ursachen, Symptome, Diagnosemethoden und Behandlungsoptionen, um ein umfassendes Verständnis dieser komplexen Erkrankungen zu ermöglichen.

Einführung in Sehnenverdickung und Nervenkompression

Sehnenverdickungen und Nervenkompressionen können verschiedene Körperregionen betreffen und unterschiedliche Ursachen haben. Die Symptome reichen von lokalen Schmerzen bis hin zu ausstrahlenden Beschwerden und Sensibilitätsstörungen. Eine genaue Diagnose ist entscheidend, um die geeignete Behandlung einzuleiten und langfristige Komplikationen zu vermeiden.

Das Morton Neurom: Eine häufige Form der Nervenkompression im Fuß

Das Morton Neurom ist eine Verdickung des Mittelfußnerven, die typischerweise zwischen dem 3. und 4. Zeh auftritt, seltener zwischen dem 2. und 3. Zeh. Es ist die häufigste Mittelfußerkrankung bei Frauen und wird oft durch einen Spreizfuß begünstigt.

Ursachen und Risikofaktoren des Morton Neuroms

Das Morton Neurom entsteht meist vor dem Hintergrund eines Spreizfußes, einer Fehlstellung, bei der das vordere Fußgewölbe durchgetreten ist. Die Mittelfußknochen sind durch die Spreizfußfehlstellung verlagert und zeigen fächerförmig nach außen, was zu einer veränderten Abrollbewegung beim Gehen führt. Dies führt zu einem stärkeren Druck auf die an der Fußsohle verlaufenden Nerven, insbesondere auf den Hautnervs an der Fußsohle, was schließlich zu einer Entzündung des Nervs führt. Insbesondere die bindegewebige Hülle des Nerven schwillt an. Weitere Risikofaktoren sind:

  • Spreizfuß: Die häufigere Ursache des Morton Neuroms bei Frauen kann das häufigere Auftreten eines Spreizfußes sein. Fußgewölbe die Entstehung des Spreizfußes.
  • Schuhwerk: Das Tragen enger Schuhe kann die Beschwerden verstärken.
  • Bindegewebsschwäche und starke Belastung: Bindegewebsschwäche bzw. starke Belastung, z. B.

Symptome des Morton Neuroms

Die typischen Symptome des Morton Neuroms umfassen:

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  • Schmerzen im Mittelfuß und in den Zehen: Die Schmerzen können brennend oder stechend sein und bis in die Zehen ausstrahlen.
  • Missempfindungen: Oft besteht zusätzlich zu den Mittelfußschmerzen eine Missempfindung der benachbarten Kleinzehen, typischerweise an den einander zugewandten Zehenunterseiten.
  • Besserung durch Ausziehen der Schuhe: Kurzfristige Besserung tritt oft nur durch Ruhigstellung und Ausziehen der Schuhe ein.

Diagnose des Morton Neuroms

Die Diagnose des Morton Neuroms umfasst mehrere Schritte:

  1. Klinische Untersuchung: Der Arzt tastet den Fuß ab und achtet auf Druckschmerz zwischen den Mittelfußknochen. Das Morton Neurom kann manuell durch den sog. Mulders Click untersucht werden. Dabei ertastet der Arzt das Morton Neurom zwischen den Zehenstrahlen.
  2. Mulder-Zeichen: Der Fußspezialist kann das Morton Neurom zwischen den Mittelfußknochen ertasten und einen spezifischen Druckschmerz auslösen.
  3. Bildgebende Verfahren: Nach der klinischen Untersuchung und der Sicherung der Symptome kann eine MRT (Magnetresonanztomographie) das Neurom darstellen und dessen Größe bestimmen. Die MRT-Untersuchung ist vor allem wichtig, um eine Größenbestimmung der Nervenschwellung vorzunehmen.

Behandlung des Morton Neuroms

Die Therapie des Morton Neuroms erfolgt in der Hauptsache konservativ, d. h. ohne chirurgischen Eingriff. Im Vordergrund steht, den Druck auf die Nerven zu verringern, um die Rückbildung des Morton Neuroms zu fördern.

Konservative Behandlung:

  • Schuhwerk: Das Tragen weiter Schuhe, die den Zehen genügend Raum lassen, ist wichtig.
  • Einlagen: Spezielle Einlagen können das Quergewölbe unterstützen und dadurch die Nerven entlasten.
  • Physiotherapie und Fußgymnastik: Gezielte Übungen können die Fußmuskulatur stärken und die kompressionsbedingte Schwellung des Morton Neuroms abheilen lassen. Eine intensive Physiotherapie und Fußgymnastik bezieht auch die Wadenmuskulatur ein.
  • Injektionen: Häufig tritt eine Besserung der Beschwerden nach gezielten Injektionen mit Schmerzmittel an die Nervenenden ein.

Operative Behandlung:

  • Neurolyse/Dekompression: Die nervenerhaltende operative Behandlung des Morton Neuroms durch Neurolyse bzw. Dekompression verschafft dem plantaren Fußnerven mehr Raum:
    1. Weitung des Bandes zwischen den Mittelfußknochen (Ligamentum intermetatarsale; grau).
    2. Umstellung der Zehenknochen (Metatarsalknochen, blau) durch eine minimalinvasive Osteotomie.
  • Neurektomie: In einigen Fällen kann die Entfernung des Nervs (Neurektomie) erforderlich sein, insbesondere wenn die Schwellung des Morton Neuroms zu groß ist, um sie minimalinvasiv zu behandeln. Neurektomie immer noch als Standardbehandlung bei einer Morton Neuralgie. Neuralgie ohne Prüfung des nervenerhaltenden Vorgehens pauschal die Nervenentfernung (Neurektomie) durchgeführt.

Fußgymnastik-Übungen bei Morton Neurom

Es gibt verschiedene Fußgymnastik-Übungen, die zur Behandlung des Morton Neuroms eingesetzt werden können:

  1. Übung mit dem Gymnastikband:

    • Ausgangsstellung: Sitzen Sie auf einem Stuhl.
    • Der Fuß ist auf den Außenrand gekippt.
    • Fixieren Sie das Gymnastikband unter dem äußeren Drittel der Ferse.
    • Drücken Sie den Fuß gegen den Widerstand des Bandes zum Boden.
    • Bringen Sie den Fuß zurück in die Ausgangsposition.
    • Wiederholen Sie die Übung pro betroffenem Fuß 10-mal.
  2. Mobilisation des Quergewölbes:

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    • Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder einem Stuhl.
    • Üben Sie einen sanften Druck in der Mitte der Fußsohle aus.
    • Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal rhythmisch und leicht.
  3. Aufrichten des Quergewölbes:

    • Ausgangsstellung: Sitz auf dem Boden oder Stuhl.
    • Versuchen Sie, mit den Fußmuskeln das Quergewölbe aufrechtzuerhalten.
    • Formen Sie mit der Hand das Quergewölbe und lassen Sie die Hand langsam los.
    • Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal.
  4. Umschließen des Balls mit dem Zehenballen:

    • Ausgangsstellung: Sitz oder Stand.
    • Modellieren Sie Ihren Groß- und Kleinzehenballen sanft um den Ball.
    • Heben Sie nun den Fuß an und halten Sie das Quergewölbe weiter aufrecht.
    • Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 10-mal.
  5. Aktivierung des Quergewölbes beim Gehen:

    • Ausgangsstellung: Stand, der betroffene Fuß steht weit hinten.
    • Bringen Sie den Fuß schwungvoll nach vorne und achten Sie darauf, dass die Zehengrundgelenke gebeugt sind, ohne dass die Zehen krallen.
    • Wiederholen Sie diese Bewegung pro betroffenem Fuß 15-mal.

Tendovaginitis de Quervain: Eine Sehnenscheidenentzündung am Handgelenk

Eine weitere Form der Sehnenverdickung, die oft mit Nervenkompression einhergeht, ist die Tendovaginitis de Quervain. Sie betrifft das erste Sehnenfach am Handgelenk, durch das die Sehnen des kurzen Daumenstreckmuskels (Musculus extensor pollicis brevis) und des langen Daumenabspreizmuskels (Musculus abductor pollicis longus) verlaufen.

Ursachen und Risikofaktoren der Tendovaginitis de Quervain

Die Tendovaginitis de Quervain entsteht durch eine Überlastung oder Fehlbelastung des Daumens und des daumenseitigen Handgelenks. Wiederholte Bewegungen, wie sie beispielsweise beim Tragen eines Kindes, Klavierspielen oder Arbeiten an der Tastatur auftreten, können die Sehnen reizen und zu einer Entzündung führen. Auch anatomische Varianten, wie zusätzliche Sehnen oder separate kleine Sehnenfächer, können das Risiko erhöhen. Frauen sind deutlich häufiger betroffen als Männer.

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Symptome der Tendovaginitis de Quervain

Typische Symptome der Tendovaginitis de Quervain sind:

  • Schmerzen am Handgelenk unterhalb des Daumens: Die Schmerzen treten besonders beim Halten, Greifen und Bewegen des Daumens auf und können bis in den Daumen ausstrahlen.
  • Schwellung: Der betroffene Bereich ist oft angeschwollen.
  • Reiben und Knirschen: In ausgeprägten Fällen kann ein fühl- und hörbares Reiben auftreten.
  • Bewegungseinschränkung: Die Bewegung des Daumens kann schmerzhaft eingeschränkt sein.

Diagnose der Tendovaginitis de Quervain

Die Diagnose der Tendovaginitis de Quervain basiert auf:

  1. Klinische Untersuchung: Der Arzt untersucht das Handgelenk und achtet auf Schwellung und Druckschmerz.
  2. Finkelstein-Test: Bei diesem Test wird die Faust um den Daumen der betroffenen Hand geschlossen und das Handgelenk in Richtung des kleinen Fingers geneigt. Löst dies heftige Schmerzen aus, spricht das für eine Tendovaginitis de Quervain.
  3. Bildgebende Verfahren: In unklaren Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) die Sehnen und die umgebenden Strukturen darstellen. Eine Röntgenuntersuchung kann andere Erkrankungen, wie beispielsweise eine Arthrose, ausschließen.

Behandlung der Tendovaginitis de Quervain

Die Behandlung der Tendovaginitis de Quervain erfolgt in der Regel konservativ:

  • Ruhigstellung: Das Handgelenk und der Daumen werden mit einer Schiene oder einem Verband ruhiggestellt.
  • Schmerzmittel und Entzündungshemmer: Lokale Schmerzmittel und entzündungshemmende Medikamente können die Beschwerden lindern.
  • Kortison-Injektionen: In einigen Fällen können Kortison-Injektionen in das Sehnenfach verabreicht werden. Diese Injektionen können jedoch in seltenen Fällen die Sehnen schädigen und sollten daher mit Vorsicht angewendet werden.
  • Operation: Wenn die konservative Therapie erfolglos bleibt, kann eine Operation in Betracht gezogen werden, bei der das erste Strecksehnenfach gespalten wird, um die Sehnen zu entlasten.

Vorbeugung der Tendovaginitis de Quervain

Um einer Tendovaginitis de Quervain vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden:

  • Vermeidung von Über- und Fehlbelastungen: Tätigkeiten, die den Daumen und das Handgelenk übermäßig belasten, sollten vermieden oder reduziert werden.
  • Ergonomische Arbeitsplatzgestaltung: Ein ergonomischer Arbeitsplatz mit dynamischen Bürostühlen, Fußstützen und Handballenauflagen kann zur Entlastung beitragen.
  • Pausen und Abwechslung: Bei gleichförmigen Arbeiten sollten regelmäßig Pausen eingelegt und für Abwechslung in den Bewegungsabläufen gesorgt werden.
  • Aufwärmen und Dehnen: Regelmäßiges Aufwärmen und Dehnen der Handgelenke kann die Sehnen geschmeidig halten.

Sehnenscheidenentzündung: Ursachen, Symptome und Behandlung

Eine Sehnenscheidenentzündung ist eine Entzündung der Bindegewebshülle, die Sehnen schützt. Übermäßige oder wiederholte Bewegungen können dazu führen, dass die Sehnenscheide anschwillt und sich entzündet. Dies kann vor allem an Hand, Arm und Fuß auftreten.

Symptome einer Sehnenscheidenentzündung

Typische Symptome sind Schmerzen bei Bewegung, Schwellung der entzündeten Stelle, Empfindlichkeit bei Druck und möglicherweise auch Schmerzen in Ruhe, zum Beispiel nachts. In einigen Fällen kann die Sehnenscheide verkleben, was zu Reibung, Knirschen oder Knarren bei Bewegungen führt.

Ursachen und Risikofaktoren für Sehnenscheidenentzündungen

Übliche Ursachen sind ungewohnte oder häufig wiederholte Bewegungen, die die Sehnen und Sehnenscheide überstrapazieren. Berufe oder Hobbies, die bestimmte Bewegungen erfordern, können das Risiko erhöhen. Auch Erkrankungen wie Diabetes, Rheuma oder Gicht sowie Schwangerschaft und Stillzeit können Faktoren sein.

Diagnose einer Sehnenscheidenentzündung

In den meisten Fällen reicht eine ärztliche Untersuchung aus. Der Arzt prüft die schmerzende Stelle, tastet sie ab und untersucht, welche Bewegungen Schmerzen verursachen. Weitere Tests wie Blutuntersuchungen oder bildgebende Verfahren können bei Bedarf durchgeführt werden.

Behandlungsmöglichkeiten für eine Sehnenscheidenentzündung

Konservative Maßnahmen wie Schonung des betroffenen Bereichs, ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz und entzündungshemmende Schmerzmittel sind oft wirksam. Spezielle Schienen oder Gipsverbände können helfen, und in schweren Fällen können Injektionen mit Betäubungsmittel und Kortison oder sogar eine Operation in Betracht gezogen werden.

Karpaltunnelsyndrom: Eine Nervenkompression im Handgelenk

Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Erkrankung, bei der der Mittelnerv im Karpaltunnel, einem Kanal in der Handwurzel, unter Druck gerät. Dies führt zu Beschwerden wie Taubheit, Kribbeln und Schmerzen in Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger.

Symptome des Karpaltunnelsyndroms

Die Symptome umfassen Empfindungsstörungen, Schmerzen in den Fingern, besonders nachts und morgens. Die Beschwerden betreffen typischerweise Daumen, Zeige-, Mittel- und Ringfinger.

Ursachen des Karpaltunnelsyndroms

Die genauen Ursachen sind oft unklar, aber Über- und Fehlbelastungen sowie bestimmte Erkrankungen wie Rheuma, Diabetes und wiederholte Entzündungen der Sehnenscheiden können eine Rolle spielen. Auch Schwangerschaft erhöht das Risiko.

Diagnose des Karpaltunnelsyndroms

Die Diagnose erfolgt durch ärztliche Befragung, körperliche Untersuchung und möglicherweise elektrophysiologische Tests wie die Elektroneurografie, um die Funktion der Nerven zu überprüfen und andere Ursachen auszuschließen.

Behandlungsmöglichkeiten des Karpaltunnelsyndroms

Leichte bis mittelstarke Beschwerden können mit einer Schiene behandelt werden, um das Handgelenk nachts zu stabilisieren. Kortisonspritzen können vorübergehende Linderung bringen. In hartnäckigen Fällen kann eine Operation erwogen werden, bei der das Karpalband durchtrennt wird.

Sehnenansatzreizungen am Ellenbogen: Tennis- und Golferellenbogen

Sehnenansatzreizungen am Ellenbogen, wie der Tennis- und Golferellenbogen, entstehen durch Überlastung der Muskelansätze am Knochen. Stets gleichförmige Bewegungen über längere Zeiträume können zu minimalen Verletzungen der Muskelansätze am Ellenbogen führen, zu sogenannten Mikrotraumen.

Ursachen und Risikofaktoren

Das ständige Heben schwerer Lasten, der tägliche Einsatz unhandlicher Werkzeuge sowie Putzarbeiten oder Sport gehören zu den häufigsten Ursachen von Sehnenansatzreizungen. Werden die auslösenden Tätigkeiten allerdings nicht eingestellt und findet keine Behandlung statt, schreitet die Erkrankung weiter voran.

Symptome

Die Beschwerden sind in der Regel örtlich begrenzt und auch rückbildungsfähig. Die Schmerzen treten in der Folge häufiger und schon bei geringeren Anlässen auf. Durch die Entzündung bilden sich bindegewebige Narben und Kalkeinlagerungen am Muskelansatz. Diese sind nicht mehr rückbildungsfähig.

Überlastung der Tibialis Anterior Sehne: Ruptur, Shin-Splint und DTAT

Bei Überlastung und Schmerzen der Tibialis Anterior Sehne stehen drei Krankheitsbilder im Vordergrund: eine Ruptur der Tibialis Anterior Sehne, das Shin-Splint Syndrom (Schienbeinkantensyndrom) und die distale Insertionstendinopathie der Tibialis Anterior Sehne (DTAT) am Mittelfuß.

Distale Insertionstendinopathie der Tibialis Anterior Sehne (DTAT)

Die DTAT ist eine oft übersehene Erkrankung mit nächtlichen und belastungsabhängigen Schmerzen an der Innenseite und Oberseite des Mittelfußes. Patienten mit distaler Insertionsteindinopathie der Tibialis Anterior Sehne gehören oft zu zwei typischen Gruppen: leicht übergewichtige Frauen (und selten Männer) über 50 oder sportlich sehr aktive junge Läufer.

Shin Splint Syndrom (Schienbeinkantensyndrom)

Das Shin Splint Syndrom, auch als Tibiakantensyndrom oder Schienbeinkantensyndrom bekannt, ist eine häufige Ursache für Schmerzen im Bereich des Unterschenkels. Es wird durch Überbelastung des Tibialis Anterior Muskels am Unterschenkel verursacht, der direkt am Schienbeinknochen (Tibia) ansetzt.

Ruptur der Tibialis Anterior Sehne

Bei einem Riss der Tibialis Anterior Sehne beschreiben die Patienten plötzlich einsetzende Fußschmerzen zusammen mit deutlichem Kraftverlust beim anheben des Fußes. Risikofaktoren sind chronisch entzündliche Erkrankungen, Übergewicht und Durchblutungsstörungen.

Schnappfinger: Blockierung und ruckartige Bewegung der Finger

Wenn ein Finger beim Beugen oder Strecken blockiert und sich nur noch ruckartig bewegen lässt, bezeichnen Ärzte und Ärztinnen das als Tendovaginitis stenosans, auch bekannt als Schnappfinger.

Ursachen und Risikofaktoren

Zu einem Schnappfinger kommt es, wenn die Sehne des Fingers nicht mehr problemlos durch die Sehnenscheide gleiten kann. Durch verschiedene Erkrankungen und Reizungen kann die Beugesehne entzündlich anschwellen oder sich knötchenartig verdicken. Sehnenscheidenentzündungen, Diabetes mellitus, Gicht oder die Rheumatoide Arthritis begünstigen einen Schnappfinger.

Symptome

Ein Schnappfinger kann sich durch Schmerzen im Grundgelenk beim Bewegen oder bei Druck äußern, oder durch eine Steifigkeit des Fingers. Charakteristisch ist ein Schnappen, vor allem beim ersten Bewegen des Fingers am Morgen.

Behandlung

Behandelt werden kann ein Schnappfinger mit einer Ruhigstellung in einer Schiene oder mit Kortisoninjektionen. In den meisten Fällen führen diese konservativen Maßnahmen zum Erfolg. In den anderen Fällen oder auch bei einer hochgradigen Einengung, kann ein kleiner operativer Eingriff erfolgen.

Sehnenentzündung in der Schulter: Ursachen, Symptome und Behandlung

Die Tendinitis in der Schulter wird auch Sehnenentzündung oder Sehnenscheidenentzündung genannt und beschreibt die Entzündung der Muskelsehnen im Schultergelenk. Die Sehne reibt nun zusätzlich an den Sehnenscheiden, die normalerweise eine Schutzhülle um die Sehne bilden.

Ursachen und Risikofaktoren

Die häufigste Ursache für eine Sehnenentzündung in der Schulter ist eine mechanische Überlastung oder eine Fehlbelastung. Einseitige Bewegungen, die sich ständig wiederholen, sind oft der Auslöser für das Auftreten einer Entzündung.

Symptome

Eine Sehnenentzündung beginnt schleichend mit ziehenden Schmerzen in der Schulter. Diese werden oft von einer Schwellung begleitet. Eine chronische Sehnenentzündung verursacht nicht nur Schmerzen, sondern schwächt auch die betroffene Sehne.

Behandlung

Der erste Schritt der Therapie ist, die auslösende Tätigkeit zu vermeiden. Gegen akuten Schmerz hilft zusätzlich Kühlen. Die sogenannten NSAR wie Diclofenac und Ibuprofen bekämpfen Entzündung und Schmerz gleichzeitig und beschleunigen damit den Heilungsprozess.

Impingement-Syndrom der Schulter: Engpass unter dem Schulterdach

Bei einem Impingement-Syndrom der Schulter kommt es zu einer Verengung unter dem Schulterdach. Dabei werden Muskeln, Sehnen oder Nerven eingeklemmt, was zu schmerzhaften Reizungen und deutlicher Einschränkung der Beweglichkeit führt.

Ursachen und Risikofaktoren

Ein Schulter-Impingement entsteht häufig durch eingeklemmte Sehnen, Weichteile und/oder Nerven unter dem Schulterdach. Auch die Rotatorenmanschette kann hierbei in Mitleidenschaft gezogen werden.

Symptome

Ein Schulter-Impingement äußert sich durch Schmerzen in der Schulter. Sie treten sowohl in der Nacht als auch am Tag auf. Das Liegen auf der betroffenen Seite ist sehr unangenehm, weil es meist die Schmerzen noch verstärkt.

Diagnose und Behandlung

Zur Diagnose erheben die Spezialisten für Orthopädie und Unfallchirurgie in den Schön Kliniken zunächst Ihre Krankengeschichte (Anamnese). Dazu gehört zum Beispiel die Entzündung der Bursa subacromialis, des wichtigsten Schleimbeutels der Schulter. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung.

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