Die Spinalkanalstenose, auch Wirbelkanalstenose genannt, bezeichnet eine Verengung des Kanals in der Wirbelsäule, in dem das Rückenmark und die Nerven verlaufen. Diese Verengung kann zu einer Kompression des Rückenmarks und der Nervenwurzeln führen, was wiederum verschiedene Symptome verursachen kann. Man unterscheidet zwischen einer angeborenen (primären) und einer erworbenen (sekundären) Spinalkanalstenose. Dieser Artikel konzentriert sich auf die sekundäre Spinalkanalstenose, ihre Definition, Ursachen, Symptome und Behandlungsansätze.
Definition der sekundären Spinalkanalstenose
Die sekundäre Spinalkanalstenose ist eine erworbene Verengung des Wirbelkanals. Im Gegensatz zur primären, angeborenen Form entwickelt sie sich im Laufe des Lebens aufgrund verschiedener Faktoren. Als eigenständiges Krankheitsbild ist die Spinalkanalstenose erst seit 1996 definiert.
Ursachen und Risikofaktoren
Die häufigste Ursache der sekundären Spinalkanalstenose ist der Verschleiß (Degeneration) der Wirbelsäule. Mit zunehmendem Alter kommt es häufiger zu Verengungen des Wirbelkanals. Durch Alterungsprozesse und Verschleiß wird der Wirbelkanal enger. Die Nerven haben nicht mehr genügend Platz und werden eingeklemmt. Im Spinalkanal der Wirbelsäule verläuft das Rückenmark vom Gehirn bis in den oberen Lendenbereich. Durch altersbedingten Verschleiß werden die Bandscheiben zwischen den Wirbelkörpern flacher und breiter. Durch die größere Beweglichkeit der Wirbelkörper entstehen in den kleinen Gelenken Knochenwucherungen, die den Spinalkanal immer weiter einengen und Druck auf die Nervenfasern im Spinalkanal ausüben können. Wird der Druck zu groß, kann das zu heftigen Schmerzen führen.
Weitere Ursachen und Risikofaktoren sind:
- Bandscheibenvorfälle: Verlagerungen von Bandscheibengewebe (Protrusion, Prolaps) in den Wirbelkanal. Beim Bandscheibenvorfall verliert vor allem bei älteren Personen der Bandscheibenkern deutlich an Höhe und gleitet aus seiner Hülle (Anulus fibrosus) in den Spinalkanal. Die Wirbelkörper rücken dadurch näher zusammen. Die abgerutschte Hülle wölbt sich vor und engt das Rückenmark im Wirbelkanal ein. Die verstärkte Belastung auf die Wirbel bewirkt dann eine zunehmende Verknöcherung der Wirbelsäule.
- Arthrose der Wirbelgelenke (Facettengelenke): Führt eventuell zu knöchernen Neubildungen und begünstigt damit eine spinale Stenose (Facettensyndrom). Facettengelenksarthrose mit Gelenkhypertrophie, Osteophyten, Kapselverdickung und ggf.
- Wirbelgleiten (Spondylolisthesis): Verschiebung der Wirbelkörper gegeneinander, wodurch der Wirbelkanal eingeengt wird.
- Wirbelsäulenoperationen: Die überschießende Bildung von Narbengewebe verengt dabei eventuell den Spinalkanal
- Verletzungen an den Wirbelkörpern
- Hormonelle Veränderungen: Welche die Knochensubstanz und die Stabilität der Wirbelkörper beeinträchtigen (etwa Morbus Cushing)
- Knochenerkrankungen (wie Morbus Paget): Dabei kommt es zu einem lokal begrenzten Umbau und Anbau von Knochen. Die Spinalkanalstenose tritt bei dieser Krankheit häufiger in der Lendenwirbel- als in der Halswirbelsäule auf.
- Eine Abstützreaktion der Wirbelsäule: Bei dieser Abstützreaktion der Wirbelsäule baut der Wirbelkörper seitlich zum Rückenmarkskanal Knochen an, um den erhöhten Druck auszugleichen.
Symptome einer Spinalkanalstenose
Die Symptome einer Spinalkanalstenose können sehr verschieden sein und entwickeln sich langsam über Monate. Man unterscheidet zwischen einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) und einer Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS). Die wichtigsten Symptome einer Spinalkanalstenose sind belastungsabhängige Rückenschmerzen und Beinschmerzen hauptsächlich beim Gehen, Stehen und aufrechten Sitzen. Ein typisches Phänomen ist, dass Schmerzen beim Zurückbeugen auftreten und die Symptome nachlassen, sobald der Rumpf nach vorn kippt und so die Wirbelsäule gedehnt wird. Alle drei Arten der Spinalkanalverengung teilen sich folgende Symptome: Schmerz, Schwäche und Probleme beim Gehen. So kann das Treppensteigen mit Spinalkanalstenose z. B. aufgrund der Beinschmerzen schnell ein schweres Hindernis darstellen.
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Symptome einer Spinalkanalstenose der Lendenwirbelsäule (LWS) können z.B. sein:
- Rückenschmerzen, die oft auch einseitig in ein Bein ausstrahlen
- Schnell ermüdete Beine, d.h. Sie können nur noch kurze Strecken gehen und nicht mehr lange stehen.
- Schmerzen, wenn Sie beim Gehen einen „falschen Schritt“ machen.
- Muskelverspannungen im unteren Rückenbereich
- Bewegungseinschränkungen: Bestimmte Bewegungen, Schritte, Drehungen fallen schwer. In schweren Fällen können einige Beinbewegungen gar nicht mehr ausgeführt werden.
- Claudicatio-spinalis-Symptomatik mit erheblicher Verkürzung der Gehstrecke (Zunahme der Schmerzen und Schmerzausstrahlung in die Beine mit zeitweiligen Ausfallerscheinungen wie Taubheit und Schwäche der Beine.
- Kribbeln und Gefühle von Schwäche sowie Taubheit in den Beinen
- Krämpfe in den Beinen, die das Gehen erschweren
- Häufig bemerkt man bei Betroffenen eine gebückte und nach vorne geneigte Haltung, die den engen Wirbelkanal etwas weitet und die Schmerzen lindert.
- Bei etwa der Hälfte der Betroffenen konnte ein Gleitwirbel festgestellt werden.
Symptome bei einer Spinalkanalstenose der Halswirbelsäule (HWS) sind z.B.:
- Nackenschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel
- Motorische Defizite
- Taubheitsgefühle, Kribbeln
- Schmerzen in der Schulter, den Armen oder Händen
- Lähmungen in Armen, Händen und Beinen
Diagnose
Die Diagnostik der Spinalkanalstenose ist umfangreich und für die Operationsstrategie sehr wichtig. Das Ziel ist ein möglichst schnelles und schonendes diagnostisches Vorgehen. Durch die Diagnostik sollte auch geklärt werden, wie ausgedehnt ein operativer Eingriff sein müsste (Operationsplanung) und wie der Prozess angegangen werden sollte (Operationsstrategie).
- Anamnese und körperliche Untersuchung: Im Erstgespräch (Anamnese) befragt der Arzt den Patienten ausführlich zu seinen Beschwerden und bekannten Vor- oder Grunderkrankungen (Bandscheibenvorfall, Arthrose, Osteoporose und ähnliche). Danach folgt eine körperliche Untersuchung: Unter anderem bittet der Arzt den Patienten meist, den Oberkörper zunächst weit nach hinten und anschließend nach vorn zu beugen. Liegt eine Spinalkanalstenose vor, schmerzt der Rücken beim Zurücklehnen, während die Symptome bei gebeugtem Rumpf verschwinden. Anhand der Angaben der Betroffenen und einer körperlichen Untersuchung erhalten Ärztinnen und Ärzte bereits ein ungefähres Bild der Erkrankung.
- Bildgebende Verfahren:
- Magnetresonanztomographie (MRT): Zur Darstellung des Rückenmarks in der Wirbelsäule wird in der Regel eine Kernspintomografie (MRT) durchgeführt. Sie macht die Spinalkanalstenose, die Bandscheiben und die Nervenwurzeln direkt sichtbar. Welches Ausmaß vorliegt und an welchen Stellen sich eine Spinalkanalverengung befindet, kann mit einer Kernspintomografie abgeklärt werden.
- Computertomographie (CT): Alternativ lässt sich die Wirbelsäule durch eine Computertomografie mit Kontrastmittel bildlich darstellen. Diese sogenannte Myelo-CT setzt den Patienten allerdings einer gewissen Strahlenbelastung aus. Ist eine Kernspintomografie nicht machbar, z. B. wenn die Patientin bzw. der Patient einen Herzschrittmacher in sich trägt, kann eine Computertomografie durchgeführt werden. Im MRT gelingt die Darstellung der beengenden Strukturen (am besten in der T1 Wichtung) bzw.
- Röntgenaufnahmen: Einfache Röntgenbilder der Wirbelsäule zeigen eine erhebliche Veränderung an den verschiedensten Stellen. Ergänzend röntgt der Arzt in einigen Fällen den Patienten im Stehen und in bestimmten Körperhaltungen (Funktionsaufnahmen). Röntgenübersichtsaufnahmen der HWS oder LWS sowie eine technisch einwandfreie MRT-Untersuchung sind unerlässlich. In vielen Fällen ist zur Festlegung der Operationsstrategie eine MRT-Myelographie im Bereich der LWS erforderlich. Eine lumbale oder cervikale Myelographie und Myelo-CT mit Kontrastmittel können in einigen Fällen notwendig werden. Zudem sollten bei Verdacht auf eine Instabilität, d.h. ein Gleiten des Wirbelkörpers über den anderen, Funktionsaufnahmen der HWS oder LWS durchgeführt werden, um ganz eindeutig die Operationsstrategie festzulegen.
- Elektrophysiologische Untersuchungen: Zur Abklärung einer Spinalkanalstenose lassen sich elektrophysiologische Untersuchungen einsetzen. Dazu zählen beispielsweise eine Elektromyografie (EMG) sowie sogenannte evozierte Potenziale. Diese Methoden helfen, die Funktion von Nerven zu beurteilen.
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jede Verengung des Wirbelkanals, die im MRT oder durch andere bildgebende Verfahren sichtbar ist, tatsächlich Beschwerden auslöst! Man behandelt/operiert nicht die „Bilder“, sondern den Patienten, je nachdem was er an Beschwerden angibt.
Behandlung
Ziel der Behandlung ist, dass Patienten im Alltag mobil und schmerzfrei bleiben und die Spinalkanalstenose nicht weiter voranschreitet.
Konservative Therapie
Sofern keine hochgradige Spinalkanalstenose vorliegt, reicht in der Regel eine konservative Therapie aus. Diese umfasst Maßnahmen wie Physiotherapie, Aufbautraining der Muskeln, Wärmebehandlungen und Massagen sowie ergänzend die Einnahme von Medikamenten. Die konservative Therapie einer Einengung des Spinalkanals kann nicht die Ursache beheben, sondern hat das Ziel, die Beschwerden zu lindern.
- Physiotherapie: Bei der Physiotherapie wird die Rücken- und Bauchmuskulatur trainiert, um den Rücken zu stabilisieren und die Lendenwirbelsäule zu entlasten. Dadurch soll das Hohlkreuz minimiert und der Spinalkanal geweitet werden. Besonders wichtig ist es, die Tiefenmuskulatur anzusprechen: Die sogenannten Musculi multifidii sind winzige Muskeln, die der Wirbelsäule Stabilität geben und dafür sorgen, dass der Spinalkanal sowie Knochen, Bandscheiben und Nerven an ihrer richtigen Position bleiben und den Kanal nicht weiter einengen. Auch ein Gleitwirbel rutscht dadurch weniger hin und her.
- Medikamentöse Behandlung: Medikamente unterstützen die Krankengymnastik, indem sie Schmerzen lindern und das Verkrampfen der Muskulatur verhindern. Bei Beinschmerzen, Rückenschmerzen oder anderweitigen Schmerzen durch eine Spinalstenose können entzündungshemmende Schmerzmittel, Nervenschmerzmittel, muskelentspannende Medikamente und entzündungshemmende Injektionen eingesetzt werden. Bei besonders starken Schmerzen kann eine entzündungshemmende Spritze mit Kortison und Betäubungsmittel direkt in der schmerzenden Nervenwurzel angewandt werden.
- Entspannungsübungen: Bei einer Spinalkanalstenose ist es wichtig, die Wirbelsäule zu entlasten. Dies können Betroffene mit einer Stufenlagerung der Beine erreichen. Dabei legen sie sich flach auf den Rücken, ohne dass ein Hohlkreuz entsteht und platzieren die Beine auf eine Erhöhung, sodass sie einen rechten Winkel bilden. Hinweis: Achten Sie bei der Stufenlagerung darauf, den unteren Rückenbereich bewusst auf den Boden zu drücken.
- Massagen und Wärmebehandlungen: Ergänzend zur Physiotherapie können Massagen und Wärmebehandlungen angewandt werden. Sie schaffen vorübergehende Linderung, entspannen die Muskulatur, verbessern die Durchblutung und senken den Schmerz.
- Weitere konservative Maßnahmen: Praktische Tipps für eine konsequente, entlastende Haltung (z.B. indem langes Stehen oder Sitzen vermieden wird), Kältetherapie oder alternativ Wärme (zur Entspannung der Rückenmuskulatur), Elektrotherapie (zur Schmerzbehandlung und Muskelentspannung), Orthesen (Stützkorsett), Psychologisches Schmerzbewältigungstraining, Rückenschule (gezieltes Kräftigungstraining der Rücken- und Bauchmuskulatur, Erlernen von rückenschonendem Verhalten)
Operative Therapie
Wenn die konservativen Therapien keine Verbesserung erzielen, kann eine Entlastungsoperation notwendig werden. Die operative Therapie besteht in einer Erweiterung (Dekompression) des Spinalkanals. Dabei sollte der Arzt nicht allein nach Röntgenaufnahmen entscheiden, sondern nach den tatsächlichen Beschwerden. Nicht selten sehen die Röntgenbilder schlimm aus, aber die Betroffenen haben kaum Beschwerden. Bei der operativen Therapie einer Spinalkanalstenose wird der Wirbelkanal erweitert (Dekompression). Welche Operationstechnik gewählt wird, hängt vom Abschnitt der betroffenen Wirbelsäule ab. In der Regel wird eine Operation minimal-invasiv mit dem sogenannten Schlüsselloch-Verfahren durchgeführt. Eine Operation an der Lendenwirbelsäule erfolgt über den Rücken.
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- Dekompression: Eine minimal-invasive, mikrochirurgische Operation entfernt bei einer Spinalkanalstenose das überschüssige Gewebe und befreit die eingeengten Nerven (Dekompression). Bei diesem Operationsverfahren ist eine sofortige Wirkung mit niedrigem Komplikationsrisiko zu sehen. Bei der OP einer Spinalkanalverengung (vor allem im Alter) muss in der Regel kein Bandscheibenmaterial entfernt werden. In der Bandscheibenklinik in Gensingen erweitern wir mittels Hochfrequenz-Mikrodiamantfräsen den Wirbelkanal durch teilweises oder vollständiges Abnehmen eines Halbbogens. Die weitaus effizienteste operative Therapie ist die direkte offene Dekompression des Spinalkanals. Diese erfolgt mikrochirurgisch und erhält dadurch meist die Stabilität des Bewegungssegments bei ausreichender suffizienter Entlastung und Erweiterung des Spinalkanals. Dabei erfolt ein interlaminärer Zugang zunächst auf einer Seite mit Freilegung und Dekompression der Dura (Cauda equina) und des Recessus lateralis. Die Laminektomie oder Hemilaminektomie sind meist nicht mehr indiziert oder angewendet, da deutlich invasiver und häufig hierdurch Verstärkung einer bestehenden Instabilität. Nach Freilegung der einen Seite, wird in der cross-over Technik, oder Undercutting genannt, unter dem Dornfortsatz auf die Gegenseite geschaut und dort ebenfalls der Recessus dekomprimiert. Der Vorteil der Undercutting-Technik ist darin zu sehen, dass nur ca. 30-40 % des auf der Zugangsseite gelegenen Facettengelenks operativ reduziert werden muss. Die Gegenseite bleibt in puncto Facettengelenk, Muskulatur praktisch unberührt. Kurze Operationszeit und der Erhalt der Stabilität sind die entscheidenden Vorzüge dieser Methode. Wichtig ist, dass die Bandscheibe, wenn möglich unberührt bleibt. Ein unnötiger Funktionsverlust kann so vermieden werden. Auch die Vermeidung eines hohen Blutverlustes und damit die unnötige Belastung des Patienten ist das oberste Ziel.
- Stabilisierung: Die alleinige Dekompression stellt in manchen Fällen nur einen Teil der Gesamtbehandlung dar. Geht man davon aus, daß eine Überbeweglichkeit in dem stenosierten Segment eine wesentliche Ursache darstellt, daß es überhaupt zu einer Stenose kommt, so sollte die zusätzliche Stabilisierung mit in Betracht gezogen werden. Hat man bildgebend den Verdacht auf eine Instabilität, erfolgen vor der Operation Funktionsaufnahmen der LWS. Sollten diese eine erhebliche Instabilität oder gar einen Gleitwirbel zeigen, sollte zusätzlich zur Dekompression eine Stabilisierung des Segmentes mit Verschraubung erfolgen. Sind die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) bereits ankylosiert und liegen klinisch und bildgebend keine eindeutigen Zeichen einer Instabilität vor, genügt die alleinige Dekompression.
Die Auswahl des operativen Verfahrens (ventral oder dorsal) hängt vom Ursprung der Kompression (von vorne oder von hinten), von der Stellung der Halswirbelsäule (Kyphose oder Lordose), von der Knochenqualität und damit dem Alter (jung oder alt) sowie von der Anzahl der betroffenen Segmente (mono- bzw. bisegmental oder multisegmental) ab und ist damit eine individuell zu treffende Entscheidung.
Vorbeugung
Eine gezielte Vorbeugung der Spinalkanalstenose ist nicht bekannt. Da es sich aber in der Regel um eine Verschleißerkrankung handelt, lässt sich ihr (wie allgemein den meisten Rückenerkrankungen) durch sogenanntes rückengesundes Verhalten zumindest grundsätzlich vorbeugen.
Das beinhaltet etwa sich viel ausgleichend zu bewegen - also etwa Sport als Ausgleich bei sitzender Tätigkeit zu betreiben. Auch spezielle Trage- und Hebetechniken beim Heben schwerer Lasten oder andere rückenschonende Techniken bei schweren körperlichen Arbeiten helfen oft, spätere Erkrankungen zu vermeiden. Grundsätzlich sind bei einer Spinalkanalstenose sanfte Sportarten wie Wassergymnastik, Radfahren, Stretching oder Pilates sinnvoll.
Verlauf und Prognose
Auch wenn sie nicht behandelt wird, schreitet die Spinalkanalstenose meist nur sehr langsam voran. Je nach Ursache verläuft die Erkrankung außerdem sehr unterschiedlich. Die durch den Druck auf die Nervenbahnen verursachten Schmerzen bleiben in einigen Fällen konstant oder sie nehmen bei bestimmten Bewegungen oder mit der Zeit ab. Auch ein ständiges Kommen und Gehen der Schmerzen ist möglich. Manchmal verringern sich die Symptome sogar im Alter, wenn die Wirbelsäule weniger beweglich wird. Denn dann werden die Nerven seltener gereizt, bewegungsabhängige Schmerzen treten somit seltener auf.
Die Spinalkanalstenose bildet sich damit zwar nicht grundsätzlich zurück, hat aber geringere Auswirkung.
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Insgesamt lässt sich die Spinalkanalstenose in den meisten Fällen gut mit konservativen Therapiemethoden behandeln, so dass die Betroffenen ein relativ beschwerdefreies Leben haben.
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