Die Diagnose Demenz stellt Betroffene und ihre Familien vor immense Herausforderungen. Neben einer umfassenden medizinischen, therapeutischen und pflegerischen Versorgung benötigen Angehörige vor allem eines: Unterstützung. Diese kann in Form von Beratung, Austausch, Verständnis, Ermutigung und Entlastung erfolgen. Niemand sollte die schwere Aufgabe der Pflege und Betreuung dauerhaft und alleine bewältigen müssen. Selbsthilfegruppen bieten hier eine wertvolle Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen und gegenseitig zu stärken.
Die Bedeutung von Selbsthilfegruppen bei Demenz
Die Teilhabe am Leben für Menschen mit Demenz sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Dies erfordert ein gesellschaftliches Umdenken sowie staatliches, kommunales und bürgerschaftliches Engagement. Die häusliche Pflege von Menschen mit Demenz ist oft mit erheblichen psychischen und physischen Belastungen verbunden. In Selbsthilfegruppen können diese Belastungen in einem geschützten Rahmen thematisiert werden. Jedes Gruppenmitglied erhält die Möglichkeit, über seine täglichen Erlebnisse, Sorgen und Herausforderungen zu sprechen.
Stärkung der Angehörigen und Prävention von Überlastung
Selbsthilfegruppen stärken die Angehörigen nicht nur emotional, sondern wirken auch Überlastungssyndromen präventiv entgegen. Durch den Austausch mit anderen Betroffenen erfahren die Teilnehmer, dass sie mit ihren Problemen nicht allein sind. Sie erhalten praktische Tipps und Anregungen für den Umgang mit der Demenzerkrankung und können sich gegenseitig Mut zusprechen. Von dieser Entlastung und Stärkung profitieren letztendlich auch die zu betreuenden Menschen mit Demenz.
Ziele und Inhalte von Selbsthilfegruppen
Das Hauptziel von Selbsthilfegruppen ist der Austausch von persönlichen Erfahrungen und Erlebnissen. Die Teilnehmer können offen über ihre Gefühle, Ängste und Sorgen sprechen, ohne Angst vor Verurteilung oder Unverständnis haben zu müssen. Darüber hinaus bieten viele Selbsthilfegruppen auch fachliche Informationen und Unterstützung an. Experten werden eingeladen, um Vorträge zu halten oder Fragen der Teilnehmer zu beantworten.
Themen, die in Selbsthilfegruppen behandelt werden können:
- Umgang mit Verhaltensauffälligkeiten: Demenz kann zu Verhaltensänderungen wie Aggression, Unruhe oder Orientierungslosigkeit führen. In der Gruppe können Strategien und Techniken zur Bewältigung dieser Verhaltensweisen diskutiert werden.
- Kommunikation mit Menschen mit Demenz: Die Kommunikation mit Menschen mit Demenz kann schwierig sein. Die Gruppe kann helfen, die Kommunikation zu verbessern und Missverständnisse zu vermeiden.
- Rechtliche und finanzielle Fragen: Die Pflege eines Menschen mit Demenz ist oft mit hohen Kosten verbunden. Die Gruppe kann über finanzielle Hilfen und rechtliche Aspekte informieren.
- Entlastungsmöglichkeiten für Angehörige: Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Angehörige zu entlasten, z.B. durch Kurzzeitpflege, Tagespflege oder ehrenamtliche Helfer. Die Gruppe kann über diese Möglichkeiten informieren und bei der Organisation helfen.
- Selbstfürsorge: Angehörige von Menschen mit Demenz vernachlässigen oft ihre eigenen Bedürfnisse. Die Gruppe kann dazu ermutigen, auf die eigene Gesundheit und das eigene Wohlbefinden zu achten.
Selbsthilfegruppen in Rostock: Ein Überblick
In Rostock gibt es verschiedene Selbsthilfegruppen für Angehörige von Menschen mit Demenz. Diese Gruppen treffen sich regelmäßig, um sich auszutauschen und gegenseitig zu unterstützen.
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Beispiel einer Selbsthilfegruppe in Rostock
Eine Selbsthilfegruppe in Rostock trifft sich jeden ersten im Monat für zwei Stunden. Die Teilnahme ist kostenlos und es gibt keine Einschränkungen hinsichtlich der fachlichen oder gesundheitlichen Zugangsvoraussetzungen. Informationen über die Barrierefreiheit des Veranstaltungsortes können beim Anbieter erfragt werden.
Teilnahmevoraussetzungen und Organisation
Fachliche Zugangsvoraussetzungen: Keine Einschränkungen.
Gesundheitliche Zugangsvoraussetzungen: Keine Einschränkungen.
Technische Zugangsvoraussetzungen: Keine Einschränkungen.
Zeitmuster: Berufsbegleitend, Teilzeit.
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Lehr- und Lernform: Präsenzveranstaltung.
Abschlussart: Teilnahmebestätigung / Zertifikat des Anbieters.
Voraussichtliche Dauer: 2 Stunden.
Termin: Termine auf Anfrage. Jeden 1.
Wie finde ich die passende Selbsthilfegruppe?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine passende Selbsthilfegruppe in Rostock zu finden:
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- Kontaktaufnahme mit der Alzheimer Gesellschaft Rostock: Die Alzheimer Gesellschaft Rostock kann über bestehende Selbsthilfegruppen informieren und bei der Vermittlung behilflich sein.
- Recherche im Internet: Viele Selbsthilfegruppen haben eigene Webseiten oder sind in Online-Verzeichnissen eingetragen.
- Nachfrage bei Ärzten, Therapeuten oder Pflegediensten: Diese können oft Kontakte zu Selbsthilfegruppen vermitteln.
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