Selbsthilfegruppe Parkinson Bochum: Unterstützung und Austausch für Betroffene

Einführung

Im Leben mit der Parkinson-Krankheit ist der Austausch mit anderen Betroffenen und der Erhalt von umfassenden Informationen von unschätzbarem Wert. Die Selbsthilfegruppe Parkinson Bochum bietet genau das: einen Raum für Begegnung, Erfahrungsaustausch und Wissensvermittlung. Dieser Artikel beleuchtet die Arbeit dieser wichtigen Organisation und gibt Einblicke in ihre Ziele und Aktivitäten.

Entstehung und Entwicklung der Parkinson-Selbsthilfe in Deutschland

Die Selbsthilfe-Bewegung für Parkinson-Patienten in Deutschland begann im Oktober 1981. Seitdem hat sich ein bundesweiter Verband mit über 13.000 Mitgliedern und mehr als 450 Regionalgruppen und Kontaktstellen entwickelt. Diese Entwicklung unterstreicht den wachsenden Bedarf an Unterstützung und Vernetzung für Menschen, die von der Parkinson-Krankheit betroffen sind.

Ziele der Regional-/Kontaktgruppe Bochum

Das Hauptziel der Regional-/Kontaktgruppe Bochum ist es, Betroffene der Parkinson-Krankheit (Morbus Parkinson) zusammenzubringen. Im Vordergrund steht dabei der Informations- und Erfahrungsaustausch. Da die Krankheit sehr unterschiedliche Ausprägungen hat, ist es für die Patienten sehr hilfreich, sich mit anderen über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Bedeutung des Erfahrungsaustauschs

Morbus Parkinson ist eine schleichende Erkrankung, die sich bei den Betroffenen sehr unterschiedlich äußern kann. Allen gemeinsam ist jedoch, dass es keine Heilung gibt. Umso wichtiger ist es, sich so viele Informationen wie möglich über die Krankheit zu verschaffen, auch, wie man am besten seinen Alltag mit einem Morbus Parkinson gestaltet. Denn Erfahrungsaustausch, Tipps oder einfach nur mal das Herz ausschütten, sind wichtig für die Mitglieder der Selbsthilfegruppe und ihre Angehörigen, die ebenfalls bei den Treffen willkommen sind. Gemeinsam ist man stärker - davon sind die Vorsitzende der Selbsthilfegruppe, Monika Krätschmann, und ihre Stellvertreterin, Dorothea Schreiner, überzeugt.

Aktivitäten und Veranstaltungen

Die Selbsthilfegruppe Parkinson Bochum organisiert regelmäßig Treffen, zu denen oft externe Referenten eingeladen werden. Diese Spezialisten aus unterschiedlichen Fachgebieten informieren über die Krankheit, Diagnostik, neueste Forschungserkenntnisse und neue Behandlungsmethoden. Monika Krätschmann, seit fünf Jahren Vorsitzende der Gruppe, ist stets auf der Suche nach interessanten Themen, die sie bei den Treffen präsentieren kann.

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Externe Referenten und Fachvorträge

Die Einladung von externen Referenten ist ein wichtiger Bestandteil der Gruppenaktivitäten. Spezialisten aus verschiedenen Bereichen geben Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse, neue Therapieansätze und diagnostische Verfahren. Diese Vorträge bieten den Mitgliedern die Möglichkeit, ihr Wissen über die Krankheit zu erweitern und sich über die neuesten Entwicklungen zu informieren.

Behandlung der nächsten Generation

Die Selbsthilfegruppe informiert sich auch über die Behandlung der nächsten Generation. Die Parkinson-Krankheit hat viele Gesichter. Es gibt verschiedene Formen von Parkinson. Die Symptome sind ähnlich, die Ursachen und Therapien unterschiedlich.

Die Rolle der Forschung

Die Parkinson-Forschung spielt eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung neuer Therapien und dem besseren Verständnis der Krankheit. Die kommenden 10 Jahre sind für die Parkinson-Forschung entscheidend.

Aktuelle Forschungsprojekte und Förderungen

Die Parkinson Stiftung fördert mit insgesamt 300.000 Euro innovative Projekte der Parkinson-Forschung in den Kategorien präklinische Forschung/Neuroinflammation, klinische Forschung/digitale Diagnostik und erstmals Präventionsforschung. Die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) schreibt 2026 die Förderlinie „Nicht‑medikamentöse Therapien bei Parkinson und Bewegungsstörungen“ aus. Ziel dieser Förderlinie ist die wissenschaftliche Förderung von Projekten zur Entwicklung, Erprobung, Überprüfung oder Implementierung von Therapien bei der Parkinson‑Krankheit sowie anderen Bewegungsstörungen. Gefördert werden nicht-medikamentöse Therapieformen, die auf körperliche, funktionale oder kreativ-expressive Interventionen abzielen und einen nachweisbaren Beitrag zur Erhaltung von Mobilität, Gedächtnis.

Kongress im April 2026: Neue Perspektiven für Forschung und Therapie

Vom 16. bis 18. April findet in Leipzig ein Kongress statt, der neue Perspektiven für Forschung und Therapie von Parkinson und Bewegungsstörungen bietet. Neue genetische Einblicke, präzisere Biomarker, innovative Wirkstoffe und moderne, KI-gestützte Neurotechnologien: Die Forschung zu Parkinson und Bewegungsstörungen erlebt weltweit dynamische Fortschritte. „Wer heute Menschen mit Parkinson behandelt oder dazu forscht, muss sein Wissen kontinuierlich aktualisieren,“ betont Prof. Kathrin Brockmann, erste Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Parkinson und.

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Jahresberichte der Arbeitsgruppen der DPG

Die Deutsche Parkinson Gesellschaft (DPG) fördert verschiedene Arbeitsgruppen, die sich mit unterschiedlichen Aspekten der Parkinson-Krankheit befassen. Die Jahresberichte dieser Arbeitsgruppen geben Einblicke in die aktuellen Forschungsergebnisse und Projekte.

AG Parkinson-Nurses

Mehrere Mitglieder der Arbeitsgruppe haben sich zusammen gefunden und erstmals seit der Initiierung des Parkinson-Nurse-Weiterbildungslehrgangs 2007 eine komplette Überarbeitung des Curriculums vorgenommen. Die bereits existierenden Module (Hospitationen in spezialisierten Kliniken und Wochenendkurse zu Schwerpunktthemen) wurden basierend auf den bisherigen Erfahrungen neu strukturiert und durch zusätzliche Online-Lehrmodule ergänzt.

AG Tremor

Beteiligte Zentren: Günther Deuschl: Kiel Martin Reich: Würzburg Isabell Wurster: Tübingen Michael Barbe: Köln Franziska Hopfner: München Änderung 2025: Jos Becktepe Bad Malente (ausgeschieden) David Pedrosa Marburg (neues Mitglied) Muthuraman Muthuraman nun Augsburg Sergiu Groppa: nun Saarbrücken Kooperation mit der Elena Klinik Kassel: Infrastruktur zur Behandlung von Tremor Patienten mittels Focussed ultrasound (MRgFUS), Brit Mollenhauer, Claudia.

AG nicht-motorische Symptome

Zusammensetzung der AG, Stand 12/2024 PD Dr. Haidar Dafsari (Uniklinik Köln) Prof. Dr. Lars Timmermann (Uniklinik Gießen und Marburg, Campus Marburg) Dr. Philipp Löhrer (Uniklinik Gießen und Marburg, Campus Marburg) Prof. Alfons Schnitzler (Uniklinik Düsseldorf) Prof. Alexander Storch (Universitätsmedizin Rostock) Prof. Ulrich Wüllner (Universitätsklinikum Bonn) PD Dr. Monika Pötter-Nerger (Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf) Dr. Steffen Paschen.

AG Netzwerke und Versorgung

Die Zielsetzung der AG „Netzwerke & digitale Versorgung“ beinhaltet Interdisziplinäre Versorgungskommunikation - Kommunikation für bessere, integrierte Versorgung, Entwicklung einer Versorgungsleitlinie sowie Entwicklung und wissenschaftliche Evaluation von digitalen Versorgungsangeboten. Im Rahmen dieser Aktivitäten wurden im Jahr 2024 folgende Projekte umgesetzt bzw. angestoßen: 5. Parkinson-Netzwerk-Kongress am 22./23.11.2024 Die 5. Fachtagung fand vor Ort.

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AG Atypische Parkinson Syndrome

Im Jahr 2024 hat die Arbeitsgruppe Atypische Parkinson Syndrome der DPG ein persönliches Arbeitstreffen auf den DGN Kongress in Berlin und mehrere online Treffen in Unterarbeitsgruppen durchgeführt. Im Jahr 2024 hat die Arbeitsgruppe folgende Projekte realisiert bzw. initiiert: Mit Unterstützung der DPG erfolgte die weitere Auswertung der Daten aus der einer nationalen prospektiven.

AG Dystonie

Die Ziele und Aktivitäten des AK Dystonie haben sich nicht verändert. Die Arbeitsgruppe Dystonie ist eine gemeinsame Arbeitsgruppe der Gesellschaft „Deutsche Gesellschaft für Parkinson und Bewegungsstörungen (DPG) e.V.“ und des „Arbeitskreises Botulinumtoxin der DGN e.V.“ Die Arbeitsgruppe Dystonie will die Zusammenarbeit von Netzwerken von Forschern und Klinikern im Bereich der Dystonie fördern, um hierüber die Diagnostik und Therapie der Dystonie zu.

AG Niedergelassene Ärzte

Die derzeitigen Mitglieder der Arbeitsgruppe Niedergelassene Ärzte in der DPG sind: Dr. Dirk Becker, Hamburg; Dr. Heinz Herbst, Stuttgart; Dr. Michael Lorrain, Düsseldorf; Dr. Werner Hofmann, Aschaffenburg; Dr. Martina Müngersdorf, Berlin; Dr. Robert Pfister, Neusäß; Dr. Frank Siebecker, Telgte; Dr. Kristof Wunderlich, Dresden (neues Mitglied) und Dr.

Weitere Aktivitäten der Selbsthilfegruppe Bochum

Zurzeit zählt die Gruppe 42 Mitglieder im Alter von 70 bis 90 Jahren. Sie sind froh, dass sie sich jetzt wieder unbeschwert sehen können. Die Corona-Zeit war gerade für die stark gefährdete Gruppe der chronisch Erkrankten extrem belastend. Doch ließen Monika Krätschmann und ihre Mitstreiter nicht die Köpfe hängen, sondern versuchten während der Zeit, den Kontakt untereinander zumindest telefonisch aufrechtzuerhalten. Inzwischen hat die Normalität Einzug gehalten und werden auch schon wieder Pläne geschmiedet. Denn einmal im Jahr macht die Gruppe einen großen Ausflug. Aber wohin es dieses Mal geht, das steht noch nicht fest. Fest steht jedoch, dass die Gruppe sich über neue Mitglieder freuen würde.

Nicht-motorische Symptome im Fokus

Morbus Parkinson ist eine chronisch verlaufende Erkrankung, in der in erster Linie motorische Symptome im Vordergrund stehen. Weniger beachtet werden die „nicht-motorischen“-Symptome, wie z.B. Riechstörung oder Schlafstörung, die der Allgemeinheit bekannten motorischen Störungen lange vorausgehen kann. Als Ausdruck einer „Netzwerkerkrankung“ hat das Parkinsonsyndrom viele Gesichter.

Neurologische Komplementärmedizin

Ein Alleinstellungsmerkmal der Klinik für Neurologie ist die „Neurologische Komplementärmedizin“, die seit mehr als 10 Jahren erfolgreich die Komplementärmedizin mit der Neurologie verbindet.

Klinische Diagnose und Therapie

Nach wie vor ist die Parkinsonerkrankung eine klinische Diagnose, d.h. Der Krankheit angemessene Therapie von Begleiterscheinungen, z.B.

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