Selena Gomez, eine seit ihrer Kindheit im Rampenlicht stehende Schauspielerin und Sängerin, hat im Laufe ihrer Karriere offen über ihre psychischen und physischen Gesundheitsprobleme gesprochen. Dies schliesst Angstzustände, Depressionen, eine bipolare Störung, Lupus und SIBO ein. Insbesondere ihr Nervenzusammenbruch im Jahr 2018 und die damit verbundene Behandlung in einer psychiatrischen Klinik rückten die Ursachen und den Umgang mit psychischen Erkrankungen in den Fokus der Öffentlichkeit.
Der öffentliche Druck und soziale Medien
Ein wesentlicher Faktor, der zu Selena Gomez' Nervenzusammenbruch beitrug, war der immense Druck der Öffentlichkeit und die negativen Auswirkungen sozialer Medien. Ende September 2018 kündigte Gomez an, eine Auszeit von sozialen Medien zu nehmen, um sich auf ihre Gesundheit zu konzentrieren. Sie äusserte sich besorgt darüber, wie negative Kommentare ihre Gefühle verletzen könnten. In einem Interview mit der "ELLE" thematisierte sie auch ihren Umzug aus Los Angeles, da sie die Stadt als "toxisch" empfand.
Bodyshaming und öffentliche Kritik
Selena Gomez sah sich häufig mit Bodyshaming konfrontiert und reagierte darauf mit mutigen Gegenangriffen, indem sie ungeschönte Fotos von sich in den sozialen Medien teilte. Als Fotos von der Premiere des Netflix-Films "Emilia Pérez", in dem sie eine Hauptrolle spielt, im Internet kursierten und mit bissigen Kommentaren über ihren Körper versehen wurden, äusserte sie sich entgeistert über diese Art von Kritik.
Depressionen durch Instagram
Gomez gab in der Talkshow "Live with Kelly and Ryan" zu, dass sie unter dem Druck durch soziale Medien leide. Sie habe sich früher jede freie Minute auf Instagram aufgehalten und sich fiese Kommentare zu Herzen genommen. Dies habe sie depressiv gemacht und dazu geführt, dass sie sich schlecht fühlte und ihren Körper anders wahrnahm. Mittlerweile meidet sie Instagram so gut es geht.
Gesundheitliche Probleme als Auslöser
Neben dem öffentlichen Druck spielten auch gesundheitliche Probleme eine entscheidende Rolle bei Selena Gomez' Nervenzusammenbruch.
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Lupus und Nierentransplantation
Selena Gomez leidet seit mehreren Jahren an der Autoimmunerkrankung Lupus, bei der das Immunsystem die inneren Organe angreift. Im Sommer 2017 erhielt sie aufgrund der Folgen dieser Krankheit eine Nierentransplantation von ihrer besten Freundin Francia Raisa.
Problematische Blutwerte
Ende September erfuhr Gomez, dass die Anzahl ihrer weißen Blutkörperchen als Folge der Transplantation drastisch abgefallen war. Diese Nachricht verursachte bei ihr offenbar einen so emotionalen Stress, dass Familienmitglieder sie ins Krankenhaus fahren mussten. Nachdem sich ihre Blutwerte nicht verbesserten, wurde sie emotional instabiler.
SIBO-Erkrankung
Zusätzlich zu Lupus sprach Selena Gomez öffentlich über ihre Erkrankung an SIBO (Dünndarm-Bakterienüberwucherung), die mit Verdauungsbeschwerden und Nährstoffmängeln einhergeht.
Der Nervenzusammenbruch und die Behandlung
Nachdem Selena Gomez im Krankenhaus die Fassung verloren hatte und versuchte, sich die Infusions-Kanüle aus dem Arm zu ziehen, entschieden sich die Ärzte, sie in eine psychiatrische Klinik zu verlegen. Dort absolvierte sie eine Verhaltenstherapie, die ihr dabei helfen sollte, negative in positive Gedanken umzuwandeln.
Diagnose einer bipolaren Störung
Nach ihrem Nervenzusammenbruch im Jahr 2018 wurde bei Gomez eine bipolare Störung diagnostiziert. In einem Interview mit "ABC News" beschrieb sie diese Diagnose als "unglaublich befreiend", da sie endlich Klarheit darüber hatte, warum sie so viele Jahre unter Depressionen und Angstzuständen gelitten hatte.
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Dialektisch-Behaviorale Therapie
In der psychiatrischen Einrichtung erhielt Selena Gomez eine Dialektisch-Behaviorale Therapie (DBT), eine Therapieform, die speziell für Patienten entwickelt wurde, die als Gefahr für sich selbst oder andere angesehen werden und die oft in Zusammenhang mit einer Borderline-Störung zum Einsatz kommt.
Offener Umgang mit psychischen Problemen
Selena Gomez hat sich immer wieder offen über ihre psychischen Probleme geäussert und damit einen wichtigen Beitrag zur Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen geleistet.
Dokumentation "My Mind & Me"
Die Dokumentation "My Mind & Me" gewährt einen tiefen Einblick in das Leben von Selena Gomez und thematisiert ihre psychischen Erkrankungen ebenso wie ihre Autoimmunerkrankung Lupus. Der Film zeigt Gomez in schweren Momenten und thematisiert die Auswirkungen ihrer Erkrankungen auf ihr Leben.
Unterstützung für andere Betroffene
Gomez möchte anderen Mut machen, sich ihren psychischen Problemen zu stellen und professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie betont, wie wichtig es sei, zu wissen, womit man es zu tun hat, und dies anzuerkennen. Sie selbst habe gelernt, mit ihrer bipolaren Störung umzugehen und sie als Teil ihres Lebens zu akzeptieren.
Die Rolle sozialer Medien
Selena Gomez' Erfahrungen verdeutlichen die ambivalenten Auswirkungen sozialer Medien. Einerseits bieten sie eine Plattform, um sich auszudrücken und mit anderen in Kontakt zu treten. Andererseits können sie aber auch zu einem immensen Druck führen und negative Kommentare und Bodyshaming verstärken.
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Reduzierung der Social-Media-Nutzung
Selena Gomez hat ihren Umgang mit sozialen Medien deutlich reduziert und verbringt weniger Zeit auf Plattformen wie Instagram. Sie hat erkannt, dass es für ihre psychische Gesundheit wichtig ist, sich von dem ständigen Vergleich mit anderen und den negativen Kommentaren zu distanzieren.
Appell an mehr Freundlichkeit
Gomez appelliert an mehr Freundlichkeit und Ermutigung in den sozialen Medien. Sie betont, dass negative Kommentare Gefühle verletzen können und dass es wichtig ist, sich dessen bewusst zu sein.
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