Sensorischer neuropathischer Husten: Ursachen und Behandlungen

Der sensorische neuropathische Husten ist ein komplexes Gesundheitsproblem, das durch vielfältige Ursachen und Symptome gekennzeichnet ist. Dieser Artikel bietet einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Aspekte dieser Erkrankung.

Einführung

Husten ist ein häufiges Symptom, das viele Ursachen haben kann, von banalen Infekten bis hin zu schwerwiegenden Erkrankungen. Wenn der Husten jedoch chronisch wird und keine klare Ursache gefunden werden kann, könnte ein sensorischer neuropathischer Husten die Ursache sein. Dieses Syndrom ist durch eine Überempfindlichkeit der Hustenrezeptoren in den Atemwegen gekennzeichnet, was zu einem chronischen Husten führt, der schwer zu behandeln sein kann.

Was ist Polyneuropathie?

Polyneuropathie ist eine Erkrankung, die durch Funktionsstörungen von Nervengruppen im peripheren Nervensystem gekennzeichnet ist. Dies betrifft Nerven außerhalb des Gehirns und des Rückenmarks, insbesondere in den Gliedmaßen, Füßen und inneren Organen. Es gibt über dreihundert verschiedene Ursachen für die Entstehung einer Polyneuropathie. Die Symptome reichen von Missempfindungen und Taubheit bis hin zu Lähmungen, Schmerzen und Organfunktionsstörungen.

Ursachen des sensorischen neuropathischen Hustens

Die Ursachen für den sensorischen neuropathischen Husten sind vielfältig. Dazu gehören:

  • Stoffwechselerkrankungen: Diabetes mellitus ist eine der Hauptursachen für Polyneuropathie. Erhöhte Glukosekonzentrationen im Blut können die Nerven schädigen.
  • Vergiftungen: Arsen, Blei oder Lösungsmittel können Nervenschäden verursachen.
  • Infektionen: Gürtelrose, Herpes simplex, Borreliose, HIV oder Pfeiffersches Drüsenfieber können zu Polyneuropathie führen.
  • Autoimmunerkrankungen: Guillain-Barré-Syndrom oder Kollagenosen können das Nervensystem angreifen.
  • Weitere Ursachen: Schilddrüsenfunktionsstörungen, Gicht, Vitamin-B12-Mangel oder -Überdosierung, Nieren- und Lebererkrankungen, Karzinome und Nebenwirkungen von Medikamenten können ebenfalls eine Rolle spielen.

Symptome der Polyneuropathie

Die Symptome der Polyneuropathie hängen davon ab, welche Nervenarten betroffen sind:

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  • Sensible Nerven: Kribbeln, Brennen, Taubheitsgefühl oder stechende Schmerzen, eingeschränkte Rückmeldung auf Druck und Temperatur, Gangunsicherheit.
  • Motorische Nerven: Bewegungseinschränkungen, Lähmungen, unwillkürliches Muskelzucken, Krämpfe, Muskelschwäche und Muskelschwund.
  • Autonome Nerven: Verdauungsstörungen, Blasenfunktionsstörungen, Schwindel, Ohnmacht, Herzrhythmusstörungen, Blutdruckschwankungen, Geschwüre und herabgesetzte Schweißbildung.

Diagnose des sensorischen neuropathischen Hustens

Die Diagnose umfasst eine gründliche Anamnese, körperliche Untersuchung und verschiedene Tests:

  • Anamnese: Erhebung der Beschwerden, Vorerkrankungen, Medikamenteneinnahme und Konsumgewohnheiten.
  • Körperliche Untersuchung: Überprüfung der Reflexe, Tests der Sensorik zur Beurteilung des Tastsinns und der Temperaturempfindlichkeit.
  • Blutuntersuchung: Bestimmung der Blutzucker- und Entzündungswerte, Leber- und Nierenwerte, Vitamin-B12-Konzentration und Nachweis von Antikörpern.
  • Elektroneurografie: Messung der Nervenleitgeschwindigkeit.
  • Elektromyografie: Testung der Muskelaktivität.
  • EKG: Aufdeckung von Schädigungen an den autonomen Nerven des Herzens.
  • Weitere Untersuchungen: Gewebeproben, Ultraschalluntersuchung der Harnblase und genetische Tests.

Behandlung des sensorischen neuropathischen Hustens

Die Behandlung zielt darauf ab, die Ursachen zu behandeln und die Beschwerden zu lindern:

  • Behandlung der Grunderkrankung: Bei Diabetes werden die Blutzuckerwerte eingestellt, bei Vergiftungen muss das Gift ausgeschieden oder deaktiviert werden, bei Alkoholmissbrauch ist Enthaltsamkeit wichtig, und bei Vitamin-B12-Mangel werden die fehlenden Vitamine verabreicht.
  • Medikamentöse Therapie: Schmerztabletten, Schmerzpflaster oder krampflösende Medikamente können Nervenschmerzen lindern. Antidepressiva können Missempfindungen und anhaltende Schmerzen abmildern.
  • Reizstromtherapie (TENS): Elektrische Impulse können Schmerzen reduzieren.
  • Physikalische Therapien: Wechselbäder, Krankengymnastik sowie kalte und warme Wickel können die Durchblutung anregen und die Beweglichkeit steigern.
  • Homöopathie: Homöopathische Mittel wie Aconitum, Agaricus muscarius und Spigelia können zur Linderung von Beschwerden wie Schmerzen, Missempfindungen und Kribbeln der Haut eingesetzt werden.
  • Akupunktur: Kann begleitend im Rahmen der schulmedizinischen Behandlung empfohlen werden.

Was bezahlt die Krankenkasse?

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) übernimmt grundsätzlich die Kosten für stationäre und ambulante Versorgung, Arzneimittel und weitere Leistungen. Es können jedoch Zuzahlungen anfallen, die in der Regel 10 Prozent der Kosten betragen, maximal jedoch 10 Euro pro Zuzahlung. Bei Arzneimitteln können die Krankenkassen Festbeträge bestimmen, die sie erstatten. Zuzahlungen fallen auch bei einem Krankenhausaufenthalt (10 Euro pro Kalendertag, maximal 280 Euro pro Jahr), häuslicher Krankenpflege und Haushaltshilfe an.

Vocal Cord Dysfunction (VCD)

Die Vocal Cord Dysfunction (VCD) ist eine Stimmbandstörung, die zu Beschwerden führen kann, die denen eines Asthma bronchiale ähneln. Bei der VCD treten die Beschwerden plötzlich auf und können von einem Hustenstoß ausgelöst werden. Die exakte Diagnose kann durch eine Spiegelung der Stimmbänder mit gleichzeitiger Lungenfunktionsmessung gestellt werden.

Chronisch inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)

CIDP ist eine seltene Autoimmunerkrankung, bei der das körpereigene Immunsystem die Ummantelung der Nervenzellen des peripheren Nervensystems angreift. Typische Symptome sind sensorische und motorische Störungen in Armen und Beinen. Die Diagnose ist oft schwierig und erfordert eine frühzeitige und korrekte Diagnose für die optimale Therapie.

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Sensorische Neuropathie und Husten

Ein sensorischer neuropathischer Husten kann durch eine sensorische Neuropathie verursacht werden, die die gesamten Atemwege und den Ösophagus betrifft. Dies führt zu einer erhöhten peripheren Sensibilität und/oder einer zentralen Dysfunktion. Bei Patienten mit chronischem Husten wurden mehr Chemorezeptoren im Atemtrakt, mehr sensorische Fasern und eine erhöhte Konzentration von Entzündungsmediatoren gefunden.

Abklärung und Algorithmus

Die Abklärung von Husten erfordert Zeit und die richtigen Fragen. Ein praktischer Algorithmus kann bei der Abklärung helfen. Dieser umfasst die Erhebung der Anamnese, körperliche Untersuchung und gegebenenfalls weitere Untersuchungen wie Lungenfunktionstests, Methacholintest und Bildgebung.

Long-COVID-Syndrom und Husten

Auch im Rahmen des Long-COVID-Syndroms kann Husten auftreten. Dieser kann auf eine Hypersensitivität sensorischer Nerven zurückzuführen sein. Auch andere Symptome wie Dyspnoe und thorakale Brustschmerzen können auftreten.

Fallbeispiel

Ein Fallbeispiel zeigt, wie eine Patientin mit chronischem Husten, bei der keine Ursache gefunden werden konnte, schließlich durch Gabapentin Linderung erfuhr. Die Patientin litt unter einer rezidivierenden depressiven Störung und hatte nach dem Tod ihres Mannes keinen Sinn mehr in ihrem Leben gesehen. Die Diagnose Larynx irritable wurde gestellt, und die Patientin wurde mit Gabapentin behandelt, was zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führte.

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