Spastiken, schmerzhafte Muskelkrämpfe, die plötzlich bei verschiedenen Erkrankungen wie Multipler Sklerose (MS) oder Zerebralparese auftreten können, stellen für Betroffene eine erhebliche Belastung dar. Neben der konventionellen medikamentösen Therapie rücken zunehmend naturheilkundliche Behandlungsansätze in den Fokus, die darauf abzielen, die Symptome zu lindern und die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Was sind Spastiken?
Spastiken sind eine Form der Muskelstörung, die durch plötzliche, unkontrollierte und oft schmerzhafte Muskelkontraktionen gekennzeichnet ist. Ursache ist eine Störung in der Signalübertragung zwischen Gehirn und Muskel. Normalerweise sendet das Gehirn Signale an die Muskeln, um ihnen mitzuteilen, wann sie sich zusammenziehen und wann sie sich entspannen sollen. Bei Spastiken jedoch ist diese Signalübertragung gestört. Das führt dazu, dass sich die Muskeln unwillkürlich zusammenziehen und keine Entspannung der Muskeln stattfindet. Je nach betroffener Muskelgruppe können Spastiken unterschiedliche Auswirkungen haben. Bei vielen Betroffenen ist die Bewegungsfähigkeit erheblich eingeschränkt, weil durch die Krämpfe ihre Muskeln steif werden und deswegen schwer zu bewegen sind.
Es ist wichtig zu betonen, dass Spastiken kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern Symptome sind, die bei verschiedenen neurologischen und neuromuskulären Erkrankungen auftreten können. Spastiken sind ein häufiges Symptom bei Multipler Sklerose (MS). Bei MS greift das Immunsystem den eigenen Körper an und schädigt das zentrale Nervensystem. Dies führt zu einer Vielzahl von Symptomen, einschließlich Spastiken. Auch bei der Zerebralparese, einer Erkrankung, die durch eine Schädigung des Gehirns vor, während oder kurz nach der Geburt entsteht, können Spastiken auftreten. Die Muskelkrämpfe sind das Ergebnis einer Fehlkommunikation zwischen Gehirn und Muskeln.
Konventionelle Behandlungsmethoden
Es ist wichtig, mit einem Arzt oder Neurologen zu sprechen, um die am besten geeignete Behandlungsoption für den Einzelfall zu finden. Medikamentöse Therapie: Verschreibungspflichtige Medikamente wie Baclofen, Tizanidin oder Diazepam werden oft als erste Behandlungsoption in Betracht gezogen. Für die Auswahl einer medikamentösen Behandlung ist entscheidend, wo die Spastik am Körper vorkommt und ob sich eine zugrundeliegende Schädigung im Rückenmark oder im Gehirn befindet. Vor diesem Hintergrund müssen Nutzen und Nebenwirkungen, Akzeptanz und Umsetzbarkeit einer Behandlung gründlich abgewogen werden.
Mit Tabletten oder Spray (orale Therapie) werden vermehrte Muskelaktivität bei Spastik behandelt behandelt. Patienten mit einer Spastik beider Beine (Paraspastik) und nicht mobile Patienten mit generalisierter spastischer Tonuserhöhung profitieren in der Regel von einer oralen Therapie. Dantrolen bewirkt Muskelentspannung durch Hemmung der Freisetzung von Kalziumionen im Muskel. Sativex® ist ein Spray für die Mundhöhle und ausschließlich für die bei Multipler Sklerose auftretende spastische Tonuserhöhung zugelassen.
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Spastik-Medikamente, die im Zentralnervensystem wirken, führen dosisabhängig relativ häufig zu Müdigkeit, Antriebsminderung oder einer störenden Abnahme der Muskelkraft. Daher sollte die Erhöhung der Dosis vorsichtig erfolgen. Dantrolen sollte wegen der potenziell toxischen Leberschädigung und der Verstärkung bestehender Lähmungen nur eingesetzt werden, wenn es keine bessere Alternative gibt und die Symptome es wirklich erfordern. Die Verbesserungen einer Spastik mit Tabletten und Spray sind zwar messbar, werden von Betroffenen aber nicht immer im Alltag wahrgenommen. Für Tolperison gegenüber Baclofen und für Tizanidin gegenüber Diazepam wurden jedoch auch Alltagsvorteile für Schlaganfall-Betroffene) beschrieben.
Bei fokaler Spastik (ein oder zwei eng benachbarte Bewegungssegmente sind betroffen, z. B. BoNT wird bei einer Überaktivität von Muskeln angewendet, also auch zur Behandlung einer Spastik. Es lässt Muskeln für eine bestimmte Zeit erschlaffen, indem es die Übertragung vom Nerv auf den Muskel für einige Wochen bis Monate blockiert. Sowohl im Hinblick auf die Nebenwirkungen einer oralen Therapie, als auch im Hinblick auf die Wirksamkeit ist eine BoNT-Behandlung Tabletten und Spray überlegen und mindert zudem Schmerzen, die von der Spastik herrühren. Schließlich mehren sich Daten, dass sich eine Spastik nach Schlaganfall durch eine frühzeitige Injektion in reduzierter Dosis vermeiden lässt. Nebenwirkungen sind unter BoNT in den empfohlenen Dosisbereichen pro Muskel und Injektionssitzung selten. Es kann zu Lähmungen kommen (wenn der falsche Muskel getroffen oder zu viel BoNt gespritzt wird). Möglich sind auch Effekte wie Mundtrockenheit oder eine allgemeine Schwäche und lokalen Problemen (Bluterguss und lokale Schmerzen). Bei wiederholtem Einsatz können neutralisierende Antikörper im Blut von Betroffenen können die Wirkung von BoNT abschwächen oder aufheben. Das kommt bei etwa 6 Prozent der Patienten mit Spastik-Behandlung vor. Das Risiko für das Auftreten neutralisierender Antikörper steigt mit der langjährigen Gesamtdosis und wenn das Behandlungsintervall kürzer als drei Monate ist.
Zur Behandlung einer schweren Spastik kann man das Medikament Baclofen auch über ein spezielles Infusionssystem mit einer Pumpe einsetzen. Das Mittel wird dabei direkt in den Nervenwasserraum des Rückenmarks injiziert (intrathekal). Typische und erfolgversprechende Fälle sind Betroffene mit schwerer Spastik nach Rückenmarksverletzungen oder Hirnschädigung, Menschen mit Paraspastik oder multisegmentaler Spastik sowie Hemispastik mit einschießenden Tonussteigerungen. Patienten mit länger zurückliegendem Schlaganfall und Spastik profitieren von einer ITB im Vergleich zur Therapie mit Tabletten und Spray. Auch für Querschnittgelähmte ist die gute Wirksamkeit belegt. Die Indikation für eine ITB sollte erst erfolgen, wenn andere Behandlungen nicht zufriedenstellend waren. Unerwünschte Wirkungen können Infektionen und lokale Flüssigkeitsansammlungen (Serome) beinhalten. Die Diagnose und Betreuung bei Patienten mit ITB sollte daher von einem interdisziplinären Team mit ausgewiesener Kompetenz erfolgen. Die Abklärung und Behandlung von Nebenwirkungen und Komplikationen sollte zu jeder Zeit gewährleistet sein. Leichtere Nebenwirkungen in der Test- und Einstellungsphase verschwinden im Verlauf meist von alleine. Schwere Nebenwirkungen und Komplikationen können im Einzelfall zu lebensbedrohlichen Komplikationen führen.
Bei schwerster Spastik, die anders nicht zu behandeln sind, gibt es chirurgische Verfahren (dorsale Rhizotomie oder Eingriffe in der Eintrittszone der Hinterwurzel ins Rückenmark). Durch sie können ausgeprägte Fehlhaltungen vermieden werden und damit verbundene Pflegehemmnisse, hygienische Probleme und Komplikationen wie Kontrakturen oder Hautläsionen. Nach Versagen der Standardtherapieverfahren und damit verbundenen Schmerzen können in weiteren chirurgischen Verfahren bestimmte Stellen eines Nerven durchtrennt werden (motorische Endäste, z.B. Nervus tibialis bei spastischem Spitzfuß, „pes equinus“).
Naturheilkundliche Therapieansätze bei Spastiken
Ergänzend zu den konventionellen Behandlungsmethoden gibt es eine Reihe von naturheilkundlichen Therapieansätzen, die bei der Behandlung von Spastiken unterstützend eingesetzt werden können. Diese zielen darauf ab, die Muskelspannung zu regulieren, Schmerzen zu lindern und die allgemeine Entspannung zu fördern.
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Bewegungstherapie und Physiotherapie
Die Grundsäule der Therapie besteht aus Ergotherapie, Physiotherapie und der Lagerung in möglichst schmerzfreier Dehnung. Zusätzlich kommen physikalische Therapien (z. B. Günstige Effekte auf Spastik haben systematisches Arm-Basis-Training, häufige Wiederholungen und die Kombination mit muskulärer Elektrostimulation. Besonders wichtig ist die passive Muskelstreckung zusätzlich zur ausgewählten Standardtherapie. Für die Therapie von Standsicherheit, Gang, Treppensteigen oder der Arm-Hand-Funktion sieht man vielversprechende Verbesserungen bei einer Spastik durch den Einsatz von Robotern.
Physiotherapie: Die physiotherapeutische Betreuung ist die Grundlage für die Behandlung einer Spastik. Dabei werden betroffene Muskeln aktiv gekräftigt und Fehlstellungen entgegengewirkt. Physiotherapeut*innen schauen sich das Gangbild an und geben Tipps, wie sich einzelne Bewegungsabläufe so verbessern lassen, damit Folgeschäden unwahrscheinlicher werden. Sie geben zudem Tipps für eine natürliche Bewegung oder erstellen über einen körperlichen Test Trainingsprogramme. Auch zeigen sie, wie sich z. B. der Beckenboden bei Störungen der Blase stärken lässt.
Ergotherapie: Sie erlernen Techniken, die Sie im Alltag unterstützen.
Passive Bewegung: Die Bewegung wird nicht durch die eigene Muskelkraft ausgeführt.
Elektrostimulation: Elektrostimulation aktiviert über angeklebte Elektroden auf der Haut Nerven und Muskelfasern mit kleinen Strömen (transkutane elektrische Nervenstimulation, TENS). Hier gibt es positive Effekte auf Spastik und den Bewegungsumfang (ROM). Auch die funktionelle Elektrostimulation (FES) für Bewegungen, die vom Patienten ganz oder teilweise selbst ausgeführt werden (z.B. Greifen und Hantieren, Gehen), kann neben der Verbesserung motorischer Funktionen einen Spastik-mindernden Effekt aufweisen. Günstige Auswirkungen auf die Spastik wurden zudem mittels Oberflächenelektrostimulation des Rückenmarks bzw.
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Magnetstimulation: Eine spastische Tonuserhöhung lässt sich mit gezielten Magnetfeldreizen zur Stimulation ausgewählter Nerven, Nervenwurzeln oder Hirnarealen behandeln (periphere repetitive Magnetstimulation, prMS; repetitive transkranielle Magnetstimulation, rTMS).
Stoßwellentherapie: Stoßwellentherapie kann über Wochen anhaltend einen spastisch erhöhten Muskeltonus mindern mit einer begleitenden Erweiterung des Bewegungsumfangs (extrakorporale Stoßwellentherapie, ESTW).
Cannabis und Cannabinoide
Immer mehr rückt die Behandlung mit medizinischem Cannabis in den Fokus. Dieses hat auch psychoaktive Nebenwirkungen, welche CBD Öl nicht hat. Cannabinoide stehen im Fokus, weil sie direkt auf das zentrale Nervensystem und das Immunsystem einwirken können. Cannobinoide sind komplexe chemische Verbindungen, die eine faszinierende Wirkung auf das menschliche Endocannabinoid-System entfalten. Im Mittelpunkt der Wirkungsweise stehen vor allem die CB1- und CB2-Rezeptoren, die in verschiedenen Körperregionen unterschiedliche Funktionen erfüllen. Die CB2-Rezeptoren hingegen befinden sich vorwiegend im peripheren Gewebe und Immunsystem. Sie spielen eine entscheidende Rolle bei Entzündungsprozessen und der körperlichen Abwehrreaktion. Die Interaktion zwischen Cannabinoiden und diesen Rezeptoren ist äußerst komplex und individuell verschieden.
Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Wahl zwischen THC und CBD stark von der individuellen Gesundheitssituation und den therapeutischen Zielen abhängt. Für Patienten bedeutet dies, dass die Wahl des Cannabinoids individuell und nach ärztlicher Beratung erfolgen sollte. Die Cannabistherapie bei Spastik unterliegt in Deutschland komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, die Patienten und Ärzte gleichermaßen betreffen. Wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Kostenübernahme durch gesetzliche Krankenkassen möglich ist. Die Verordnung erfolgt auf Betäubungsmittelrezept, und Patienten müssen mit einer engmaschigen medizinischen Kontrolle rechnen.
THC (Tetrahydrocannabinol): Tetrahydrocannabinol (THC) vermittelt seine antispastischen Wirkungen durch Aktivierung der Endocannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Der hauptsächlich durch Tetrahydrocannabinol (THC) aktivierbare CB1-Rezeptor wird überwiegend in Gehirn und Rückenmark ausgebildet, findet sich jedoch auch außerhalb des zentralen Nervensystems (ZNS). So befinden sich auch auf motorischen Nervenbahnen, die das ZNS mit der Muskulatur verbinden CB1-Rezeptoren. Wissenschaftler*innen vermuten, dass THC durch Anheften an präsynaptische CB1-Rezeptoren die übermäßige Glutamat-Freisetzung bremst.
CBD (Cannabidiol): Wie Cannabidiol (CBD) antispastisch wirkt, ist derzeit ungeklärt. Auch CBD kann in einem schwächeren Ausmaß an CB1-Rezeptoren binden.
Studienlage:
- Eine Studie der Humboldt-Universität Berlin (Meyer et al., 2019) wurde mit 32 Patienten, die wegen Amyotrophe Lateralsklerose (ALS) unter Spastiken litten, durchgeführt. Alle wurden mit THC:CBD Spray behandelt. Der allgemeine NPS betrug +4,9, was eine positive Empfehlung bedeutet. Insbesondere Patienten mit moderater bis schwerer Spastik hatten eine hohe Empfehlungsrate (NPS: +29) im Vergleich zu Patienten mit leichter Spastik. Insgesamt war die Behandlungszufriedenheit hoch.
- In einer norwegischen Studie (Rekand, 2014) wurde ein Spray mit den Hanf-Wirkstoffen THC und CBD an über 1000 Patienten mit Muskelspastiken aufgrund von Multipler Sklerose getestet. Es wurde festgestellt, dass die Patienten nach 12 Monaten Behandlung mit dem Spray keine Probleme im Denkvermögen, keinerlei Depressionen oder signifikante Stimmungsschwankungen hatten. Außerdem stellte sich heraus, dass das Spray die Fähigkeit der Patienten, ein Auto zu fahren, nicht negativ beeinflusst hat. Diese Studie bestätigt also, dass CBD Produkte sicher zu verwenden und effektiv sind.
- Ein Forscherteam untersuchte im Jahr 2010 die Wirksamkeit von Sativex® oder Placebo bei 337 Patient*innen mit therapieresistenter Spastik in Folge von Multipler Sklerose. Es zeigte sich, dass bei Anwendung des Mundsprays die Stärke der Beschwerden um -1,3 Punkte abnahm im Vergleich zu -0,8 Punkten bei Betroffenen aus der Placebogruppe. 36 Prozent der Personen aus der Sativex®-Gruppe sprachen auf die Therapie an. In der Placebogruppe waren es nur 24 Prozent. Das Medikament war dabei gut verträglich.
- Wissenschaftler*innen erforschten 2010 in einer kleinen randomisierten, placebokontrollierten Cross-over Studie die Wirksamkeit von Nabilon bei Betroffenen mit spastischen Beschwerden nach einer Verletzung des Rückenmarks. Die Ergebnisse zeigten, dass Nabilon die Spastik in den am meisten betroffenen Muskeln signifikant reduzieren konnte. Verglichen mit Placebo führte das Cannabinoid zu einer stärkeren Senkung der Werte in der Ashworth-Skala. Das wissenschaftliche Team kam zum Ergebnis, dass Nabilon eine wirksame Therapieoption zur Reduktion von Spastik nach Rückenmarksverletzungen sein kann.
- In einer Übersichtsarbeit von 2019 haben Wissenschaftlerinnen 32 Studien zur Therapie der Spastik mit Cannabinoiden ausgewertet. Die Patientinnen berichteten subjektiv über eine Besserung der Spastik mit beiden Cannabinoid-Medikamenten. Objektiv konnten die Therapieerfolge mit reduzierten Werten in der Ashworth-Skala in der Dronabinolgruppe untermauert werden.
Alternative Therapien
Hippotherapie: Die Hippotherapie ist einer von vier Fachbereichen des therapeutischen Reitens. Sie wird vor allem bei Menschen mit neurologisch bedingten Bewegungsstörungen ergänzend zur physiotherapeutischen Behandlung durchgeführt. Dabei macht sich die Hippotherapie die dreidimensionalen Schwingungsimpulse des Pferderückens zu Nutze, welche auf den Patienten einwirken.
Akupunktur: Die Akupunktur ist eine uralte Form der Heilkunst und als solche Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Nach Vorstellung der TCM fließt die „Lebensenergie des Körpers“, das Qui, durch ein vernetztes System von Leitungsbahnen, auch Meridiane genannt, und ist an der Regulation sämtlicher Körperfunktionen beteiligt. Eine Störung des Energieflusses führt zu Erkrankungen. Eine Form der Akupunktur ist die koreanische Handakupunktur.
Chiropraktik: Aufgabe der Chiropraktik ist es dann, die Ursache der Fehlfunktion zu finden und die Blockade durch gezielte Handgriffe zu lösen (griechisch: cheiro - Hand, praxis - Tätigkeit).
Osteopathie: Ähnlich der Chiropraktik behandelt auch der Osteopath seine Patienten ausschließlich mit den Händen. Ziel der Behandlung ist, die Bewegungseinschränkung aufzuheben oder zu ver-bessern und durch die Wiederherstellung bzw.
Hypnosetherapie: Wie die meisten chronischen Erkrankungen kann auch die HSP mit psychischen Begleitsymptomen wie Ängsten, Schlafstörungen, Schmerzen, Depressionen etc. einhergehen. Hier kann die Hypnosetherapie hilfreiche Unterstützung sein. Unter Hypnose tritt das Unterbewusstsein in den Vordergrund, das Bewusstsein ruht. Damit dies jedoch gelingt, ist ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen dem Therapeuten und dem Patienten unabdingbar. Nichts geschieht ohne Einwilligung des Klienten.
Weitere Maßnahmen
Hilfsmittel: Eine Lähmung ausgleichen und günstige Effekte auf die Muskelspannung und Muskellänge haben Schienen, Splints, Verbände (Casts) und Orthesen. Für die Beine ist das Aufrichten der Betroffenen die beste Mobilisationsform. Durch das Anlegen von Casts kann schrittweise ein eingeschränkter Bewegungsumfang wieder ausgedehnt werden.
Regelmäßige Bewegung: Regelmäßiges Durchbewegen und geräteunterstützte Bewegungen helfen, diese störenden Phänomene einer Schädigung von Hirn/Rückenmark und speziell den spastischen Muskeltonus zu reduzieren.
Psychologische Betreuung: Bietet Ihnen Unterstützung im Umgang mit der Erkrankung und gibt Ihnen Informationen zu Stressreduktion und Entspannung.
Selbsthilfegruppen: Es gibt bundesweite und örtliche Organisationen, die Informationen zur Verfügung stellen und Betroffene miteinander vernetzen. Nutzen Sie die Angebote und Webseiten, um sich zu informieren und an Veranstaltungen teilzunehmen.
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