Ein Schlaganfall kann vielfältige körperliche Beschwerden nach sich ziehen. Die Rehabilitation und die Linderung von Symptomen erfordern oft einen individuellen Ansatz. Ein Hilfsmittel, das in diesem Zusammenhang unterstützend wirken kann, ist das Kirschkernkissen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung von Kirschkernkissen zur Linderung von Beschwerden nach einem Schlaganfall und gibt Einblicke in weitere Therapiemöglichkeiten.
Kälteempfindlichkeit nach Schlaganfall
Einige Schlaganfallpatienten erleben eine erhöhte Kälteempfindlichkeit. So beschreibt ein Betroffener, dass er seit dem Schlaganfall unter starkem Frieren leidet. Kälte und Eis fühlten sich an, als würden Verbrennungen zugeführt. Socken im Bett waren hinderlich, da die Füße überempfindlich waren. Wärmflaschen und warme Kleidung brachten keine zufriedenstellende Linderung. Diese Erfahrung zeigt, dass herkömmliche Methoden zur Wärmeerzeugung nicht immer ausreichend sind und alternative Ansätze erforderlich sein können.
Die Bedeutung individueller Strategien
Jeder Schlaganfallpatient erfährt individuelle Schädigungen, was die Entwicklung persönlicher Strategien zur Besserung unerlässlich macht. Ärzte sind auf die Informationen des Patienten angewiesen, um Beeinträchtigungen zu erkennen. Verschiedene Therapeuten und Ärzte können nach und nach unterschiedliche Beeinträchtigungen sichtbar machen. Es erfordert Achtsamkeit und Geduld, den eigenen Körper kennenzulernen und herauszufinden, was guttut.
Ursachen von Nackenschmerzen
Nackenschmerzen können vielfältige Ursachen haben, die sich negativ auf den Nacken- und Rückenbereich auswirken:
- Muskelverspannungen
- Verletzungen
- Entzündungen oder rheumatische Erkrankungen
- Wirbelblockaden
- Bandscheibenvorfall
- Osteoporose (Knochenschwund)
Die Ursachen müssen nicht plötzlich auftreten, sondern können bereits seit einiger Zeit unbemerkt bestehen. Eine falsche Bewegung oder kühle Zugluft kann dann den Schmerz auslösen. Weitere Gründe für Nackenschmerzen sind falsches Anheben von Lasten, ungünstige Bewegungen beim Sport oder Zerrungen beim Schlafen.
Lesen Sie auch: Ganzheitliche Massageansätze bei Nervenschmerzen
Moderner Lebenswandel als Ursache
Der moderne Lebenswandel trägt oft zu Nacken- und Rückenschmerzen bei. Bewegungsmangel führt zu schwacher Muskulatur, die die Wirbelsäule nicht ausreichend stützen kann. Stundenlanges Sitzen am Arbeitsplatz, nicht-ergonomische Bildschirmarbeit oder das Starren auf das Handy („Handynacken“) können Nackenverspannungen verursachen. Längerfristige Fehlhaltungen können zu einem eingeklemmten Nerv im Nacken-, Schulter- oder Rückenbereich führen.
Nackenschmerzen als Auslöser für Kopfschmerzen
Verspannte Nackenmuskeln können Nackenschmerzen verursachen, die bis in Hals oder Schultern ausstrahlen. Sind die Muskeln stark verspannt, kann dies zu Spannungskopfschmerzen führen. Nackenschmerzen können auch als Begleitsymptom von Migräne auftreten oder zu Durchblutungsstörungen und Schmerzen in Armen und Händen führen. In manchen Fällen können Betroffene unter Übelkeit oder Erbrechen leiden.
Nackenschmerzen als Begleitsymptom bei Krankheiten
Nackenschmerzen können auch als Symptom bei rheumatischen Krankheiten oder Infektionen im Kopf- und Halsbereich auftreten. Begleitende Symptome können Fieber, Steifheit und eingeschränkte Beweglichkeit des Kopfes sein. Auch Osteoporose oder Entzündungen der Bandscheiben sowie Wirbel können Nackenschmerzen verursachen.
Psychische Belastungen als Ursache
Psychische Belastungen wie ein schlechtes Betriebsklima, Ängste am Arbeitsplatz oder Stress können ebenfalls zu Nacken- und Rückenschmerzen führen. Bei Stress schüttet der Körper Adrenalin aus, das die Muskeln auf Flucht oder Kampf vorbereitet. Da diese Leistung heutzutage oft nicht ausgeschöpft wird, bleibt das Adrenalin im Körper und löst Verspannungen aus.
Was tun bei Nackenschmerzen?
Vor Beginn der Behandlung sollte die Ursache der Nackenschmerzen bekannt sein. Ein Bandscheibenvorfall erfordert andere Maßnahmen als Muskelverspannungen. Häufig liegt die Ursache in einem ungesunden Lebensstil.
Lesen Sie auch: Linderung von Polyneuropathie-Symptomen durch Massage
Bewegung
Mehr Bewegung ist wichtig, besonders für Menschen mit sitzender Tätigkeit. Sport wirkt sich langfristig positiv auf die Gesundheit aus.
Ergonomische Körperhaltung
Achten Sie auf eine ergonomische Körperhaltung, besonders bei sitzenden Tätigkeiten am Arbeitsplatz oder in der Freizeit.
Schlafposition
Eine ungünstige Schlafposition kann Nackenbeschwerden verursachen. Kissen und Matratze sollten die Halswirbelsäule in einer bequemen Haltung unterstützen.
Entspannung
Stress ist ein Hauptfaktor für Nackenschmerzen und Spannungskopfschmerzen. Maßnahmen zur Stressreduktion sind wichtig.
Maßnahmen gegen akute Nackenschmerzen
Akute Nackenschmerzen können mit Wärme behandelt werden. Ein Kirschkernkissen, ein Bad oder ein warmer Wasserstrahl können helfen. Eine Massage der Schultern bis zum Hals löst Blockaden und entspannt die Muskulatur. Unterstützend können Schmerzmittel eingenommen werden.
Lesen Sie auch: Die Rolle der Massage bei der Parkinson-Behandlung
Anwendung von Wärme durch Kirschkernkissen
Wärme kann bei verschiedenen Beschwerden Linderung verschaffen. Ein Kirschkernkissen ist eine einfache und effektive Möglichkeit, Wärme anzuwenden. Es kann in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmt werden und gibt die Wärme langsam und gleichmäßig ab.
Vorteile von Kirschkernkissen
- Natürliche Schmerzlinderung ohne Medikamente
- Verbesserte Beweglichkeit durch Entspannung der Muskulatur
- Förderung der Heilung durch Anregung der Durchblutung
Anwendungsbereiche von Kirschkernkissen
- Chronische Schmerzen (z.B. Rückenschmerzen, Arthrose)
- Muskuläre Verspannungen und Verkrampfungen
- Weichteilverletzungen (nach Abklingen der akuten Entzündungsphase)
- Gelenkbeschwerden (z.B. Arthrose, Rheuma)
- Menstruationsbeschwerden
- Bauchschmerzen
Anwendungshinweise
- Kirschkernkissen in der Mikrowelle oder im Backofen erwärmen (Herstellerangaben beachten).
- Temperatur prüfen, um Verbrennungen zu vermeiden.
- Kissen auf die betroffene Stelle auflegen.
- Anwendungsdauer: 15-30 Minuten.
- Bei Bedarf mehrmals täglich wiederholen.
Weitere Therapiemöglichkeiten
Neben der Anwendung von Wärme gibt es weitere Therapiemöglichkeiten zur Linderung von Beschwerden nach einem Schlaganfall:
- Physiotherapie: Bewegungseinschränkungen, Schmerzen oder muskuläre Beschwerden können durch Physiotherapie behandelt werden. PNF verbessert die Zusammenarbeit von Nerven und Muskeln. Krankengymnastik fördert die aktive Beweglichkeit. Gerätegestützte Krankengymnastik fördert die Beweglichkeit durch gezielte Übungen mit medizinischen Trainingsgeräten. Manuelle Therapie behandelt Beschwerden des Bewegungsapparates.
- Manuelle Lymphdrainage: Diese wird mit speziellen Handgriffen ausgeführt, die rhythmische, kreisende und pumpende Bewegungen der flachen Hände mit sehr geringem Druck ausführen.
- Elektrotherapie: Nutzung der elektrischen Energie zu therapeutischen Zwecken.
- Kinesiotaping: Ergänzende Behandlungstechnik zur Massage, der manuellen Therapie, manuellen Lymphdrainage und der Krankengymnastik.
- Bobath-Therapie: Behandlungsansatz für Säuglinge, Kinder und Erwachsene mit neurologischen Krankheiten (zerebrale Bewegungsstörungen).
- Vojta-Therapie: Je nach Grunderkrankung kann durch die therapeutisch veranlasste Bahnung von Haltungs- und Bewegungsfunktionen im Zentralnervensystem das verbesserte Bewegungsniveau bei nur wenigen, relativ kurzen Ausführungen oft den ganzen Tag über gehalten werden.
- Basale Stimulation: Ein pflegerisches Konzept, das darauf abzielt, die Wahrnehmung von Menschen mit schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen zu fördern. Sie kann das Wohlbefinden steigern und die Würde des Sterbenden achten.
Basale Stimulation
Basale Stimulation nutzt unterschiedliche Zugangswege, um Menschen mit schweren körperlichen oder geistigen Einschränkungen zu fördern.
Somatische Stimulation
Die Haut und der Körper werden durch Berührungen, Waschungen oder Massagen stimuliert. Dies fördert die Körperwahrnehmung.
Vestibuläre Stimulation
Der Gleichgewichtssinn wird aktiviert, beispielsweise durch Positionierungen oder einen Schaukelstuhl.
Vibratorische Stimulation
Schwingungen, die durch Vibrationen oder sanftes Klopfen erzeugt werden, stimulieren tiefer liegende Körperebenen.
Orale Stimulation
Diese Stimulation konzentriert sich auf den Mundraum und den Geschmackssinn und fördert die Mundmotorik.
Olfaktorische Stimulation
Der Geruchssinn wird aktiviert, um Erinnerungen und emotionale Reaktionen zu wecken.
Auditive Stimulation
Geräusche und Musik werden genutzt, um den Hörsinn anzuregen und Erinnerungen sowie Emotionen zu wecken.
Visuelle Stimulation
Der Sehsinn wird angesprochen, beispielsweise durch Familienfotos oder farbige Lampen.
Taktile/Haptische Stimulation
Der Tastsinn wird angesprochen, beispielsweise durch Gegenstände mit verschiedenen Texturen.
Weitere Aspekte der Rehabilitation nach Schlaganfall
Bewusste Beweglichkeit der Hand
Ein Betroffener beobachtete morgens, dass sich die spastisch und ohne Tastsinn gelähmte Hand sich beim Ausstrecken unbewusst öffnete. Dies zeigt, wie wichtig es ist, unbewusste Bewegungen zu beobachten und zu fördern.
Bürstenmassage
In einer Reha-Klinik wurden Patienten mit harten Wurzelbürsten massiert, um die Durchblutung der Haut zu fördern. Obwohl dies schmerzhaft war, brachte es rückblickend keine nachhaltige Besserung.
Rosskuren vs. Wohltuende Behandlungen
Die Erfahrung eines Betroffenen zeigt, dass alles, was guttut, am besten hilft. Rosskuren brachten außer Schmerzen keine Besserung. Später erfuhr er, dass die Mikrodurchblutung der Haut gestört war.
Orthopädische Hilfsmittel
Als Sportler lehnte der Betroffene orthopädische Hilfsmittel ab, was teilweise richtig, aber andererseits auch falsch war. Hätte er früher die heutigen Hilfsmittel nutzen können, hätte er sich den Verschleiß in den Gelenken sparen können.
tags: #massage #mit #kirschkernkissen #bei #apoplex