Stan Laurel, geboren als Arthur Stanley Jefferson, war zusammen mit Oliver Hardy Teil des legendären Komikerduos "Laurel und Hardy", im Deutschen bekannt als "Dick und Doof". Ihr Werk prägte die Filmgeschichte nachhaltig. Dieser Artikel beleuchtet die gesundheitlichen Herausforderungen beider Komiker, insbesondere den Schlaganfall von Oliver Hardy, sowie die Umstände, die zum Ende ihrer gemeinsamen Karriere führten.
Die Anfänge einer einzigartigen Partnerschaft
Arthur Stanley Jefferson, geboren am 16. Juni 1890 in Ulverston, England, wurde die Kunst in die Wiege gelegt. Seine Eltern waren beide im Theater tätig. Schon als Neunjähriger stand Stan auf der Bühne und verfolgte beharrlich sein Ziel, Schauspieler zu werden. Mit 16 Jahren verdiente er sein Geld als Pantomime und Solodarsteller in britischen Varieté-Theatern. 1910 wurde er von Fred Karno engagiert, bei dem auch Charlie Chaplin unter Vertrag stand.
Im Jahr 1914 blieb Laurel nach einem gescheiterten Gastspiel der Truppe in den USA. Er gründete ein Komiker-Trio und lernte die australische Tänzerin Mae Dahlberg kennen, die ihm den Künstlernamen "Laurel" vorschlug. Seine frühen Filme, darunter "Mud and Sand", etablierten ihn als exzellenten Parodisten. Bei den Dreharbeiten zu "The Lucky Dog" im Jahr 1921 begegnete Laurel seinem späteren Partner Oliver Hardy.
"Laurel und Hardy": Aufstieg zum Ruhm
Der Durchbruch als Duo gelang Laurel und Hardy mit Hal Roachs Film "The Second Hundred Years". Fortan waren die Rollen klar verteilt: Laurel verkörperte den einfältigen Naivling, während Hardy unter dessen Naivität litt. Die beiden verstanden sich auch menschlich hervorragend. Hardy akzeptierte Laurels höhere Gage, da dieser viele Gags selbst schrieb.
Ihre Kunst überstand den Übergang vom Stumm- zum Tonfilm mühelos. Auch die Entwicklung von Kurzfilmen zu abendfüllenden Filmen meisterten sie bravourös. Die Zusammenarbeit mit Hal Roachs Studio endete 1940.
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Schicksalsschläge und persönliche Herausforderungen
Die Trennung von Roach erfolgte aufgrund von Differenzen, insbesondere in Bezug auf Laurels Privatleben. Vier seiner fünf Ehen scheiterten. Der Tod seines kleinen Sohnes führte zu Alkoholproblemen. Trotz dieser Schicksalsschläge brachte Laurel als "Stan" sein weltbekanntes trauriges Lächeln hervor.
Nach dem Bruch mit Roach starteten Laurel und Hardy eine gemeinsame Bühnenkarriere mit Tourneen durch Europa und die USA. 1951 drehten sie ihren letzten gemeinsamen Film, die italienisch-französische Koproduktion "Atoll K.".
Oliver Hardys Schlaganfall und die Folgen
Oliver Hardys letzte Jahre waren von gesundheitlichen Problemen geprägt. Im Mai 1954 erlitt er einen leichten Herzinfarkt, der ihn dazu brachte, auf seine Gesundheit zu achten. Er verlor mehr als 68 Kilogramm an Gewicht. Am 14. September 1956 erlitt Hardy einen schweren Schlaganfall, der ihn monatelang ans Bett fesselte. Anfang August 1957 folgten zwei weitere Schlaganfälle, die ihn ins Koma versetzten.
Am 7. August 1957 verstarb Oliver Hardy. Sein Körper war fast vollständig gelähmt und er konnte nicht mehr sprechen. Die Todesursache waren die Folgen einer Gehirnthrombose.
Stan Laurels Trauer und sein Lebensende
Der Tod von Oliver Hardy traf Stan Laurel schwer. Er war untröstlich über den Verlust seines Partners. Laurel trat nie wieder auf und lehnte alle Angebote für Filme und andere Projekte ab. Er zog in ein Apartment in Santa Monica, wo er Briefe schrieb und Besucher empfing.
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Im Januar 1965 unterzog sich Stan Laurel einer Reihe von Röntgenaufnahmen aufgrund einer Infektion im Gaumenbereich. Am 23. Februar 1965 starb er im Alter von 74 Jahren nach einem Herzinfarkt in Santa Monica, Kalifornien. Er wurde im "Forest Lawn Memorial Park" in den Hollywood Hills beigesetzt.
"Atoll K": Ein schwieriger Dreh und das Ende einer Ära
Ende 1949 erhielten Stan und Olli ein Angebot zu Dreharbeiten in Frankreich. Trotz eines ungeschriebenen Drehbuchs, einer uneffizienten Produktionsfirma und eines überforderten Regisseurs begannen die Dreharbeiten zu "Atoll K" im August 1950. Der Film sollte in zwölf Wochen abgedreht sein, die Dreharbeiten zogen sich jedoch über ein Jahr lang hin.
Während der Dreharbeiten musste Laurel wegen einer Geschwulst an der Prostata operiert werden. Hardy hatte mit Kreislaufproblemen aufgrund der Hitze zu kämpfen. Es gab Differenzen mit dem Regisseur Leo Joannon, der noch nie eine Komödie gedreht hatte. Laurel holte Alfred Goulding zu Hilfe, der die Szenen mit Laurel und Hardy übernahm.
Nach Abschluss der Dreharbeiten erholten sich beide und gingen 1952 erneut in England auf Tournee. 1954 erlitt Hardy einen schweren Herzinfarkt. Kurz darauf erlitt Stan einen Schlaganfall, der sowohl sein Gehirn als auch seinen Bewegungsapparat schädigte.
Vermächtnis und Ehrungen
Trotz der persönlichen und gesundheitlichen Herausforderungen hinterließen Laurel und Hardy ein unvergessliches Erbe in der Filmgeschichte. Ihre Filme werden bis heute von einem breiten Publikum geschätzt.
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1935 erhielt Laurel "seinen" Himmelskörper. 1961 wurde ein Asteroid nach Hardy benannt. Im selben Jahr wurde Stan Laurel mit einem Ehren-Oscar für sein Lebenswerk geehrt.
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