Ständige Updates: Ursachen, Probleme und Lösungen

Windows-Updates sind ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sind sie unerlässlich, um Sicherheitslücken zu schließen, die Funktionalität zu erweitern und die Stabilität des Systems zu gewährleisten. Andererseits können sie lästig sein, besonders wenn sie zu ungünstigen Zeitpunkten kommen, lange dauern oder gar fehlschlagen. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen für ständige Updates, die damit verbundenen Probleme und mögliche Lösungsansätze.

Warum sind ständige Updates notwendig?

Updates sind ein integraler Bestandteil der modernen Softwareentwicklung und dienen verschiedenen Zwecken:

  • Sicherheitsupdates: Veraltete Software ist eine der häufigsten Ursachen für Sicherheitsprobleme. Entwickler verteilen über Updates wichtige Sicherheitsupdates, um Schwachstellen zu schließen und den PC oder das Notebook vor Angriffen zu schützen. Nur durch Updates bleiben die volle Funktionalität erhalten und werden Sicherheitslücken geschlossen, die wirklich gefährlich sein können.
  • Fehlerbehebungen (Bugfixes): Software ist niemals fehlerfrei. Updates dienen dazu, Fehler zu beheben, die im laufenden Betrieb entdeckt wurden, und die Stabilität der Software zu verbessern.
  • Neue Funktionen: Updates können neue Funktionen und Verbesserungen der Benutzeroberfläche einführen, die die Benutzererfahrung verbessern.
  • Kompatibilität: Updates stellen sicher, dass die Software mit neuer Hardware und anderen Softwarekomponenten kompatibel bleibt.

Microsoft veröffentlicht für sein Betriebssystem Windows 10 jeden Monat die sogenannten Patch-Updates und jeweils in der zweiten Kalenderjahrhälfte das sogenannte Featureupdate mit Änderungen am Betriebssystem. Windows 11 hat einen jährlichen Rhythmus für Featureupdates, während Sicherheitsupdates am zweiten Dienstag jedes Monats veröffentlicht werden.

Warum nerven ständige Updates?

Obwohl Updates wichtig sind, können sie aus verschiedenen Gründen als störend empfunden werden:

  • Zeitaufwand: Das Herunterladen und Installieren von Updates kann je nach Hardwareausstattung und Internetverbindung mehrere Stunden dauern. Dies kann die Arbeit oder Freizeitaktivitäten unterbrechen.
  • Neustarts: Viele Updates erfordern einen Neustart des Computers, was besonders ärgerlich ist, wenn man gerade an etwas Wichtigem arbeitet.
  • Update-Fehler: Es kommt immer wieder zu fehlerhaften Windows-Updates. Schlägt das Update fehl, müssen Sie den Update-Prozess noch einmal manuell anstoßen. Im schlimmsten Fall stoppt Microsoft auch mal ein Update. Wenn es dann am Ende heißt „Windows-Update fehlgeschlagen“, ist das besonders ärgerlich, denn dann muss der ganze Update-Prozess erneut durchgeführt werden.
  • Kompatibilitätsprobleme: In seltenen Fällen können Updates zu Inkompatibilitäten mit anderer Software oder Hardware führen, was zu Fehlfunktionen oder Abstürzen führen kann. Auch installierte Programme, insbesondere Antiviren-Software von Drittanbietern, vertragen sich nicht immer mit dem Windows-Aktualisierungen.
  • Veränderungen der Benutzeroberfläche: Updates können die Benutzeroberfläche verändern, was für manche Benutzer gewöhnungsbedürftig sein kann.
  • Speicherplatzprobleme: Aktualisierungen für das Betriebssystem sind meist sehr umfangreich und belegen bis zum Abschluss der Installation auch entsprechend viel Festplattenspeicher. Vor allem auf Windows-10-Tablets und Geräten mit schwächerer Hardware-Ausstattung ist der Speicherplatz der internen Festplatte knapp bemessen. Damit die Updates überhaupt installiert werden können, setzt Windows 10 eine gewisse Menge an freiem Speicher, in der Regel mindestens zehn Gigabyte, voraus.

Ursachen für Update-Probleme

Die Ursachen für Update-Probleme können vielfältig sein:

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  • Zu wenig Speicherplatz: Aktualisierungen für das Betriebssystem sind meist sehr umfangreich und belegen bis zum Abschluss der Installation auch entsprechend viel Festplattenspeicher. Müssen Sie die Update-Dateien bei einem Update-Fehler neu herunterladen, verbleiben die bereits gespeicherten, fehlerhaften Dateien jedoch auf Ihrer Festplatte.
  • Inkompatible Software: Installierte Programme, insbesondere Antiviren-Software von Drittanbietern, vertragen sich nicht immer mit den Windows-Aktualisierungen.
  • Veraltete Treiber: Veraltete Treiber können unter Umständen zu einem Windows-Update-Fehler führen.
  • Beschädigte Systemdateien: Windows-Systemdateien sind essenziell für den reibungslosen Betrieb. Sind sie beschädigt, treten Fehlermeldungen und Abstürze auf.
  • Hardwareprobleme: Defekter Arbeitsspeicher oder Festplatten mit beschädigten Sektoren können zu Abstürzen während des Update-Prozesses führen.
  • Netzwerkprobleme: Eine instabile Internetverbindung kann dazu führen, dass Updates nicht korrekt heruntergeladen werden.
  • Fehlerhafte Updates: In seltenen Fällen können Updates selbst fehlerhaft sein und Probleme verursachen.

Was tun bei Update-Problemen?

Wenn ein Windows-Update fehlschlägt, gibt es verschiedene Maßnahmen, die man ergreifen kann:

  • Neustart: Ist das Windows-Update fehlgeschlagen, ist es wichtig, den PC oder das Notebook einmal neu zu starten.
  • Speicherplatz freigeben: Sie sollten daher vor dem Installieren der Windows-10-Updates den verfügbaren Speicher Ihres Geräts prüfen und gegebenenfalls die Festplatte reinigen. In diesem Fall können Sie alte Windows-Versionen löschen und über die Datenträgerbereinigung Speicherplatz freigeben.
  • Peripheriegeräte trennen: Am besten trennen Sie nicht benötigte Peripherie-Geräte bei der Aktualisierung des PC oder Notebooks.
  • Virenscanner deaktivieren: Kommt es zu einem Windows-Update-Fehler können Sie für die Dauer der Aktualisierung den Virenscanner deaktivieren. Wichtig: Nach erfolgreich installiertem Update sollten Sie die Virenschutz-Software allerdings unbedingt wieder aktivieren, um Ihr Gerät vor Schadsoftware und unbefugten Zugriffen von außen zu schützen.
  • Treiber aktualisieren: Sind diese im Gerätemanager mit einem gelben Ausrufezeichen markiert, benötigen sie ein Update. Den Gerätemanager rufen Sie über das Suchfeld auf. Tippen Sie einfach „Geräte Manager“ ein und klicken Sie die angezeigte Applikation an.
  • Windows-Update reparieren: Ist das Windows-Update fehlgeschlagen und will sich auch nach mehreren Versuchen partout nicht installieren lassen, gibt es auch die Möglichkeit, das Windows-Update zu reparieren. Dafür stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Die erste Möglichkeit zum Windows-Update reparieren ist es auf der Microsoft-Seite den Fehlercode zu suchen und zu prüfen, wie Sie das Problem beheben können. Das funktioniert aber natürlich nur, wenn Ihnen auch ein Fehlercode angezeigt wird. Kommt es ohne Fehlercode zum Update-Fehler, helfen möglicherweise die beiden folgenden Methoden:So klappt das Windows-Update reparieren besonders einfach mit der Windows-Hilfe auf den Support-Seiten von Microsoft. Folgen Sie den Anweisungen, um das Update zu reparieren. Setzen Sie das Windows-Update zurück. Dafür müssen Sie jedoch tief in das System eingreifen. Darum Vorsicht: Wer sich nicht sicher ist, sollte davon lieber die Finger lassen, denn Sie können im Zweifelsfall auch einiges damit kaputt machen.
  • Fehlercode suchen: Die erste Möglichkeit zum Windows-Update reparieren ist es auf der Microsoft-Seite den Fehlercode zu suchen und zu prüfen, wie Sie das Problem beheben können.
  • Windows-Hilfe nutzen: So klappt das Windows-Update reparieren besonders einfach mit der Windows-Hilfe auf den Support-Seiten von Microsoft. Folgen Sie den Anweisungen, um das Update zu reparieren.
  • Windows-Update zurücksetzen: Setzen Sie das Windows-Update zurück. Dafür müssen Sie jedoch tief in das System eingreifen. Darum Vorsicht: Wer sich nicht sicher ist, sollte davon lieber die Finger lassen, denn Sie können im Zweifelsfall auch einiges damit kaputt machen.
  • Professionelle Hilfe: Wir raten bei anhaltenden Problemen mit dem Windows-Update dazu, das Gerät einmal beim Fachmann überprüfen zu lassen.

Tipps zur Minimierung von Update-Problemen

Um Update-Probleme zu minimieren, können Sie folgende Tipps beachten:

  • Regelmäßige Datensicherung: Sichern Sie regelmäßig Ihre Daten, um im Falle eines Update-Fehlers keine wichtigen Informationen zu verlieren.
  • Ausreichend Speicherplatz: Stellen Sie sicher, dass ausreichend Speicherplatz auf der Festplatte vorhanden ist, bevor Sie ein Update installieren.
  • Kompatibilität prüfen: Prüfen Sie vor der Installation eines Updates, ob Ihre installierte Software und Hardware kompatibel sind.
  • Treiber aktuell halten: Halten Sie Ihre Treiber aktuell, um Inkompatibilitätsprobleme zu vermeiden.
  • Nutzungszeiten anpassen: Wer sich trotzdem noch von Updates und den erforderlichen Neustarts gestört fühlt, sollte zudem die Nutzungszeiten anpassen.
  • Getaktete Verbindung: Dazu wird die aktive Internetverbindung in den Windows-Einstellungen einfach als „getaktete“ Verbindung - also als Mobilfunkverbindung - deklariert. Das klappt natürlich auch bei normalen DSL-Verbindungen: Windows geht dann davon aus, dass der PC-Nutzer einen Datenvertrag mit Volumenbeschränkung hat und lädt nur das Nötigste aus dem Netz. So werden Apps, die Daten aus dem Windows Store herunterladen, möglicherweise angehalten, Live-Kacheln nicht mehr aktualisiert und nur noch sicherheitsrelevante Updates überspielt. Anders als bei „Brechstangen-Tricks“, wie dem vollständigen Abschalten der Windows-Update-Funktion, bleibt die Sicherheit hier also gewährleistet.
  • Nicht benötigte Funktionen deaktivieren: Deaktivieren Sie Funktionen, die Sie nicht benötigen, um Ressourcen zu sparen und potenzielle Konflikte zu vermeiden.

Alternative Strategien und Perspektiven

Einige Nutzer ziehen es vor, Updates hinauszuzögern oder sogar zu deaktivieren, um die Kontrolle über ihr System zu behalten. Dies kann jedoch riskant sein, da Sicherheitslücken möglicherweise nicht geschlossen werden.

Eine andere Perspektive kommt von ehemaligen Mozilla-Entwicklern, die argumentieren, dass zu häufige Updates den Ruf einer Software schädigen können, insbesondere wenn sie zu Kompatibilitätsproblemen und ständigen Neustarts führen.

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