Stolz geht voraus, ZNS hintennach: Eine Betrachtung von Vorurteilen und Erkenntnis

Der deutsche Ausdruck "Stolz geht voraus, ZNS hintennach" ist eine Redewendung, die auf die negativen Folgen von Stolz und Überheblichkeit hinweist. ZNS steht dabei für "Zentralnervensystem", was hier im übertragenen Sinne für die Fähigkeit zu logischem Denken und rationaler Entscheidungsfindung steht. Die Redewendung bedeutet also, dass Stolz und Selbstüberschätzung zu Fehlentscheidungen und negativen Konsequenzen führen können, weil sie die rationale Denkfähigkeit beeinträchtigen.

Die Rolle von Stolz und Vorurteilen in der Wissenschaft

Das Zitat "Stolz und Vorurteil ist nicht nur ein Roman von Jane Austin, sondern sind auch ein großes Problem in der Wissenschaft, wenn es darum geht, interdisziplinär zusammen zu arbeiten" verdeutlicht, dass Stolz und Vorurteile nicht nur im persönlichen Bereich, sondern auch in der Wissenschaft hinderlich sein können. Insbesondere bei der interdisziplinären Zusammenarbeit, bei der verschiedene Fachbereiche zusammenkommen, können Vorurteile gegenüber anderen Disziplinen und Stolz auf die eigene Expertise die Kommunikation und den Wissensaustausch behindern.

Eine Wissenschaftlerin merkte an: "Als Physikerin begegne ich im Kollegium oft falschen Vorurteilen, die nicht selten mit einer gewissen Berufseitelkeit einhergehen - also Vorurteil über das Andere, das Fremde (hier: der Forschung in Wissenschaftsgeschichte), gepaart mit Stolz auf das eigene (hier: Forschung in Physik)." Dies zeigt, dass Vorurteile und Standesdünkel zwischen verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen existieren und die Zusammenarbeit erschweren können.

Die Bedeutung von Wissen und Methoden

Es wurde festgestellt, dass Unwissenheit über andere Fächer und deren Methoden, wie z.B. die Digital Humanities in der Wissenschaftsgeschichte, zu Vorurteilen führen kann. Dies ist keine böse Absicht, sondern eine Feststellung der Tatsache, dass Spezialisierung in einem Fachgebiet oft dazu führt, dass man weniger Einblick in andere Bereiche hat.

Es wurde auch kritisiert, dass einige Naturwissenschaftler nach ihrer Pensionierung anfangen, sich mit der Geschichte ihres Faches zu beschäftigen, dies aber oft mit veralteten Methoden und einem oberflächlichen Faktenwissen tun, was zu einem verstaubten Eindruck der Wissenschaftsgeschichte führt. Dies führt zu dem Vorurteil, dass Wissenschaftsgeschichte ein Fach für diejenigen sei, die für die "richtige" Wissenschaft nicht "gut genug" sind.

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Die Notwendigkeit von Faktenwissen und Methodenapparat

Es wurde betont, dass gute Forschung in Wissenschaftsgeschichte vergleichbar viel oder wenig Faktenwissen wie gute Forschung in Physik erfordert und einen noch umfangreicheren Methodenapparat. Faktenwissen ist immer nützlich, aber nicht allein hinreichend.

Die Verbindung von Physik und Wissenschaftsgeschichte

Eine Wissenschaftlerin, die sowohl Physik als auch Wissenschaftsgeschichte studiert hat, versucht seit einiger Zeit, beide Fächer zu verbinden. Sie stellt fest, dass die klassische Astronomie moderne und alte Daten zusammen nutzt und somit Wissenschaftsgeschichte und Astrophysik verbindet.

Der Begriff des "Kommens" im Deutschen

Der Artikelabschnitt über den Begriff des "Kommens" im Deutschen zeigt, wie differenziert und vielschichtig Sprache sein kann und wie wichtig es ist, die Nuancen von Wörtern zu verstehen, um Missverständnisse zu vermeiden.

Die Vielschichtigkeit des Verbs "kommen"

Das Verb "kommen" bezeichnet eine Bewegung mit Hinsicht auf ihr Ziel oder Ende, insofern sie es erreicht oder doch danach strebt, aber angesehen eben von diesem Endpunkte aus. Darin liegt der Unterschied von "gehen", das die Bewegung überhaupt, ohne Rücksicht aufs Ziel, oder bestimmter ihren Ausgang und Beginn bezeichnet, angesehen vom Ausgangspunkte.

Mehrere Anwendungen weichen scheinbar davon ab; aber auch wenn "kommen" geradezu ein "ausgehen" bezeichnet, wie "das Wasser kommt aus der Röhre, unter dem Felsen hervor", so ist doch der Kern des Begriffs auch hier das Herkommen auf mich zu, dasz ichs in meinen Gesichtskreis kommen sehe. "Das Feuer kommt schon aus dem Dache!" rufen Zuschauer eines Brandes, weil es nun ihnen zu Gesicht, gleichsam zu ihnen "kommt".

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Selbst bei "fortkommen", "wegkommen" denkt man mehr an die Stelle, wohin das betreffende nun kommen will oder soll; denn wer z.B. in deine Wüste wieder kömmst. Was mir abhanden oder weggekommen ist, bezeichne ich so, insofern ich wissen möchte "wo es nun hingekommen ist".

Wenn einer erzählt, er komme bald von Berlin fort, und er komme in der und der Eigenschaft nach Wien, so ist das innerlich scharf unterschieden von "fortgehen", denn er denkt es bei jenem Ausdrucke von dem neuen Aufenthaltsorte aus, der ihm als Ziel angewiesen ist. Ein mhd. "der Keiser ist ze verre komen" d. i. hat sich zu weit von uns entfernt, um dein Horn hören zu können. "Er kam, und niemand weisz woher. Er gieng, und niemand weisz wohin. Ich kam voll Hoffnung, und ich geh voll Schmerz. Und ihr Leben ist immer ein ewiges gehen und kommen. Sie musz immer hin und her, hin und wieder; so seid denn glücklich und geht. Nach Frankfurt kommt ihr doch nicht, das ist mir lieb, wenn ihr kämt so ging ich." Göthe und Werther s. 147, an Kestner. Dasselbe bildlich, geistig: "wie es kommt so geht es, bleibt nicht lang", man sagt es vom Gelde, vom Glücke u. a.; "ein Jahr nach dem andern kommt und geht"; in solchen elenden Dörfern, "wenn sie, das Jahr kommt und das Jahr geht (Jahr ein Jahr aus), keinen Ehren- und keinen Freudenanlasz haben". Pestalozzi 3, 312; "das Volk kömt und geht wie Ebbe und Flut". Sturz 1, 213; "sie (die Natur) spritzt ihre Geschöpfe aus dem Nichts hervor und sagt ihnen nicht woher sie kommen und wohin sie gehen". Göthe 50, 5, vgl. 16, 15. Doch dis: "von Gott zu Gott!" ist meine Zuversicht. Rückert weish. d. brahm. 8, 38. (dahin) "wo ihnen die Natur zu gehen hat gegeben". "Geh mit (mir)" ist nicht ganz eins mit "komm mit (mir)", jenes denkt nur an den Ort des Ausgehens, dieses schlieszt das gedachte Ziel mit ein. "Ich wollte gestern bald zu bette gehn, aber als ich ins bette kam, war es doch schon Mitternacht." Ich gehe heut ins Theater sagt man ohne Beziehung, spricht man aber zu einem, der auch dort sein wird und denkt daran, so sagt man "ich komme heut auch ins Theater", d. h. man verlegt den Standpunkt der Betrachtung damit im voraus ins Theater. Mehrere, die von einem zu besuchenden Maskenballe reden, sprechen davon, wie sie kommen wollen, "ich komme als Grieche", für die davon bleibenden aber "geht er als Grieche".

"Als ich durch die Straszen gieng (ohne Rücksicht aufs Ziel), kam ich auch auf den Markt", er ist das einstweilige Ende des Gehens, aber auch "kam ich auch über den Markt", doch nur wenn irgend etwas da die Aufmerksamkeit verweilte, sagt man so. "Wenn ich nächstens nach Heidelberg gehe, komm ich ohnehin durch Darmstadt", d. h. letzteres wird als vorübergehendes Ziel betrachtet, beim ersten ist von dem Zwecke des Gehens abgesehen. "Wenn man nach der Stadt geht, kommt man erst an Gärten vorüber, dann kommt man durch die Vorstadt", die Gedanken verweilen flüchtig dabei. "Kommt man hier recht nach dem Försterhause?" "Nein, da sind sie falsch gegangen". Wir sind also vom rechten Weg gekommen oder ab gekommen oder auf einen falschen Weg gekommen. "Ja, hier kommen sie immer weiter ab vom Försterhaus", scheinbar ungenau, aber das "kommen" hält auch da das Ziel wenigstens in Gedanken fest.

Der Stock geht nicht hinein, hindurch, d. h. in oder durch das Loch, aber "ich komme nicht hinein, hindurch" wenn man mit dem Arm oder Finger hineinlangt, das zieht "kommen" herbei, vgl. 10. Der Luftballon gieng bald wieder nieder, aber er "kam wieder nieder" wenn man selbst in der Nähe war. Der Kern des Begriffs tritt recht scharf hervor in bloszem "kommen" gleich "wiederkommen", so mhd. "sô var er balde und kome uns schiere. Sît gewis, swenne ir uns komet, ir werdet hôhe enpfangen. Min liebiu triutinne, ich kume in kurzen tagen (bald)". Nib. Prünhilt diu schœne. dannoch was ir komen vil unnâhe. Gudr. "mein Man der ist in Krieg zogen … nimmer kum, was gäb ich drum!" käm er nie wieder, ohne das pronomen wegen des conj., sieh 3, 683 (4).

Früher war es aber doch oft gebraucht, wo wir jetzt nur "gehen" sagen können, z. B. "auskommen" von einer Frist die ausgeht, zu Ende geht, s. 1, 896 (auch Brant 26, 78), "ein Gesang kompt usz", geht aus, endet Mones schausp. d. m. 2, 185. Und ebenso umgekehrt, z. B. ebenda gand her für von Spielern die auf der Bühne auftreten, "kommen hervor", ebenso oft ingan "hereinkommen". S. weiter "in sich kommen" gleich "in sich gehn" unter 30, b, "entgegen kommen" gleich "entgegen gehn", begegnen (verhindern) 24, c, "für (vorüber) kumen" gleich "vorübergehn" von der Zeit 32, a zuletzt, "schwer an etwas kommen (gehn)" 35, b, β, schweizerisch "schön kommen" gleich "(gekleidet) gehn" u. 36, d. ebenso schweiz. "ankommen" vom Feuer, "angehn" Stalder 2, 121, livl. "angekommen", leicht verdorben, z. B. Fleisch Gutzeit 1, 38ᵃ, für angegangen. Der Grundbegriff beider ist nicht gestört davon, nur die innere Fassung der Sache weicht ab. S. auch unter "gehen".

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"Ist einig nur der Dank bestimpt. Der andre aber soll noch kommen. Dasz ich gekommen bin (von der Reise zurück)? Und wir ziehen vielleicht beschämt und langsam nach Hause. Glaubt ihr, wenn wir nur kommen (zu ihr), so werde das Mädchen uns folgen? Kommst du (endlich), Anet? Was bringst du? Kommst du nicht, so hol ich dich; da kamen die Franzosen (ins Land); warte nicht auf den, er kommt nicht (wird nicht kommen); lasz den Arzt kommen; nimm dich in acht, Kind, wenn Pferde (in deinen Weg) kommen; wann kommt die Post? Auf Kieseln im Bache da lieg ich, wie helle! Verbreite die Arme der kommenden Welle. Kommende Wellen ich zähl' … sein auf jeden kommenden Laut gespanntes Ohr." J. Paul Hesp. 3, 37.

In andern Fällen geschieht die Bezeichnung gleichsam halb, andeutend: "das Wasser kam durch den Garten (aufs Wohnhaus zu); die Schloszen kamen durchs Fenster (herein ins Zimmer)", endlich sah man von weitem eine Laterne kommen. Göthe 18, 255, d. h. auf uns zu; "die Laufgräben kamen immer näher (an die Festung); das Posthorn .. kam .. zwischen den Bergen immer näher und näher." Eichendorf taug. 74; "ich fürchte, die Decke (d. h. ihr Bewurf) kommt herunter oder herein (ins Zimmer), bei starkem Regen (dann aber heiszt es kurz jetzt kommt die Decke!); einzelne Felsstücke sind herunter gestürzt, andere hängen noch über und lassen nach ihrer Lage fürchten dasz sie dereinst gleichfalls herein kommen werden." Göthe 16, 222, ins Dorf, die Decke, die Felsstücke sind mit dem herein kommen als ungerufene Gäste gedacht. "Wo Mond und Sonne sich noch immer hin gewagt." Opitz 1, 109 (lob des kriegsg. statt "dahin wo", überall hin wo, noch nach mhd. Weise, wie u. 1, e, schon Opitz 1, 39. S. weiter 3.

Ganz kurz heiszt es "man kömmt" Stieler 1002, wie franz. erholen sie sich! stehn sie auf! man kommt! Auch "es kommt" Kleist Käthchen v. Heilbr. 4, 7; dazu im inf. "ich höre kommen (jemanden)". Schiller 260ᵇ. 424ᵃ. Besonders der Imperativ zeigt die Manigfaltigkeit des bloszen Kommens (goth. qvim, ahd. quim, chum): "so kom und gehe mit." 2 Sam. 15, 22, eig. du liebes Kind, komm, geh mit mir. "Komm mit mir (fort), meine Tochter! Komm, komm! wir schlupfen da hinein. Liebster, komme sobald du kannst. Eil' Cäsar, komme, siehe, siege." Haller 1734 s. "komm schneller Cäsar, sieh und siege." 1777 s. "kommt, kommt (fort) und bringt der Mutter ihren Sohn. Kommt (her) und empfangt mein letztes Lebewohl! Kommt (mit mir fort) zum Kaffeehaus." 168ᵃ; "kommt (gehn wir) in die Kirche." 477ᵃ; "komm hinweg (mit mir)".

Oft ist übrigens das Herzukommen darin verblaszt und das "komm!" dient nur noch, um eine nachfolgende Aufforderung zu verstärken, indem es z. B. in (den Joseph) "den Ismaeliten verkeufen." 1 Mos. 37, 27, vulg. melius est ut venundetur; "kommt, setzt euch, thut als wenn ihr zu Hause wäret." Göthe 8, 28; "kommt, Unke, ihr stoszt doch auch mit an (beim trinken)?" Claudius 4, 66; "kommen sie, Marinelli .. lügen sie mir eines auf eigene Rechnung vor." Lessing 2, 167; "kommt! hört mir zu. Komm! nimms mit ihm nicht so genau. Komm ältele du mit mir. Kommt, Kinder, kommt! macht eine Bahre von Ästen. Ich fühle mich erschöpft und matt. Kommt! haltet ihm ein rasches Wort zu gut … kommt! kommt! umarmt euch … komm Thekla und erfreue deinen Vater (mit Gesang, singe doch). Kommt! ich bin darum minder nicht entschlossen. Kommt, laszt uns scheiden." 531ᵇ. So im Leben: "komm, gib nach; kommt, laszt es gut sein, versöhnt euch; komm, sei gut, weine nicht mehr", der Vater zum Kinde, auch wenn ers schon auf dem Schosze hat. Es ist wie wolan! ähnlich auch "geh!" franz. allons! allez! Aber auch drohend, trotzend: "komm, Spinne, oder ich will dich spinnen lehren!" Weisze kom. op. 2, 48; "komm nur! komm nur, du Verräther!" Lessing 1, 503. "Gebt sie nur mir, und laszt ihn kommen. Ha! zu nehmen! das wir entschlossen sind nicht zu ertragen! wir lassen uns nicht so im Land rum führen! sie sollen kommen und sollens probieren!" 328ᵃ.

Diesz und mit einem zweiten Zeitworte nach "kommen" ist überhaupt sehr beliebt in nicht schulmäsziger Rede; "kommen" ist auch da zu einem mehr vorbereitenden Begriffe verblaszt, den Hauptbegriff enthält das zweite Zeitwort (ähnlich wie gr. ἥκω φέρων, ἄγων): "so kumment etteliche und sprechent .." Tauler im leseb. 866, 14 (1027, 24); "die da komen und sprechen, man sol u. s. w." Keisersb. gran. c 4ᵇ (s. unter kläuseln 1), so oft bei Anführung fremder Meinung, noch jetzt, z. B. da kommt einer und hat disz und das auszusetzen, ein andrer kommt und will alles besser wissen, eine volksmäszige Form (vgl. 21, d); "komm uns keiner .. und behaupte dasz diese .. Verstösze .. mit Fleisz .. wären begangen worden." Klopstock gelehrtenrep. 1774 206; "komm mir nur und sprich es wäre nicht wahr!" fast nicht mehr als "lasz dir nur einfallen!" wie schon vorhin bei Schiller 526ᵃ; "denn komm und schmähe, so wollen wir dir glauben. Ihr Lied genommen aus dem mein (meinem Liede). Wann eines von uns angestochen käme und sagte, ich bin der Geiz." Simpl. komm! trotz auf tausend Ahnen! … der Tod fragt warlich vil nach Mangel oder Pracht! "Damit niemand komme und sage, diesz Wort (Acker) sei unstreitig lateinisch, so berufe ich mich aufs gothische Evangelium .." Gottsched sprachkunst (1762) 193; "das gottlose Volk kömmt gar und stört einen im Beten." Gellert betschw. 1, 2; "und da käme ein Philister .. und sagte zu ihm 'feiner junger Herr ..'" Göthe 16, 18; "hier darf ich nicht fürchten .. dasz ein scharfer criticus kommt und mir versichert, das alles sei nur untergeschoben." 21, 46; "und da kommen die Leute auch noch und wundern sich!" wo das "und" ausbleibt (Soltau, Gryphius), nähert sich die Wendung der unter e.

Sonst wird der Zweck des Kommens durch den inf. und "zu" ausgedrückt, das sich gerade hier neben dem umständlichern "um zu .." und sprach, "kompt doch zu helfen mir. Sie sich kamen zu bewirthen. Kommt er nicht mehr, die Palmen zu besuchen. Zu klopfen kamst. (eine) welche wir zu segnen kamen. Hier kommt der Sherif, uns zum Tod zu führen. Euch zu warnen komm ich. Ich komme nicht, zu bleiben. Abschied zu nehmen komm ich. Geliebter Schlaf, komm, über mir zu schweben." Haug epigr. 1, 61. Auch im Leben noch, z. B. ich komme nur dir zu sagen u. s. w. vergl. auch 5, c und 6.

Der Weg steht im Gen. "sie kômn die strâʒen durch daʒ muor." Parz. "Des Weges, des er komen ist, sol er wider keren." Jesa. 37, 34; "dés Wegs kam er." Schiller 518ᵇ; "er sol den Weg widerumb ziehen, den er komen ist." 2 kön. 19, 33. Nun! "man kommt wol eine Strecke." Göthe 3, 79, nämlich "vorwärts". Natürlich auch mit adj. "sie würde sonst geschwinder (gegangen) kommen. Ich versprach dir einmal spanisch (gekleidet) zu kommen." Göthe 8, 234; "das wir mit Hilf Gottes desto stattlicher auf künftigen Reichstag kommen." Schertlin briefe 63.

Zu bemerken ist endlich, dasz das praes. hier ganz gewöhnlich statt des fut. "die Herzogin kommt ja heute herein (ins Lager)". Aber auch statt des praet.: "kommen sie von Dresden? Ihr wart gewiss verreist?" "errathen!" "und kommt heut erst wieder?" im Nathan 1, 6, in der zweiten Ausg. auch Rechas Vater ist heut angekommen … Werner. "Wo ist der Major?" Just. "er musz dir begegnet sein, er gieng eben die Treppe herab." Werner. "Ich komme die Hintertreppe herauf." 1, 523 (Minna v. B. er ist gereist, kommt aus Paris und Rheims. siehst du! kommen frisch von der Saal und dem Main. Woher kommt das Packet?; die Nachricht kommt aus guter Quelle; s. dieselbe Erscheinung unter 17, d. 27, c, γ. 28, b. Ganz ebenso gr. ἱκάνω, z. B. Od. 6, 119. 191, und ἥκω. Ich komme von Lindau sagt man, so lange die Gedanken noch mehr mit dort oder mit der Reise beschäftigt sind als mit dem neuen Orte, erst wenn die Gedanken wieder hier heimisch werden, tritt ich bin gekommen ein, noch später ich kam.

Mit Präpositionen: "wir kamen ab dem Wege", so früher, daher jetzt "vom Wege ab kommen"; "er ist Tag und Nacht nie ab dem Ross kommen." Denzler 2, 174ᵃ; vgl. "komm mit mir an den Ort, der vielguet ist und heiszt. Weil er sahe, das wer an ihn (den Leichnam) kam, stehen bleib." 2 Sam. 20, 12, wer zufällig an ihn heran kam, wie es jetzt heiszen würde (vgl. "da kam an in ein Regen grosz. wie ein Feind gleichsam", es heiszt so noch "nun kam man an den Feind" (s. 21, b, β), freilich absichtlich, nicht zufällig. Aber auch von Zufällen: "sie kam mit dem Kleide ans Wagenrad und beschmutzte sich", aber auch "der Schmutz, ein Fleck kommt ans Kleid", "nimm dich in acht, dasz nichts dran kommt!" sagt die Mutter zu dem Kinde in neuem Kleide; "komm mir nicht an meinen bösen Finger", d. h. mit der Hand, dem Messer u. dgl. (s. o "komm an unsre Brust" (zur Umarmung). "Komm an mein Herz, du alter Kriegsgefährte." Schiller 379ᵃ. vgl. 28, a. 35, b. Nun kam man auf die Höhe, auf einen Aussichtspunkt; "komm auf meinen Schosz"; "er kam beim Fallen glücklich mit den Füszen auf den Boden", aber auch "auf die Füsze (zu stehn)", "wieder auf die Beine kommen" dagegen wieder gehn können, vom Krankenlager aufstehn; "auf den Grund kommen", von einem im Wasser sinkenden Gegenstande, oder von der Hand die z. B. in ein Fasz, eine Tasche greift, dann vom greifenden selbst: "indem ich in dem Krame suchend wühlte, kam ich (mit der Hand) auf einen harten Gegenstand, stiesz drauf" (ebenso gut aber mit an u. aus dem Hause kommen, aus der Fremde, aus dem Kriege, aus dem Wasser (herauf), aus dem Thale (hervor), aus dem Gedränge (hinaus); "ich komme eben aus dem Bette, aus dem Bade; der Wind kommt aus Osten; eine lustige Musik schallte uns entgegen .. sie kam a…

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