Kopfschmerzen sind weit verbreitet, aber Schmerzen der Kopfhaut sind ein weniger bekanntes, aber dennoch reales Problem. Es äußert sich als ein seltsamer, stechender oder brennender Schmerz, der bei Berührung, beim Kämmen oder sogar nur bei der Bewegung der Haare auftritt. Oft wird es als Schmerz der Haarwurzeln beschrieben, manchmal nur lokalisiert auf dem Scheitel des Kopfes. Dieses Unbehagen kann kurzfristig sein, aber bei einigen Menschen hält es Tage an oder kehrt wiederholt zurück. Was steckt dahinter?
Ursachen für Kopfhautschmerzen
Im Gegensatz zu den Haaren selbst, die aus einer toten Eiweißsubstanz namens Keratin bestehen und keine Nervenenden haben, ist die Kopfhaut von vielen Nervenenden und Blutgefäßen durchzogen. Daher kann sie schmerzen. Dieser Schmerz wird oft mit Haarschmerzen verwechselt, kommt aber tatsächlich aus der Haut, wo die Haarfollikel verankert sind.
Mechanische Reizung
Einer der häufigsten Gründe, warum die Kopfhaut weh tut, ist mechanische Reizung. Enge Frisuren, wie Zöpfe, Dutts, Flechtfrisuren oder geklebte Haarverlängerungen, können einen langfristigen Druck auf die Haarfollikel ausüben. Marketa, eine Mutter von zwei Kindern, band sich jeden Morgen die Haare zu einem festen Zopf, um ungestört zu sein. „Abends begann mein Kopf immer auf dem Scheitel zu schmerzen. Ich dachte, es käme von der Müdigkeit, aber dann sagte mir meine Friseurin, dass es davon kommen könnte, dass ich den ganzen Tag die Haare zusammengebunden hatte."
Chemische Reizung
Ein weiterer häufiger Schuldiger ist häufiges Färben oder die Verwendung aggressiver Produkte, die die natürliche Schutzbarriere der Kopfhaut stören können.
Stress
Eine bedeutende Rolle spielt auch Stress. Dieser wird oft unterschätzt, aber der Einfluss von psychischem Stress auf die Gesundheit der Haare ist gut bekannt.
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Wetterwechsel
Auch Wetterwechsel können eine Rolle spielen. Besonders der Übergang von warmen zu kalten Perioden, wenn die Kopfhaut trockener wird, kann Schmerzen und Juckreiz verursachen.
COVID-19
Seit Ausbruch der Covid-19-Pandemie haben einige Patienten Kopfhautschmerzen während oder nach der Krankheit berichtet. Eine davon ist, dass nach einer durchgemachten Covid-Infektion das sogenannte telogene Effluvium auftreten kann, also ein vorübergehender Haarausfall infolge von Stress oder Fieber. Während dieses Prozesses gehen die Haarfollikel in eine „Ruhephase" über, was mit Schmerzen verbunden sein kann. Ähnliche Erfahrungen schildern viele Menschen in Foren und Diskussionen. „Nach Covid tat mir wochenlang die Kopfhaut weh, vor allem beim Kämmen oder wenn ich auf das Kissen lag. Gleichzeitig fielen mir mehr Haare aus. Meine Ärztin sagte mir, dass dies eine normale Reaktion des Körpers auf Stress und Krankheit sein könnte."
Entzündliche Erkrankungen
In einigen Fällen können die Schmerzen durch entzündliche Erkrankungen wie Seborrhoe, Psoriasis oder Follikulitis verursacht werden - hier ist es ratsam, einen Dermatologen aufzusuchen.
Neurologische Ursachen
In einigen Fällen können Schmerzen der Kopfhaut neurologischen Ursprungs sein. Die sogenannte Allodynie ist ein Zustand, bei dem Menschen Schmerzen als Reaktion auf normale Reize empfinden, die normalerweise nicht wehtun - wie z.B. das Berühren der Haare oder der Druck einer Mütze. Sie kann mit Migräne, Fibromyalgie oder anderen neurologischen Erkrankungen verbunden sein. Interessant ist, dass bei einigen Menschen Schmerzen der Haarwurzeln kurz vor einer Migräne als eines der Warnsignale auftreten.
Stress als Faktor
Der Begriff “Stress” ist aus dem alltäglichen Sprachgebrauch nicht mehr wegzudenken. Fast jeder Mensch sieht sich täglich mit Stress konfrontiert. Doch was genau ist mit Stress eigentlich gemeint?
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In der Gesundheitspsychologie wird Stress als eine physische und psychische Reaktion eines Menschen auf eine überfordernde Situation definiert. Die Stressreaktionen können dabei durch unzählige sogenannte Stressoren ausgelöst werden. Dabei kann es sich bei dem Auslöser sowohl um innere, als auch um äußere Reize handeln.
Im Grunde genommen ist Stress ein Überbleibsel der Evolution, denn Stress versetzt den Körper in Alarmbereitschaft. Dadurch werden alle körperlichen Ressourcen gebündelt, um im Ernstfall zur Flucht oder Verteidigung anzusetzen, auch Fight or Flight genannt. Während diese Stressreaktion früher das Überleben gesichert hat, müssen sich die wenigsten Menschen heutzutage mit lebensbedrohlichen Situationen auseinandersetzen. Der Stress jedoch ist geblieben und wurde auf andere Lebensbereiche übertragen.
Zu den häufigsten Stressfaktoren gehören:
- finanzielle Sorgen bzw. Schulden
- Zeit- und Leistungsdruck
- Unterforderung bzw. Überforderung
- Mobbing und Kritik
- schlechtes Arbeitsumfeld
- zwischenmenschliche Probleme
- Krankheiten und Schmerzen
- Trauer und Depressionen
- Lärm usw.
Stress ist nicht gleich Stress. Man unterscheidet zwischen Eustress und Distress - positiv und negativ wahrgenommenem Stress.
Eustress wird als positiver Stress bezeichnet. Unter der Bezeichnung werden sämtliche Stressfaktoren zusammengefasst, die eine positive Wirkung auf den Körper ausüben. Sie unterstützen den Menschen dabei, sportliche Leistungen zu vollbringen, freudebringende Tätigkeiten auszuüben und alltägliche Dinge zu erledigen. Auch Glücksgefühle, ausgelöst durch besondere Situationen, können Eustress auslösen. Dazu zählen die Geburt des eigenen Kindes, Vorfreude auf eine Reise oder ein Event.
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Distress hingegen ist der negative Stress. Dieser bewirkt das genaue Gegenteil von Eustress und hat eine hemmende Wirkung auf den Organismus. Distress ist leistungsraubend, kräftezehrend und blockierend. Es kommt zu einer Überforderung bzw. Überlastung und damit zu einer Handlungsunfähigkeit. Diese führt langfristig zu dem, was als negative Auswirkungen von Stress bezeichnet wird.
Sowohl bei Eustress als auch bei Distress werden dieselben Stresshormone freigesetzt. Während diese Hormone bei Eustress für mehr Leistungsfähigkeit sorgen, schränken sie diese bei Distress ein. Wann eine Situation jedoch als Eustress und wann als Distress wahrgenommen wird, ist individuell. So kann eine Eustress-Situation sich auch zu einer Distress-Situation wandeln, wenn der oder die Betroffene überfordert wird.
Auswirkungen von Stress auf den Körper
Wird ein Mensch mit einem Stressor konfrontiert, sendet das Gehirn - genauer der Hypothalamus - Botenstoffe aus. Damit wird der Sympathikus aktiviert. Beim Sympathikus handelt es sich um den Teil des vegetativen Nervensystems, der den Körper in einen Erregungszustand versetzt und so die Leistungsfähigkeit erhöht. Den Gegenspieler des Sympathikus bildet der Parasympathikus.
Die Aktivierung des Sympathikus erteilt dem Körper das Signal, Stresshormone auszuschütten. Bei den Stresshormonen handelt es sich um Adrenalin bzw Noradrenalin sowie Kortisol, welche in der Nebennierenrinde bzw. im Nebennierenmark gebildet werden. Innerhalb kürzester Zeit gelangen die Stresshormone über den Blutkreislauf zu den Organen.
Das hat folgende Auswirkungen auf den Körper:
- schneller Puls
- erhöhter Blutdruck
- schnelle Atmung
- Anspannung der Muskulatur
- erhöhter Blutzuckerspiegel und Fettspiegel
- Hemmung der Verdauung und Sexualfunktionen
Der beschleunigte Herzschlag bzw. Puls und die schnelle Atmung sorgen dafür, dass möglichst viel sauerstoffreiches Blut zu den Muskelzellen gelangt und ihre Leistungsfähigkeit erhöht. Zugleich steigt die Muskelspannung für eine schnellere Reaktionsfähigkeit. Damit der Muskulatur im Ernstfall ausreichend Energie zur Verfügung steht, steigt der Blutzucker- und Fettspiegel. Zucker und Fett sind schnelle Energiequellen, die rasch vom Körper verwertet werden können. Zugleich werden andere, weniger wichtige Körperfunktionen und Stoffwechselvorgänge eingeschränkt. Dazu gehören Regenerationsprozesse, aber auch die Verdauung, Sexualfunktionen bzw. die Hormonproduktion sowie das Immunsystem durch die Blockade der Abwehrzellen.
Eine einmalige Stressreaktion hinterlässt keine nachhaltigen Schäden. Neuesten Umfragen zufolge ist Stress bei den meisten Menschen jedoch ein alltäglich auftretendes Phänomen und für viele bereits ein chronisches Problem. Das bedeutet, dass der Sympathikus dauerhaft aktiv und der Anteil der Stresshormone erhöht ist. Das wiederum hat negative körperliche und geistige Folgen:
- dauerhaft erhöhter Blutdruck
- erhöhte Blutfettwerte/ Blutzuckerwerte
- erhöhte Infektanfälligkeit
- Kopfschmerzen/ Migräne
- Antriebslosigkeit, Trägheit, Müdigkeit
- erhöhte Reizbarkeit
- Verdauungsbeschwerden
- Schlafstörungen
- Verspannungen
- Hautunreinheiten und Haarausfall
Haarausfall durch Stress
Chronischer Stress hat zahlreiche negative Auswirkungen auf den Körper, sowohl innerlich als auch äußerlich. In von Stress geprägten Lebensphasen leiden vor allem Frauen häufig unter stressbedingtem Haarausfall. Die Haardichte verringert sich und das Haar wird immer dünner und spröder. Mediziner sprechen hierbei von diffusem Haarausfall. Bei diffusem Haarausfall dünnt das Haar gleichmäßig über den gesamten Kopf verteilt aus. Es gibt kein erkennbares Muster so wie z.B. bei der androgenetischen Alopezie. Somit verringert sich die Gesamtanzahl der Haare und das Haar wirkt feiner. Die Scheitelregion verbreitert sich und die Kopfhaut wird sichtbar.
Stressbedingter Haarausfall entsteht durch einen Eingriff in den Haarzyklus. Jede Haarwurzel durchläuft einen Zyklus, der sich in 3 Phasen unterteilt: Wachstumsphase, Übergangsphase, Ruhephase. Im Normalfall dauert solch ein Zyklus mehrere Jahre, innere und äußere Ursachen können diesen Prozess jedoch unterbrechen und verkürzen - so auch Stress.
Die genauen biologischen Vorgänge, die zu Haarausfall durch Stress führen, sind noch nicht eindeutig geklärt. Mediziner und Wissenschaftler nehmen jedoch an, dass die Neurotransmitter oder auch Botenstoffe eine zentrale Rolle dabei spielen.
Die Botenstoffe übermitteln über die Nerven das Signal des Gehirns, Stresshormone auszuschütten. Auch jedes Haarbalg ist von einem Geflecht aus Nervenfasern umgeben, in dem die Neurotransmitter wirken können. Die Anzahl der Nervenfasern wird unter anderem durch den sogenannten Nerve Growth Factor (NGF) reguliert. Wird im Körper nun eine Stressreaktion ausgelöst, gelangen die Botenstoffe zu den Haarwurzeln und die Anzahl der umgebenden Nervenfasern erhöht sich. Durch die Stress-Botenstoffe werden die körpereigenen Abwehrzellen aktiviert und es kommt zu einer Entzündungsreaktion im Haarfollikel. Diese Entzündung greift in den Haarwachstumszyklus ein und bewirkt, dass die Haarwurzel vorzeitig in die Ruhephase eintritt. Diese entzündungsbedingte Unterbrechung ist letztlich die Ursache für den Haarverlust.
Kreisrunder Haarausfall durch Stress
Haarausfall durch Stress kann sich nicht nur in Form von diffusem Haarausfall äußern, sondern auch durch kreisrunden Haarausfall.
Bei kreisrundem Haarausfall, auch bekannt unter der Bezeichnung Alopecia areata, handelt es sich um krankheitsbedingten Haarausfall. Ursache hierfür ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die körpereigenen Abwehrzellen gegen die eigenen Haarfollikel richten und so den Haarwuchs stoppen. Demzufolge läuft hier ein ähnlicher Prozess wie beim stressbedingten Haarausfall ab. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass nicht der Stress selbst die Ursache für die Überlastung der Haarwurzeln ist. Stress stellt beim kreisrunden Haarausfall vielmehr einen Trigger dar, der einen Schub auslösen kann.
Der kreisrunde Haarverlust geht mit scharf begrenzten kahlen, runden Stellen auf dem Kopf einher. Vor allem junge Frauen sind von dieser Form des stressbedingten Haarausfalls betroffen.
Was tun gegen stressbedingten Haarausfall?
Haarausfall durch Stress ist kein endgültiges Urteil, denn die Haarpracht lässt sich wiederherstellen. Das funktioniert allerdings nur unter der Voraussetzung, dass der Stress und die damit verbundene psychische und körperliche Belastung reduziert werden.
Stressoren beseitigen
Im Alltag wird jeder Mensch mit unterschiedlichen Stressfaktoren konfrontiert. Was den einen kalt lässt, ist für den anderen bereits genug, um Stress zu verursachen. Um stressbedingten Haarausfall zu verhindern, sollten Betroffene sich daher auf die Suche nach den größten Stressoren in ihrem Alltag begeben. Sind diese identifiziert, gilt es sie zu reduzieren oder - wenn möglich - auch ganz zu beseitigen.
Ist z.B. Zeitdruck die Ursache für den Stress kann es helfen, einen Zeitplan aufzustellen und so den Tag zu strukturieren. Außerdem sollte man sich von dem Gedanken befreien, alles sofort erledigen zu müssen und ein schlechtes Gewissen zu kriegen, wenn es doch nicht klappt. Bei beruflichem Stress kann ein Gespräch mit dem Vorgesetzten Abhilfe schaffen. So können Grenzen festgelegt werden, die vor einer Überarbeitung schützen. Wer dennoch mit Bauchschmerzen zum Job geht, sollte unter Umständen einen Jobwechsel in Erwägung ziehen. Andernfalls entwickelt sich dieser permanente psychische Druck schnell zum Burnout.
Pflanzliche Heilmittel und Medikamente
Aus unterschiedlichen Gründen lassen sich die Stressfaktoren nicht immer kontrollieren. Wenn es also nicht möglich ist die Ursache für den Stress selbst zu verhindern, kann die Stresswirkung auf den Körper reduziert werden. Auch auf diese Weise kann stressbedingtem Haarausfall zumindest vorgebeugt werden. Zu den effektivsten pflanzlichen Mitteln gehören Baldrian, Johanniskraut und Bachblüten. Die Pflanzenpräparate minimieren Nervosität und innere Unruhe. Bei stressbedingten Schlafstörungen können sie außerdem zu einem erholsamen Schlaf beitragen. Johanniskraut wird sogar bei depressiven Verstimmungen eingesetzt, die durch Stress entstehen können. Auf diese Weise können die körperlichen Stresssymptome verringert werden, die unter anderem auch zum Haarausfall führen.
Wenn pflanzliche Arzneimittel nicht mehr ausreichen, können auch beruhigende Medikamente vom Arzt verordnet werden. Dazu gehören u.a. Betablocker, Neuroleptika und Antidepressiva. Allerdings sollte die Einnahme solcher Mittel niemals ohne ärztliche Anordnung erfolgen.
Meditation gegen Stress
Eine weitere Möglichkeit Stress bzw. das Stressempfinden zu reduzieren sind meditative Übungen. Eine der bekanntesten Entspannungsübungen ist das autogene Training. Das autogene Training ist eine Art Selbsthypnose, die mit Affirmationen eingeleitet wird. Durch die Wiederholung bestimmter Aussagen wie z.B. “Das linke Bein wird nun ganz schwer” soll der Körper manuell in einen Ruhezustand gebracht werden. Der gedankliche Fokus auf die Entspannung kann sich beruhigend auf das vegetative Nervensystem auswirken und so das Stresslevel senken.
Ähnlich zum autogenen Training und eine weitere meditative Methode zur Stressreduktion ist die progressive Muskelentspannung. Dabei wird durch den Wechsel von Anspannung und Entspannung einzelner Muskeln die gesamte Körpermuskulatur entspannt. Dieser entspannte Muskelzustand überträgt sich dann auf andere Körperbereiche wie z.B. die Magen- und Darmtätigkeit. Zudem sollen Betroffene so den Unterschied zwischen entspannten und angespannten Muskeln erkennen, denn häufig geht Stress mit einer unterbewussten Muskelspannung und infolgedessen mit Verspannungen einher.
Sport gegen Stress
Viele stressgeplagte Menschen benötigen einen Ausgleich, um die kreisenden Gedanken loszuwerden und die Anspannung des Körpers zu lockern. Aus diesem Grund ist Sport bzw. körperliche Aktivität sehr gut zum Stressabbau geeignet.
Sport sorgt für positiven Stress, den Eustress, um die Leistungsfähigkeit zu steigern. Befinden sich Körper und Geist in einem Distress-Zustand, kann sportliche Aktivität diesen in einen Eustress-Zustand überführen. Somit werden negativ wahrgenommene Stresssymptome in ein eher positives Empfinden gewandelt.
Zusätzlich hilft Sport dabei, sich von sorgenvollen Gedanken zu distanzieren, was ebenfalls zur Stressreduktion beiträgt.
Wie kann man Haarausfall durch Stress vorbeugen?
Haarausfall durch Stress kommt für die meisten Betroffenen meist sehr plötzlich und entwickelt sich vor allem für Frauen zu einer seelischen Belastung. Denn wenn das Haar immer dünner und spröder wird, schwindet bei vielen auch das Selbstbewusstsein. Und bis der Haarausfall stoppt, können einige Wochen oder sogar Monate vergehen.
So weit muss es allerdings nichts kommen. Mit den folgenden Tipps kann stressbedingtem Haarausfall vorgebeugt werden.
Ausreichend Entspannung/ Schlaf
Schlechter Schlaf ist nicht nur ein Stresssymptom, sondern zugleich auch Auslöser von Stress. Das führt zu einem Teufelskreis. Um das zu verhindern, ist eine gute Schlafhygiene sehr wichtig. Schaffen Sie sich Routinen vor dem Zubettgehen, um den Körper und den Verstand auf den Schlaf vorzubereiten. Bildschirme sollten kurz vorher verbannt werden und bei festsitzenden Gedanken hilft es, diese auf ein Blatt Papier zu notieren. Achten Sie auf Dunkelheit und Ruhe.
Für die Stressreduktion ist es außerdem von großer Bedeutung, regelmäßig zu entspannen. Ob nach einem stressigen Tag unter einer warmen Dusche oder bei einem Kurzurlaub. Wer merkt, dass der Alltag zu viel Überforderung mit sich bringt, sollte sich Auszeiten nehmen. Diese Auszeiten sollten gefüllt sein mit Dingen, die man gerne tut und die zur Beruhigung beitragen.
Grenzen setzen
Stress entsteht meist durch Überlastung und Überforderung. In einer Leistungsgesellschaft ist der Druck oft sehr groß, Beruf, Privatleben und soziale Kontakte unter einen Hut zu bekommen. Das ist der Grund, weshalb Grenzen wichtig sind. Jeder Mensch muss lernen “Nein” zu sagen und sich den Grenzen der eigenen körperlichen und geistigen Kapazität bewusst zu werden. Das bedeutet auch sich nicht davor zu scheuen, im Job oder auch im privaten Umfeld nach Hilfe zu fragen oder bestimmte Dinge im Zeitplan nach hinten zu schieben. Nur so kann man chronischem Stress mit all seinen Folgen vorbeugen.
Nährende Haarpflege
Abgesehen von Maßnahmen für die mentale Gesundheit kann stressbedingter Haarausfall auch durch die Pflege von außen vorgebeugt werden.
Einerseits sollte das Haar sorgsam behandelt werden. Dazu gehört der Verzicht auf große Hitzebelastung, aber auch auf aggressive Tenside in Shampoos. Um die Kopfhaut und die Haarwurzeln vor Schäden durch oxidativen Stress zu schützen, sind Antioxidantien notwendig. Diese können in Form von nährenden Haarölen wie Rezilin auf das Haar gebracht werden. Die enthaltenen Nährstoffe können außerdem zum Haarwachstum beitragen und sprödem und trockenem Haar neuen Glanz verleihen.
Für die Haarpflege von innen eignen sich Nahrungsergänzungsmittel mit Inhaltsstoffen…
Migräne und Kopfhautschmerzen
Verspannungen im Schulter-, Nacken- und Kopfbereich können Spannungskopfschmerzen, Migräne - und Haarausfall auslösen. Patienten, die mit der AC-Therapie gegen Spannungshaarausfall behandelt wurden, sprechen von deutlich reduzierten Spannungskopfschmerz- und Migräneattacken.
Es gibt auch neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerzkliniken, die sich auf die spezielle Therapie von Migräne mit und ohne Aura, Migräne-Komplikationen und alle Kopfschmerzen konzentrieren. Diese Kliniken bieten oft eine umfassende Betreuung, einschließlich Schmerzkalender und Fragebögen, um die Behandlung optimal zu planen.
Trichodynie: Schmerzen der Kopfhaut
Viele Menschen leiden unter einer gesteigerten Empfindlichkeit der Kopfhaut, Trichodynie genannt. Kopfhaut oder Haarwurzeln schmerzen, Berührungen werden als unangenehm oder schmerzhaft empfunden, auch schmerzhaftes Brennen der Kopfhaut wird häufig geschildert. Oft wird auch das Kämmen der Haare und/oder jede Lageveränderung der Haare als sehr unangenehm empfunden. Allein die Tatsache, dass man seine Haare und Kopfhaut ständig spürt, ist schon belastend.
Die Ursachen der Trichodynie sind vielfältig, aber noch immer nicht gut genug erforscht. Vor der Behandlung steht die Ursachenklärung. Die Therapie richtet sich dann nach der Ursache. Oft kann man den Auslöser finden und dann ausschalten. Es gibt aber auch für schwierige Fälle viele gute Behandlungsmöglichkeiten.
tags: #stress #migrane #haarausfall