Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch starke Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit, gekennzeichnet ist. Die Behandlung von Migräne umfasst sowohl akute als auch präventive Maßnahmen. Ibuprofen, ein nichtsteroidales Antirheumatikum (NSAR), wird häufig zur Linderung akuter Migräneanfälle eingesetzt. In einigen Fällen wird Ibuprofen in Kombination mit Lysin verwendet, um die Wirkung zu beschleunigen. Dieser Artikel beleuchtet den Tagesbedarf an Ibuprofen und Lysin im Zusammenhang mit Migräne, ihre Wirkungsweise, Anwendung und wichtige Aspekte.
Was ist Ibuprofen und wie wirkt es?
Ibuprofen ist ein Schmerzmittel (Analgetikum) aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR). Es wird vor allem bei Schmerzen infolge von entzündlichen Prozessen sowie gegen leichte bis mäßige Schmerzen wie Kopfschmerzen, Zahnschmerzen oder Regelschmerzen angewendet. Weitere Anwendungsgebiete sind Gelenkschmerzen durch Arthrose und Sportverletzungen.
Wirkmechanismus von Ibuprofen
Ibuprofen greift in das Entzündungsgeschehen und die Schmerzwahrnehmung ein, indem es die Cyclooxygenasen (COX) COX-1 und COX-2 hemmt und damit die Bildung von Prostaglandinen stoppt. Diese Botenstoffe sind wesentlich an Entzündungsgeschehen sowie an der Weiterleitung und Wahrnehmung von Schmerzsignalen beteiligt. Allerdings bauen Prostaglandine auch die schützende Magenschleimhaut auf, weshalb es bei Einnahme von Ibuprofen zu einer Reduktion der schützenden Schleimschicht innerhalb des Magens kommen kann. Ein Nebeneffekt der COX-Hemmung ist eine vermehrte Bildung von Leukotrienen, die für Asthmatiker problematisch sein kann, da diese zu einer Bronchokonstriktion führen können.
Zusammengefasst wirkt Ibuprofen:
- analgetisch (schmerzlindernd)
- antiinflammatorisch (entzündungshemmend)
- antipyretisch (fiebersenkend)
Pharmakokinetik von Ibuprofen
Bei oraler Applikation wird Ibuprofen zum Teil schon im Magen und anschließend vollständig im Dünndarm resorbiert. Nach hepatischer Metabolisierung (Hydroxylierung, Carboxylierung) werden die pharmakologisch unwirksamen Metabolite vollständig, hauptsächlich renal (90 Prozent), aber auch biliär eliminiert. Die Eliminationshalbwertszeit beträgt beim Gesunden und Leber- und Nierenkranken 1,8 bis 3,5 Stunden. Die Plasmaproteinbindung liegt bei etwa 99 Prozent. Maximale Plasmaspiegel werden nach oraler Gabe einer normal freisetzenden Arzneiform nach 1 bis 2 Stunden erreicht.
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Dosierung von Ibuprofen
Die Dosierungsempfehlung von Ibuprofen richtet sich danach, ob Patienten das Medikament innerhalb der Selbstmedikation erwerben oder es über einen Arzt verschrieben wurde.
Innerhalb der Selbstmedikation betragen die empfohlenen Dosierungen:
- 5 kg bis 6 kg (Säuglinge 6 bis 8 Monate): 50 mg Ibuprofen alle 8 Stunden
- 7 kg bis 9 kg (9 bis 12 Monate): 50 mg Ibuprofen alle 6 Stunden
- 10 kg bis 15 kg (Kinder: 1 bis 3 Jahre): 100 mg Ibuprofen alle 8 Stunden
- 16 kg bis 20 kg (Kinder: 4 bis 6 Jahre): 150 mg Ibuprofen alle 8 Stunden
- 20 bis 29 kg (Kinder: 6 bis 9 Jahre): 200 mg Ibuprofen alle 8 Stunden
- 30 bis 39 kg (Kinder: 10 bis 11 Jahre): 200 mg Ibuprofen alle 6 Stunden
- ≥ 40 kg (Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene): 400 mg Ibuprofen alle 8 Stunden
Wird Ibuprofen über einen Arzt verschrieben, kann dieser sich für höhere Dosierungen entscheiden. Der empfohlene Dosisbereich für Erwachsene und Jugendliche ab 15 Jahren liegt pro Tag zwischen 1200 und 2400 mg Ibuprofen.
Nebenwirkungen von Ibuprofen
Zu den sehr häufig auftretenden Nebenwirkungen (≥1/10) zählen:
- Sodbrennen
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Blähungen
- Diarrhö
- Verstopfung
- geringfügige Magen-Darm-Blutverluste, die in Ausnahmefällen eine Anämie verursachen können
Klinische Studien weisen darauf hin, dass die Anwendung von Ibuprofen insbesondere in hohen Dosen (2.400 mg/Tag) möglicherweise mit einem geringfügig erhöhten Risiko arterieller thrombotischer Ereignisse (z. B. Myokardinfarkt oder Schlaganfall) assoziiert ist.
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Wechselwirkungen von Ibuprofen
Ibuprofen (wie andere NSAR) sollte nur mit Vorsicht zusammen mit den folgenden Arzneistoffen eingenommen werden:
- Andere NSAR einschließlich Salicylate: Risiko gastrointestinaler Ulzera und Blutungen erhöht
- Digoxin, Phenytoin, Lithium: Serumspiegel dieser Arzneimittel kann sich erhöhen
- Diuretika, ACE-Hemmer, Betarezeptorenblocker und Angiotensin-II-Antagonisten: Wirkung von Diuretika und Antihypertensiva kann abgeschwächt werden. Bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion kann es zu einer weiteren Verschlechterung der Nierenfunktion, einschließlich eines möglichen akuten Nierenversagens, kommen. Vor allem bei älteren Patienten sollte eine solche Kombination daher nur mit Vorsicht angewendet werden: Patienten müssen zu einer adäquaten Flüssigkeitseinnahme aufgefordert werden und eine regelmäßige Kontrolle der Nierenwerte sollte in Erwägung gezogen werden
- Kaliumsparende Diuretika: Hyperkaliämie möglich
- Glucocorticoide: erhöhtes Risiko gastrointestinal Ulzera oder Blutungen
- Thrombozytenaggregationshemmer wie Acetylsalicylsäure und selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI): erhöhtes Risiko gastrointestinal Blutungen
- Niedrig dosierte Acetylsalicylsäure: Wirkung von niedrig dosierter Acetylsalicylsäure auf die Blutplättchenaggregation kann gehemmet sein. Jedoch lassen sich wegen der begrenzten Datenlage keine sicheren Schlussfolgerungen treffen. Bei gelegentlicher Anwendung von Ibuprofen ist eine klinisch relevante Wechselwirkung unwahrscheinlich
- Methotrexat: erhöhte Konzentration von Methotrexat und Zunahme seiner toxischen Wirkung
- Ciclosporin: Risiko einer nierenschädigenden Wirkung durch Ciclosporin wird erhöht
- Antikoagulanzien: Wirkung von Antikoagulanzien wie Warfarin kann verstärket werden
- Sulfonylharnstoffe: Kontrolle der Blutzuckerwerte empfohlen
- Tacrolimus: Risiko der Nephrotoxizität ist erhöht, wenn beide Arzneimittel gleichzeitig verabreicht werden
- Zidovudin: Hinweise auf ein erhöhtes Risiko für Hämarthrosen und Hämatome bei HIV-positiven Hämophilie-Patienten, die gleichzeitig Zidovudin und Ibuprofen einnehmen
- Probenecid und Sulfinpyrazon: Ausscheidung von Ibuprofen kann verzögert werden
Kontraindikationen von Ibuprofen
Ibuprofen soll nicht angewendet werden bei:
- einer bekannten Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
- bekannten Reaktionen von Bronchospasmus, Asthma, Rhinitis oder Urtikaria nach der Einnahme von Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Entzündungshemmern in der Vergangenheit
- ungeklärten Blutbildungsstörungen
- bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt aufgetretenen peptischen Ulzera oder Hämorraghien (mindestens 2 unterschiedliche Episoden nachgewiesener Ulzeration oder Blutung)
- gastrointestinalen Blutungen oder Perforation in der Anamnese im Zusammenhang mit einer vorherigen Therapie mit nicht-steroidalen Antirheumatika/Antiphlogistika (NSAR)
- zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutungen
- schweren Leber- oder Nierenfunktionsstörungen
- schwerer Herzinsuffizienz
- letztes Drittel der Schwangerschaft
Ibuprofen in Schwangerschaft und Stillzeit
Durch Hemmung der Prostaglandinsynthese durch Ibuprofen kann die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflusst werden. Epidemiologische Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis hin, wenn Prostaglandinsynthesehemmer in der Frühschwangerschaft angewendet wurden.
Während des dritten Schwangerschaftstrimesters besitzen alle Prostaglandinsynthesehemmer folgende Risiken:
- kardiopulmonale Toxizität (mit vorzeitigem Verschluss des Ductus arteriosus und pulmonaler Hypertonie)
- Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann
- mögliche Verlängerung der Blutungszeit der Mutter
- Hemmung von Uteruskontraktionen, mit der Folge eines verspäteten oder verlängerten Geburtsvorganges
Ibuprofen geht in die Muttermilch über, weshalb der Wirkstoff während der Stillzeit nicht dauerhaft eingesetzt werden sollte.
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Verkehrstüchtigkeit
In höherer Dosierung kann Ibuprofen zentralnervöse Nebenwirkungen wie Müdigkeit und Schwindel auslösen, die im Einzelfall die Reaktionsfähigkeit verändern und die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr und zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen können. Dies gilt in verstärktem Maße im Zusammenwirken mit Alkohol.
Anwendungshinweise
Bei älteren Patienten kommt es unter NSAR-Therapie häufiger zu unerwünschten Wirkungen, vor allem zu gastrointestinalen Blutungen und Perforationen, auch mit letalem Ausgang. Gastrointestinale Blutungen, Ulzera oder Perforationen, auch mit letalem Ausgang, wurden unter allen NSAR berichtet. Sie traten mit oder ohne vorherige Warnsymptome bzw.
Was ist Lysin und wie wirkt es?
Lysin ist eine essentielle Aminosäure, die der Körper nicht selbst herstellen kann und daher über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden muss. Sie ist an vielen wichtigen Prozessen im Körper beteiligt.
Bedeutung von Lysin für den Körper
Lysin ist eine von acht essentiellen Aminosäuren, die unser Körper nicht selbst bilden kann. Sie ist jedoch lebenswichtig und wird u. a. für den Aufbau von Proteinen und zur Zellteilung, zum Wachstum von Knochen und zur Wundheilung, auch von Hautdefekten benötigt. Außerdem ist Lysin an der Bildung von Enzymen, Hormonen und Antikörpern beteiligt. Natürlich im Protein vorhandenes Lysin besitzt eine spezifische Struktur, die auch L-Lysin genannt wird. Um eine ausreichende Menge Lysin aufzunehmen, ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung wichtig. Bei einem Mangel bspw. aufgrund eines erhöhten Bedarfs, wie es bei Sportlern, Schwangeren, Kindern und Vegetariern sowie Veganern der Fall sein kann, kann die Aminosäure dem Organismus als Nahrungsergänzungsmittel zugeführt werden.
Lysin ist mitverantwortlich für die Produktion der Strukturproteine Elastin und Kollagen, die für die Elastizität des Bindegewebes benötigt werden. Lysin in Kombination mit Sport begünstigt Muskelaufbau und ein starkes Bindegewebe.
Fehlt dem menschlichen Organismus ausreichend Lysin, können verschiedene Proteine nicht hinlänglich produziert werden. Daraus folgen Funktionsbeeinträchtigungen. Symptome einer Lysin-Unterversorgung sind u. a. eine geschwächte Immunabwehr und damit einhergehend häufig auftretende Infektionen, Müdigkeit und Leistungsabfall, Übelkeit und Haarauswahl sowie vor allem bei Kindern Wachstumsstörungen.
Tagesbedarf an Lysin
Mediziner gehen von einem Tagesbedarf für Erwachsene von 38 mg Lysin pro kg Körpergewicht aus. Im tierischen Eiweiß kommt es reichlich vor, auch in Hülsenfrüchten und Saaten.
Tierische Lebensmittel, insbesondere Fleisch und Milchprodukte, liefern reichlich Lysin.
Lysin als Wirkbeschleuniger für Ibuprofen
Ibuprofen wird zur Schmerzlinderung bei Kopf- und Zahnschmerzen eingesetzt. Lysin als Wirkbeschleuniger soll die Löslichkeit von Ibuprofen im Magen erhöhen und den Eintritt der Wirkung beschleunigen. Dank dieser Lysin-Wirkung wird Ibuprofen schneller ins Blut aufgenommen und sein schmerzlindernder Effekt setzt schon nach ungefähr zehn bis 15 Minuten ein.
Lysin und Herpes
In Studien konnte nachgewiesen werden, dass die tägliche Dosis von 3.000 mg Lysin einen vermehrten Ausbruch von Herpes verhindern und bei erneutem Auftreten die Symptome lindern kann, da Lysin die Aminosäure Arginin verdrängt, die die Herpes-Viren zur Vermehrung benötigen. Damit kann Lysin Herpes und Symptome lindern.
Einnahme von Lysin
Sie können Lysin in verschiedenen Darreichungsformen kaufen, je nach Belieben u. a. Im Idealfall nehmen Sie das Präparat zwischen den Mahlzeiten ein, mindestens eine halbe Stunde vor oder eineinhalb Stunden nach dem Essen. So kann die Aminosäure ihre Wirkung optimal entfalten, ohne dabei andere Vorgänge im Körper zu beeinflussen.
Wechselwirkungen von Lysin
Als Gegenspieler sollten sich die Aminosäuren Arginin und Lysin im Körper in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander befinden. Da bei dauerhaft hoher Lysin-Einnahme jedoch die Verfügbarkeit von Arginin reduziert wird, kann ein daraus resultierender Argininmangel zu einer Verengung der Blutgefäße führen.
Verfügbarkeit von Lysin
Sie erhalten Nahrungsergänzungsprodukte mit Lysin freiverkäuflich u. a. in Apotheken.
Wichtige Hinweise zur Einnahme von Lysin
Achten Sie bitte darauf, dass Sie die Aminosäure nicht überdosieren. Es gibt Hinweise darauf, dass als Nebenwirkung einer Überdosierung die Blutgerinnung beeinträchtigt sein kann und die langfristige Einnahme von sehr hochdosiertem Lysin blutdrucksteigernd wirkt. Halten Sie sich an die Verzehrempfehlung des Präparat-Herstellers, sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder einem Apotheker.
Maltodextrin als Energielieferant
Zur raschen Energiebereitstellung und Auffüllung der Energiespeicher kann Maltodextrin eingesetzt werden. Lamperts Maltodextrin 12 ist ein geschmacksneutrales, wasserlösliches Glucose-Saccharidgemisch und enthält: 1% Glucose, 2% Disaccharide und 97% höhere Polysaccharide. Lamperts Maltodextrin 12 ist eiweiß- und fettfrei, ballastoffrei, glutenfrei und extrem Natriumarm. Dadurch ist Lamperts Maltodextrin 12 für zahlreiche Diätmaßnahmen prädestiniert. Bei eiweißarmen Kostformen z.B. bei chronischer Niereninsuffizienz, bei fettfreien Kostformen z.B. bei fettinduzierter Hyperlipidämie, bei Maldigestion und Malabsorption, Störungen der Nahrungsaufnahme z.B. für flüssiges oder breiige Kost, bei chronischen-entzündlichen Darmerkrankungen, zur prä- oder postoperativen Ernährung.
Die Anwendungsgebiete sind zahlreich: Hypoglykämien, bei erhöhtem Energiebedarf bei malignen Tumoren (Kachektischer Zustand), Anorexie, chronische Nierensuffizienz, vor oder nach Operationen im Intestinalbereich, Störungen im Aminosäurestoffwechsel, Pankreaserkrankungen, Rekonvaleszenz, Antriebsschwäche im Alter, Energiespender nach erschöpfenden Krankheiten, Energiebereitstellung vor sportlichen Aktivitäten.
Lamperts Maltodextrin 12 ist eine Mischung aus verwertbaren Kohlenhydraten, die durch schonende enzymatische Hydrolyse gewonnen wird. Es wird im Körper rasch resorbiert und zu Glucose abgebaut. Dadurch wird eine hohe Energiebereitstellung erreicht. Lamperts Maltodextrin 12 ist auch in hoher Konzentration ausgezeichnet verträglich.
Der Tagesbedarf liegt zwischen 25 und 75 g (2-6 gehäufte Eßlöffel).
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