MTX Hexal: Nebenwirkungen und Wissenswertes

MTX Hexal ist ein Medikament, das den Wirkstoff Methotrexat enthält. Methotrexat wirkt auf verschiedene Weise: Es hemmt die Vermehrung schnell wachsender Zellen, verringert die Aktivität des Immunsystems und wirkt entzündungshemmend. Es wird zur Behandlung verschiedener Erkrankungen eingesetzt, darunter rheumatoide Arthritis, juvenile idiopathische Arthritis und Psoriasis. Obwohl es wirksam ist, ist es wichtig, sich der möglichen Nebenwirkungen bewusst zu sein, einschließlich des Taubheitsgefühls.

Anwendungsgebiete von MTX Hexal

MTX Hexal wird bei folgenden Erkrankungen eingesetzt:

  • Schwere Formen der aktiven rheumatoiden Arthritis/chronischen Polyarthritis: Wenn andere Basismedikamente oder nicht-steroidale Antirheumatika (NSAIDs) nicht ausreichend wirksam sind oder nicht vertragen werden. Auch bei besonders aggressivem Verlauf.
  • Polyarthritische Formen der schweren aktiven juvenilen idiopathischen Arthritis (JIA): Bei Kindern ab 3 Jahren und Jugendlichen, wenn NSAIDs nicht ausreichend wirken.
  • Schwere Formen der Schuppenflechte (Psoriasis vulgaris) und Schuppenflechte mit Gelenkbeteiligung (Psoriasis arthropathica): Wenn eine übliche Therapie nicht ausreichend ist.

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen vor der Einnahme

Bevor Sie mit der Einnahme von MTX Hexal beginnen, sollten Sie folgende Punkte beachten:

  • Allergie: Nehmen Sie MTX Hexal nicht ein, wenn Sie allergisch gegen Methotrexat oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
  • Infektionen: Nicht einnehmen bei schweren oder aktiven Infektionen.
  • Mundschleimhautentzündungen oder Geschwüre im Magen-Darm-Bereich: Nicht einnehmen, wenn Sie darunter leiden.
  • Nieren- oder Leberfunktionsstörungen: Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt.
  • Erkrankungen des blutbildenden Systems oder Störung des Immunsystems: Besprechen Sie dies unbedingt mit Ihrem Arzt.
  • Alkohol: Vermeiden Sie regelmäßigen Konsum größerer Mengen Alkohol.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: MTX Hexal darf während der Schwangerschaft und Stillzeit nicht eingenommen werden.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen

  • MTX Hexal darf nur einmal wöchentlich zur Behandlung von rheumatoider Arthritis und Psoriasis angewendet werden. Eine häufigere Anwendung oder höhere Dosen können zu schweren Erkrankungen, einschließlich Tod, führen.
  • Die Therapie mit Methotrexat sollte nur von Ärzten eingeleitet und überwacht werden, die genügend Erfahrung mit der Methotrexat-Therapie der betreffenden Erkrankung haben.
  • Während der Behandlung mit Methotrexat müssen Sie engmaschig beobachtet werden, damit Vergiftungserscheinungen schnell erkannt werden können.
  • Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie Diabetes mellitus haben, inaktive, lang anhaltende Infektionen haben, eine Leber- oder Nierenerkrankung haben oder hatten, Probleme mit der Lunge haben oder hatten, stark übergewichtig sind oder Flüssigkeitsansammlungen im Bauch oder im Zwischenraum zwischen Lunge und Brustwand haben.

Mögliche Nebenwirkungen von MTX Hexal

Wie alle Medikamente kann auch MTX Hexal Nebenwirkungen verursachen. Es ist wichtig zu beachten, dass nicht jeder Patient diese Nebenwirkungen erfährt und dass die Schwere der Nebenwirkungen von Person zu Person unterschiedlich sein kann. Einige häufige und gelegentliche Nebenwirkungen sind:

  • Sehr häufig: Infektionen des Respirationstrakts (einschließlich des unteren und oberen Respirationstrakts, Pneumonie, Sinusitis, Pharyngitis, Nasopharyngitis und virale Herpespneumonie); Leukopenie (einschließlich Neutropenie, Agranulozytose), Anämie; erhöhte Blutfettwerte; Kopfschmerzen; Abdominalschmerzen, Übelkeit und Erbrechen; Erhöhung der Leberenzyme; Hautausschlag (einschließlich schuppender Hautausschlag); muskuloskelettale Schmerzen; Reaktion an der Injektionsstelle (einschließlich Erytheme an der Injektionsstelle).
  • Häufig: Systemische Infektionen (einschließlich Sepsis, Candidiasis, Influenza), intestinale Infektionen (einschließlich viraler Gastroenteritis), Haut- und Weichteilinfektionen (einschließlich Paronychie, Zellgewebsentzündung, Impetigo, nekrotisierender Fasciitis, Herpes zoster), Ohrinfektionen, Mundinfektionen (einschließlich Herpes simplex, Mundherpes, Zahninfektionen), Genitaltraktinfektionen (einschließlich vulvovaginaler Pilzinfektion), Harnwegsinfektionen (einschließlich Pyelonephritis), Pilzinfektionen, Gelenkinfektionen; Hautkrebs außer Melanom (einschließlich Basalzellkarzinom, Plattenepithelkarzinom), gutartiges Neoplasma; Leukozytose, Thrombozytopenie; Überempfindlichkeit, Allergien (einschließlich durch Jahreszeiten bedingte Allergie); Hypokaliämie, erhöhte Harnsäurewerte, abweichende Natriumwerte im Blut, Hypokalzämie, Hyperglykämie, Hypophosphatämie, Dehydratation; Stimmungsschwankungen (einschließlich Depression), Ängstlichkeit, Schlaflosigkeit; Parästhesien (einschließlich Hypästhesie), Migräne, Nervenwurzelkompression; eingeschränktes Sehvermögen, Konjunktivitis, Blepharitis, Anschwellen des Auges; Schwindel; Tachykardie; Hypertonie, Hitzegefühl, Hämatome; Asthma, Dyspnoe, Husten; Blutungen im Gastrointestinaltrakt, Dyspepsie, gastroösophageale Refluxkrankheit, Sicca-Syndrom; Verschlechterung oder neuer Ausbruch von Psoriasis (einschließlich palmoplantarer pustulöser Psoriasis), Urtikaria, Blutergüsse (einschließlich Purpura), Dermatitis (einschließlich Ekzem), Onychoclasis (Brechen der Nägel), Hyperhidrose, Alopezie, Pruritus; Muskelkrämpfe (einschließlich Erhöhung der Blut-Kreatinphosphokinase); eingeschränkte Nierenfunktion, Hämaturie; Brustschmerzen, Ödeme, Fieber; Koagulations- und Blutungsstörungen (einschließlich Verlängerung der partiellen Thromboplastinzeit), positiver Nachweis von Autoantikörpern (einschließlich doppelsträngiger DNA-Antikörper), erhöhte Blutwerte für Lactatdehydrogenase; beeinträchtigte Wundheilung.
  • Gelegentlich: Neurologische Infektionen (einschließlich viraler Meningitis), opportunistische Infektionen und Tuberkulose (einschließlich Kokzidioidomykose, Histoplasmose, komplexe Infektion durch Mycobacterium avium), bakterielle Infektionen, Augeninfektionen, Divertikulitis; Lymphom, solide Organtumoren (einschließlich Brustkrebs, Lungentumor, Schilddrüsentumor), Melanom; idiopathische thrombozytopenische Purpura; Diabetes mellitus; Depression; kognitive Störungen; Aphasie, Hemiparese, Krampfanfälle; Perikarditis, Perikarderguss, Herzinsuffizienz; Lungenfibrose, Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie, Pleuraerguss, Lungenembolie, Apnoe; Geschwüre im Gastrointestinaltrakt, Pankreatitis; Hepatitis, akute Leberinsuffizienz; Stevens-Johnson-Syndrom, toxische epidermale Nekrolyse (Lyell-Syndrom), Vaskulitis, Strahlendermatitis, Knötchen, Wundheilungsstörungen; Stressfraktur; Nierenversagen, Zystitis, Miktionsstörungen; vaginale Ulzeration; Impotenz; Albumine im Urin.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Arzt sofort informieren, wenn Sie während der Einnahme von MTX Hexal ungewöhnliche oder besorgniserregende Symptome feststellen.

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Taubheitsgefühl als mögliche Nebenwirkung

Obwohl Taubheitsgefühl nicht als "sehr häufig" oder "häufig" aufgeführt ist, kann es als eine Form von Parästhesie auftreten, die als "häufig" eingestuft wird. Parästhesien umfassen Empfindungsstörungen wie Kribbeln, Stechen oder eben Taubheitsgefühl.

Wichtig: Wenn Sie während der Behandlung mit MTX Hexal ein Taubheitsgefühl verspüren, insbesondere in den Händen oder Füßen, informieren Sie umgehend Ihren Arzt. Dies kann ein Zeichen für eine Nervenschädigung sein, die durch das Medikament verursacht wird. Ihr Arzt kann die Ursache des Taubheitsgefühls beurteilen und gegebenenfalls die Behandlung anpassen.

Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten

Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker unbedingt, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen/anwenden, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen/angewendet haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen/anzuwenden, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Besonders wichtig ist die Information über:

  • Arzneimittel, die die Leber schädigen
  • Andere Arzneimittel gegen rheumatoide Arthritis oder Psoriasis
  • Arzneimittel gegen Schmerzen und/oder Entzündung (NSAIDs)
  • Metamizol
  • Arzneimittel gegen Krebs (Zytostatika)
  • Antibiotika
  • Beruhigende Arzneimittel (Tranquilizer)
  • Sulfonylharnstoffe (zur Behandlung von Zuckerkrankheit)
  • p-Aminobenzoesäure (zur Behandlung von Hauterkrankungen)
  • Orale Verhütungsmittel
  • Triamteren (u. a. gegen Bluthochdruck und Herzschwäche)
  • Phenytoin (zur Behandlung von Krampfanfällen) und Barbiturate (zur Behandlung von Krampfanfällen, Schlafmittel)
  • Levetiracetam (ein Arzneimittel zur Behandlung von Anfällen bei Epilepsie)
  • Probenecid (gegen Gicht)
  • p-Aminohippursäure (Wirkstoff zur Überprüfung der Nierenfunktion)
  • Pyrimethamin (zur Vorbeugung und Behandlung von Malaria)
  • Arzneimittel zur Behandlung von schwerem Sodbrennen oder Magengeschwüren (Protonenpumpenhemmer)
  • Theophyllin (gegen Bronchialasthma und andere Lungenerkrankungen)
  • Amiodaron (zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen)
  • Stickoxid-basierte Narkosemittel
  • Folinsäure-haltige Arzneimittel und Vitaminpräparate, die Folsäure oder ihre Abkömmlinge enthalten.

Zusätzliche Hinweise

  • Alkohol: Wegen des erhöhten Risikos einer Leberschädigung ist Alkohol, auch in geringen Mengen, zu vermeiden.
  • Sonneneinstrahlung: Vermeiden Sie übermäßige UV-Strahlung (Solarien und ausgedehnte Sonnenbäder).
  • Impfungen: Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über Impfungen, da MTX Hexal Impfreaktionen abschwächen kann.
  • Regelmäßige Kontrolluntersuchungen: Nehmen Sie die Termine für Kontroll- und Laboruntersuchungen unbedingt wahr.

Immunsuppressive Therapie mit MTX Hexal

MTX Hexal wird oft als Teil einer immunsuppressiven Therapie eingesetzt. Eine immunsuppressive Therapie besteht in der langfristigen Gabe von Immuntherapeutika, die die Aktivität des Immunsystems unterdrücken oder Immunreaktionen gezielt verändern.

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Arten von Immuntherapeutika:

Es gibt verschiedene Arten von Immuntherapeutika, die bei Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis eingesetzt werden können, darunter:

  • Beta-Interferone: Modulieren Immunreaktionen.
  • Glatirameracetat: Fördert die Entstehung von T-Zellen, die Immunreaktionen regulieren.
  • Teriflunomid: Hemmt das Wachstum von Zellen, die an krankhaften Immunreaktionen beteiligt sind.
  • Dimethylfumarat: Wirkt immunmodulierend und hemmt Entzündungen.
  • S1P-Rezeptor-Modulatoren: Verringern die Anzahl der Lymphozyten im Blut.
  • Cladribin, Natalizumab, Ocrelizumab, Ofatumumab, Rituximab, Alemtuzumab: Weitere Immuntherapeutika mit unterschiedlichen Wirkmechanismen.

Die Auswahl des geeigneten Immuntherapeutikums hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie der Art der Erkrankung, der Krankheitsaktivität, vorherigen Behandlungen und individuellen Faktoren des Patienten.

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