In unserer alternden Gesellschaft rückt die Prävention von Demenz immer stärker in den Fokus. Neben einer ausgewogenen Ernährung und geistiger Aktivität spielt regelmäßige Bewegung eine entscheidende Rolle. Eine leicht zugängliche und effektive Möglichkeit, sich im Alter fit zu halten und gleichzeitig das Demenzrisiko zu senken, ist das Trampolinspringen.
Die Bedeutung von Bewegung für die Gehirngesundheit
Bewegungsmangel stellt mit etwa 21 % einen der Hauptrisikofaktoren für Demenzerkrankungen dar. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige körperliche Aktivität den Informationsaustausch zwischen den Nervenzellen im Gehirn verbessert und die Konzentration bestimmter synaptischer Proteine erhöht. Im Gegensatz dazu scheinen Denksportaufgaben und vermeintliche Gehirntrainer nur einen geringen Effekt auf die allgemeine Gehirnleistung zu haben.
Sport und Bewegung stimulieren das Gehirn durch das Zusammenspiel verschiedener Muskeln. Gleichzeitig erhöht sich der Herzschlag, wodurch mehr Blut und Sauerstoff ins Gehirn gelangen. Ältere Menschen profitieren besonders von regelmäßiger Bewegung und sportlichen Aktivitäten in der Gruppe, um Einsamkeit entgegenzuwirken. Auch Menschen mit Alzheimer können in den frühen Stadien von täglicher Bewegung profitieren.
Trampolinspringen als ideale Sportart im Alter
Trampolinspringen bietet eine Vielzahl von Vorteilen, die es zu einer idealen Sportart für ältere Menschen und zur Demenzprävention machen:
- Gelenkschonend: Das Trampolintraining erhöht die Fitness, ohne die Gelenke zu belasten. Dies macht es besonders geeignet für Menschen mit Arthrose.
- Minimaler Aufwand, großer Effekt: Ein Trampolin kann in der Wohnung aufgestellt werden, sodass das Training jederzeit möglich ist.
- Positive Nebenwirkungen: Trampolinspringen hat keine ungünstigen Nebenwirkungen und fördert die allgemeine Gesundheit.
- Verbesserung der Koordination: Die vielfältigen Stellreflexe des Bewegungsapparates und die Augenbewegungen während des Trainings stimulieren die Gehirnfunktionen und verbessern die Koordination.
- Steigerung der Bewegungsfreude: Selbst sehr alte Patienten erleben auf dem Trampolin wieder Bewegungsfreude und sammeln neue Kräfte.
Die positiven Auswirkungen des Trampolinspringens im Detail
Das Training auf dem Trampolin hat vielfältige positive Auswirkungen auf den Körper und das Gehirn:
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- Vorbeugung von Arthrose und Osteoporose: Der sanfte Wechsel zwischen Druck- und Entlastung hält Kniegelenke, Bandscheiben und Knochen am Leben und macht sie widerstandsfähiger.
- Förderung des lymphatischen Systems und der Entgiftung: Das Trampolinspringen steigert die Lymphkapazität um ein Vielfaches, wodurch Giftstoffe aus dem Körper abtransportiert werden.
- Befreiung des Bindegewebes von Säuren: Der Schwamm-Effekt des Trampolin-Trainings transportiert Stoffwechsel-Abfallprodukte ab, die sich im Laufe der Zeit im Gewebe ablagern.
- Kalorienverbrauch: Trampolin-Training ist ein effektiver Kalorienkiller und steigert Ausdauer und Koordination.
- Training der Füße und Erhaltung der aufrechten Haltung: Barfuß-Training auf dem Trampolin stärkt die Füße und verbessert die Gesamtstatik.
- Positive Auswirkungen auf Organe und Verdauung: Das Schwingen auf dem Trampolin versorgt alle Organe und Zellen mit mehr Sauerstoff und fördert die Verdauung.
- Erhaltung der geistigen Fitness und Demenzprävention: Trampolin-Gymnastik wird im Gehirntraining eingesetzt, da sie die Gehirnfunktionen stimuliert und die Koordination verbessert.
- Erhaltung von Bewegungsfreude und Vitalität: Trampolinspringen ermöglicht es, auch im Alter aktiv und vital zu bleiben.
Studien und Expertenmeinungen
Eine Studie der NASA aus dem Jahr 1980 belegte bereits die besonderen Wirkungen des Trampolin-Trainings. Dr. James White von der Universität San Diego führte eine Vergleichsstudie zwischen Laufband, Fahrrad-Ergometer und Mini-Trampolin durch. Nach einem Jahr trainierten noch 58 % der Teilnehmer, die das Mini-Trampolin nutzten, täglich, im Vergleich zu nur 5 % der Radfahrer und 31 % der Läufer.
Professor Jennifer Heisz erklärte im Journal of Alzheimer's Disease, dass regelmäßiger Sport eine der wichtigsten Präventionsmaßnahmen ist, um einer Demenz im Alter zu entgehen, insbesondere für Menschen mit dem APOE-Gen, das ein erhöhtes Demenzrisiko birgt.
Susanne Muna Lorenz betont, dass es für die Demenzprävention auf die Summe aller Faktoren ankommt, einschließlich Ernährung, körperliche Bewegung, geistige Betätigung, Stressbewältigung und soziale Aktivitäten. Sie empfiehlt ausdauerndes Gehen im Freien, Fahrradfahren, Trampolinspringen und Balancieren, um die Durchblutung und das Denkvermögen anzukurbeln.
Tipps für den Einstieg ins Trampolintraining
- Beginnen Sie langsam: Steigern Sie Ihr Pensum von anfangs drei Minuten täglich bis zu 30 Minuten am Tag.
- Schwingen statt Springen: Besonders für Anfänger und Menschen mit Bewegungseinschränkungen ist sanftes Schwingen auf dem Trampolin ideal.
- Nutzen Sie ein medizinisches Trampolin: Diese sind so konzipiert, dass sie die Strukturen weder über- noch unterfordern.
- Trainieren Sie barfuß: Dies fördert die Wahrnehmung und stärkt die Füße.
- Hören Sie auf Ihren Körper: Achten Sie auf Anzeichen von Überlastung und passen Sie die Intensität entsprechend an.
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