Homöopathische Behandlung der Trigeminusneuralgie mit Verbascum nach Sinusitis

Die Trigeminusneuralgie, ein Zustand, der durch blitzartige, einschießende und fast unerträgliche Nervenschmerzen gekennzeichnet ist, betrifft vor allem den Gesichtsbereich. Diese Schmerzen sind meist einseitig und betreffen die Kaumuskulatur, Lippen, Zunge oder Wangen. Frauen sind doppelt so häufig betroffen wie Männer, insbesondere nach dem 50. Lebensjahr, wobei die Gründe dafür noch ungeklärt sind. Auslöser für diese Schmerzattacken können vielfältig sein, darunter Kälte, Sprechen, Niesen, Berührung bestimmter Gesichtsbereiche, Essen oder Zähneputzen.

Homöopathie als sanfte Alternative

Die Homöopathie, ein von Samuel Hahnemann (1755-1843) ins Leben gerufenes Heilsystem, bietet einen sanften Ansatz zur Behandlung der Trigeminusneuralgie. Im Gegensatz zur konventionellen Medizin setzt die Homöopathie auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers durch die Verabreichung stark verdünnter Substanzen.

Mia Maria Kochendörfer, Heilpraktikerin mit eigener Praxis in Berlin-Charlottenburg und Dozentin für Homöopathie an der Samuel-Hahnemann-Schule in Berlin, setzt neben der Homöopathie auch auf die östliche Heilkunst und Körperpsychotherapie. Ihr Ansatz, der den Weg vom Kopf in den Körper betont, wird für jeden Patienten kinesiologisch ausgetestet. Kochendörfer ist zudem Vorstandsmitglied im LV Berlin/Brandenburg des Fachverbands Deutscher Heilpraktiker e. V.

Die Anamnese als Schlüssel zur richtigen Wahl des Mittels

Bei der homöopathischen Behandlung der Trigeminusneuralgie ist es entscheidend, die Gesamtsymptomatik des Patienten zu erfassen. Dies bedeutet, dass nicht nur die Art des Schmerzes, sondern auch begleitende Symptome und individuelle Besonderheiten berücksichtigt werden müssen. Insbesondere die ausgeprägten Symptome, die der Patient als am schlimmsten wahrnimmt, sollten mit dem Wirkungsbereich des in Frage kommenden homöopathischen Medikaments übereinstimmen. Auch die Modalitäten, also Faktoren, die die Schmerzen verbessern oder verschlimmern (z.B. Wärme, Kälte, Tageszeit), sind von großer Bedeutung.

Arzneimittelprüfungen als Grundlage

Die Indikationsbereiche für homöopathische Medikamente werden durch Arzneimittelprüfungen ermittelt. Dabei nimmt eine Gruppe von freiwilligen Testpersonen ein bestimmtes homöopathisches Medikament ein, bis auf der körperlichen, geistigen oder emotionalen Ebene Symptome auftreten. Diese Symptome werden dokumentiert und ergeben das Arzneimittelbild, das die Grundlage für die spätere Anwendung am Patienten bildet.

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Potenzierung und Verdünnung

Ein weiteres Charakteristikum der Homöopathie ist die Potenzierung, d.h. die Verdünnung und Verschüttelung bzw. Verreibung der Ausgangssubstanzen. Ab einer bestimmten Potenz (C12 oder D23) ist kein Molekül der Ausgangssubstanz mehr nachweisbar. Trotzdem sind viele Menschen von der Wirksamkeit der Homöopathie überzeugt, insbesondere wenn die konventionelle Medizin keine ausreichende Hilfe bieten kann.

Akutmittel und Konstitutionsmittel

Oftmals ist es bei der Behandlung der Trigeminusneuralgie erforderlich, sowohl ein Akutmittel für die Schmerzattacken als auch ein Konstitutionsmittel zu verordnen. Das Konstitutionsmittel wird individuell auf die Gesamtsymptomatik des Patienten abgestimmt und soll die Anfälligkeit für Neuralgien langfristig reduzieren.

Homöopathische Mittel bei Trigeminusneuralgie

Es gibt eine Vielzahl homöopathischer Mittel, die bei Trigeminusneuralgie in Frage kommen. Die Wahl des richtigen Mittels hängt von der individuellen Symptomatik des Patienten ab. Im Folgenden werden einige wichtige Mittel kurz vorgestellt:

  • Aconitum: Eher ein Medikament für akute Fälle. Gesichtsschmerzen nach längerer Kälteeinwirkung, auch wenn die Kälteexposition schon vor längerer Zeit stattgefunden hat. Reißende Schmerzen erleichtert durch Reiben mit einem nassen Tuch.
  • Belladonna: Typisch.: Sehr heißes und eventuell geschwollenes Gesicht, sehr heißer Kopf und kalte Extremitäten. Die geringste Erschütterung verschlimmert. Der Kopf ist äußerlich sehr empfindlich, schon eine leichte Berührung der Haare kann Schmerzen auslösen. Die Schmerzen sind oft klopfend und schneidend. Rechtsseitige Schmerzen besser durch KÄLTE! Der Betroffene muss auf sein rechtes Auge drücken, weil er befürchtet, es trete hervor. Möchte am liebsten in einem dunklen Raum liegen. Kalter Wind, insbesondere nach Waschen der Haare, kann ein Auslöser sein, aber auch starke Hitze. Belladonna ist z.B. ein sehr wichtiges Mittel bei Sonnenstich und Sonnenbrand.
  • Bryonia: Typisch sind stechende Schmerzen, die von jeder kleinsten Bewegung schlimmer werden; daher liegen oder sitzen die Kranken ganz still und wollen ihre Ruhe haben. Häufig trockene Schleimhäute mit großem Durst, dem jedoch die Angst vor jeder Bewegung entgegensteht, daher trinken sie lieber gläserweise mit großen Pausen.
  • Chamomilla: Dieser kleine Fall soll die homöopathische Behandlung von Trigeminusneuralgien einleiten und veranschaulichen, dass Schmerzen im Bereich des Trigeminusnervs mit Homöopathie beruhigt werden können! Chamomilla ist übrigens kein klassisches homöopathisches Medikament bei Trigeminusneuralgien nach Zahnbehandlungen.
  • Colocynthis: Das wichtigste Mittel bei rechtsseitiger Trigeminusneuralgie! Die Schmerzen treten anfallartig auf und können klopfend sein. Besonders charakteristisch sind jedoch schießende Schmerzen wie von einem Blitz. Berührung, Erschütterung und Kälte verschlimmern die Schmerzen und Wärme bessert (aber nicht als Auflage, da Berührung den Schmerz verstärkt). Waschen des Gesichts mit kaltem Wasser verschlimmert die Schmerzen. Die Verbesserung durch Wärme ist ein Führungssymptom. Licht ist unerträglich. Kalter Wind kann ein Auslöser sein. In meiner Praxis habe ich es auch erfolgreich nach Abschleifen der Zähne eingesetzt.
  • Hypericum: Es ist eines der wichtigsten Mittel in der Homöopathie für Beschwerden infolge von Nervenverletzungen. Trigeminusneuralgie nach insb. einer Zahnextraktion und Erleichterung der Schmerzen, wenn kaltes Wasser oder Eis im Mund sind. Warme Getränke verschlimmern die Schmerzen. Auffällig ist, dass die Betroffenen im Allgemeinen Wärme mögen und dass bei anderen Beschwerden Kälte eine Verschlechterung hervorruft. Falls eine Trigeminusneuralgie lange Zeit nach einer Zahnextraktion anhält, ist Hypericum nicht mehr indiziert!
  • Kalium phosphoricum: Hauptmittel gegen Trigeminusneuralgien nach Zahnextraktionen bzw. Heftige Schmerzen nach oben genannten Zahnbehandlungen oder auch nach Plombieren mit Frösteln, großer Reizbarkeit und Geräuschempfindlichkeit. Oft bei Menschen, die lange Zeit Kaffee getrunken haben. Verstärkung der Schmerzen durch Kaffeetrinken. Die Schmerzen treten vorwiegend links auf, können aber auch rechts oder beidseitig auftreten. Verschlimmerung der Schmerzen durch äußerliche Kälte oder Einatmen kalter Luft. Auch Kälte, Ärger und Überarbeitung können ursächlich sein. Schmerzen insb. nach Schleifen und Bohren, meist ziehende Schmerzen. Schmerzen entlang der Nervenbahn.
  • Lac caninum: Verschlimmerung der Neuralgie im Schlaf, während des Essens und durch Kaubewegungen und Zusammenbeißen der Zähne! Die Schmerzen werden durch die geringste Bewegung ausgelöst und erscheinen periodisch zur selben Stunde morgens und nachmittags jeden Tag. Reißende Schmerzen im Pulsrhythmus. Können die Augen während der Anfälle nicht öffnen. Essen verschlimmert die Schmerzen. Helle, glänzende Gegenstände und Licht führen ebenfalls zu einer Verstärkung der Schmerzen. Schlafen erleichtert. Eiskalte Extremitäten während der Neuralgie. Typisch ist auch eine Angst vor Wasser. Der unterste Ast des Trigeminusnervs (N. mandibularis) ist wechselseitig betroffen. Mal schmerzt die rechte, mal die linke Seite, jedoch nicht beide Seiten gleichzeitig (das würde gegen Lac caninum sprechen).
  • Lachesis: Bei linksseitiger Trigeminusneuralgie sollte man sofort an dieses Mittel denken! Typisch sind Nervenschmerzen in der Stirn, im Augapfel und Oberkiefer mit dem Gefühl, das Auge ist zu groß. Licht, Kaffee und Schwarztee verschlimmern die Schmerzen. Typisch ist auch, dass die Schmerzen mit dem Lauf der Sonne zu- und abnehmen. D.h., die Schmerzen steigern sich bis zum Mittag, wo sie ihren Höhepunkt erfahren, und danach nehmen sie wieder ab. Charakteristisch ist auch, dass die Schmerzen von hörbarem starkem Herzklopfen begleitet sind. Linksseitige Neuralgie im Augenbereich nach unterdrücktem bzw. von alleine aufhörendem linksseitigen Schnupfen. Vor dem Anfall aufsteigende Hitze im Kopf.Lachesis ist ein sehr wichtiges Mittel im Klimakterium, denn es erfährt eine allgemeine Verschlimmerung durch das Aussetzen der Menstruation.
  • Mezereum: Folge von trockenem, kaltem Wind. Charakteristisch sind anhaltende Schmerzen nicht nur des Nervs, sondern auch der umgebenden Teile. Typisch sind auch Schwellung, Hitze und Röte der betroffenen Region. Die Schmerzen können scharf und schießend sein, begleitet von Prickeln und Taubheit. Die Betroffenen sind ruhelos, werfen sich hin und her, haben Angst mit dem starken Gefühl, etwas müsse geschehen.
  • Spigelia: „Hauptmittel für Trigeminusneuralgien nach Zahnextraktionen bzw. Neuralgie mit fast unerträglichen Schmerzen, die nachts schlimmer sind. Die Schmerzen sind von Wärme und Hitze des Gesichts begleitet. Oftmals ist eine Wange während der Schmerzen gerötet. Die Schmerzen werden häufig von einem Taubheitsgefühl begleitet. Begleitsymptome: Ungeduld, starke Reizbarkeit bis Aggression. Ärger oder Kummer können ursächlich für die Schmerzen sein.
  • Staphisagria: Frisch aufgetretene Trigeminusneuralgie nach Ärger und Aufregung. Die Betroffenen sind entrüstet, empört und sehr gereizt. Meist treten die Schmerzen linksseitig auf. Die Schmerzen kommen meist langsam, werden unerträglich schneidend oder schießend und lösen Würgereiz aus. Während der Schmerzen treten oft verschwommenes Sehen und Tränenfluss auf.

Konstitutionstherapie

Wichtige Beispiele homöopathischer Mittel für die konstitutionelle Therapie von Trigeminusneuralgien sind z.B. Arsenicum album und Thuja.

Was man selbst tun kann

Neben der homöopathischen Behandlung können Betroffene auch selbst einiges tun, um die Beschwerden zu lindern:

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  • Vermeidung von Auslösern: Stress, starker Wind und starke Sonneneinstrahlung sollten vermieden werden.
  • Ernährung: Auf schwarzen Tee und Kaffee verzichten, da diese Getränke die Nerven anregen können.
  • Selbstmedikation: Generell rate ich nicht zur Selbstmedikation, da in der klassischen Homöopathie viele Regeln hinsichtlich der Einnahme von Mitteln zu beachten sind. Eine zu häufige Wiederholung kann zu Verstärkung der Schmerzen führen. Deswegen ist man auf der sichersten Seite, wenn homöopathische Medikamente gemäß der Verordnung des behandelnden Homöopathen, bzw. der Homöopathin, erfolgen. Wenn Sie sich in einem der oben genannten 15 Medikamente erkennen und unbedingt einen Selbstversuch machen möchten, können Sie sich in der Apotheke das Mittel in der C200 in der Form von Globuli besorgen. Lösen Sie 3 Globuli in einem ¾ gefüllten Glas Wasser auf und nehmen Sie an einem Tag 3 Schluck über den Tag verteilt ein. Davor sollte das Glas immer mit einem Plastiklöffel umgerührt werden. Danach ist Abwarten angesagt. Das Medikament wird also nur an einem Tag eingenommen. Wenn nach dem 1. bzw. 2. Schluck bereits deutliche Veränderungen auftreten, sollte keine Einnahme mehr erfolgen! Wenn sich nach der oben beschriebenen Einnahme keine Veränderung zeigt, war das Medikament falsch, bzw. nicht ähnlich. Wenn eine deutliche Verbesserung der Symptome eintritt, sollte das Medikament erst dann wiederholt werden, wenn sich die Symptome wieder zeigen.

Die Königskerze (Verbascum) als ergänzende Option

Die Königskerze (Verbascum), auch bekannt als Wollkraut, ist eine vielseitige Heilpflanze, die in der Homöopathie ebenfalls Anwendung findet. Sie enthält Schleimstoffe, Flavonoide, Saponine und Iridoide, die verschiedene therapeutische Wirkungen haben.

Anwendung bei Nervenschmerzen

In der Homöopathie ist die Königskerze ein Mittel der Wahl bei Nervenschmerzen (Neuralgien), zum Beispiel des Trigeminus-Nervs. Als Ausgangsmaterial für homöopathische Zubereitungen wird das frische, bei Blütebeginn gesammelte Kraut geerntet.

Königskerzenöl bei Ohren- oder Nervenschmerzen

Eine Rezeptur mit Königskerzenöl könnte bei Ohren- oder Nervenschmerzen helfen:

  • Zutaten: 15 g Königskerzenblüten, 100 ml Olivenöl
  • Zubereitung: Die Blüten in ein helles Schraubglas füllen und mit dem Öl übergießen. Das Glas an einem hellen Ort, aber nicht im direkten Sonnenlicht, stehen lassen. Nach drei Wochen das Öl durch ein Baumwolltuch abseihen, in eine Flasche füllen und dunkel und kühl lagern. Das Öl ist 1 Jahr lang haltbar.
  • Anwendung/Dosierung: Bei Ohrenschmerzen 3-mal täglich 1 Tropfen in den Gehörgang geben (Vorsicht: Nicht anwenden bei beschädigtem Trommelfell). Bei Nervenschmerzen das Öl 5 Tage lang bis zu 3-mal täglich in die betroffene Stelle einmassieren.

Hinweis: Bei anhaltenden oder sich verschlimmernden Nervenschmerzen ist unbedingt eine ärztliche Konsultation erforderlich. Wenn sich Ohrenschmerzen nach 3 Tagen nicht gebessert haben oder von weiteren Symptomen wie Schwindel, Fieber oder Hörproblemen begleitet sind, ist eine ärztliche Konsultation unverzüglich vorzunehmen.

Tee zur Konzentrationsförderung

Die Königskerze kann auch zur Konzentrationsförderung eingesetzt werden. Die bitteren Iridoide der Königskerze scheinen die Kopfdurchblutung und damit unsere Konzentration zu fördern. Ihr Farbstoff Verbascosid kann Studien zufolge zudem vor dem erschöpfenden und schädigenden Einfluss von Stress schützen.

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  • Zutaten: 20 g Königskerzenblüten, 50 g Augentrostkraut, 50 g Buchweizenkraut, 40 g Rosmarinblätter
  • Zubereitung/Dosierung: 2- bis 3-mal täglich 1 gestrichenen EL der Mischung mit 250 ml siedendem Wasser übergießen und zugedeckt 20 Minuten ziehen lassen.

Homöopathische Behandlung von Ohrenschmerzen

Die akute Mittelohrentzündung sowie die des äußeren Gehörgangs zählen als häufigste Ursachen von Ohrenschmerzen. Die Otitis media wird meist durch aus dem Nasenrachenraum aufsteigende virale oder bakterielle Erreger ausgelöst und betrifft die Schleimhaut im Mittelohr und an der Innenseite des Trommelfells.

Mittelohrentzündung (Otitis media)

Gerade (Klein-)Kinder sind z.B. durch rezidivierende (wiederkehrende) Mittelohrentzündungen betroffen. Häufig kommt es bei ihnen dadurch zu einer dauerhaften Verminderung der Hörleistung, die eine deutliche Entwicklungsverzögerung nach sich ziehen kann.

Nach den Angaben der klassischen Homöopathie ist für die Wahl der richtigen Arznei entscheidend, welche der folgenden Ausprägungen die Beschwerden des Betroffenen am besten beschreiben.

  • Schmerz in Gehörgang, Ohrmuschel und Kiefergelenk. Die betroffene Person hat ein schmerzendes Gesicht (wie Quetschung). Die Arznei ist auch bei Trigeminusneuralgie nach Erkältungen hilfreich.
  • Die betroffene Person kann Schmerzen nicht ertragen und die Haut ist heiß, blass oder rot. Zudem ist sie ärgerlich, gereizt, unleidlich und schwer zu beruhigen. Mögliche Ursachen sind ein zahnendes Kind, Erkältung oder seelisches Ereignis.
  • Die betroffene Person kann Schmerzen nicht ertragen und die Haut ist heiß, blass oder rot. Zudem ist sie ängstlich, innerlich unruhig und hat Durst auf kalte Getränke. Mögliche Ursachen sind ein zahnendes Kind, Erkältung oder seelisches Ereignis.
  • Begleiterscheinungen sind Nesselausschlag durch Kälte (am ganzen Körper), Quaddeln und Juckreiz. Die betroffene Person hat ein Ekzem im Gehörgang oder eine Mittelohrentzündung durch Tauchen. Mögliche Ursachen sind extreme Temperaturen, wie Kälte, Nässe, Zugluft und die daraus resultierende Nesselsucht.
  • Begleiterscheinungen sind ein Gefühl der großen Hitze, übel riechender Schweiß und Verdauungsbeschwerden. Die betroffene Person hat Hautausschlag, Hämorrhoiden, Krampfadern oder eine chronische Stoffwechselerkrankung. Begleiterscheinungen sind plötzliches Fieber und ein hochrotes, schweißiges Gesicht. Die betroffene Person hat kalte Beine und keinen Durst. Arznei ist auch hilfreich im schmerzhaften Anfangsstadium, besonders bei (Klein-) Kindern. Mögliche Ursachen sind starke Sonnenbestrahlung, Hitze oder Zugluft.
  • Die betroffene Person hat abwechselnd seelische und körperliche Beschwerden. Zudem ist sie weinerlich, launisch und mag nicht allein sein. Mögliche Ursachen sind eine Erkältung, Infektion und eine wiederkehrende Mittelohrentzündung. Begleiterscheinungen sind rote Wangen, Kopfweh und produktiver Husten (mit Schleim). Die betroffene Person neigt zu Übergewicht und hat Heimweh. Die betroffene Person ist ruhelos, hat einen Bewegungsdrang und keinen Durst. Arznei ist auch bei Paukenerguss und Personen, die zu allergischen Reaktionen neigen hilfreich.

Wichtiger Hinweis: Es sei darauf hingewiesen, dass Ohrenschmerzen immer ärztlich abgeklärt werden und die Anwendung homöopathischer Mittel nur in Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen sollte. Homöopathisch kundige Fachärzte verfügen über weitreichende Erfahrungen und wenden daher andere Mittel und Dosierungen an, als im Hausgebrauch üblich ist.

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