Die neurochirurgische Ambulanz der Uniklinik Essen ist Anlaufstelle für Patienten mit einem breiten Spektrum an neurochirurgischen Erkrankungen. Sie bietet eine umfassende Versorgung von der Diagnostik bis zur Therapie.
Erreichbarkeit und Öffnungszeiten
Die neurochirurgische Ambulanz ist montags bis donnerstags von 7:30 Uhr bis 18:00 Uhr und freitags von 7:30 Uhr bis 16:00 Uhr persönlich und telefonisch unter der Rufnummer +49 (0)201 723 1230 erreichbar. In Notfällen ist die Klinik auch außerhalb der Ambulanzöffnungszeiten für Patienten da.
Terminvereinbarung und benötigte Unterlagen
Für einen Termin in der neurochirurgischen Ambulanz ist eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt erforderlich. Zum vereinbarten Termin sind die Versichertenkarte, die Überweisung, relevante Vorbefunde, der Medikationsplan und die bereits durchgeführte bildgebende Diagnostik mitzubringen. Es wird empfohlen, ausreichend Zeit für die Anreise einzuplanen.
Behandlungsspektrum
Die Klinik für Neurochirurgie und Wirbelsäulenchirurgie am Universitätsklinikum Essen zählt mit einer Gesamtzahl von 80 Patientenbetten inkl. 18 (10 eigenen) Intensivbetten und 12 Intermediate-Care Betten zu den größten neurochirurgischen Abteilungen in Deutschland.
Im Westdeutschen Zentrum für Neuroonkologie werden Patienten mit gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks und ihrer Hüllen behandelt sowie Patienten mit Hirnmetastasen anderer Krebserkrankungen und mit Tumoren, die durch lokale Ausbreitung in das Schädelinnere eingedrungen sind. Auch Patienten mit sogenannten paraneoplastischen Syndromen werden betreut.
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Ein interdisziplinäres Behandlungsteam steht bereit, um jedem Hirntumorpatienten die bestmögliche Behandlung für seine Erkrankung zu ermöglichen. Die Patienten werden während ihres kompletten Krankheitsverlaufs interdisziplinär betreut. Auch spezifische neurologische Probleme werden gezielt behandelt. Zudem ermöglicht die enge Zusammenarbeit der Klinik für Strahlentherapie mit dem Westdeutschen Protonentherapiezentrum (WPE) die Therapie von Hirntumoren mit modernsten Techniken der Strahlentherapie.
Spezialisierungen innerhalb der Neurochirurgie
Die Uniklinik Essen bietet spezialisierte Sprechstunden und Zentren für verschiedene neurologische Erkrankungen an:
- Bewegungsstörungen: Behandlung von Erkrankungen, die die Körperhaltung und die Bewegungsausführung beeinträchtigen, wie z.B. Parkinson-Syndrom, Dystonie und Tremor. Die Ambulanz für Bewegungsstörungen behandelt u.a. fokale Dystonien wie Lidkrämpfe (Blepharospasmus), Schiefhals (Torticollis spasmodicus) oder Funktionseinschränkungen beim Schreibkrampf (Graphospasmus), sowie segmentale und sekundäre Dystonien wie bei einem Spasmus hemifacialis. Durch die Botulinumtoxin-Injektion können die Symptome von Dystonie und Spastik wie Verkrampfungen, Schmerzen und Fehlstellungen gebessert werden.
- Epilepsie: Diagnostik, Beratung und Therapie von Epilepsie, einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Die Diagnostik besteht aus einer ausführlichen Anamnese, Bestimmung differenzierter Laborwerte, der Aufzeichnung eines EEG und Bewertung sowie Empfehlung zur Bildgebung. Therapeutisch werden Antiepileptika in Einzel- und Kombinationsmedikation angewendet. Die Epilepsie-Ambulanz befindet sich im 1. OG. Eine Überweisung des behandelnden Neurologen ist erforderlich.
- Funktionelle neurologische Störungen: Behandlung von Symptomen, denen keine organische Schädigung des Nervensystems zugrunde liegt. Für die ambulante Vorstellung wird ein Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen benötigt.
- Geriatrie: Umfassende Versorgung von Patienten im fortgeschrittenen Lebensalter mit altersbedingten neurologischen Erkrankungen. Univ.-Prof. Dr. med. Martin Köhrmann steht als Stellvertretender Direktor zur Verfügung.
- Klinische Neuroonkologie: Behandlung von gutartigen und bösartigen Tumoren des Gehirns, des Rückenmarks und ihrer Hüllen, Hirnmetastasen und Tumoren, die in das Schädelinnere eingedrungen sind. Der Schwerpunkt ist assoziiert mit dem Westdeutschen Tumorzentrum und Teil eines interdisziplinären Behandlerteams. Es werden die neuesten medikamentösen Therapieentwicklungen und Studien angeboten.
- Multiple Sklerose (MS): Diagnostik und Therapie der MS, einer autoimmunvermittelten entzündlichen Erkrankung des zentralen Nervensystems. Behandlung mit Immuntherapeutika für den milden/moderaten Verlauf und den hoch-aktiven Verlauf sowie Beratung und Behandlung von begleitenden Beschwerden.
- Neuromuskuläre Erkrankungen: Diagnostik und Therapie von Erkrankungen des Rückenmarks, der peripheren Nerven, der Nerv-Muskel-Verbindung und der Muskeln selbst. Das Zentrum bietet das volle Spektrum der Diagnostik und erforderlichen Therapien an. Neuromuskuläre Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter werden in der Neuropädiatrie der Klinik für Kinderheilkunde I unter Leitung von Prof. Dr. med. Thomas Lücke behandelt.
- Rückenschmerzen: Interdisziplinäre Behandlung von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen in enger Kooperation mit verschiedenen Fachrichtungen. Für die Vorstellung in diesem Zentrum wird ein Überweisungsschein von einem niedergelassenen Neurologen oder Hausarzt benötigt.
- Schmerzmedizin: Die Universitäre Schmerzmedizin bündelt die Expertise aller Kliniken, Institute und Fachzentren, die sich der Behandlung akuter und chronischer Schmerzen widmen. Diagnostik und Therapie erfolgen interdisziplinär.
- Vaskuläre Spezialsprechstunde: Umfassende Beratung und Diagnostik bei allen neurovaskulären Erkrankungen. Die Sprechstunde wird vom stellvertretenden Direktor Prof. Dr. med. geleitet. Termine sind aufgrund der hohen Anfrage begrenzt.
Weitere Angebote
- Ataxie-Sprechstunde: Diagnostik und Beratung von Patienten mit Ataxie, einer Störung der Koordination von Bewegungen. Die Sprechstunde wird von Frau Prof. Dr. Dagmar Timmann-Braun geleitet.
- Zentrum für Gehirngesundheit und Prävention (ZGP-E): Präventive Untersuchungen für Menschen mit erhöhtem Demenzrisiko. In der Sprechstunde (Leitung Fr. Dr. Iris Trender-Gerhard) erhalten Patienten und Risikopersonen eine umfassende Diagnostik zur Abklärung bzw. Früherkennung von Demenzerkrankungen. Gemeinsam mit den Patienten und ihren Angehörigen wird ein Konzept zur (medikamentösen) Therapie und adäquaten Unterstützung im Alltag erarbeitet.
Technische Ausstattung
Die Klinik verfügt über vier Operationssäle mit hochtechnisierter Ausstattung, darunter vier Operationsmikroskope mit verschiedenen intraoperativen Fluoreszenztechniken (YELLOW 560, BLUE 400 und INFRARED 800). Drei modernste elektrophysiologische Monitoring-Einheiten gewährleisten ein maximal sicheres, intraoperatives Monitoring. Drei Neuronavigations-Plattformen und mehrere High-End-Ultraschallgeräte ermöglichen die intraoperative Bildgebung und Neuronavigation. Zur gezielten Tumorreduktion stehen drei hochspezielle Ultraschallaspiratoren (CUSA) zur Verfügung. Neben der rahmenlosen, navigierten Biopsie besteht die Möglichkeit zur stereotaktischen Biopsie-Entnahme.
Forschung und Innovation
Durch den Schwerpunkt Klinische Neuroonkologie der Neurologischen Klinik und die Zusammenarbeit mit der Inneren Klinik (Tumorforschung) profitieren die Patienten von neuesten medikamentösen Therapieentwicklungen und von Studien mit vielversprechenden Medikamenten. Auch aktuelle Erkenntnisse der Hirntumorforschung fließen in die Behandlung der Patienten mit ein. Basis dessen ist ein intensiver Austausch mit der Abteilung des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) für Translationale Neuroonkologie am WTZ.
Behandlung von internationalen Patienten
Selbstverständlich können auch Patienten, die in Deutschland nicht krankenversichert sind, in der Klinik behandelt werden. Nach einer ersten, in der Regel kostenpflichtigen Bild- und/oder Patientenbegutachtung wird dann ggf. eine spätere Aufnahme zur Operation durch die Klinik organisiert.
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Das Team
Das Team der Neurochirurgischen Klinik umfasst:
- Direktor: Prof. Dr. med.
- Stellvertretender Direktor: Prof. Dr. med.
- Leitungsteam: Prof. Dr. med., Prof. Dr. med., PD Dr. med., PD Dr. med., Prof. Dr. med.
- Oberärzte: PD Dr. med., Dr. med., PD Dr. med., Dr. med., Dr. med., PD Dr. med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., Prof. Dr. med. Karsten H.
- Fachärzte: Dr. med., PD Dr, med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., PD Dr, med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., Dr. med., Dr. rer. medic.
- Assistenzärzte: Dr. med. Adrian Engel, Dr. med., Dr. med. Hanah Karadachi, Dr. med., Dr. med.
- Leitung Neurochirurgisches Labor: Prof. Dr. rer. nat. Yuan Zhu
- Leitung Neurochirurgisches Forschungslabor: Dr. Bei
Veranstaltungen
Die Uniklinik Essen bietet regelmäßig Veranstaltungen und Symposien zu neurologischen Themen an, darunter:
- Interdisziplinäre Schmerzkonferenzen
- Essener Endokrinologie Update
- Essener Transitions Symposium
- Neurologie Symposium
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