Das Leben mit der Parkinson-Erkrankung stellt Betroffene vor vielfältige Herausforderungen, die sowohl medizinische als auch alltägliche Aspekte betreffen. Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann hierbei eine entscheidende Rolle spielen, um Symptome zu lindern, die Wirkung von Medikamenten zu verbessern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte der Ernährung bei Parkinson, gibt praktische Tipps und zeigt, wie eine gezielte Kost das Leben mit der Erkrankung positiv beeinflussen kann.
Bedeutung der Ernährung bei Parkinson
Eine richtige Ernährung ist für alle Menschen wichtig, gewinnt jedoch bei chronischen Erkrankungen wie Parkinson an besonderer Bedeutung. Sie kann die Lebensqualität verbessern, Symptome lindern und das allgemeine Wohlbefinden enorm steigern. Bei Parkinson ist es besonders wichtig, auf eine ausgewogene Nährstoffzufuhr zu achten und bestimmte Lebensmittel strategisch zu integrieren, um die Wirkung der Medikamente zu unterstützen und Nebenwirkungen zu minimieren.
Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und Ernährung
Levodopa ist eines der Hauptmedikamente zur Behandlung von Parkinson. Allerdings kann die Wirkung von Levodopa durch Eiweiß beeinträchtigt werden. Da Levodopa und Eiweiß um die gleichen Transportmechanismen im Darm und Blut konkurrieren, kann eine hohe Eiweißzufuhr die Aufnahme und Wirkung des Medikaments verringern.
Timing der Eiweißzufuhr
Es wird empfohlen, eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte vorzugsweise abends zu konsumieren. Levodopa sollte idealerweise mindestens in einem Abstand von einer halben Stunde vor bzw. anderthalb Stunden nach dem Essen eingenommen werden.
Verteilung der Mahlzeiten
Essen Sie kleinere, häufigere Mahlzeiten über den Tag verteilt, um die gleichmäßige Aufnahme von Nährstoffen zu gewährleisten.
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Flüssigkeitszufuhr
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist essenziell, um die Verdauung zu unterstützen, die Körperfunktionen zu erhalten und Nebenwirkungen der Medikamente wie Verstopfung zu vermeiden.
Empfohlene Menge
Trinken Sie täglich mindestens 1,5 bis 2 Liter Wasser.
Geeignete Getränke
Bevorzugen Sie Wasser oder ungesüßten Tee.
Ballaststoffe für eine gesunde Verdauung
Ballaststoffe spielen eine entscheidende Rolle bei der Förderung einer gesunden Verdauung und der Vorbeugung von Verstopfung, einem häufigen Problem bei Menschen mit Parkinson.
Ballaststoffreiche Lebensmittel
Integrieren Sie ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte (z.B. Haferflocken, Vollkornbrot), Hülsenfrüchte (z.B. Linsen, Bohnen), Obst (z.B. Äpfel, Beeren) und Gemüse in Ihre Ernährung.
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Langsame Umstellung
Erhöhen Sie die Ballaststoffzufuhr schrittweise, um Verdauungsprobleme wie Blähungen zu vermeiden.
Probiotika
Erwägen Sie den Einsatz von probiotischen Lebensmitteln wie Kefir, Sauerkraut und anderen fermentierten Produkten, die die Darmflora unterstützen können.
Vitamine und ihre Bedeutung
Vitamin D und Vitamin B12 spielen eine wesentliche Rolle in der Gesundheit von Menschen mit Parkinson.
Vitamin D
Sonneneinstrahlung fördert die Produktion von Vitamin D in der Haut.
Vitamin B12
Unverzichtbar für die Nervenfunktion und die Bildung roter Blutkörperchen. Vitamin B12 ist hauptsächlich in tierischen Produkten wie Fleisch, Fisch, Milchprodukten und angereicherten Lebensmitteln vorhanden.
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Allgemeine Ernährungsempfehlungen
Vielfältige Ernährung
Setzen Sie auf eine bunte Vielfalt an frischen und möglichst unverarbeiteten Lebensmitteln, um eine breite Palette an Nährstoffen zu erhalten.
Zucker und verarbeitete Lebensmittel vermeiden
Diese können den Blutzuckerspiegel schnell erhöhen und dann schnell wieder abfallen lassen, was die Energiebilanz negativ beeinflusst und zu Müdigkeit führen kann. Außerdem fördern sie das Wachstum ungesunder Bakterienstämme im Darm.
Praktische Ernährungstipps für den Alltag
Parkinson lässt sich heute meistens gut behandeln, wobei der Wirkstoff L-Dopa seit vielen Jahren der Standard der Therapie ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass zwischen L-Dopa und dem Eiweiß, das wir über das Essen zu uns nehmen, Wechselwirkungen entstehen können. Diese können im schlimmsten Fall dazu führen, dass das Medikament weniger gut wirkt.
Wo ist Eiweiß enthalten und wie verteile ich es optimal?
Die Ernährung sollte so angepasst werden, dass die Aufnahme von Eiweiß optimal über den Tag verteilt wird, in Abstimmung mit den Medikamenten.
Was kann ich gegen weitere Beschwerden wie Verstopfung tun?
Eine ballaststoffreiche Ernährung, viel Flüssigkeit und ausreichend Bewegung können helfen, Verstopfung zu lindern.
Abwechslung garantiert
Schnelle Kleinigkeiten für zwischendurch, Suppen und Salate, leckere Brotaufstriche, tolle Verwöhngerichte, Kuchen und Süßes - eine abwechslungsreiche Ernährung ist wichtig für das Wohlbefinden.
Milch und Milchprodukte
Essen Sie Milch und Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich. Milch und Milchprodukte liefern gut verfügbares Protein, Vitamin B2 und Calcium. Der regelmäßige Verzehr von Milch und Milchprodukten unterstützt die Knochengesundheit und ist darüber hinaus mit einem verringerten Risiko für Dickdarmkrebs verbunden. Aktuelle Erkenntnisse legen zudem nahe, dass der tägliche Verzehr von einer Portion fermentierter Milchprodukte (ca. 150 g/Tag) wie Joghurt, Kefir oder Buttermilch das Risiko für Diabetes mellitus Typ 2 senken könnte.
Fisch
Essen Sie Fisch ein- bis zweimal pro Woche. Fettreicher Fisch ist von besonderer Bedeutung für die Gesundheit des Herz-Kreislauf-Systems und vermindert das Risiko für Schlaganfälle. Fette Fische wie Lachs, Makrele und Hering enthalten langkettige Omega-3-Fettsäuren (DHA und EPA). Auch die einheimischen Süßwasserfische wie Forelle und Karpfen sind gute Lieferanten dieser Fettsäuren. Seefisch wie Kabeljau oder Rotbarsch enthält zudem Jod. Jod erfüllt als Bestandteil der Schilddrüsenhormone lebensnotwendige Aufgaben.
Fleisch und Wurst
Wenn Sie Fleisch essen, dann nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche. Fleisch enthält gut verfügbares Eisen sowie Selen und Zink. Fleisch und insbesondere Wurst enthalten aber auch ungünstige Inhaltsstoffe. Wer viel rotes Fleisch und Wurst isst, hat ein höheres Risiko für Darmkrebs. Für weißes Fleisch besteht nach derzeitigem Wissensstand keine Beziehung zu Krebserkrankungen.
Eier
Ab und zu Eier können Ihren Speiseplan ergänzen und Bestandteil einer vollwertigen Ernährung sein - planen Sie ihren Verzehr jedoch bewusst. Eier sind eine gute Quelle für biologisch hochwertiges Protein sowie eine Reihe von lebensnotwendigen Nährstoffen (z. B. fettlösliche Vitamine). Gleichzeitig ist das Eigelb fett- und cholesterinreich.
Zusätzliche Tipps
- Vitaminreiche Ernährung ist wichtig.
- Bei hoher Dosierung von L-Dopa sollte eiweißreiche Kost (z.B. Fisch, Fleisch, Eier, Soja) zeitlich versetzt zur Medikamenteneinnahme gegessen werden.
- Wenn L-Dopa Übelkeit verursacht, kann man bei der Medikamenteneinnahme z.B. ein Stück trockenes Brot essen.
- Bei Schluckstörungen (Dysphagie) kann eine spezielle Kost empfohlen werden.
Ernährungsempfehlungen von Experten
Prof. Dr. Ceballos-Baumann betont, dass bestimmte Diäten mit einer geringeren Inzidenz, einem späteren Beginn und einem günstigen Verlauf von Parkinson vergesellschaftet sind. Er empfiehlt eine MIND-Diät, die sich von der klassischen Mediterranen Diät unterscheidet, indem sie grünes Blattgemüse und Beeren in den Vordergrund stellt, während bestimmte Milchprodukte, vor allem Käse, eher kritisch gesehen werden.
Die Rolle des Darms
Alle Krankheiten beginnen im Darm, soll Hippokrates gesagt haben. Auch bei Parkinson wird in diesem Sinne der Darm in den Vordergrund gestellt. Tatsächlich stellt chronische Verstopfung ein Risiko dar, später im Leben Parkinson zu entwickeln. In jedem Fall ist eine darmgesunde Ernährung für bereits Erkrankte wichtig. Denn auch sie leiden häufig unter Verstopfung, und dies hat nicht nur einen erheblichen Einfluss auf die Lebensqualität, sondern auch auf die Aufnahme der Medikamente.
Ernährungsempfehlungen für Parkinsonpatient*innen
Viel Obst und Gemüse sowie Hülsenfrüchte als Proteinquelle sind gut. Beeren und Nüsse sind sinnvoll. Statt auf tierische Fette sollte man aber lieber auf pflanzliche Öle wie Olivenöl zurückgreifen. Auch Rohkost und andere Ballaststoffe sind wichtig. Dazu braucht es aber viel Flüssigkeit, damit die Ballaststoffe quellen können und den Darm dazu bringen, dass er sich bewegt. Parkinsonpatient*innen tendieren leider oft dazu, zu wenig zu trinken.
Zeitpunkt der Medikamenteneinnahme
Bei der Planung der Mahlzeiten über den Tag ist zu beachten, dass das wesentliche Medikament Levodopa idealerweise mindestens eine halbe Stunde vor oder frühestens anderthalb Stunde nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, einzunehmen ist.
Individuelle Ernährungsempfehlungen
Wie man essen sollte, ist individuell und hängt auch vom Erkrankungsstadium und dem Ansprechen auf Levodopa ab. Im Stadium der Levodopa-Wirkungsschwankungen kann durch eine Mahlzeit eine Off-Phase, also ein Phase von schlechter Symptomkontrolle ausgelöst werden, in der sich die Patient*innen kaum mehr bewegen können.
Problematische Lebensmittel
Ja, denn hier kommen zwei Faktoren zusammen: die schlechte Verdaulichkeit und viel Eiweiß. Auch ein Joghurt und Fisch kann die Aufnahme von Levodopa erschweren. Das ist aber schnell verdaut. Patient*innen mit Wirkungsschwankungen sollten lieber mehrere kleinere Mahlzeiten zu sich nehmen. Helfen kann auch eine Protein-Redistributionsdiät. Die Einnahme der Proteine abends ist günstiger, um während des Tages aktiver sein zu können. Auf Proteine sollten die Betroffenen aber nicht verzichten.
Zucker und Co.
Zucker, verarbeitete und frittierte Lebensmittel sowie rotes Fleisch werden in den Diäten als schädlich betrachtet, auch bei Parkinson.
Empfehlungen bei Schluckstörungen
Wenn Schluckstörungen bestehen, sollten diese abgeklärt werden, zunächst mit einer Schluckendoskopie. Es gibt Schlucktrainings durch Logopäd*innen und Schluckwecker, die einen daran erinnern zu schlucken. Studien haben gezeigt, dass EMST (expiratory muscle strength training) die Schlucksicherheit und Kaugummi-Kauen die Schluckfrequenz steigert. Man kann die Kost anpassen. In der Levante-Küche gibt es leckere, ballaststoffreiche Speisen wie Hummus, die leicht zu schlucken sind.
Weitere Lebensstilfaktoren
Sowohl zu aerobem Training als auch zu Krafttraining gibt es vielversprechende Daten, dass diese den Verlauf günstig beeinflussen. Die Schwierigkeit ist die Motivierung: Parkinsonkranke haben die Tendenz zur Inaktivität, die dann leicht ein sich selbst verstärkender Kreislauf wird.
Ernährung bei Parkinson: Zusätzliche Aspekte
Es gibt keine spezielle Ernährung oder Diät, die bei Parkinson eine Heilung bewirken kann. Dennoch ist es mit einer zielgerichteten Kost und bestimmten Maßnahmen oft möglich, die Lebensqualität der Betroffenen zu steigern und auch den Genuss und die Freude am Essen wiederzufinden.
Besonderheiten bei der Einnahme von L-Dopa
Bei der Einnahme des Parkinson-Medikamentes L-Dopa ist außerdem Vorsicht beim Verzehr von Eiweiß geboten, da es seine Aufnahme hemmt.
Bedeutung einer gesunden Ernährung
Gesunde Ernährung ist vor allem entscheidend, um einer Mangelernährung vorzubeugen. Häufig verlieren Parkinson-Patientinnen und Patienten an Körpergewicht. Sie haben weniger Appetit und Schwierigkeiten beim Essen, zum Beispiel aufgrund von Schluckstörungen und Verdauungsproblemen.
Ballaststoffe und ihre Wirkung
Ballaststoffe verbessern außerdem die Verdauung und wirken so einer Verstopfung entgegen.
Verdauungsprobleme bei Parkinson
Aufgrund verschiedener Störungen im Verdauungsapparat ist die Nahrungsaufnahme für viele Patientinnen und Patienten echte Schwerstarbeit. Die Parkinson-Krankheit ist nicht nur durch motorische Symptome wie Zittern und Steifheit gekennzeichnet, sondern kann auch verschiedene Verdauungsprobleme verursachen.
Schluckprobleme (Dysphagie)
Manchmal können die Schluckbeschwerden auch abhängig von der Parkinsonmedikation sein. Die Patientinnen und Patienten können eine spezielle Kost, eine sogenannte Dysphagie- oder Breikost empfohlen werden, bzw. die Vermeidung der Aufnahme großer Essensstücke.
Magenentleerungsstörungen
Häufig klagen Parkinson-Patientinnen und Patienten über Sodbrennen oder Völlegefühl. Meist ist eine verzögerte Magenentleerung die Ursache, die bei Betroffenen typischerweise auftritt.
Verstopfung (Obstipation)
Die Verstopfung kann schon Jahre vor der Erkrankung auftreten. Um den Verstopfungen entgegenzuwirken, ist die Aufnahme einer ballaststoffreichen Ernährung sinnvoll. Ballaststoffe werden vom Körper nicht verdaut, nehmen aber im Darm durch Wasseraufnahme an Volumen zu und erhöhen somit den Druck auf die Darmwände - was wiederum für eine beschleunigte Verdauung sorgt.
Verminderter Geruchs- und Geschmackssinn
Parkinson-Patientinnen und Patienten leiden aufgrund ihrer Krankheit häufig unter vermindertem Geruchs- und Geschmackssinn. Das schmälert den Appetit und den Genuss am Essen.
Gewichtsverlust und Mangelernährung
Häufig tritt Gewichtsverlust vor allem bei älteren Patientinnen und Patienten auf. Bei ihrer Ernährung sollten Parkinson-Patientinnen und Patienten darauf achten, dass ihr Essen energiereich ist, um ihre Kräfte und Fähigkeiten weitestgehend zu erhalten. Auch Süßes ist hier durchaus erlaubt, zumindest in Maßen. Wichtig ist, dass es zu einer Versorgung mit Energie kommt und ggf. eine Gewichtszunahme erfolgt.
Die Rolle von L-Dopa und Eiweiß
Die Aufnahme der Parkinson-Medikation geschieht in aller Regel über den Magen und wird daher durch die Nahrungsaufnahme beeinflusst. Das gilt insbesondere für die Therapie mit L-Dopa, da dies selbst eine Aminosäure ist. L-Dopa wird durch die Darmwand transportiert und konkurriert dabei mit anderen Aminosäuren aus der Nahrung. Eine eiweißreiche Ernährung hat aus diesem Grund einen negativen Effekt auf die Aufnahme des L-Dopa.
Empfehlungen für die Ernährung
- Ausreichend Ballaststoffe und dazu ausreichend trinken (2 bis 2 1/2 Liter pro Tag).
- Gerne täglich Kartoffeln.
- Vollkornbrot und Vollkornnudeln, unpolierter Reis, Vollkornhaferflocken bieten sich ebenso an.
- Fünf kleine Portionen Obst & Gemüse: Süßes nur in Maßen konsumieren, stattdessen lieber fünf gesunde Portion Obst & Gemüse pro Tag.
- Spinat enthält ein wenig Protein und zusätzlich jede Menge wichtige Nährstoffe wie Flavonoide, Mineralstoffe, Vitamin C, Vitamin K, Eisen, Folsäure und Calcium.
- Fleisch, Eier Wurst und Fisch nur ein bis zwei mal pro Woche (300 - 600 g).
- Täglich Milchprodukte, um ausreichend Calcium aufzunehmen. Hier aber auf fettarme und ungesüßte Varianten zurückgreifen, also z.B. fettarmen Naturjoghur oder fettarme Milch.
- Mit Kräutern und Gewürzen arbeiten, aber nur mit wenig Salz.
Osteoporose und Parkinson
Sowohl die motorischen als auch die nicht-motorischen kognitiven Parkinson-Symptome führen mit der Zeit häufig zu signifikantem Bewegungsmangel. Dieser erhöht die Anfälligkeit für Osteoporose, also die Degeneration der Knochen. Wie bereits bei den Ernährungstipps erwähnt, kann die richtige Ernährung die Knochen stärken und das Risiko für Frakturen und Osteoporose reduzieren. Calcium spielt hierbei eine Schlüsselrolle, ebenso wie Vitamin D.
Vitamin D und Calcium
Da das in der Nahrung enthaltene Calcium nur zu etwa einem Drittel durch den Körper aufgenommen werden kann, sollte man mindestens 900 - 1000 mg Calcium pro Tag durch die Nahrung aufnehmen. Auch Vitamin D ist für die Knochen wichtig, weshalb man auf ausreichende Aufnahme achten sollte. Hier wird die Einnahme über Tabletten oder Tropen empfohlen, was jedoch mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden sollte.
Weitere Aspekte der Ernährung bei Parkinson
Während des Krankheitsverlaufs von Parkinson verliert etwa jeder zweite Betroffene Körpergewicht. Gründe dafür können eine gestörte Energiebilanz sowie eine verminderte Nahrungsaufnahme sein. Eine ausgewogene Ernährung bei Parkinson ist daher besonders wichtig.
Fett als Energielieferant
Fett hat von allen Nährstoffen den höchsten Energiegehalt - mehr als doppelt so viel wie Kohlenhydrate oder Eiweiß. Bei der Nahrungsaufnahme von Fetten ist jedoch nicht die Menge, sondern die Qualität entscheidend. Eine spezielle Gruppe der Fette, die mehrfach ungesättigten Fettsäuren, sind essenziell, d.h. lebensnotwendige Nährstoffe.
Kohlenhydrate als Energielieferant
Kohlenhydrate sind unsere wichtigsten Energielieferanten. Auch hier ist die Qualität bei der Nahrungsaufnahme wichtiger als die Quantität. Während Zucker vor allem für einen kurzzeitigen Energieschub sorgt, können Mehrfachzucker wie Vollkornprodukte eine langfristige Energieversorgung gewährleisten.
Wasser als internes Transportmittel
Wasser dient zum Transport der Nährstoffe und Wirkstoffe zu den Organen und Geweben sowie zur Regulation des Blutvolumens und zur Aufrechterhaltung einer konstanten Körpertemperatur.
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