Vegetatives Nervensystem Störungen: Ursachen und Behandlung in Kirchheim Teck

In der heutigen Gesellschaft leiden immer mehr Menschen unter chronischer Erschöpfung, Überlastung und dem Burnout-Syndrom. Burnout ist ein komplexes Erschöpfungsgeschehen auf körperlicher, mentaler und emotionaler Ebene, das tief in die Stoffwechselprozesse eingreift. Dieser Artikel beleuchtet die Ursachen von vegetativen Nervensystem Störungen, insbesondere im Zusammenhang mit Burnout, und stellt naturheilkundliche Therapieansätze vor, die in Kirchheim Teck zur Verfügung stehen.

Burnout: Mehr als nur Stress

Das Burnout-Syndrom beschreibt einen Zustand emotionaler, mentaler und körperlicher Erschöpfung, der durch anhaltende berufliche oder private Überforderung entsteht. Es ist wichtig zu betonen, dass Burnout mehr als nur "Stress" oder "Überlastung" ist. Es handelt sich um ein ernstzunehmendes Krankheitsbild, das professionelle Begleitung erfordert.

Burnout vs. Depression

Es ist wichtig, Burnout von einer Depression zu unterscheiden. Bei einer Depression steht die gedrückte Stimmung im Vordergrund, die oft ohne erkennbaren äußeren Auslöser besteht. Die Entstehung eines Burnouts ist multifaktoriell. In diesen Fällen ist eine Kombination aus Psychotherapie, ggf. medikamentöser Behandlung und naturheilkundlicher Unterstützung sinnvoll.

Ursachenorientierte Diagnostik

Die ursachenorientierte Diagnostik steht im Mittelpunkt jeder Burnout-Behandlung. Denn nur wenn die zugrunde liegenden körperlichen und biochemischen Dysbalancen verstanden werden, kann gezielt und nachhaltig behandelt werden.

Erstgespräch und Anamnese

Im ausführlichen Erstgespräch wird die Krankengeschichte des Patienten erfasst und Vorbefunde analysiert.

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Labordiagnostik

Für die objektive Beurteilung des Burnout-Geschehens wird mit spezialisierten Laboren zusammengearbeitet, die eine Vielzahl hochspezialisierter Parameter untersuchen können. Dazu gehören unter anderem:

  • CRP (hochsensitiv)
  • BSG
  • Interleukin-6 (bei chron. Entzündungen)

Die Auswahl der Laboruntersuchungen erfolgt immer individuell nach Anamnese und Vorbefunden. Nicht jeder Patient benötigt jede Untersuchung! Die Kosten für Laboruntersuchungen werden von gesetzlichen Krankenkassen in der Regel nicht übernommen, da es sich um privatärztliche Leistungen handelt. Private Krankenversicherungen und Beihilfe erstatten je nach Tarif teilweise oder vollständig.

Zahnärztliche Störfelder

Ein oft übersehener Faktor bei chronischer Erschöpfung und Burnout sind zahnärztliche Störfelder. Es wird eng mit biologisch ausgebildeten Zahnärzten zusammengearbeitet, die auf ganzheitliche Zahnmedizin spezialisiert sind.

Naturheilkundliche Therapieansätze

Nach der umfassenden Diagnostik wird für jeden Patienten ein individualisierter Therapieplan erstellt, der verschiedene naturheilkundliche Verfahren sinnvoll kombiniert. Die hier beschriebenen naturheilkundlichen Ansätze verstehen sich als komplementäre Unterstützung und können bei Bedarf mit psychotherapeutischer Behandlung und schulmedizinischer Betreuung kombiniert werden. Die naturheilkundlichen Therapieverfahren, die in dieser Praxis angewendet werden, sind teilweise wissenschaftlich umstritten und von der evidenzbasierten Medizin nicht anerkannt. Dies gilt insbesondere für die Bioresonanztherapie.

Bioresonanztherapie

Die Bioresonanztherapie bildet häufig die Basis der Behandlung. Sie arbeitet mit elektromagnetischen Schwingungen und zielt darauf ab, Regulationsstörungen im Körper zu korrigieren und Blockaden zu lösen. Die Bioresonanztherapie ist seit über 30 Jahren eine der wichtigsten diagnostischen und therapeutischen Methoden bei Burnout.

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Wichtig: Die Bioresonanztherapie ist wissenschaftlich nicht anerkannt. Es fehlen Studien nach strengen wissenschaftlichen Kriterien. In der über 30-jährigen Praxiserfahrung hat sich die Bioresonanz jedoch als wertvolle Diagnostik- und Therapiemethode bewährt, und viele Patienten berichten über deutliche Besserungen.

IHHT-Therapie (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training)

Das IHHT (Intervall-Hypoxie-Hyperoxie-Training) ist eine der wichtigsten Therapien bei Burnout, da es direkt an der zellulären Energieproduktion ansetzt. Durch den gezielten Wechsel zwischen niedrigem und hohem Sauerstoffgehalt werden geschädigte Mitochondrien (die „Kraftwerke“ der Zellen) zur Selbstzerstörung angeregt (Apoptose) und gleichzeitig die Neubildung gesunder, leistungsfähiger Mitochondrien stimuliert (Mitochondrien-Biogenese).

Der Patient liegt entspannt und atmet über eine Maske im Wechsel sauerstoffarme (ca. 9-15% O₂, entspricht einer Höhe von 4.000-6.000m) und sauerstoffreiche Luft (ca. 32-36% O₂). Eine Sitzung dauert 40-50 Minuten und ist absolut schmerzfrei und angenehm.

Hochdosierte Vitamin-Infusionen

Bei akutem Burnout und schwerer Erschöpfung sind hochdosierte intravenöse Vitamin-Infusionen ein wichtiger Baustein der Therapie. Oral eingenommene Vitamine erreichen aufgrund von Resorptionslimitierungen im Darm nicht die therapeutisch wirksamen Blutspiegel.

Vitamin C-Infusion

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist weit mehr als nur ein „Erkältungsvitamin“. Die Infusion dauert ca. 45-60 Minuten.

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B-Komplex-Infusion

Die B-Vitamine sind essenziell für den Energiestoffwechsel, die Nervenfunktion und die Neurotransmitter-Synthese. Bei Burnout-Patienten finden sich häufig Mängel an B1, B6, B12 und Folsäure. B-Vitamine wirken synergetisch und unterstützen sich gegenseitig. Für eine maximale therapeutische Wirkung wird häufig Vitamin C und B-Komplex in einer Infusion kombiniert.

Ablauf: Nach Anlage eines intravenösen Zugangs läuft die Infusion langsam über 45-90 Minuten.

Nebenwirkungen: Sehr selten. Gelegentlich leichtes Wärmegefühl, sehr selten allergische Reaktionen.

Weitere Therapieansätze

Ergänzend zu den oben genannten Therapien können weitere naturheilkundliche Verfahren eingesetzt werden:

  • Traditionelle chinesische Akupunktur
  • Ohrakupunktur
  • Klassische Homöopathie
  • Phytotherapie
  • Orthomolekulare Medizin
  • Neuraltherapie nach Huneke
  • Ernährungstherapie

Die Rolle des Mikrobioms

Eine gestörte Darmflora (Dysbiose) und ein „durchlässiger Darm“ (Leaky Gut) führen zu chronischen Entzündungen und beeinträchtigen die Neurotransmitter-Produktion. Probiotika können helfen, die Darmflora wieder aufzubauen.

Das orale Mikrobiom

Unter dem Mikrobiom versteht man die Gesamtheit der in der Mundhöhle angesiedelten Mikroorganismen. Neben Bakterien leben auch Viren, Pilze und andere Mikroorganismen in einem komplexen Gleichgewicht miteinander. Die Mundhöhle gilt als das erste Trainingslager des Immunsystems, welches von hier aus seine Aufgaben im gesamten Körper wahrnimmt. Untersuchungen bei Neugeborenen zeigen, dass das orale Mikrobiom in den ersten zwei Lebenswochen dem Darmmikrobiom sehr ähnlich ist. Die Verbindung zwischen Mund- und Darmmikrobiom bleibt jedoch ein Leben lang bestehen. Störungen von aussen können dieses Gleichgewicht beeinflussen und gegebenenfalls zu Gunsten schädlicher Keime verrücken, was gesundheitliche Probleme verursachen kann. All diese Faktoren können einzeln oder gemeinsam dazu führen, dass der Körper über eine belastenden Fehlbesiedlung im Mund krank wird. Ein gesundes Mundmikrobiom ist daher entscheidend für einen gesunden Körper und eine normale Regulation und Regeneration. Regelmässige biologisch verträgliche Prophylaxe und eine sorgfältige häusliche Zahnpflege sind ebenfalls wichtig. Probiotika für die Mundflora hilft, das Mikrobiom nach der Zahnpflege wieder zu besiedeln.

Prävention und Regeneration

Die beste Burnout-Therapie ist Prävention! Regelmäßige moderate Bewegung, Stressmanagement und eine ausgewogene Work-Life-Balance sind essenziell.

Dauer der Behandlung

Eine erste deutliche Besserung kann oft nach 4-8 Wochen intensiver Therapie eintreten. Eine vollständige Regeneration und Stabilisierung dauert in der Regel 3-6 Monate, manchmal auch länger bei schwerem Burnout.

Arbeitsunfähigkeit

Bei schwerem Burnout ist oft eine Arbeitsunfähigkeit mit Krankschreibung sinnvoll, um die notwendige Regeneration zu ermöglichen. Bei leichtem bis mittelschwerem Burnout kann eine Stundenreduzierung oder ein Belastungswechsel ausreichen.

Kombination mit Schulmedizin

Naturheilkundliche Therapie kann ergänzend zu schulmedizinischer Behandlung erfolgen. Setzen Sie niemals eigenmächtig verordnete Medikamente (z.B. Antidepressiva) ab! Bei Kombinationstherapie beachte ich mögliche Wechselwirkungen (z.B. mit Johanniskraut).

Rückfallrisiko

Ja, Burnout kann rezidivieren, wenn die belastenden Umstände fortbestehen und keine Veränderungen vorgenommen werden. Deshalb ist neben der akuten Behandlung auch die Prävention und Nachsorge wichtig: Stressmanagement, Achtsamkeit, Work-Life-Balance, regelmäßige „Wartung“ (z.B. durch Entspannungsverfahren).

Stressbewältigung und Resilienz

Stress ist eine große Belastung für unseren Körper. Viele Leiden haben eine gemeinsame Ursache: Dabei handelt es sich um chronischen Stress und die vielen Stresshormone, die deinen Organismus belasten. Resilienz, also unsere Widerstandskraft gegen Stress, kannst du mit sieben spezifischen Säulen stärken.

  1. Akzeptanz
  2. Bindung
  3. Lösungsorientierung
  4. Gesunder Optimismus
  5. Selbstwahrnehmung
  6. Selbstreflexion
  7. Selbstwirksamkeit

Yoga zur Stressreduktion

Yoga kann eine wertvolle Unterstützung bei der Stressbewältigung sein. Durch regelmäßige Asana- und Pranayama-Praxis wird das Gehirn angeregt, den Botenstoff Gamma-Aminobuttersäure (GABA) auszuschütten. GABA senkt die Erregbarkeit der Nervenzellen im Gehirn und mindert Angst- und Panikgefühle. Zudem wird die Ausschüttung von Stresshormonen wie Cortisol und Adrenalin vermindert. Yoga kann dabei helfen, das natürliche Gleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus wiederherzustellen.

Angebote in Kirchheim Teck

In Kirchheim Teck und Umgebung gibt es verschiedene Angebote zur Behandlung von vegetativen Nervensystem Störungen und Burnout. Dazu gehören:

  • Naturheilpraxen mit spezialisierten Therapieangeboten
  • Osteopathen und Physiotherapeuten
  • Psychotherapeuten und Coaches
  • Yoga- und Meditationskurse
  • Ernährungsberater

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