Vera Bader und ihre Demenz: Eine Geschichte aus "In aller Freundschaft"

Die Rolle der Vera Bader, gespielt von Claudia Wenzel, prägte über Jahre die ARD-Serie "In aller Freundschaft". Zunächst als intrigante Gesundheitsdezernentin, später als Patientin mit Demenz, berührte sie die Zuschauer auf unterschiedliche Weise. Dieser Artikel beleuchtet die Entwicklung der Figur Vera Bader, ihre Demenzerkrankung und den Abschied von Claudia Wenzel aus der Serie.

Vera Baders Entwicklung in "In aller Freundschaft"

Vera Bader trat erstmals in Folge 397 der Serie auf. Anfänglich verkörperte sie eine Gesundheitsdezernentin, die vor allem Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) das Leben schwer machte. Im Laufe der Zeit wandelte sich die Rolle jedoch grundlegend.

Die Demenzerkrankung als zentrales Thema

Ein zentrales Thema wurde die Demenzerkrankung von Vera Bader. Die Entscheidung, diese Thematik in die Serie einzubringen, fiel in enger Absprache mit Claudia Wenzel. Die Schauspielerin betonte in einem Interview, dass sie viel Mitspracherecht bei der Gestaltung der Geschichte hatte.

Vorbereitung auf die Rolle als Demenzkranke

Claudia Wenzel nahm ihre Rolle sehr ernst und bereitete sich intensiv auf die Darstellung der Demenzerkrankung vor. Sie besuchte ein Pflegeheim in Panketal bei Berlin, um dort demenzkranke Menschen zu beobachten und ihr Verhalten zu studieren. Die Offenheit des Personals und die Unterstützung der Heimleiterin, Frau Matthes, ermöglichten es ihr, einen authentischen Einblick in das Leben von Demenzkranken zu gewinnen.

Positive Resonanz auf die Darstellung

Die Mühe und Vorbereitung zahlten sich aus: Claudia Wenzel erhielt viel positive Resonanz auf ihre Darstellung der Demenzkranken. Besonders berührt war sie von den Reaktionen aus dem Pflegeheim, die ihre Darstellung als sehr realistisch empfanden.

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Der Abschied von Vera Bader

In der Jubiläumsfolge 1000 von "In aller Freundschaft" starb Vera Bader. Für Claudia Wenzel bedeutete dies das Ende ihrer Zeit in der Serie. Die Entscheidung für den Serientod fiel in gemeinsamer Absprache mit der Produktionsfirma Saxonia Media. Wenzel empfand die Zusammenarbeit als sehr professionell und wertschätzend.

Emotionale Dreharbeiten zum Serientod

Die Dreharbeiten zum Serientod von Vera Bader waren für Claudia Wenzel sehr emotional. Besonders berührt war sie von der Darstellung ihres Kollegen Udo Schenk, der Dr. Kaminski spielte. Als er am Bett ihre Hand nahm und weinte, musste sie sich sehr zusammenreißen, um nicht mitzuweinen.

Weitere Handlungsstränge rund um Vera Bader

Neben der Demenzerkrankung und dem Tod von Vera Bader gab es noch weitere Handlungsstränge, die mit ihrer Figur verbunden waren.

Die Beziehung zu Dr. Kaminski

Ein wichtiger Aspekt war die Beziehung zwischen Vera Bader und Dr. Kaminski (Udo Schenk). Einst behauptete Vera, von ihm schwanger zu sein, später erzählte sie ihm, sie hätte das Kind verloren. Diese Behauptung wurde von Zuschauern in Frage gestellt, die vermuteten, dass Vera das Kind möglicherweise doch bekommen und weggegeben haben könnte.

Veras Nichte Thea Klausen

In einer Episode trifft Dr. Kaminski auf dem Demenzbauernhof, wo Vera untergebracht ist, auf ihre Nichte Thea Klausen. Diese plant zunächst, Kaminski wegen Veras Geld anzuzeigen. Nachdem Kaminski jedoch sieht, wie gut es Vera mit Thea geht, erklärt er sich bereit, Thea das Geld für den pflegegerechte Umbau ihrer Wohnung auszuzahlen. Später werden Thea und Vera in die Notaufnahme eingeliefert, was bei Kaminski Zweifel aufkommen lässt.

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Der Autounfall und die Unterbringung auf dem Demenzhof

Nachdem Vera Bader aufgrund ihrer Demenz einen Autounfall verursacht hat, redet Sarah Marquardt Dr. Kaminski ins Gewissen. Sie argumentiert, dass es für alle das Beste wäre, Vera auf dem Demenzhof unterzubringen, da sie aufgrund ihrer Gedächtnislücken eine Gefahr für sich und andere darstellt.

Weitere Geschichten in der Sachsenklinik

Die Serie "In aller Freundschaft" erzählt neben der Geschichte von Vera Bader auch viele andere Geschichten aus dem Alltag der Sachsenklinik.

Der Fall Danja

Dr. Maria Webers Sohn Moritz besucht seine Mutter zusammen mit seiner neuen Freundin Danja aus München. Maria bemerkt, dass es Danja nicht gut geht. Diese streitet dies zunächst ab, fällt dann jedoch in ein ketoazidotisches Koma. Es stellt sich heraus, dass Danja Diabetes hat und zu wenig Insulin im Körper. Maria vermutet, dass Danja sich absichtlich kein Insulin gespritzt hat, um schlank zu bleiben.

Der Kongress für nachhaltiges Klinikmanagement

Sarah Marquardt ist glücklich, dass die Klinik einen nationalen Kongress zu nachhaltigem Klinikmanagement organisieren darf. Klinikleiter Dr. Martin Stein ist jedoch weniger begeistert, da die gesamte Planung und Organisation an ihm hängen bleibt.

Der Fall Luis

Ein weiterer Fall, der das Team der Sachsenklinik beschäftigt, ist der des zwölfjährigen Luis. Der Junge leidet seit seiner Geburt an einer Gallengangsatresie und benötigt dringend eine Lebertransplantation. Da weder sein alleinerziehender Vater Daniel aufgrund seiner HIV-Infektion noch seine psychisch erkrankte Mutter Ramona als Spender in Frage kommen, kontaktiert Roland Achim Kreutzer in Südafrika, der dort bereits eine vergleichbare Transplantation durchgeführt hat. Schließlich findet Maria eine Lösung in Form einer Ringspende, nachdem sich Luis' Eltern versöhnt haben.

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Claudia Wenzels Zukunft nach "In aller Freundschaft"

Nach ihrem Ausstieg aus "In aller Freundschaft" plant Claudia Wenzel, wieder Theater zu spielen. Zudem hat sie eine Agentur, die sie vermittelt, und es gibt bereits neue Drehanfragen.

Rückblick auf die Zeit in Leipzig

Claudia Wenzel blickt positiv auf ihre Zeit in Leipzig zurück, wo ihr beruflicher Werdegang begann. Sie studierte Schauspiel in Leipzig, war 12 Jahre Ensemblemitglied am Leipziger Schauspielhaus und 14 Jahre in der Sachsenklinik tätig. Leipzig war für sie immer wie nach Hause kommen.

Comeback bei "Der Bergdoktor"?

Claudia Wenzel war auch in der Serie "Der Bergdoktor" zu sehen. Sie verfolgt die Geschichten um die Grubers weiterhin und würde sich freuen, wieder einmal als Schwieger-Oma dabei zu sein.

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