Vera Birkenbihl und der Zusammenhang mit Alzheimer: Strategien für ein gehirngerechtes Leben

Einführung

Die Sorge vor Demenz, insbesondere Alzheimer, nimmt in unserer alternden Gesellschaft stetig zu. Viele betrachten Alzheimer mittlerweile als Diabetes Typ 3, da die Krankheit nicht zuletzt das Gehirn schädigt und auch hier der viele Zucker seinen Anteil trägt. Angesichts dieser Entwicklung stellt sich die Frage: Was können wir aktiv tun, um Alzheimer vorzubeugen? Hier kommt Vera F. Birkenbihl ins Spiel, deren Konzepte und Methoden einen wertvollen Beitrag zur Förderung der geistigen Fitness und zur potenziellen Prävention von altersbedingten kognitiven Einschränkungen leisten können.

Vera F. Birkenbihl: Eine Pionierin des gehirngerechten Lernens

Vera F. Birkenbihl war eine renommierte Management-Trainerin und Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten. Sie gilt als eine Pionierin des Infotainments und entwickelte bereits in den 1960er-Jahren Konzepte für gehirn-gerechtes Arbeiten und Zukunftstauglichkeit. Mehr als 350.000 Menschen haben Vera F. Birkenbihl bisher in Vorträgen und Seminaren live erlebt - und weit mehr im Fernsehen (BRalpha). Mit ihrer unnachahmlichen Art, auch sehr komplexe Zusammenhänge spannend und nachvollziehbar darzustellen, ist sie eine der gefragtesten Referentinnen in Europa. Ihre Bücher sind bis heute Bestseller. Auch die Birkenbihl-Methode, Fremdsprachen zu lernen, wurde von ihr entwickelt.

Birkenbihls Ansatz basiert auf der Idee, dass das Gehirn am besten lernt und funktioniert, wenn Informationen auf eine bestimmte, gehirn-gerechte Weise präsentiert und verarbeitet werden. Ihre Methoden zielen darauf ab, das Wissen aus Alltag, Arbeit und Schule effizient zu verarbeiten und zu festigen. Die gehirn-gerechten Arbeitstechniken erleichtern das Erlernen von Fremdsprachen und helfen dabei die Grundregeln der Kommunikation zu vertiefen und sich bestens auf Präsentationen und Tests vorzubereiten.

Birkenbihls Denkwerkzeuge zur Förderung der geistigen Fitness

„Birkenbihls Denkwerkzeuge“ sind in besonderem Maße geeignet, Ihnen spannende Entdeckungen Ihrer eigenen Gedanken zu ermöglichen. Das vorliegende Buch ist nach Vera F. Alle, die immer schon wissen wollten, wie Vera F. Birkenbihl denkt, wie sie scheinbar Zusammenhangloses verbindet und gekonnt - oft humorvoll - präsentiert, werden in diesem Buch erfahren, wie es geht. Die in diesem (geistigen) Abenteuerbuch beschriebenen Analograffiti-Denk-Werkzeuge sind in besonderem Maße geeignet, Ihnen spannende Entdeckungen Ihrer eigenen Gedanken zu ermöglichen.

Mind Maps: Gedankenlandkarten für mehr Übersicht

Mind Maps sind „Gedankenlandkarten“, mit denen Sie Informationen bildlich darstellen können. Sie schaffen somit mehr Übersicht und mehr Klarheit. Durch die visuelle Darstellung von Informationen können komplexe Sachverhalte leichter erfasst und im Gedächtnis verankert werden.

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ABC-Listen und Assoziationstechniken: Erinnerungen effizient ordnen

Mit ABC-Listen und assoziativen Denktechniken ordnen Sie Ihre Erinnerungen effizient. Diese Techniken helfen, Informationen zu strukturieren und miteinander zu verknüpfen, was das Abrufen von Wissen erleichtert.

Speed-Reading: Die Informationsflut bewältigen

Die Informationsflut will kein Ende nehmen - überall türmen sich Berge ungelesener Bücher, Zeitschriften und Dokumente. Die Speed-Reading-Methode von Tony Buzan wird Ihnen beides ermöglichen: Ihre Lesegeschwindigkeit wird kontinuierlich erhöht und Sie werden mithilfe der Mind-Map®-Technik Informationen langfristig abrufen können. Durch schnelleres Lesen können mehr Informationen aufgenommen und verarbeitet werden, was die geistige Flexibilität fördert.

Anti-Altersheimer-Lebensarchiv

Vera F. Birkenbihl schlägt eine einfache, praktische Variante vor: Jeden Tag solle man ein bin zwei Ereignisse mit Überschrift und Datum schriftlich festhalten. Möglichst Ereignisse die einen Bezug zur eigenen Persönlichkeit haben, zu wichtigen Menschen oder einer bedeutsamen Arbeit. Diese Aufzeichnungen sollten dann sondern von Zeit zu Zeit durchgesehen werden, wobei man ”… die Überschriften im Sinne einer Quizfrage [verwenden sollte, S.K.] So sorgen wir dafür, dass wir uns an die wirklich wichtigen Dinge öfter erinnern (was die mehrspurige „Autobahn“ anlegt). Es lohnt sich wirklich! Birkenbihl: Das Anti-Altersheimer-Lebensarchiv, S. 29Auch wenn man wenig Zeit hat: Bloße Überschriften reichen nicht! Das betont Birkenbihl unter Rückgriff auf die Gedächtnis-Experimente von Marigold Linton (hier deren Originalveröffentlichung). Die Episoden, die man niederschreibt, sollten auf dem Papier Hand und Fuß haben und im Grundsatz auch von einem Fremden verstanden werden können. Während man es aus der frischen Erinnerung schreibt, kann man sich oft nicht vorstellen, was man alles vergessen wird. Es ist das meiste. Darum ist es wichtig, sich an diesen Grundsatz zu erinnern. Auch im Hinblick auf Texte, die später von Angehörigen verstanden werden sollten.(Nebenbei: Birkenbihl stellt auch gesellige Varianten der „Altersheimer-Vorsorge“ dar, wie sie es nennt, Schreib- und Erzählspiele mit biografischem Inhalt.)

Der Zusammenhang zwischen Birkenbihls Methoden und Alzheimer-Prävention

Obwohl Vera F. Birkenbihl keine expliziten Forschungen zum Thema Alzheimer durchgeführt hat, lassen sich ihre Methoden durchaus im Kontext der Alzheimer-Prävention betrachten. Studien haben gezeigt, dass geistige Aktivität und lebenslanges Lernen das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verringern können. Die von Birkenbihl entwickelten Techniken fördern genau diese geistige Aktivität und helfen, das Gehirn fit und aktiv zu halten.

Geistige Aktivität als Schutzfaktor

Die Nonnenstudie von David Snowdon (Lieber alt und gesund. Dem Alter seinen Schrecken nehmen, Karl Blessing Verlag, München 2001). Snowdon fand heraus, dass die geistig rege Lebensweise der Nonnen im Durchschnitt nicht nur zu einem längeren Leben führt , sondern auch zu größerer geistiger Leistungsfähigkeit im Alter. Das Überraschende: Bei einigen Nonnen, die zu Lebzeiten keinerlei Symptome dementieller Einschränkungen zeigten, wurde nach dem Tod sogenannte »Plaques« im Gehirn entdeckt, die als ursächlich für die Alzheimer-Erkrankung gelten. Heißt das, geistige Tätigkeit schützt vor Alzheimer?

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Die allzu optimistische Deutung der Nonnenstudie scheint also überholt. Trotzdem waren die Leistungen der Nonnen erstaunlich. Mittels geistiger Arbeit konnten sie sich der physiologischen Degeneration des Gehirns zumindest teilweise entgegenstellen. Birkenbihl schließt daraus, dass es sich in jedem Falle lohne, die eigene Persönlichkeit zu schützen, indem man sich mehr als üblich den eigenen Erinnerungen widmet. Indem man also ein Lebensarchiv anlegt.

Neuroplastizität: Das Gehirn ist formbar

Die moderne Hirnforschung hat gezeigt, dass das Gehirn bis ins hohe Alter formbar bleibt (Neuroplastizität). Durch gezieltes Training und geistige Aktivität können neue Verbindungen zwischen den Nervenzellen entstehen und bestehende Verbindungen gestärkt werden. Die Methoden von Birkenbihl tragen dazu bei, diese Neuroplastizität zu fördern und das Gehirn widerstandsfähiger gegen altersbedingte Veränderungen zu machen.

Stressreduktion und Schlaf: Wichtige Faktoren für die Gehirngesundheit

Neben geistiger Aktivität spielen auch Stressreduktion und ausreichend Schlaf eine wichtige Rolle für die Gehirngesundheit. Studien zeigen, dass sich Schlafmangel auf Gedächtnis,Denkvermögen und Stimmung auswirkt. Im Schlaf ist das Gehirn sogar unglaublich aktiv. Birkenbihls Methoden können indirekt auch zur Stressreduktion beitragen, da sie helfen, Informationen effizienter zu verarbeiten und den Überblick zu behalten.

Weitere Strategien zur Alzheimer-Prävention

Neben den Methoden von Vera F. Birkenbihl gibt es noch weitere Strategien, die zur Alzheimer-Prävention beitragen können:

  • Gesunde Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung mit viel Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und gesunden Fetten ist wichtig für die Gehirngesundheit. Die Sherzais setzen auf pflanzliche Ernährung. (vgl. dazu auch Valter Longos Iss Dich Jung)
  • Regelmäßige Bewegung: Körperliche Aktivität fördert die Durchblutung des Gehirns und kann das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, verringern. Exercise Bewegung, die dein gesamtes System auf Trab bringst. Dabei nutzt sowohl Ausdauertraining als auch leichtes Krafttraining. Das hilft nicht nur zum Alzheimer vorbeugen, sondern auch gegen Depression.
  • Soziale Kontakte: Soziale Interaktion und der Austausch mit anderen Menschen sind wichtig für die geistige Stimulation und das Wohlbefinden.
  • Vermeidung von Risikofaktoren: Risikofaktoren wie Rauchen, Übergewicht, hoher Blutdruck und Diabetes sollten vermieden werden, da sie das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, erhöhen können.

Kritik und Einschränkungen

Es ist wichtig zu betonen, dass die Methoden von Vera F. Birkenbihl keine Garantie für die Alzheimer-Prävention darstellen. Alzheimer ist eine komplexe Erkrankung, die von vielen Faktoren beeinflusst wird. Die genetische Veranlagung spielt eine wichtige Rolle, aber auch Lebensstilfaktoren wie Ernährung, Bewegung und soziale Kontakte sind von Bedeutung.

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Allerdings Kannst du dich heutzutage mit der Ausrede „meine Gene sind Schuld“ nicht mehr entschuldigen. Dale Sherzai, MD and Ayesha Sherzai, MD (Sie nennen sich selbst Team Sherzai) sind nicht nur verheiratet, sondern beide Neurologen an der Loma Linda University. Darüber hinaus arbeiten sie als Co-Direktoren des Brain Health and Alzheimer’s Prevention Program der Loma Linda University Medical Center. In ihrem neuen Buch die Alzheimer Lösung stellen sie ihre Methode, das N.E.U.R.O.

Es gibt auch kritische Stimmen, die die wissenschaftliche Evidenz für die Wirksamkeit einiger von Birkenbihls Methoden in Frage stellen. Einige ihrer Techniken basieren eher auf praktischer Erfahrung und Beobachtung als auf fundierten wissenschaftlichen Studien.

Fazit

Vera F. Birkenbihl hat mit ihren Methoden einen wertvollen Beitrag zur Förderung der geistigen Fitness und zur potenziellen Prävention von altersbedingten kognitiven Einschränkungen geleistet. Ihre Konzepte des gehirn-gerechten Lernens und Arbeitens können dazu beitragen, das Gehirn fit und aktiv zu halten und die Neuroplastizität zu fördern.

Es ist jedoch wichtig, die Methoden von Birkenbihl im Kontext anderer Strategien zur Alzheimer-Prävention zu betrachten und sich bewusst zu sein, dass sie keine Garantie für den Schutz vor dieser komplexen Erkrankung darstellen. Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger Bewegung, sozialen Kontakten und Stressreduktion ist ebenso wichtig für die Gehirngesundheit.

Letztendlich gilt: Wer sein Gehirn aktiv hält und sich geistig fit hält, kann das Risiko, an Alzheimer zu erkranken, möglicherweise verringern und die Lebensqualität im Alter verbessern.

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