Rita Rohwedder: Eine Pionierin der Alzheimer-Gesellschaft Pinneberg tritt in den Ruhestand

Rita Rohwedder, das Gesicht der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Pinneberg, wurde nach 17 Jahren erfolgreicher Arbeit in den wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Als Gründungsmitglied und Erste Vorsitzende in den Anfangsjahren prägte sie die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft maßgeblich und setzte sich unermüdlich für die Belange von Betroffenen und vor allem deren Angehörigen ein. Ihr Engagement und ihre innovativen Ideen trugen entscheidend dazu bei, die Versorgung und Unterstützung für Demenzkranke und ihre Familien im Kreis Pinneberg zu verbessern.

Die Anfänge und der Aufbau der Alzheimer Gesellschaft Pinneberg

Rita Rohwedder war nicht nur ein Gründungsmitglied, sondern auch die treibende Kraft hinter der Alzheimer Gesellschaft im Kreis Pinneberg. In den Anfangsjahren übernahm sie die Position der Ersten Vorsitzenden und legte damit den Grundstein für eine Organisation, die sich der Unterstützung von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verschrieben hat. Ihr Engagement und ihre Visionen prägten die Arbeit der Gesellschaft von Beginn an und trugen maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein für die Bedürfnisse von Demenzkranken in der Region zu schärfen.

Die Beratungsstelle für Pflege und Demenz: Eine wegweisende Initiative

Dank der Initiative von Rita Rohwedder wurde im Jahr 2000 die Beratungsstelle für Pflege und Demenz ins Leben gerufen. Diese Beratungsstelle füllte eine wichtige Lücke in der Versorgung von Demenzkranken und ihren Angehörigen im Kreis Pinneberg. Der große Zulauf bestätigte den enormen Bedarf an einer solchen Anlaufstelle in der Region. Die Beratungsstelle entwickelte sich schnell zu einem wichtigen Ankerpunkt für Betroffene, die hier Rat, Unterstützung und Informationen finden konnten.

Aktuelle Situation der Alzheimer Gesellschaft Pinneberg

Die Alzheimer Gesellschaft im Kreis Pinneberg zählt heute etwa 100 Mitglieder und 25 ehrenamtliche Helferinnen, die sich um 30 an Demenz erkrankte Menschen und deren Angehörige kümmern. Dies ist ein deutliches Zeichen für das kontinuierliche Wachstum und die zunehmende Bedeutung der Organisation in der Region. Die ehrenamtlichen Helferinnen leisten einen unschätzbaren Beitrag zur Betreuung und Unterstützung von Demenzkranken und ihren Familien.

Würdigung des Engagements von Rita Rohwedder

Im Rahmen einer Feierstunde dankten langjährige Wegbegleiter Rita Rohwedder für ihre herausragende Arbeit. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann, Wedels Bürgermeister Niels Schmidt, der SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann und Swen Staack, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Demenz Schleswig-Holstein und Vorstandsmitglied der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, würdigten den engagierten Einsatz von Rita Rohwedder. Ihre Worte unterstrichen die Bedeutung ihres Wirkens für die Region und die Anerkennung, die sie für ihre Verdienste verdient.

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Die Nachfolge: Bianca Trebbin übernimmt die Leitung

Die Nachfolgerin von Rita Rohwedder als Leiterin der Beratungsstelle des Pflegestützpunktes ist Bianca Trebbin. Sie tritt in große Fußstapfen, kann aber auf die solide Basis und die etablierten Strukturen aufbauen, die Rita Rohwedder geschaffen hat. Bianca Trebbin wird die Arbeit der Beratungsstelle mit Sicherheit mit Engagement und neuen Ideen fortführen.

Kontakt zum Pflegestützpunkt

Wer sich über die Arbeit des Pflegestützpunktes informieren möchte, kann dies unter Telefon 04101/55 54 64 sowie unter www.pflegeberatungs.info tun. Hier erhalten Interessierte Auskunft über die vielfältigen Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen.

Das Bundesverdienstkreuz für engagierte Bürger Schleswig-Holsteins

Vier Frauen und Männer aus Schleswig-Holstein wurden vom Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet, darunter Marion Karstens aus Altenholz (Kreis Rendsburg-Eckernförde), Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Kiel, und Irmgard Jasker aus Wedel (Kreis Pinneberg), Gründungsmitglied und Sprecherin der Friedenswerkstatt Wedel. Diese Auszeichnung würdigt ihren außergewöhnlichen Einsatz für das Gemeinwohl und ihre Verdienste um die Gesellschaft.

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft: Ein starker Dachverband

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG) ist der Dachverband von mehr als 130 örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Landesverbänden, bei denen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen wertvolle Hilfe vor Ort erfahren. Die DAlzG unterstützt ihre Mitgliedsgesellschaften in vielfältiger Weise, um die Versorgung und Unterstützung von Demenzkranken und ihren Familien zu verbessern.

Unterstützung durch Informationen

Die DAlzG informiert ihre Mitgliedsgesellschaften regelmäßig über die Tätigkeiten des Bundesverbandes, anstehende Veranstaltungen, neue Gesetzentwürfe, Förderprogramme und vieles mehr. Die Nachrichten der DAlzG - das Alzheimer Info - erscheinen zwei Mal im Jahr und bieten aktuelle Informationen und Fachwissen zum Thema Demenz. Auf INDAG, der Informations- und Austauschplattform der Deutschen Alzheimer Gesellschaft, werden kontinuierlich wichtige und interessante Informationen eingestellt.

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Unterstützung bei Vernetzung und Austausch

Mit INDAG gibt der Bundesverband den Mitgliedsgesellschaften außerdem die Möglichkeit, sich untereinander schnell und datengeschützt zu vernetzen, sich zu informieren und sich untereinander auszutauschen. Die DAlzG lädt regelmäßig zum (virtuellen) Erfahrungsaustausch der Alzheimer-Gesellschaften ein. Im Rahmen der jährlichen Delegiertenversammlung sind Mitgliedsgesellschaften eingeladen, durch ihre Stimmenabgabe maßgeblich den Weg und die weitere Arbeit des Bundesverbandes mitzugestalten. Bei Bedarf werden Themen durch den Dachverband weiterbearbeitet - zum Beispiel in seinen Arbeitsausschüssen.

Unterstützung bei der politischen Arbeit

Hand in Hand wird auf Bundes-, Landes- und Ortsebene zusammengearbeitet, um eine gemeinsame Stimme gegenüber der Politik zu vertreten. Politische Anliegen der Mitgliedsgesellschaften bringt die DAlzG auf Bundesebene ein. Mitgliedsgesellschaften wird die Möglichkeit zur aktiven Beteiligung eingeräumt: zum Beispiel durch Rückmeldungen zu Stellungnahmen bei Gesetzesänderungen oder der gemeinsamen Ansprache von politisch Verantwortlichen. Wenn möglich, unterstützt die DAlzG ihre Mitgliedsgesellschaften u. a. mit Musterbriefen.

Unterstützung durch Fortbildungsmöglichkeiten

Die DAlzG bietet vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten für Mitarbeiter und Ehrenamtliche der Mitgliedsgesellschaften an, darunter Gruppentraining für Moderatorinnen und Moderatoren von Angehörigengruppen, das Beratungsseminar „Wir sind für Sie da!“ für (ehrenamtliche) Beraterinnen und Berater, das Seminar „Geld und gute Worte“ für Finanzierungsmöglichkeiten, Fundraising und Öffentlichkeitsarbeit und das Seminar „Leiten und Gestalten“ speziell für Vorstandsmitglieder. Weitere Veranstaltungen werden nach Bedarf organisiert und umgesetzt. Mitgliedsgesellschaften und ihre Mitglieder erhalten für den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress der DAlzG ermäßigten Eintritt.

Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit

Die Mitgliedsgesellschaften werden auf der Internetseite der DAlzG nach Bundesländern sortiert aufgelistet. Auch können auf der Internetseite der DAlzG besondere Gruppenangebote und Veranstaltungen veröffentlicht werden. Mitgliedsgesellschaften ist die Nutzung des DAlzG-Logos erlaubt. Logo-Vorlagen und die Nutzungsbedingungen gibt es in INDAG. Präsentations- und Druckvorlagen sowie Styleguides für Flyer können aus INDAG heruntergeladen werden. Kostenpflichtige Broschüren können von Mitgliedsgesellschaften zu günstigeren Konditionen bestellt werden. (Gilt nicht bei Bestellungen über den Online-Shop.) Bei der Bestellung von kostenlosen Broschüren in größeren Mengen wird keine Versandkostenpauschale erhoben. Materialien zum Welt-Alzheimertag werden jedes Jahr für die Mitgliedsgesellschaften kostenlos bereitgestellt. Für die eigene aktive Öffentlichkeitsarbeit und Mitgliedergewinnung stehen kostenlos passende Werbemittel in angemessener Menge zur Verfügung.

Unterstützung bei der Umsetzung von Schulungen und Veranstaltungen

Die von der DAlzG entwickelten Schulungsmaterialien „Hilfe beim Helfen“ und die Materialien zur Umsetzung der Demenz Partner-Kurse stehen Mitgliedsgesellschaften kostenfrei zur Verfügung. Für die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen" wurden mit zwei Krankenkassen Rahmenverträge geschlossen, denen Mitgliedsgesellschaften beitreten können. Damit können Kurse und Vorträge bei diesen Krankenkassen abgerechnet werden. Jährlich besteht die Möglichkeit projektbezogen eine Förderung von bis zu 1.000 Euro bei der DAlzG zu beantragen.

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Unterstützung bei der Versicherung

Mitgliedsgesellschaften haben die Möglichkeit der Sammelhaftpflichtversicherung der DAlzG für ihre Mitarbeitenden und ehrenamtlich Aktiven beizutreten.

Ziele und Aufgaben der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Mitglieder erhalten keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei der Auflösung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden. Vereinsämter werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Bei Bedarf können Vereinsämter im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten entgeltlich auf der Grundlage eines Dienstvertrages oder gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG („Ehrenamtspauschale“) ausgeübt werden. Der Anspruch auf Erstattung der Aufwendungen nach § 670 BGB bleibt davon unberührt. Der Verein ist parteipolitisch und konfessionell neutral.

Förderung von Verständnis und Hilfsbereitschaft

Der Verein will insbesondere Verständnis und Hilfsbereitschaft in der Bevölkerung für die Alzheimer- Krankheit oder andere Demenzerkrankungen durch Information und Öffentlichkeitsarbeit fördern. Dies geschieht durch die Bereitstellung von Informationen, die Organisation von Veranstaltungen und die Zusammenarbeit mit Medien.

Anregung und Unterstützung gesundheits- und sozialpolitischer Initiativen

Die DAlzG regt gesundheits- und sozialpolitische Initiativen an und unterstützt bereits vorhandene. Sie setzt sich für die Verbesserung der Rahmenbedingungen für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen ein.

Verbesserung der Krankheitsbewältigung und der Selbsthilfetätigkeit

Die DAlzG will die Möglichkeiten der Krankheitsbewältigung bei Menschen mit Demenz und die Selbsthilfetätigkeit bei Angehörigen verbessern. Dies geschieht durch die Organisation von Selbsthilfegruppen, die Bereitstellung von Beratungsangeboten und die Förderung des Erfahrungsaustauschs.

Entlastung der Betreuenden

Für die Betreuenden soll durch Aufklärung, emotionale Unterstützung und öffentliche Hilfen Entlastung geschaffen werden. Die DAlzG setzt sich für die Anerkennung der Leistungen der pflegenden Angehörigen ein und unterstützt sie bei der Bewältigung ihrer Aufgaben.

Förderung der Forschung

Die DAlzG unterstützt die wissenschaftliche Forschung im Bereich Demenz, indem die Arbeit von Wissenschaftlern, Forschern und Forschungseinrichtungen im Rahmen des § 58 Nr. 2 AO finanziell unterstützt wird, diese Arbeit zeitnah veröffentlicht und in Beiräten von Forschungsvorhaben aktiv mitgearbeitet wird, sowie dafür sorgen, dass Menschen mit Demenz durch die Teilnahme an Forschungsvorhaben nicht unnötigen Belastungen und Risiken ausgesetzt werden.

Mitwirkung an der Entwicklung neuer Betreuungsformen

Die DAlzG wirkt an der Entwicklung und Erprobung neuer Betreuungsformen mit. Sie setzt sich für innovative Ansätze in der Versorgung von Menschen mit Demenz ein.

Die Organe der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Die Organe des Vereins sind die Delegiertenversammlung, der Vorstand, Beiräte, das Kuratorium und die Arbeitsausschüsse.

Die Delegiertenversammlung

Die Delegiertenversammlung ist das oberste Beschlussorgan des Vereins. Sie wählt den Vorstand, beschließt den Vereinshaushalt, nimmt den Jahresbericht und den Bericht der Rechnungsprüfer entgegen, entlastet den Vorstand, setzt die Höhe des Mitgliedsbeitrages fest, bildet Arbeitsausschüsse, beschließt Satzungsänderungen, beschließt über den Anschluss an andere Organisationen und beschließt über die Auflösung des Vereins.

Der Vorstand

Die Delegiertenversammlung wählt jeweils auf die Dauer von drei Jahren einen Vorstand. Dem Vorstand sollen Angehörige, professionelle und ehrenamtliche Betreuer sowie wissenschaftliche Fachleute angehören. Er besteht aus dem/der 1. und 2. Vorsitzenden, dem/der Schatzmeister/in und bis zu vier Beisitzern, die von der Delegiertenversammlung gewählt werden. Voraussetzung für das passive Wahlrecht ist die Mitgliedschaft in einer Mitgliedsgesellschaft der DAlzG. Weitere zwei Beisitzer können vom Vorstand kooptiert werden. Wiederwahl ist zulässig.

Inklusion im Kreis Pinneberg: Das Projekt "PiRat"

Der Kreis Pinneberg engagiert sich aktiv für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „PiRat - Auf der Jagd nach Schätzen im Sozialraum“, mit dem sich der Kreis Pinneberg gemeinsam mit der AWO Schleswig-Holstein, der Stiftung Lebenshilfe Südholstein sowie mit dem Behindertenbeauftragten des Kreises Pinneberg für das Förderprogramm „Inklusion vor Ort“ von Aktion Mensch und dem Land Schleswig-Holstein beworben hat. Mit Erfolg: Die Projekt-Idee überzeugte die Jury. Der Kreis Pinneberg bekommt als eine von fünf Modellregionen in Schleswig-Holstein eine Fördersumme von einer Millionen Euro, um einen barrierefreien, kinderfreundlichen und damit inklusiven Sozialraum zu gestalten.

Partner im Projekt "PiRat"

Voraussetzung für die Bewerbung um die Fördermittel war ein bereits bestehendes Netzwerk weiterer Partner, die ihre Unterstützung für die Projektidee zusichern. Durch die intensive Netzwerkarbeit der Sozialplanung des Kreises Pinneberg war es möglich, viele wichtige Akteure schnell an einen Tisch zu holen und das Projekt erfolgreich auf den Weg zu bringen. Dies sind: die Agentur für Arbeit, das Unternehmen Peter Kölln, der Kreisjugendring, der Kreissportverband, die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB) sowie die Alzheimer Gesellschaft im Kreis Pinneberg.

Ziele des Projekts "PiRat"

Das Ziel des Projekts "PiRat" ist es, einen inklusiven Sozialraum zu schaffen, in dem Menschen mit und ohne Behinderungen gleichberechtigt teilhaben können. Es soll ein Stück weit selbstverständlicher werden, als Mensch mit Behinderung ein Teil der Gesellschaft zu sein, ob in der Freizeit, beim Sport oder bei der Arbeit.

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