Die Parkinson-Krankheit ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen im fortgeschrittenen Alter. Je nach Dauer und Intensität der Erkrankung kann es zu Problemen in der Lebensführung, der geistigen Leistungsfähigkeit, der sozialen Interaktion oder der Lebensqualität kommen. Umso wichtiger ist eine umfassende und wohnortnahe Versorgung von Parkinson-Patienten. In Deutschland gibt es eine Vielzahl von Kliniken, Netzwerken und telemedizinischen Angeboten, die sich auf die Behandlung von Parkinson spezialisiert haben. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Videotherapie, die es ermöglicht, die Therapie individuell an die häusliche Situation des Patienten anzupassen.
Kliniken und Spezialambulanzen für Parkinson-Patienten
Deutschlandweit gibt es zahlreiche Kliniken und Spezialambulanzen, die sich auf die Diagnose und Behandlung von Parkinson-Erkrankungen spezialisiert haben. Diese Einrichtungen bieten ein breites Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen an, darunter medikamentöse Therapien, Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und psychologische Betreuung. Einige Kliniken verfügen zudem über spezialisierte Beratungsstellen, in denen sich Patienten und Angehörige über die Erkrankung, Therapiemöglichkeiten und sozialrechtliche Belange informieren können.
Hier eine Auswahl von Kliniken und Anlaufstellen in Deutschland (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):
- BAD NEUSTADT: Neurologische Klinik, Abt. Dr. Prof. Dr. Prof. Dr.
- Dortmund: Beurhausstr. 44137 Dortmund, Sekretariat Prof. Dr. Prof. Dr.
- Dresden: Fetscherstr. 01307 Dresden, Prof. Dr. Prof. Dr. Privatsprechstunde Dr. Dr.
- Düsseldorf: Moorenstr. 40225 Düsseldorf, Prof. Dr. Privatsprechstunde Prof. Dr. Prof. Dr. Privatsprechstunde Prof. Dr. D. Prof. Dr.
- Freiburg: Breisacher Str. 79106 Freiburg, apl. Prof. Dr. Dr.
- Göttingen: Robert-Koch-Str. 37075 Göttingen, PD Dr. PD Dr. med. habil.
- HAAG: Kliniken Kreis Mühldorf a. Inn, Krankenhausstr. 83527 Haag i. OB, Prof. Dr.
- Halsbrücke: Herzogswalder Str. 09633 Halsbrücke, Dr.
- Hamburg: Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, Martinistr. 20246 Hamburg, Prof. Dr. Prof. Dr. Peter P.
- Hanau: Leimenstr. 63450 Hanau, Privatsprechstunde Dr. Dr. Prof. Dr.
- Heidelberg: Bonhoefferstr. 69123 Heidelberg, Dr. Prof. Dr. PD Dr. PD Dr. med. CA Prof. Dr.
- Kassel: Klinikstr. 34128 Kassel, Sprechstunde von Prof. Dr., Sprechstunde von PD Dr., Sprechstunde von Prof. Dr. Prof. Dr. Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. Prof. Dr.
- KEMPEN: Hospital zum Heiligen Geist GmbH & Co. Prof. Dr. Prof. Dr.
- Köln: Kerpener Str. 50937 Köln, PD Dr.
- Leipzig: Liebigstr. 04103 Leipzig, Prof. Dr.
- Lemgo: Rintelner Str. 32657 Lemgo, Prof. Dr. Prof. Dr. Dr. Prof. Dr. Prof. Dr. Prof. Dr. Ansprechpartner KNP / Klinische Studien Prof. Dr.
- MEISSEN: Elblandkliniken Stiftung & Co. Dr.
- München: Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München, Ismaningerstr. 81675 München, Prof. Dr. Prof. Dr. Prof. Prof. Dr. Prof. Dr. Prof. Dr. PD Dr. M.
- Schwerin: Wismarsche Str. 19049 Schwerin, Prof. Dr.
- Sindelfingen: Klinikverbund Südwest, Arthur-Gruber-Str. 71065 Sindelfingen, Prof. Dr. Prof. Dr. J. P.
- Tübingen: Hoppe-Seyler-Str. 72076 Tübingen, Prof. Dr. Prof. Dr. S.
- Wolfach: Kreuzbergstr. 77709 Wolfach, Prof. Dr. J.
- Würzburg: Josef-Schneider-Str. 97080 Würzburg, Prof. Dr.
Diese Liste kann durch weitere spezialisierte Zentren und Ambulanzen ergänzt werden, die regional unterschiedliche Schwerpunkte in der Parkinson-Behandlung setzen.
Das Kölner Parkinson Netzwerk (KPN)
Das Kölner Parkinson Netzwerk (KPN) ist ein Beispiel für ein regionales Netzwerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, die Versorgung von Parkinson-Patienten durch enge Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken zu verbessern. Das KPN bietet unter anderem:
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- Eine Beratungsstelle für Patienten und Angehörige
- Vermittlung von Kontakten zu Selbsthilfegruppen
- Förderung von Information und Aufklärung in Selbsthilfegruppen
- Schulungen zum Umgang mit Medizingeräten (z.B. bei Tiefer Hirnstimulation oder Pumpentherapie)
Das KPN beschäftigt eine ausgebildete Parkinsonpflegefachkraft, die sich mit den Problemen und Sorgen der Patienten auskennt.
Parkinsonnetz Rhein-Neckar PLUS (PNRN+)
Das Parkinsonnetz Rhein-Neckar PLUS (PNRN+) ist ein weiteres Beispiel für ein regionales Versorgungsnetzwerk, das sich auf die Verbesserung der Versorgung von Parkinson-Patienten in der Metropolregion Rhein-Neckar konzentriert. Das PNRN+ ist ein durch das biopharmazeutische Unternehmen AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG unterstütztes medizinisches Versorgungsnetzwerk. Ziel des PNRN+ ist die Sicherung der Teilhabe betroffener Menschen durch individuelle Bedarfsermittlung und die Durchführung zielgerichteter Diagnostik und Therapie in einem multiprofessionellen Team aus Mitarbeitern aller Gesundheitsberufe.
Das SRH Kurpfalzkrankenhaus ist mit seinem breiten Angebot an diagnostischen und therapeutischen Leistungen rund um die Parkinson-Erkrankung Zentrum im bundesweiten Kompetenznetz Parkinson. In diesem Netzwerk profitieren die Patienten von Wissenschaft und Forschung.
In der Spezialsprechstunde für Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation werden unter anderem Patienten mit Morbus Parkinson, atypischen Parkinson Syndromen, Dystonien, Tremorerkrankungen (Essentieller Tremor und andere) und Kleinhirnerkrankungen sowie anderen seltenen Bewegungsstörungen betreut. Auch Patienten, die entweder für die Hirnschrittmachertherapie in Frage kommen oder bereits einen Hirnschrittmacher implantiert haben, werden in dieser Sprechstunde ambulant behandelt. Ein Schwerpunkt liegt außerdem auf der Betreuung von Patienten mit Apomorphin- oder Duodopa-Pumpen.
Die Ambulanz bietet Patienten und Angehörigen eine überregionale Anlaufstelle für eine spezifische Diagnosestellung und Therapie an. Gemeinsam werden die Symptome, der Krankheitsverlauf und die Ziele der Therapie besprochen und ein individuelles Behandlungskonzept erarbeitet. Sollten medikamentöse Optionen nicht mehr ausreichen, werden auch weitere Therapiemaßnahmen, wie Apomorphin- und Duodopa-Pumpen, oder, in enger Zusammenarbeit mit der Klinik für Stereotaxie und Funktionelle Neurochirurgie, funktionelle Operationen, wie die Tiefe Hirnstimulation, geplant und begleitet.
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Videotherapie als Bestandteil der Parkinson-Behandlung
Die Videotherapie hat sich in den letzten Jahren als ein wichtiger Bestandteil der Parkinson-Behandlung etabliert. Sie ermöglicht es, die Therapie individuell an die häusliche Situation des Patienten anzupassen und die Behandlung auch in ländlichen Regionen sicherzustellen.
Vorteile der Videotherapie
- Individuelle Anpassung der Therapie: Durch das Videomonitoring beim Patienten zu Hause kann der Arzt die Therapie individuell anpassen, ohne dass der Patient ins Zentrum kommen muss.
- Ortsunabhängige Versorgung: Die Qualität der Versorgung ist unabhängig vom Wohnort des Patienten.
- Berücksichtigung der häuslichen Situation: Die Behandlung berücksichtigt die häusliche Situation des Patienten, was besonders wichtig ist, da sich die Symptome der Parkinson-Krankheit schnell verändern können.
- Verbesserte Lebensqualität: Durch die Videobegleitung und "nicht medikamentöse" Verhaltensstrategien kann die Lebensqualität der Patienten verbessert werden.
Ambulante Videotherapie
In manchen Fällen, wie z.B. bei ausgeprägten Wirkfluktuationen der Symptomatik im Tagesverlauf, kann es medizinisch indiziert sein, eine ambulante Videotherapie durchzuführen. Diese wird über einen Einzelantrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse beantragt. Nach erfolgter Kostenübernahme wird bei den Patienten zu Hause eine Videoeinheit aufgebaut. Der Arzt kann dann über einen Zeitraum von vier Wochen die Beweglichkeit des Patienten beobachten. Der zuständige niedergelassene Neurologe beurteilt in Absprache mit der AG Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation die Videosequenzen und kann die medikamentöse Therapie je nach Ausprägung ambulant verändern.
Voraussetzung für die Videotherapie ist eine Anbindung an einen niedergelassenen Neurologen, der diese Art von Telemedizin in Kooperation mit der Klinik für Neurologie durchführt.
ParkinsonCompanion
Das von Dr. Heike E. 2002 gegründete System zur Verlaufskontrolle neurologischer Erkrankungen stellt das erste telemedizinische Projekt auf diesem Sektor dar. Das Software-System ist weltweit einzigartig und dient dem Informationstransfer mit Universitätsklinika und neurologischen Praxen. Es ermöglicht ein funktionierendes telemedizinisches 24-Stunden-Support- und Beratungs-System für Patienten. Studien, u.a. an der Charité und der Uniklinik Düsseldorf mit Unterstützung der Deutschen Parkinson Vereinigung (DPV), belegen den Wert des Verfahrens sowie die Erwartungen an eine verbesserte Diagnostik und Therapie.
Telemedizinische Versorgung im ländlichen Raum
Die Telemedizin spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Versorgung von Patienten im ländlichen Raum. Sie ermöglicht es, die medizinische Versorgung auch in Regionen sicherzustellen, in denen es an Ärzten und medizinischen Einrichtungen mangelt.
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Virtuelle Ambulanzen
Der private Klinikkonzern Rhön Klinikum AG plant Versorgungskonstrukte speziell für ländliche Regionen und setzt dabei auf „virtuelle Ambulanzen“. Diese sollen an Universitätskliniken angesiedelt werden und von dort das Wissen und die Kompetenz in die Fläche bringen, „natürlich unter Einbindung der niedergelassenen Fachärzte“.
Herausforderungen und Chancen der Telemedizin
Trotz der vielen Vorteile der Telemedizin gibt es auch Herausforderungen. So ist es wichtig, dass die Technik zuverlässig funktioniert und die Daten der Patienten sicher sind. Zudem muss sichergestellt werden, dass die Telemedizin nicht zu einer Entfremdung zwischen Arzt und Patient führt.
Dr. med. Klaus Strömer, BVDD-Präsident, mahnt: „Wir dürfen, je mehr Telemedizin in die Medizin Eingang findet, das persönliche Gespräch mit dem Patienten nicht verlieren.“ BÄK-Experte Bartmann hingegen sieht das Arzt-Patienten-Verhältnis durch telemedizinische Anwendungen nicht bedroht.
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