Wachen Sie oft mit unangenehmen Empfindungen wie Kribbeln oder Ameisenlaufen auf? Spüren Sie oft einen stechenden Schmerz, wenn Sie sich bewegen, der zwar nachlässt, aber schließlich wieder auftritt? Eine Ursache kann eine Nervenkompression (Nerveneinklemmung) sein. Man spricht manchmal von einem eingeklemmten Nerv, der einen akuten Zustand beschreibt, der vor allem Schmerzen verursacht. Erfahren Sie, was genau eine Nervenkompression ist, was bei einer Nervenkompression hilft und wie sie verhindert werden kann.
Was ist ein eingeklemmter Nerv?
Ein "eingeklemmter Nerv" ist ein umgangssprachlicher Ausdruck für eine Nervenkompression. Eine Nervenkompression ist ein Zustand, bei dem ein Nerv durch umgebende Strukturen wie Knochen, Muskeln, Sehnen oder Schwellungen zusammengedrückt oder eingeklemmt wird. Dabei üben umliegende Strukturen wie Muskeln, Sehnen oder Gewebe Druck auf einen Nerv aus. Dieser Druck stört die Signalübertragung und führt zu Symptomen wie Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit. Es fühlt sich oft so an, als wäre der Nerv buchstäblich eingeklemmt. Diese Kompression kann zu Schmerzen, Kribbeln, Schwäche oder Gefühlsverlust in dem von dem Nerv versorgten Bereich führen. Eine Nervenkompression kann an verschiedenen Stellen des Körpers auftreten, und der betroffene Bereich wird zu einer Quelle von Schmerzen oder anderen Beschwerden. Zu einer Nervenkompression kommt es, wenn ein Nerv durch umliegendes Gewebe (Knochen, Knorpel, Muskeln oder Sehnen) einem übermäßigen Druck ausgesetzt wird. Zu einer Nervenkompression kommt es auch bei einem Bandscheibenvorfall oder wenn sich Knochenwucherungen an Gelenken bilden, die von Arthrose betroffen sind. Wucherungen können auch an der Wirbelsäule auftreten. Ein eingeklemmter Nerv kann Menschen jeden Alters betreffen, besonders jedoch ältere Personen.
Ursachen eines eingeklemmten Nervs
Häufige Ursachen sind Verspannungen durch Fehlhaltungen, degenerative Erkrankungen wie Bandscheibenvorfälle oder Arthrose sowie Verletzungen durch Stürze oder Überlastung. Auch systemische Erkrankungen wie Diabetes oder Engpasssyndrome wie das Karpaltunnelsyndrom können Nervenkompressionen auslösen.
- Verschleißerscheinungen: Mit zunehmendem Alter verlieren die Bandscheiben an Elastizität und Höhe, wodurch sich die Abstände zwischen den Wirbelkörpern verringern. Diese degenerativen Prozesse führen zu einer Einengung der Nervenaustrittskanäle, durch die die Nervenwurzeln aus der Wirbelsäule austreten. Gleichzeitig können sich an den Wirbelkörpern knöcherne Anbauten bilden, die zusätzlichen Druck auf die Nerven ausüben. Diese altersbedingten Veränderungen entwickeln sich schleichend und betreffen besonders häufig die stark belasteten Bereiche der Hals- und Lendenwirbelsäule.
- Akute Verletzungen: Bei einem Bandscheibenvorfall tritt Bandscheibengewebe aus dem Faserring aus und drückt direkt auf nahegelegene Nervenwurzeln, wodurch der Nerv akut eingeklemmt wird. Diese plötzliche Kompression kann durch schweres Heben, ruckartige Bewegungen oder Unfälle ausgelöst werden. Auch Muskelverspannungen durch Fehlhaltungen, einseitige Belastungen oder Stress können Nerven akut einklemmen, insbesondere im Nacken- und Schulterbereich. Die verhärteten Muskelstränge üben dabei Druck auf die zwischen ihnen verlaufenden Nervenbahnen aus.
- Weitere Faktoren: Übergewicht belastet die Wirbelsäule zusätzlich und beschleunigt degenerative Prozesse, die letztlich zu eingeklemmten Nerven führen können. Verstärkt wird diese Problematik durch mangelnde Bewegung, die zu einer Schwächung der stabilisierenden Muskulatur führt. Auf der anderen Seite kann auch das Gegenteil problematisch sein: Schwere körperliche Arbeit oder repetitive Bewegungen führen zu Überlastungen und Schwellungen des Gewebes, wodurch Nervenbahnen komprimiert werden. Zusätzlich können entzündliche Erkrankungen wie Arthrose oder rheumatische Prozesse durch Schwellungen im Gelenkbereich auf benachbarte Nerven drücken und diese einklemmen.
Häufigste Ursachen:
- Bandscheibenvorfälle oder -vorwölbungen
- Degenerative Veränderungen der Wirbelsäule
- Muskuläre Verspannungen und Verhärtungen
- Fehlhaltungen und einseitige Belastungen
- Entzündliche Prozesse im Bereich von Gelenken oder Sehnen
- Verletzungen oder Unfälle
- Überlastung durch Sport oder körperliche Arbeit
Symptome eines eingeklemmten Nervs
Der Schmerz des eingeklemmten Nervs kann scharf, brennend oder dumpf sein und kann von einem Gefühl der Taubheit in den Händen oder Füßen begleitet werden. Patienten beschreiben dieses Gefühl oft so, als ob ihre Gliedmaßen „nicht gehorchen“. Schmerzen und Taubheitsgefühle in den oberen Gliedmaßen sind dagegen Symptome eines eingeklemmten Nervs an der Halswirbelsäule. Typische Symptome sind stechende oder brennende Schmerzen, Kribbeln, Taubheitsgefühle oder Lähmungserscheinungen. Je nach betroffener Stelle können auch Bewegungseinschränkungen oder eine verminderte Berührungsempfindlichkeit auftreten. Die Beschwerden reichen von leicht störend bis stark einschränkend.
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Ein eingeklemmter Nerv macht sich typischerweise durch stechende oder brennende Schmerzen bemerkbar, die sich bei bestimmten Bewegungen verstärken. Die genaue Symptomatik hängt davon ab, welcher Nerv betroffen ist und in welchem Bereich die Kompression auftritt. Neben den Schmerzen treten häufig Taubheitsgefühle, Kribbeln oder ein "Ameisenlaufen" auf. Diese sogenannten Parästhesien entstehen durch die gestörte Signalweiterleitung des betroffenen Nervs. In manchen Fällen kommt es auch zu Muskelschwäche in den von dem Nerv versorgten Bereichen, da die motorischen Nervenfasern beeinträchtigt sind.
- Eingeklemmter Nerv im Rücken: Wenn ein Nerv im Rücken eingeklemmt ist, treten die Schmerzen meist im unteren Rückenbereich auf und strahlen häufig in ein oder beide Beine aus. Dieses Phänomen wird als Ischialgie bezeichnet. Betroffene berichten oft von einer eingeschränkten Beweglichkeit und nehmen unwillkürlich Schonhaltungen ein, die jedoch die Problematik verschlimmern können. Neben den Schmerzen können Taubheitsgefühle in den Beinen, Kribbeln in den Füßen oder eine Schwäche der Beinmuskulatur auftreten.
- Eingeklemmter Nerv im Nacken: Ein Nerv eingeklemmt im Nackenbereich verursacht starke Schmerzen, die vom Hals in die Schulter, den Arm oder bis in die Finger ausstrahlen können. Die Beschwerden verstärken sich häufig bei Kopfbewegungen, insbesondere beim Drehen oder Neigen des Kopfes. Zusätzlich können Kopfschmerzen, Schwindelgefühle oder Taubheitsgefühle in den Armen auftreten. Die Greifkraft der Hände kann vermindert sein, was sich im Alltag etwa beim Halten von Gegenständen bemerkbar macht.
- Eingeklemmter Nerv in der Brust: Eingeklemmte Nerven im Brustbereich sind seltener, können aber intensive Schmerzen verursachen, die gürtelförmig um den Brustkorb verlaufen. Die Beschwerden verstärken sich oft beim tiefen Einatmen, Husten oder bei Rumpfbewegungen. Wichtig ist die Abgrenzung zu kardialen Ursachen, weshalb bei plötzlichen Brustschmerzen immer eine ärztliche Abklärung erfolgen sollte.
Typische Beschwerden bei eingeklemmten Nerven:
- Stechende, brennende oder elektrisierende Schmerzen
- Taubheitsgefühle und Kribbeln
- Muskelschwäche in den versorgten Bereichen
- Eingeschränkte Beweglichkeit
- Ausstrahlende Schmerzen in Arme oder Beine
- Verstärkung der Symptome bei bestimmten Bewegungen
Ist ein eingeklemmter Nerv gefährlich?
In den meisten Fällen ist ein eingeklemmter Nerv zwar schmerzhaft, aber nicht gefährlich. Besonders kritisch wird es, wenn ein eingeklemmter Nerv im Bereich der Wirbelsäule das Rückenmark oder wichtige Nervenwurzeln beeinträchtigt. In seltenen Fällen kann dies zu Lähmungserscheinungen, Blasen- oder Darmstörungen führen. Bei solchen Warnsignalen ist sofortige ärztliche Hilfe erforderlich.
Diagnose eines eingeklemmten Nervs
Nur ein Arzt kann eine korrekte Diagnose stellen. Verwenden Sie weder diesen noch einen anderen Artikel im Internet, um eine Diagnose zu stellen. Wenn die Symptome einer Nervenkompression nach einigen Tagen Ruhe nicht nachlassen und auch nicht auf Selbstbehandlung ansprechen, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Warnsignale sind insbesondere Schwierigkeiten beim Greifen oder Halten von Gegenständen in der Hand und eine ausgeprägte Schwäche der Gliedmaßen, die normale Bewegungen unmöglich macht. Nach einer allgemeinen Untersuchung wird Ihr Arzt eine Behandlung für die Ursache des eingeklemmten Nervs empfehlen. Zur Diagnosestellung des eingeklemmten Nervs trägt auch die Elektromyographie (EMG) bei - eine Untersuchung der elektrischen Aktivität von Muskeln und Nerven.
Die Diagnose eines eingeklemmten Nervs beginnt mit einem ausführlichen Anamnesegespräch. Der Arzt erfragt die genaue Beschwerdesymptomatik, den zeitlichen Verlauf, auslösende oder verstärkende Faktoren sowie eventuelle Vorerkrankungen. Bei der körperlichen Untersuchung werden Beweglichkeit, Reflexe, Sensibilität und Muskelkraft überprüft. Spezielle neurologische Tests helfen dabei, den betroffenen Nerv und das Ausmaß der Schädigung einzuschätzen.
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- Röntgenaufnahmen: erzeugen mithilfe von Röntgenstrahlen Bilder der knöchernen Strukturen des Körpers. Bei einem eingeklemmten Nerv können sie degenerative Veränderungen der Wirbelsäule, Wirbelkanalverengungen, Arthrose oder knöcherne Anbauten sichtbar machen, die für die Nervenkompression verantwortlich sein können.
- Magnetresonanztomographie (MRT): nutzt starke Magnetfelder und Radiowellen, um detaillierte Schnittbilder des Körperinneren zu erzeugen. Bei Verdacht auf einen eingeklemmten Nerv ist sie das wichtigste bildgebende Verfahren, da sie Bandscheibenvorfälle oder -vorwölbungen, die den Nerv komprimieren, direkt darstellen kann.
- Ultraschall: verwendet hochfrequente Schallwellen, um Echtzeitbilder von Weichteilen zu erzeugen. Bei eingeklemmten Nerven eignet er sich besonders zur Darstellung von Muskelverspannungen und -verhärtungen, die auf Nervenbahnen drücken können. Auch oberflächlich gelegene Nerven wie beim Karpaltunnelsyndrom oder Nervenengpässe an Ellenbogen und Handgelenk lassen sich gut beurteilen.
Diagnoseschritte bei eingeklemmten Nerven:
- Ausführliches Anamnesegespräch
- Körperliche und neurologische Untersuchung
- Bewegungs- und Funktionstests
- Röntgenuntersuchung bei Verdacht auf knöcherne Ursachen
- MRT zur Darstellung von Bandscheiben und Nerven
- Ultraschall zur Beurteilung von Weichteilen und Muskulatur
Behandlung eines eingeklemmten Nervs
Die Behandlung einer Nervenkompression kann nur von einem Arzt unter Berücksichtigung Ihres allgemeinen Gesundheitszustandes festgelegt werden. Die symptomatische Behandlung konzentriert sich auf die Erscheinungsformen oder Anzeichen (Symptome) der Erkrankung. Das erste empfohlene Vorgehen bei Nervenkompression besteht in der Regel darin, den betroffenen Bereich in Ruhe zu halten. Eine Orthese kann vorübergehend Schmerzlinderung bei einer Nervenkompression bieten. Die Physiotherapie hilft, die Muskeln in dem betroffenen Bereich zu dehnen und zu stärken. Dies trägt zur Verringerung des Drucks auf den betroffenen Nerv bei. Orthesen und Kragen können vorübergehend die problematische Stelle immobilisieren und ihre Regeneration erleichtern. Massagen lindern Schmerzen, die durch einen eingeklemmten Nerv verursacht werden, und lockern verspannte Muskulatur. Eine sanfte Massage kann eine bessere Wirkung haben als eine intensive Tiefenmassage. Wenn konservative Behandlungen keine Ergebnisse bringen und die Probleme langfristig bestehen, kann eine Operation in Betracht gezogen werden. Ein chirurgischer Eingriff wird zum Beispiel bei schweren Fällen von Bandscheibenvorfällen oder Karpaltunnelsyndrom durchgeführt.
Die Therapie eines eingeklemmten Nervs richtet sich nach der Ursache, der Lokalisation und der Schwere der Beschwerden. In den meisten Fällen kann konservativ behandelt werden, wobei das Ziel darin besteht, den Druck auf den Nerv zu reduzieren und die Heilung zu unterstützen.
Kann sich ein eingeklemmter Nerv von selbst lösen?
Leichte Nervenkompressionen durch muskuläre Verspannungen können sich tatsächlich innerhalb weniger Tage von selbst lösen, insbesondere wenn die auslösenden Belastungen vermieden werden. Allerdings sollte die Entwicklung beobachtet werden, da sich die Situation auch verschlimmern kann.
Therapieansätze
- Schmerzbehandlung: Zunächst wird der Schmerz behandelt, um die Lebensqualität schnell zu verbessern und eine schmerzbedingte Schonhaltung zu vermeiden. Dazu können gezielte Infiltrationen mit Bio-Cortison eingesetzt werden. Diese Injektionen wirken stark entzündungshemmend und reduzieren Schwellungen, wodurch der Druck auf den Nerv abnimmt. Das Bio-Cortison unterstützt zudem die natürlichen Regenerationsprozesse.
- Physiotherapie: Die Physiotherapie spielt eine zentrale Rolle in der Behandlung, denn absolute Schonung ist bei einem eingeklemmten Nerv in den meisten Fällen nicht ratsam. Durch gezielte Übungen werden Muskelverspannungen gelöst, die Beweglichkeit verbessert und die stabilisierende Muskulatur gestärkt. Manuelle Techniken wie Massage oder Mobilisation können ebenfalls zur Druckentlastung beitragen.
- Wärme- und Kältetherapie: Wärmetherapie entspannt verspannte Muskulatur und fördert die Durchblutung, was den Heilungsprozess unterstützt. Bei akuten Entzündungen kann hingegen Kälte sinnvoller sein.
- Triggerpunkt-Akupunktur: Die Triggerpunkt-Akupunktur eignet sich hervorragend zur Behandlung muskulärer Verhärtungen, die häufig an der Nervenkompression beteiligt sind.
- EMG-gestützte Trainingstherapie: Nach der akuten Schmerzlinderung wird die EMG-gestützte Trainingstherapie eingesetzt. Dabei wird die Muskelaktivität während des Trainings gemessen und grafisch dargestellt. Dies ermöglicht ein gezieltes Training der stabilisierenden Muskulatur und hilft, Fehlbelastungen zu korrigieren, die zur Nerveneinenklemmung geführt haben.
- Medikamentöse Behandlung: Schmerzmittel aus der Gruppe der nicht-steroidalen Antirheumatika (NSAR) wie Ibuprofen oder Diclofenac wirken schmerzlindernd und entzündungshemmend. Sie sollten jedoch nicht langfristig ohne ärztliche Begleitung eingenommen werden. Bei starken neuropathischen Schmerzen können spezielle Medikamente wie Gabapentin erforderlich sein.
- Operation: Ein operativer Eingriff wird erst erwogen, wenn konservative Therapien über einen angemessenen Zeitraum keinen Erfolg zeigen oder neurologische Ausfälle wie Lähmungen auftreten. Auch bei schweren Bandscheibenvorfällen mit akuter Nervenwurzelkompression kann eine zeitnahe Operation sinnvoll sein. Die Entscheidung wird individuell unter Berücksichtigung aller Faktoren getroffen.
Was sollte vermieden werden?
Um eine Verschlimmerung der Beschwerden zu verhindern, sollten bestimmte Verhaltensweisen gemieden werden. Schweres Heben belastet den bereits gereizten Nerv zusätzlich, ebenso wie ruckartige Bewegungen oder langes Verharren in ungünstigen Positionen. Ebenso wichtig ist es jedoch, nicht in eine dauerhafte Schonhaltung zu verfallen. Diese führt zu weiteren Verspannungen und einem Abbau der stabilisierenden Muskulatur, wodurch sich die Situation langfristig verschlechtert. Besser ist eine ausgewogene Kombination aus angepasster Aktivität und gezielter Entlastung, bei der schmerzauslösende Bewegungen vermieden, moderate Bewegung aber beibehalten wird.
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Prävention eines eingeklemmten Nervs
Ein eingeklemmter Nerv zwischen den Rippen kann die Folge einer falschen Körperhaltung sein. Ein eingeklemmter Nerv im Rücken kann mit einer geschwächten Rückenmuskulatur zusammenhängen. Bei Tätigkeiten, die wiederholte Bewegungen mit einseitiger Belastung beinhalten, sind regelmäßige Pausen angebracht. Die Einhaltung ergonomischer Prinzipien schützt den Rücken, die Gliedmaßen und andere Körperteile. Beispiele hierfür sind eine ergonomische Tastatur und Maus oder ein korrekt positionierter Computermonitor. Höhenverstellbare Stühle oder Tische bieten viele entlastende Positionen. Qualitativer Schlaf trägt zur Regeneration des Organismus bei und kann das Abklingen von Symptomen des eingeklemmten Nervs beschleunigen.
Die beste Prävention besteht in einer ausgewogenen Kräftigung der Rumpf- und Schultermuskulatur, die als natürliches Stützkorsett die Wirbelsäule stabilisiert und die Belastung auf die Nerven reduziert. Besonders bei überwiegend sitzenden Tätigkeiten kommt der ergonomischen Arbeitsplatzgestaltung eine zentrale Bedeutung zu. Die Bildschirmhöhe, die Stuhleinstellung und die Positionierung von Tastatur und Maus sollten so angepasst werden, dass eine möglichst natürliche Körperhaltung eingenommen werden kann. Auch psychische Belastungen führen häufig zu unbewussten Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich, die Nervenkompressionen begünstigen können. Entspannungstechniken wie progressive Muskelentspannung, Yoga oder Atemübungen helfen dabei, die Muskulatur zu entspannen.