Ashwagandha: Wirkung auf das Nervensystem und mehr

Ashwagandha, auch bekannt als "indischer Ginseng" oder "Schlafbeere", ist eine der bedeutendsten Heilpflanzen der Ayurveda-Medizin und wird seit Jahrtausenden zur Stärkung von Körper und Geist eingesetzt. Die Pflanze zählt zu den sogenannten Rasayana-Mitteln, die in der ayurvedischen Lehre für ihre verjüngenden und regenerierenden Eigenschaften bekannt sind. Ashwagandha (Withania somnifera) gilt rund um den Globus als Wundermittel der Komplementär- und Alternativmedizin. Die Pflanze soll eine heilkräftige Wirkung bei unzähligen Beschwerden besitzen - angefangen bei Erkrankungen der Haut und Haare über Infektionen bis hin zu Nervenerkrankungen und Unfruchtbarkeit.

Was ist Ashwagandha?

Ashwagandha, botanisch Withania somnifera, gehört zur Familie der Nachtschattengewächse. Ihre Wurzeln und Blätter enthalten wertvolle Withanolide, sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihre entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen bekannt sind. Ashwagandha ist zudem reich an Vitamin C, A und E. Ashwagandha ist ein natürliches Adaptogen, also ein Pflanzenstoff, der bei erhöhtem emotionalen und körperlichen Stress ausgleichend wirkt.

Traditionelle Verwendung und Anwendungsgebiete

Ashwagandha ist eine der am häufigsten genutzten Pflanzen in der ayurvedischen Tradition und wird nicht nur in Indien, sondern in weiten Teilen Asiens seit mehreren Jahrtausenden in der Bevölkerung zur Gesundheitsförderung eingesetzt. Die Wurzel wird in der ayurvedischen Medizin vor allem als Tonikum zur Steigerung der Vitalität und zur Verbesserung der Widerstandskraft gegenüber Stress verwendet.

Hier eine Auswahl der volksmedizinischen Anwendungsgebiete von Withania somnifera:

  • Nervensystem: Ashwagandha soll eine positive Wirkung auf die Psyche haben. Bei Stress, Schlafstörungen, Ängsten und nervöser Erschöpfung kommt die Heilpflanze deshalb oft zur Anwendung. Auch bei Konzentrations- und Gedächtnisproblemen sowie neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson soll sie hilfreich sein. In der Ayurveda-Medizin zählt Ashwagandha zu den Medhya-Rasayana, also Mittel zur Verbesserung von Hirnleistungen. Darüber hinaus setzt man Ashwagandha auch beispielsweise gegen Epilepsie und Multiple Sklerose ein.
  • Herz-Kreislauf-System: Ashwagandha soll hohen Blutdruck senken und niedrigen Blutdruck behandeln, ebenso wie eine Kreislaufschwäche. Herzprobleme sind ebenfalls ein traditionelles Anwendungsgebiet, da die Schlafbeere den Herzmuskel stärken soll. Zudem nutzt man die Heilpflanze, um den Cholesterinspiegel zu regulieren und Blutarmut (Anämie) zu behandeln. Auch bei Hämorrhoiden vertraut die Volksmedizin auf die Heilkraft von Withania somnifera.
  • Immunsystem: Die Heilpflanze gilt in der Ethnomedizin als wirksames Mittel bei Infektanfälligkeit und Immunschwäche. Auch verschiedenste Infektionen, etwa mit Bakterien oder Viren, soll Ashwagandha bekämpfen. Wann man die Pflanze laut Ethnomedizin noch erfolgreich einnehmen kann, sind Allergien.
  • Skelett und Muskeln: Bei Entzündungen im Bereich des Skelettsystems wird die Heilpflanze ebenso angewendet wie beispielsweise bei Rheuma sowie allgemein bei Muskel-, Gelenk- und Rückenschmerzen. Außerdem soll Ashwagandha die Muskeln stärken, weshalb manche Menschen sie zum Muskelaufbau nutzen.
  • Mann & Frau: Ashwagandha wird eine Wirkung gegen Unfruchtbarkeit bei Mann und Frau nachgesagt. Die Pflanze soll gegen eine Schwäche der Sexualorgane helfen und zudem als Aphrodisiakum wirken. Bei Frauen setzt man die Heilpflanze volksmedizinisch unter anderem auch bei Erkrankungen der Gebärmutter, Störungen des weiblichen Hormonzyklus und weißlichem Ausfluss ein. Auch zur Abtreibung nutzt man mancherorts Ashwagandha - ebenso wie zur Anregung der Milchbildung nach der Geburt. Bei Männern setzt die Volksmedizin die Schlafbeere unter anderem gegen Impotenz und vorzeitige Ejakulation ein - und um die Spermienzahl zu erhöhen.
  • Haut und Haare: Mit der Heilpflanze behandelt man beispielsweise Hautgeschwüre, Furunkel, Krätze (Skabies), Schnittwunden und andere Wunden. Auch Schuppenflechte (Psoriasis) und Lepra tauchen in der Literatur als Anwendungsgebiete auf. Darüber hinaus soll Ashwagandha gegen Haarausfall und graue Haare helfen.
  • Stärkung und Verjüngung: Ayurveda-Mediziner ordnen Ashwagandha den Rasayanas zu. Das sind "Verjüngungsmittel" - sprich Arzneipflanzen und andere Natursubstanzen, die besonders stärkend (tonisierend), nährend und verjüngend auf Zellen, Gewebe und Organe wirken.
  • Weitere Anwendungen: Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) nutzt Ashwagandha unter anderem als Schmerzmittel, Fiebermittel und gegen Malaria. Die Ethnomedizin schreibt Ashwagandha auch eine positive Wirkung bei weiteren Erkrankungen zu wie beispielsweise Erkrankungen der Leber und der Nieren, Harnwegsprobleme, Gelenkentzündung, Fibromyalgie, Husten, Bronchitis, Asthma, Verdauungsstörungen, Kopfschmerzen, Migräne, Lähmungen, Diabetes, Infektionskrankheiten wie Grippe, Pocken, Gonorrhoe, Tuberkulose und Wurminfektionen, Krebs und allgemeine körperliche oder geistige Schwäche.

Ashwagandhas Wirkung auf das Nervensystem

Ashwagandha ist als pflanzliches Adaptogen bekannt und wird von vielen für seine stressreduzierenden und ausgleichenden Eigenschaften geschätzt. Als Adaptogen unterstützt sie den Organismus dabei, besser mit Stress umzugehen, ohne dabei sedierend zu wirken. Vielmehr fördert sie auf natürliche Weise die innere Balance. Die Wirkungsweise von Ashwagandha beruht auf seiner Funktion als Adaptogen, das dem Körper hilft, sich an Stress anzupassen. Ashwagandha entfaltet seine Wirkung vor allem durch die Regulierung des Stresshormons Cortisol und die Stabilisierung des Nervensystems. Durch seine beruhigende Wirkung auf das zentrale Nervensystem, hilft Ashwaganda, die Schlafqualität zu verbessern und die Dauer des Schlafes zu verlängern. Es kann also dazu genutzt werden, Schlafstörungen zu behandeln. Studien zeigen auch eine positive Wirkung von Ashwagandha auf Schlaf, Entspannung und Nervengesundheit. Ashwagandha unterstützt indirekt beim Abnehmen - vor allem bei Menschen, die unter stressbedingtem Heißhunger, Energiemangel oder Cortisol-bedingter Fetteinlagerung leiden.

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Stressabbau und Cortisolspiegel

Ashwagandha hilft dem Körper, besser mit Stress umzugehen, indem es die Produktion von Stresshormonen wie Cortisol reguliert. Es stärkt die Stressresistenz und fördert ein Gefühl der Ruhe, was insbesondere bei chronischem Stress von Vorteil ist. Eine Studie aus dem Jahr 2012 legt nahe, dass die regelmäßige Einnahme von Ashwagandha einen erhöhten Cortisolspiegel senken und damit chronischen Stress reduzieren kann. Studien weisen auf die Wirkung von Ashwagandha gegen Stress hin. Die Gemeinsamkeit der Teilnehmer:innen? Hohe Stress-Level - zB durch Faktoren wie einen herausfordernden Berufsalltag. Am Ende des Versuchszeitraums berichteten die Versuchsteilnehmer:innen ein um 64 % verringertes Stressempfinden. waren die Level des Stresshormons Cortisol im Blutserum um 28 % im Vergleich zu vorher zurückgegangen Auf die Wirkung von Ashwagandha auf die Psyche verweist auch eine Studie unter 60 Proband:innen aus dem Jahr 2019. Die tägliche Gabe von bereits 240 Milligramm Ashwagandha steht laut der Studie mit einem signifikanten Rückgang der Cortisol-Level in Zusammenhang [2]. Ashwagandha verringert die Konzentration des Stresshormons Cortisol im Körper und kann dabei helfen, in Stresssituationen in Balance zu bleiben.

Angstzustände und Depressionen

Ashwagandha könnte gegen Angstzustände und Depressionen helfen. Die oben genannte 60-Tage-Studie liefert Hinweise darauf, dass Ashwagandha auch hier Abhilfe schaffen könnte [1]. Die unter chronischem Stress leidenden Teilnehmer:innen berichteten nach der Einnahme von 600 Milligramm Ashwagandha über eine Verringerung von Depressionen um 77 %, sowie einen Rückgang von Angstzuständen von 75 % im Vergleich zur Situation vor der Einnahme.

Schlafverbesserung

Studien zur Wirkung von Ashwagandha auf Psyche und Schlaf zeigen: Sowohl bei unter Schlaflosigkeit leidenden, als auch bei gesunden Studienteilnehmer:innen verbesserte die achtwöchige Gabe von Ashwagandha [3] die Schlafqualität die Dauer bis zum Einschlafen die Schlafdauer und die mentale Klarheit nach dem Aufwachen. Die schlaffördernden Effekte der Powerpflanze zeigen. Ashwagandha wirkt entspannend und kann einen erholsamen, tiefen Schlaf unterstützen.

Beruhigende Wirkung auf die Psyche

Eine weitere Wirkung von Ashwagandha auf die Psyche beruht auf der speziellen Zusammensetzung der Pflanze. Ashwagandha-Extrakt enthält bestimmte Stoffe, die die Produktion von Stickstoffmonoxid im Gehirn reduzieren. Die Bildung von Stickstoffmonoxid steht wiederum mit einem hohen Stress- und Angstempfinden in Verbindung [5]. Ashwagandha hilft so gleich doppelt gegen Stress: Die Pflanze unterstützt unsere Psyche dabei, besser mit Stress umzugehen und sorgt für Balance verbessert die Schlafqualität und macht uns resilienter gegen die negativen Auswirkungen von Stress. So kannst du dich effektiver erholen und dir endlich wieder mehr Zeit für dich nehmen.

Nervenschützende Eigenschaften

Ashwagandha hat nervenschützende Eigenschaften. Ashwagandha-Extrakt enthält bestimmte Stoffe, die die Produktion von Stickstoffmonoxid im Gehirn reduzieren. Die Bildung von Stickstoffmonoxid steht wiederum mit einem hohen Stress- und Angstempfinden in Verbindung [5]. Das ist nicht alles: Ashwagandha enthält antioxidativ wirkende Phenole. Sie schützen die Nervenzellen vor den Auswirkungen von oxidativem Stress [5]. Dieser steht nachweislich mit neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson in Verbindung [6]. Studien deuten darauf hin, dass Ashwagandha nervenschützend (neuroprotektiv) bei Alzheimer, Parkinson, Chorea Huntington und anderen neurodegenerativen Erkrankungen wirkt. Bei diesen Erkrankungen verschlechtern sich langsam und fortschreitend die Struktur und Funktion des zentralen Nervensystems.

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Kognitive Funktion

Ashwagandha unterstützt durch seine adaptogenen Eigenschaften die kognitive Funktion, verbessert das Gedächtnis und steigert die Konzentration. Das ist besonders nützlich für Menschen, die unter mentalem Stress oder Überlastung leiden.

Ashwagandha und hormonelle Balance

Ashwagandha spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Hormonen. Die Pflanze beeinflusst die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) und sorgt so für ein hormonelles Gleichgewicht. Ashwagandha kann das hormonelle Gleichgewicht unterstützen, insbesondere durch die Regulierung von Cortisol und die Stimulierung von Testosteron. Eine der beeindruckendsten Eigenschaften von Ashwagandha ist seine Wirkung auf das Hormonsystem. Der wohl bekannteste Effekt: Ashwagandha senkt den Cortisolspiegel. Cortisol ist das zentrale Stresshormon und bei chronischer Belastung dauerhaft erhöht - was zu Schlafproblemen, Gewichtszunahme, Libidoverlust und Erschöpfung führen kann. Ashwagandha reguliert den Hormonhaushalt über die Stressachse und senkt das Stresshormon Cortisol.

Wirkung auf Testosteron

Besonders bei Männern zeigt Ashwagandha in Studien eine steigernde Wirkung auf Testosteron - sowohl bei gesunden Probanden als auch bei Männern mit eingeschränkter Fruchtbarkeit. Mehrere Untersuchungen belegen, dass die Pflanze die Spermienqualität, Spermienanzahl und Mobilität verbessern kann. Ashwagandha kann den Spiegel des männlichen Sexualhormons Testosteron erhöhen und dazu beitragen, ein optimales hormonelles Gleichgewicht im Körper herzustellen. In einer Studie mit übergewichtigen Männern im Alter von 40-70 Jahren führte die tägliche Einnahme von 21 mg Withanolid-Glykosiden (ein Extrakt aus Ashwagandha) über 8 Wochen zu einer Erhöhung des Testosteronspiegels.

Wirkung bei Frauen

Bei Frauen wirkt Ashwagandha eher ausgleichend: Es kann helfen, Zyklusstörungen, PMS oder hormonell bedingte Stimmungsschwankungen zu mildern. Die Pflanze greift nicht direkt in den Östrogen- oder Progesteronspiegel ein, unterstützt aber die hormonelle Balance über die Stressachse. Interessanterweise zeigt Ashwagandha auch positive Wirkungen bei Frauen in den Wechseljahren. Studien haben ergeben, dass es signifikant zur Linderung von Menopause-bedingten Problemen beitragen kann, einschließlich psychologischer, physischer und urogenitaler Beschwerden.

Schilddrüsenfunktion

Ashwagandha zeigt vielversprechende Wirkungen auf die Schilddrüsenfunktion. Studien deuten darauf hin, dass es den Spiegel der Schilddrüsenhormone Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) optimieren kann. In einer indischen Pilotstudie mit 50 Teilnehmern im Alter von 18 bis 50 Jahren, die alle an einer Schilddrüsenunterfunktion litten, zeigte sich nach 8-wöchiger Einnahme von 600 mg Ashwagandha-Extrakt eine bemerkenswerte Verbesserung.

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Ashwagandha für Sportler und Aktive

Ashwagandha, eine traditionelle ayurvedische Pflanze, gewinnt zunehmend an Bedeutung als natürliches Ergänzungsmittel für Sportler und Fitnessbegeisterte. Wenn du deine Muskelkraft und -masse steigern möchten, könnte Ashwagandha eine wertvolle Unterstützung für dich sein. verbessern. Eine Analyse aus fünf verschiedenen Studien ergab, dass die Einnahme von Ashwagandha über mehrere Wochen den maximalen Sauerstoffverbrauch (VO2 max) bei gesunden Erwachsenen und Sportlern signifikant erhöht hat. Die Pflanze hat entzündungshemmende Eigenschaften, die dazu beitragen können, trainingsbedingte Muskelschäden zu reduzieren. Ashwagandha kann auch den Cortisolspiegel senken, was Stress reduziert und die Regeneration fördert. Die verbesserte Schlafqualität durch Ashwagandha trägt ebenfalls zur besseren Regeneration bei. Durch diese vielfältigen Wirkungen kann Ashwagandha deine körperliche Leistungsfähigkeit auf mehreren Ebenen unterstützen.

Ashwagandha bei chronischen Erkrankungen

Ashwagandha hat sich als vielversprechendes natürliches Mittel zur Unterstützung der mentalen Gesundheit erwiesen. Ashwagandha hat sich als vielversprechende natürliche Unterstützung bei verschiedenen chronischen Erkrankungen erwiesen. Wenn du an Diabetes leidest oder einen erhöhten Blutzuckerspiegel hast, könnte Ashwagandha für dich von Nutzen sein. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von Ashwagandha den Blutzuckerspiegel sowohl bei gesunden Menschen als auch bei Diabetikern senken kann. Wenn du unter Gelenkschmerzen, Schwellungen oder Rheuma leidest, könnte Ashwagandha eine natürliche Ergänzung zu deiner bestehenden Behandlung sein. Die entzündungshemmenden Eigenschaften von Ashwagandha können dazu beitragen, Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren. Ashwagandha zeigt auch vielversprechende Wirkungen bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson.

Dosierung und Einnahme

Die empfohlene Dosierung von Ashwagandha variiert je nach Anwendungszweck und individuellen Bedürfnissen. Es ist ratsam, mit einer niedrigen Dosis zu beginnen und sich langsam an deine persönliche Tagesdosis heranzutasten. Für die Anwendung gegen Stress empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zweimal täglich 250 mg. Standarddosierung: 600 mg pro Tag (z. B. 2 × 300 mg), idealerweise in Form eines standardisierten Wurzelextrakts (z. B. Wird das reine Pulver verwendet, können bis zu 3x täglich 3 Gramm mit Milch, Ghee oder warmem Wasser eingenommen werden. Erst zum Schluss Honig oder Ahornsirup unterrühren, um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten. Ashwagandha entfaltet seine Wirkung am besten, wenn es qualitativ hochwertig, zielgerichtet dosiert und regelmäßig in Zyklen eingenommen wird. Die Einnahme hängt vom Ziel ab: Morgens für Energie und Fokus, abends zur Beruhigung und besseren Schlaf. Wer Ashwagandha gegen Stress oder Schlafprobleme einsetzt, profitiert von der abendlichen Einnahme. Bei Konzentrations- oder Hormon-Themen ist die morgendliche Einnahme sinnvoll.

Ashwagandha ist in verschiedenen Darreichungsformen erhältlich - am häufigsten als Kapsel, Pulver oder flüssiger Extrakt. Für viele Menschen sind standardisierte Kapseln besonders praktisch, da sie eine einfache Dosierung ermöglichen und geschmacksneutral sind. Du kannst zwischen Kapseln, Pulvern und standardisierten Extrakten wählen. Das Pulver lässt sich leicht in weiche Nahrungsmittel wie Joghurt oder Haferflocken mischen.

Worauf Sie bei der Einnahme achten sollten

Wenn in den sozialen Medien Ashwagandha-Pulver und -Kapseln beworben werden, sollten diese nicht einfach blind gekauft werden. Wer Ashwagandha verwenden möchte, sollte besonderen Wert auf Qualität und Reinheit legen. Damit Sie wirklich von der Wirkung profitieren können, sollte die Qualität sehr gut und das Produkt rein sein. Das kann besonders bei Präparaten aus dem Ausland nicht immer mit Sicherheit gewährleistet werden. Achten Sie auf hochwertige Extrakte mit standardisierten Withanoliden.

Mögliche Nebenwirkungen und Kontraindikationen

Obwohl Ashwagandha in den empfohlenen Mengen als sicher gilt, können gelegentlich Nebenwirkungen auftreten. In einigen Fällen wurde von Leberschäden berichtet. In seltenen Fällen: Magenbeschwerden, Unruhe oder allergische Reaktionen. Ashwagandha gilt als gut verträglich, kann jedoch in Einzelfällen zu Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden, Schläfrigkeit oder Wechselwirkungen mit Medikamenten führen. Wie bei jedem pflanzlichen Wirkstoff hängt die Verträglichkeit stark von der individuellen Situation, Dosierung und Anwendungsdauer ab. In seltenen Fällen kann es zu Wassereinlagerungen kommen, meist bei Überdosierung oder individueller Unverträglichkeit.

Ashwagandha sollte bei erhöhtem Pitta, Stoffwechselrückständen (Ama), Autoimmunerkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion, niedrigem Blutdruck oder der Einnahme von Beruhigungsmitteln nur mit Vorsicht oder ärztlicher Rücksprache verwendet werden. Ashwagandha sollte nicht eingenommen werden bei Schwangerschaft, Autoimmunerkrankungen, niedrigem Blutdruck oder in Kombination mit bestimmten Medikamenten. Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme sollten vor der Anwendung Rücksprache mit einem Arzt halten. Besonders bei Immunsuppressiva, Schilddrüsenhormonen oder Psychopharmaka können Wechselwirkungen auftreten.

Personen mit Autoimmunerkrankungen wie Multiple Sklerose, Lupus oder rheumatoider Arthritis sollten Ashwagandha-Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache einnehmen, da die Pflanze das Immunsystem stimulieren und die Krankheitsaktivität unter Umständen beeinflussen kann. Auch Menschen mit niedrigem Blutdruck oder blutdrucksenkenden Medikamenten sollten etwas aufpassen, da Ashwagandha eine weitere Senkung des Blutdrucks begünstigen kann. Für Schwangere, Stillende und Kinder unter 12 Jahren wird von der Einnahme von Ashwagandha abgeraten. Um Nebenwirkungen zu vermeiden, solltest du die empfohlene Dosierung nicht überschreiten und nach 12 Wochen Anwendung eine Pause von einigen Wochen einlegen. Nicht dauerhaft ohne Pausen einnehmen - ideal: Zyklen. Ashwagandha sollte frühestens ab 16 Jahren verwendet werden. Die Forschung zu Ashwagandha bezieht sich fast ausschließlich auf Erwachsene. Bei jungen Menschen im Wachstum kann die hormonelle Wirkung ungewollt eingreifen.

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