Griechischer Bergtee: Ein natürlicher Ansatz zur Unterstützung der Gedächtnisleistung bei Alzheimer

Einleitung

Griechischer Bergtee, auch bekannt als Sideritis, ist ein traditionelles Heilkraut, das seit Jahrhunderten im Mittelmeerraum verwendet wird. In den letzten Jahren hat die Forschung sein Potenzial zur Unterstützung der kognitiven Funktionen und zur Vorbeugung neurodegenerativer Erkrankungen wie Alzheimer untersucht. Dieser Artikel beleuchtet die vielversprechenden Ergebnisse dieser Studien und stellt innovative Ansätze vor, die die Anwendung von griechischem Bergtee im Alltag erleichtern.

Was ist griechischer Bergtee?

Griechischer Bergtee besteht aus Pflanzen der Gattung Sideritis (Gliedkraut oder Gliederkraut). Sideritis wächst in den Bergregionen Griechenlands ab einer Höhe von 1.000 Metern. Für den Bergtee wird die blühende Pflanze verwendet, meist Sideritis scardica. Sideritis scardica ist mittlerweile in der Natur nur noch selten zu finden und steht daher unter Naturschutz. Viele Sideritis-Arten wachsen auch in anderen südeuropäischen Regionen, vor allem dem Balkan, in der Türkei und teilweise auch auf den Kanaren. Griechischer Bergtee, der in Griechenland und im Mittelmeerraum seit der Antike genutzt wird, ist ein Kräutertee mit einer langen Geschichte in der europäischen Volksmedizin. Schon seit Jahrhunderten geschätzt, wurde er traditionell zur Behandlung verschiedener Leiden eingesetzt. Schon seit vielen Jahrhunderten, wenn nicht gar Jahrtausenden wird griechischer Bergtee - manchmal auch Hirtentee oder griechisches Eisenkraut genannt - in Griechenland getrunken. Von den griechischen Hirten wurde der griechische Bergtee lange Zeit zum Ausklingen arbeitsreicher Tage getrunken. Denn der Tee soll stimmungsaufhellend, stresslindernd, sanft anregend und gleichzeitig entspannend wirken.

Inhaltsstoffe und ihre Wirkung

Reich an wertvollen Inhaltsstoffen wie Flavonoiden, Antioxidantien, zahlreichen Phenolsäuren wie Ferulasäure, Chlorogensäure und Apigenin sowie ätherischen Ölen, wird er heute vor allem für seine potenziellen positiven Auswirkungen auf kognitive Funktionen und Gedächtnisleistungen untersucht. Der Griechische Bergtee punktet durch seine großartigen Inhaltsstoffe, worunter Adaptogene, Flavonoide, Mineralien und Spurenelemente, Antioxidantien, Bitterstoffe und Gerbstoffe fallen. Diese tun sowohl Körper als auch Geist gut, weshalb Griechischer Bergtee bei einigen gesundheitlichen Beschwerden helfen kann.

Traditionelle Anwendung

Schon seit Jahrhunderten wird das Heilkraut bei Verdauungsproblemen, Erkältungen, Schmerzen und Entzündungen, vor allem aber auch zur Beruhigung bei Angstzuständen und zum Stressabbau sowie generell zur Stärkung des Immunsystems angewandt. Er gilt in der dortigen Volksheilkunde als Hausmittel bei Verdauungsbeschwerden. Auch klassische Probleme im Magen-Darm-Trakt können mit dem Kräutertee behandelt werden. Gastritis ist nur ein Beispiel, denn das wohltuende Heißgetränk beruhigt die Verdauungsorgane und hat einen entzündungshemmenden Effekt. Einige schwören bei äußeren Wunden auf den Hirtentee. Versorge deine Wunde mit einem sterilen Tuch und ein bisschen Bergtee. Ein natürliches Hausmittel ist griechischer Bergtee auch bei Erkältungssymptomen. Ebenfalls bei Rheuma kann der Sideritis Tee einiges bewirken. Die entzündungshemmenden Eigenschaften bezwecken, dass Schmerzen, die mit rheumatischen Krankheiten einhergehen, gelindert werden können.

Wissenschaftliche Erkenntnisse zu Alzheimer und Demenz

Erfreulicherweise hat sich seit rund 20 Jahren auch die Wissenschaft des naturheilkundlichen Tausendsassas angenommen - mit erstaunlichen Resultaten, vor allem in Bezug auf Alzheimer und Demenz: Dabei ist es die Pflanzenart Sideritis scardica (es gibt rund 200 Unterarten der Gattung der sog. Gliedkräuter namens Sideritis), die ein probates Mittel zur Prävention und für Alzheimer-Patient:innen darstellen kann. Aktuelle Empfehlungen gehen allerdings davon aus, dass man den Griechischen Bergtee zur Prävention vor neurodegenerativen Erkrankungen täglich mit einer Menge von rund 1-2 Liter des Tees trinken muss. Studien, insbesondere an der Universität Magdeburg und durch Forscher wie Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke, haben längst klare Hinweise auf seine Wirksamkeit bei der Reduktion von Alzheimer-typischen Plaque-Ablagerungen im Gehirn gefunden, was eine Verbesserung von Gedächtnis und Orientierungsfunktionen zur Folge haben kann. Diese Erkenntnisse bieten einen vielversprechenden Ansatz aus der naturheilkundlichen Forschung, von dem Menschen sowohl präventiv als auch bereits an Alzheimer- oder anderen Formen der Demenz erkrankte Betroffene einfach und vor allem nebenwirkungsfrei profitieren können. Internationale Studien haben bereits gezeigt: Der Verlust der geistigen Fähigkeiten im Alter, eine Erkrankung an Demenz, können verhindert oder zumindest länger hinausgezögert werden, wenn alte Menschen dabei unterstützt werden, Risikofaktoren wie schlechte Ernährung, Bewegungsmangel oder Einsamkeit zu reduzieren. So kann sich der Kräutertee bei täglichem Konsum positiv auf die Gedächtnisfähigkeit auswirken und Schlacken-Ablagerungen im Gehirn reduzieren.

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Forschung von Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke

Es ist vor allem dem deutschen Demenz-Forscher Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke zu verdanken, dass die postulierten Wirkpotentiale des griechischen Bergtees heute bereits gut belegt sind. Der heute an der Universität Oslo in eigenem Labor „Pahnke Lab in Dementia Research“ forschende Mediziner und Molekularbiologe ist u. a. Experte auf dem Gebiet der Funktion von Blut-Hirn-Schranken-Transportmolekülen, spezifischen mitochondrialen Mutationen und der Entstehung von Proteinaggregaten bei neurodegenerativen Erkrankungen. Nach Stationen an den Universitäten Magdeburg, Rostock und Lübeck sowie dem Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) forscht er seit rund 15 Jahren vornehmlich am griechischen Bergtee, aber auch am Johanniskraut ((Hypericum perforatum). Die erfolgreichen Arbeiten des Wissenschaftlers haben gezeigt, dass die „Reinigung“ des Gehirns von giftigen Stoffwechselprodukten ein großes Potenzial birgt. Der Abbau Alzheimer-typischer und schädlicher Beta-Amyloid Proteine ist mit seinen vielfältigen Möglichkeiten auch das Ziel zahlreicher Impfstudien und so von großem Interesse für die Alzheimer-Forschung. Gemeinsam mit Kollegen gelang es Pahnke damals, den entscheidenden Transporter für den Abtransport des Alzheimer-Proteins Beta-Amyloid zu identifizieren. So untersuchen Pahnke und sein Team heute eine ganze Reihe von Heilpflanzen auf ihr Vermögen, diesen Reinigungsmechanismus des Gehirns anzukurbeln. 2010 zeigten die Laborarbeiten Pahnkes, dass hinter der positiven Wirkung des griechischen Krauts mit dem wohlklingenden botanischen Namen „Sideritis scarica“ tatsächlich mehr steckt. Sein Team behandelte transgene Mäuse, die in jedem Fall Alzheimer-Symptome ausbilden, mit einem Extrakt aus griechischem Eisenkraut. Das Ergebnis war ein gesteigertes Gedächtnis- und Orientierungsvermögen der Tiere, das durch eine Reduktion der Alzheimer-typischen Ablagerungen erzielt werden konnte.

Weitere Forschungsergebnisse

Zusammenfassend haben Prof. Pahnke, aber auch andere Forschende wie etwa ein Team um Dr. Emma Whitman von der Northumbria University, Newcastle, England, in placebo-kontrollierten Studien gezeigt, dass der Griechische Bergtee eine deutlich verbesserte kognitive Leistung herstellen kann. Auch zeigte Sideritis scardica in diesem Zusammenhang überlegene Ergebnisse im Vergleich zu anderen Pflanzenextrakten, die normalerweise zur Förderung von Gedächtnis und Konzentration verwendet werden. Bereits nach kurzer Zeit waren erste positive Auswirkungen feststellbar, und nach 28 Tagen konnte eine signifikante Verringerung des Angstniveaus beobachtet werden. Im selben Jahr erschien an der Universität in Heidelberg eine Studie mit Fadenwürmern, die häufig in Studien zu neurodegenerativen Erkrankungen eingesetzt werden. In einer deutschen Studie (In vitro und Tierversuch) von Knörle et al. Auch die Wiederaufnahme von Dopamin konnte der Scardica-Extrakt hemmen. Beides spricht für eine antidepressive Wirkung. Ein Jahr später bestätigten Feistel und Appel dieses Ergebnis und schreiben, dass auch wässrige Extrakte von Sideritis scardica, also der griechische Bergtee als Getränk, im Vergleich zu anderen pflanzlichen Extrakten die beste antidepressive Wirkung zeigte. Auch hier wurde vermutet, dass der griechische Bergtee bei Depressionen, ADHS und anderen mentalen Beeinträchtigungen Anwendung finden könnte. Denn der Tee verbesserte im Laufe von 6 Wochen die kognitiven Leistungen der Probanden so gut, dass sie sich trotz Stress gut konzentrieren konnten, was ohne griechischen Bergtee nicht der Fall war. Wahrscheinlich - so die Forscher - seien es die Polyphenole im Tee (Hydroxyzimtsäuren und Flavonoide), die sich so positiv auf die Stimmung und die kognitiven Leistungen auswirkten (15). Denn die Pflanzenstoffe hemmten die Serotoninwiederaufnahme (was viele Antidepressiva ebenfalls tun) und erhöhten ausserdem die Durchblutung im Gehirn. Bei Mäusen hatte sich schon zwei Jahre zuvor in einer Studie des bekannten Alzheimer-Forschers Professor Jens Pahnke - dem sog. Alzheimer-Jäger - gezeigt, dass die tägliche Behandlung mit einem Sideritis-Extrakt sogar die alzheimertypischen Ablagerungen (Amyloid-β) im Gehirn wieder auflösen und die Gedächtnisleistung der Tiere verbessern konnte.

Griechischer Bergtee im Alltag: Neue Darreichungsformen

Doch nicht jeder kann oder will täglich literweise Tee konsumieren. Doch es gibt mittlerweile auch eine andere Darreichungsform: Ein findiger Bäckermeister aus Schwaben bietet Sideritis als Brot an. Abhilfe schafft hier jetzt die pfiffige Entwicklung des Bäckermeisters Gustav Eisinger aus dem schwäbischen Biberach in Baden-Württemberg.

Das "Mentalbrot" von Bäckermeister Eisinger

Der seit jeher sozial engagierte Bäcker, der die 1698 (!) eröffnete Meisterbäckerei Eisinger in 10. Generation mit heute 11 Filialen und Cafés betreibt, hatte die zündende Idee, ein neues Brot zu entwickeln: das „Mentalbrot“. „Die Zahlen an Alzheimererkrankungen nehmen ja massiv zu,“ erzählt Inhaber Gustav Eisinger im Gespräch: „Das erleben wir immer wieder im Gespräch mit unseren Kunden oder auch im Bekanntenkreis. Als Bäcker setze ich mich natürlich seit Jahren mit gesunder Ernährung auseinander, was sich auch in unserem Sortiment niederschlägt. Wir bieten neben den klassischen Backwaren zunehmend auch gesundes Vollkornbrot und auch Brote ganz ohne Mehl an, denn ein Zuviel an Weißmehl kann sich mit der Zeit negativ auf die Gesundheit auswirken, wie man heutzutage weiß. Deshalb plädiere ich natürlich nicht dafür, kein Weißmehl mehr zu essen, aber es sollte in Maßen geschehen. Als ich vom Griechischen Bergtee und auch vom Johanniskraut erfuhr und dass diese beiden Heilkräuter sowohl in Hinblick auf Alzheimer als auch auf Depressionen mittlerweile wissenschaftlich so gut untersucht sind, war ich elektrisiert. Gustav Eisinger wandte sich an Experten und in monatelanger intensiver Experimentier- und Feinarbeit entwickelten sie das „Mentalbrot“, das ebenfalls völlig ohne Mehl auskommt, sondern aus einer Reihe verschiedener Kornarten sowie speziellen Konzentrat aus Griechischem Bergtee und Johanniskraut besteht. Ist im Mentalbrot die bioverfügbare Aufnahme des Sideritis gewährleistet und welchen Bergtee verwendet die Bäckerei? „Auch damit haben wir uns natürlich intensiv auseinander gesetzt,“ so Gustav Eisinger. „Wir nutzen für unser Mentalbrot ausschließlich Sideritis scardica von einem zertifizierten Lieferanten aus Griechenland. Unser Sideritis scardica stammt aus Anbau in Höhenlagen, gewachsen in trockenem, sonnigen Klima ohne künstliche Bewässerung, frischer Ernte von Hand und in reiner Bio-Qualität. Das garantiert die hohe Konzentration der wirksamem Bestandteile. Gleiches gilt natürlich auch für unser Johanniskraut, das wir ebenfalls in höchster Bioqualität beziehen. Mittlerweile hat Gustav Eisinger sein „Mentalbrot“ als Marke angemeldet. „Das ist notwendig, denn es ist mir ein großes Anliegen, dass unser Mentalbrot mit der Zeit so viele Menschen wie möglich erhalten können. Wir verkaufen unser Mentalbrot in all unseren Filialen und unsere Kunden können das Brot mittlerweile auch online bei uns unter www.baeckerei-eisinger.de/mental-brot bestellen. Es kommt dann sicher verpackt direkt nach Hause. Und ich hoffe, dass das Mentalbrot zugunsten vieler Betroffener und jener Menschen, die Genuss und Prävention verbinden wollen, sich zu gegebener Zeit auch in anderen Verkaufsstellen verbreitet.

Zubereitung von griechischem Bergtee

Traditionell wird der griechische Bergtee mit kochendem Wasser zubereitet, in das man die getrocknete Pflanze gibt (5 g pro 300 ml Wasser) und diese 5 Minuten ziehen lässt. Anschliessend wird der Tee mit etwas Honig und evtl. Zitronensaft serviert und heiss getrunken. Eine andere Vorgehensweise empfiehlt, die Pflanzenteile in abgekochtes, aber nur noch ca. Der Geschmack des griechischen Bergtees ist leicht, aromatisch, würzig mit leichter Süsse. Lässt man ihn länger ziehen wird das Aroma etwas erdig. Oft wird geraten, zwei- bis dreimal täglich eine Tasse (je 150 ml) griechischen Bergtee zu trinken. Griechischer Bergtee Zubereitung: Gib die ganzen Blüten ohne Filter ins Wasser. Pro Tasse sind 1 - 2 Blüten empfehlenswert. Nach einer Ziehzeit von 5 - 10 Minuten kannst du die Blüten vorsichtig herausnehmen.

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Weitere positive Eigenschaften von griechischem Bergtee

Der griechische Bergtee bzw. Er wirkt antimikrobiell, antiulcerativ (gegen Geschwüre), antioxidativ und entzündungshemmend, krampflösend, abschwellend und schmerzstillend, blähungswidrig, stimmungsaufhellend und antidepressiv, entspannend, er belebt die kognitiven Funktionen und bekämpft Pilze (z. B. In einer In-vitro-Studie zeigte sich im Jahr 2005 eine antioxidative Wirkung (4), die man den im griechischen Bergtee enthaltenen Flavonen zuschrieb. Im Jahr 2013 verglichen Forscher die antioxidative Wirkung der herkömmlichen Teepflanze Camellia sinensis (Schwarz- und Grüntee) mit jener des griechischen Bergtees. Obwohl der griechische Bergtee - so die Forscher - eine niedrigere Antioxidantienkonzentration als der herkömmliche Tee aufwies, war seine antioxidative Wirkung absolut vergleichbar (7). Serbische Wissenschaftler testeten im Jahr 2012 die Wirkung von Sideritis scardica auf den Magen, wobei sich zeigte, dass der entsprechende Extrakt den Magen genauso gut schützen kann (14) wie das schulmedizinische Medikament Ranitidin, das als Säureblocker bei Magengeschwüren, Reflux und Sodbrennen verordnet wird und auch als sog. In einer randomisierten, doppelblinden und plazebokontrollierten britischen Studie von 2018 zeigten Wightman et al.

Griechischer Bergtee und Stress

Normalerweise ist das Lernvermögen unter Stress eingeschränkt und es treten Gedächtnisschwierigkeiten auf. Griechischer Bergtee könnte diese stressbedingten Probleme reduzieren helfen (8), wie Behrendt et al. Beides könnte somit eine grosse Hilfe für Menschen sein, die z. B.

Wichtige Hinweise

Die Aussage, der griechische Bergtee könne u. U. bei ADHS hilfreich sein, führt automatisch zur Annahme, es sei ein idealer Tee für entsprechend betroffende Kinder. Dem ist aber bislang noch nicht so. Dasselbe gilt für Schwangere und Stillende.

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