Xeplion ist ein antipsychotisches Arzneimittel, das den Wirkstoff Paliperidon enthält und zur Behandlung der Schizophrenie eingesetzt wird. Es wird als Depot-Injektionssuspension verabreicht und dient der Erhaltungstherapie bei erwachsenen Patienten, die auf Paliperidon oder Risperidon eingestellt sind. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Nebenwirkungen von Xeplion, gibt Hinweise zur korrekten Anwendung und fasst wichtige Vorsichtsmaßnahmen zusammen.
Was ist Xeplion und wofür wird es angewendet?
Xeplion enthält den Wirkstoff Paliperidon und gehört zur Klasse der antipsychotischen Arzneimittel. Es wird zur Erhaltungstherapie gegen die Symptome der Schizophrenie bei erwachsenen Patienten angewendet, die bereits auf Paliperidon oder Risperidon eingestellt sind. Schizophrenie ist eine psychische Erkrankung, die sich durch Positiv- und Negativsymptome äußert. Positivsymptome umfassen Halluzinationen (z. B. das Hören von Stimmen oder Sehen von Dingen, die nicht real sind) und Wahnvorstellungen (falsche Überzeugungen). Negativsymptome sind durch den Verlust normaler Verhaltensweisen oder Emotionen gekennzeichnet, wie z. B. sozialer Rückzug, emotionale Abflachung oder Schwierigkeiten, sich klar auszudrücken. Wenn ein Patient in der Vergangenheit gut auf Paliperidon oder Risperidon angesprochen hat und die Symptome leicht bis mittelschwer sind, kann der Arzt die Behandlung mit Xeplion ohne vorherige Einstellung auf diese Medikamente beginnen.
Anwendung und Dosierung von Xeplion
Xeplion wird von einem Arzt oder medizinischem Fachpersonal als Injektion verabreicht. Die Dosierung und Häufigkeit der Injektionen werden individuell auf den Patienten abgestimmt. Es ist wichtig, die vereinbarten Termine für die Injektionen einzuhalten, um eine kontinuierliche Wirkung des Medikaments zu gewährleisten.
Initialdosierung und Erhaltungstherapie
Die Initialdosierung besteht aus zwei Injektionen, die im Abstand von etwa einer Woche in den Oberarm verabreicht werden. Die erste Injektion beträgt 150 mg, die zweite 100 mg Paliperidon. Anschließend erfolgt die Erhaltungstherapie mit monatlichen Injektionen, wobei die Dosis zwischen 25 mg und 150 mg liegen kann. Die Injektionen können entweder in den Oberarm oder in den Gesäßmuskel erfolgen.
Umstellung von anderen Antipsychotika
Bei einer Umstellung von einer langwirksamen Risperidon-Injektion auf Xeplion wird die erste Xeplion-Injektion (zwischen 25 mg und 150 mg) an dem Tag verabreicht, an dem die nächste Risperidon-Injektion geplant gewesen wäre. Auch diese Injektion erfolgt entweder in den Oberarm oder in den Gesäßmuskel. Die nachfolgenden Injektionen werden dann monatlich in einer Dosis zwischen 25 mg und 150 mg verabreicht.
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Patienten, die auf verschiedene Dosen von Paliperidon-Retardtabletten stabil eingestellt waren, können durch die Umstellung auf monatliche Xeplion-Injektionen eine vergleichbare Paliperidon-Exposition im Steady-State erreichen. Die notwendigen Erhaltungsdosen sind dabei wie folgt:
- Bisherige Dosis der Paliperidon-Retardtablette: 3 mg / Tag -> Paliperidon-Depot-Injektion: 25 - 50 mg 1mal / Monat
- Bisherige Dosis der Paliperidon-Retardtablette: 6 mg / Tag -> Paliperidon-Depot-Injektion: 75 mg 1mal / Monat
- Bisherige Dosis der Paliperidon-Retardtablette: 9 mg / Tag -> Paliperidon-Depot-Injektion: 100 mg 1mal / Monat
- Bisherige Dosis der Paliperidon-Retardtablette: 12 mg / Tag -> Paliperidon-Depot-Injektion: 150 mg 1mal / Monat
Die Einnahme von oralem Paliperidon oder Risperidon kann mit Beginn der Injektionen beendet werden.
Patienten, die von höheren oralen Paliperidondosen (z.B. 9 - 12 mg / Tag) zu glutealen Injektionen wechseln, können innerhalb der ersten 6 Monate nach der Umstellung niedrige Plasmaexpositionen haben. Es können daher alternativ deltoidale Injektionen in Betracht gezogen werden.
Dosierung bei speziellen Patientengruppen
Bei Patienten mit Nierenproblemen kann der Arzt die Dosis von Xeplion anpassen. Bei leichten Nierenproblemen kann eine geringere Dosis ausreichend sein, während bei mittelschweren oder schweren Nierenproblemen Xeplion nicht angewendet werden sollte. Auch bei älteren Patienten kann der Arzt die Dosis reduzieren, insbesondere wenn die Nierenfunktion eingeschränkt ist.
Was tun bei einer ausgelassenen Dosis?
Es ist wichtig, keine planmäßige Dosis zu verpassen. Wenn ein Termin versäumt wurde, sollte der Arzt umgehend kontaktiert werden, um einen neuen Termin zu vereinbaren. Um das Auslassen einer Dosis zu vermeiden, kann die zweite Dosis 4 Tage vor oder nach Ablauf der Woche (Tag 8) verabreicht werden. Auch die monatlichen Injektionen können bis zu 7 Tage vor oder nach Ablauf des Monats verabreicht werden.
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Wenn die zweite Initialdosis (Tag 8 +/- 4 Tage) verpasst wurde, wird ein empfohlener Neubeginn abhängig vom Zeitraum, der seit der ersten Injektion vergangen ist, empfohlen.
- < 4 Wochen nach der ersten Injektion: Schnellstmöglich 100 mg Depot-Paliperidon in den Deltamuskel. Die dritte Injektion (75 mg Paliperidon) 5 Wochen nach der ersten Injektion (unabhängig vom Zeitpunkt der zweiten Injektion). Anschließend 25 - 150 mg Paliperidon einmal / Monat je nach Verträglichkeit und/oder Wirksamkeit in den Deltamuskel oder in den Gluteamuskel.
- 4 - 7 Wochen nach der ersten Injektion: Dosierung mit zwei Injektionen von 100 mg auf folgende Weise so schnell wie möglich eine Injektion in den Deltamuskel und eine Woche später (Tag 8) eine weitere Injektion. Anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon einmal / Monat wie oben beschrieben.
- > 7 Wochen nach der ersten Injektion: Erneute Initialdosierung wie oben beschrieben.
Wenn eine monatliche Erhaltungsdosis ausgelassen wurde, wird je nach Zeitraum, der seit der letzten Injektion vergangen ist, wie folgt vorgegangen:
- 1 Monat - 6 Wochen nach letzter Injektion: Schnellstmöglich die zuvor eingestellte Dosis verabreichen, gefolgt von Injektionen einmal / Monat.
- > 6 Wochen - 6 Monate nach letzter Injektion: Bei zuvor eingestellter Erhaltungsdosis von 25 - 100 mg Depot-Paliperidon schnellstmöglich eine Injektion in der gleichen Dosismenge, auf die der Patient zuvor eingestellt wurde und eine Woche später (Tag 8) eine weitere Injektion mit gleicher Dosis. Anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon einmal / Monat wie oben beschrieben. Bei zuvor eingestellter Erhaltungsdosis von 150 mg Depot-Paliperidon schnellstmöglich eine Injektion in der 100-mg-Dosis und eine Woche später (Tag 8) eine weitere Injektion in der 100-mg-Dosis. Anschließend 25 - 150 mg Depot-Paliperidon einmal / Monat wie oben beschrieben.
- > 6 Monate nach letzter Injektion: Erneute Initialdosierung wie oben beschrieben.
Mögliche Nebenwirkungen von Xeplion
Wie alle Arzneimittel kann auch Xeplion Nebenwirkungen verursachen, die jedoch nicht bei jedem auftreten müssen. Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, welche Nebenwirkungen auftreten können und wie man im Falle ihres Auftretens reagieren sollte.
Die folgenden Nebenwirkungen wurden bei der Anwendung von Paliperidon (dem Wirkstoff in Xeplion) beobachtet:
Sehr häufige Nebenwirkungen (können mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Schlaflosigkeit (einschließlich Einschlafstörung, Durchschlafstörung)
Häufige Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 10 Behandelten betreffen)
- Infektion der oberen Atemwege
- Harnwegsinfektion
- Grippe (Influenza)
- Parkinsonismus (einschließlich extrapyramidale Beschwerden, extrapyramidale Symptome, On-Off-Phänomen, Morbus Parkinson, Parkinson-Krise, verstärkte Speichelsekretion, muskuloskelettale Steifheit, Parkinsonismus, vermehrter Speichelfluss, Zahnradphänomen, Bradykinesie, Hypokinesie, Maskengesicht, Muskelanspannung, Akinesie, Steifheit der Nackenmuskulatur, Muskelsteifheit, parkinsonähnlicher Gang, anomaler Glabellareflex und parkinsonähnlicher Ruhetremor)
- Akathisie (einschließlich Akathisie, Ruhelosigkeit, Hyperkinesie und Restless-Legs-Syndrom)
- Sedierung / Somnolenz
- Dystonie (einschließlich Dystonie, zervikale Spasmen, Emprosthotonus, okulogyrische Krise, oromandibuläre Dystonie, Risus sardonicus, Tetanie, Hypertonie, Torticollis, unwillkürliche Muskelkontraktionen, Muskelkontraktur, Blepharospasmus, Okulogyration, Zungenparalyse, Gesichtsspasmus, Laryngospasmus, Myotonie, Opisthotonus, oropharyngealer Spasmus, Pleurothotonus, Zungenspasmus und Trismus)
- Schwindel
- Dyskinesie (einschließlich Dyskinesie, Chorea, Bewegungsstörungen, Muskelzuckungen, Choreoathetose, Athetose und Myoklonie)
- Tremor
- Kopfschmerzen
- Agitiertheit
- Depression
- Angst
- Tachykardie
- Hypertonie
- Husten
- Verstopfte Nase
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
- Übelkeit
- Obstipation
- Diarrhö
- Dyspepsie
- Zahnschmerzen
- Transaminasen erhöht
- Muskuloskelettale Schmerzen
- Rückenschmerzen
- Arthralgie
- Amenorrhö
- Galaktorrhö
- Pyrexie
- Asthenie
- Fatigue
- Reaktion an der Injektionsstelle (Schmerzen, Induration, Pruritus, Knotenbildung)
- Schmerzen
- Gewichtszunahme
- Gewichtsabnahme
- Verminderter Appetit
Gelegentliche Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen)
- Pneumonie
- Bronchitis
- Atemwegsinfektion
- Sinusitis
- Cystitis
- Ohrinfektion
- Tonsillitis
- Onychomykose
- Cellulitis
- Leukozytenzahl erniedrigt
- Thrombozytopenie
- Anämie
- Überempfindlichkeit
- Diabetes mellitus
- Hyperinsulinämie
- Gesteigerter Appetit
- Anorexie
- Triglyceride erhöht
- Cholesterin erhöht
- Schlafstörungen
- Manie
- Verminderte Libido
- Nervosität
- Albträume
- Tardive Dyskinesie
- Synkope
- Psychomotorische Hyperaktivität
- Posturaler Schwindel
- Aufmerksamkeitsstörung
- Dysarthrie
- Dysgeusie
- Hypästhesie
- Parästhesie
- Verschwommenes Sehen
- Konjunktivitis
- Trockenes Auge
- Vertigo
- Tinnitus
- Ohrenschmerzen
- AV-Block
- Erregungsleitungsstörungen
- QT-Verlängerung im EKG
- Posturales orthostatisches Tachykardiesyndrom
- Bradykardie
- EKG-Veränderungen
- Palpitationen
- Hypotonie
- Orthostatische Hypotonie
- Dyspnoe
- Kongestion der Atemwege
- Keuchen
- Pharyngolaryngealer Schmerz
- Epistaxis
- Abdominale Beschwerden
- Gastroenteritis
- Dysphagie
- Mundtrockenheit
- Flatulenz
- Gamma-Glutamyltransferase erhöht
- Leberenzyme erhöht
- Urtikaria
- Pruritus
- Hautausschlag
- Alopezie
- Ekzem
- Trockene Haut
- Erythem
- Akne
- Kreatinphosphokinase erhöht
- Muskelspasmen
- Gelenksteifigkeit
- Muskelschwäche
- Nackenschmerzen
- Harninkontinenz
- Pollakisurie
- Dysurie
- Erektile Dysfunktion
- Ejakulationsstörungen
- Menstruationsstörungen (einschließlich unregelmäßige Menstruation, verspätete Menstruation, Oligomenorrhö)
- Gynäkomastie
- Sexuelle Dysfunktion
- Brustschmerzen
- Gesichtsödem
- Ödem (einschließlich generalisiertes Ödem, peripheres Ödem, eindrückbares Ödem)
- Körpertemperatur erhöht
- Anomaler Gang
- Thoraxschmerzen
- Thoraxbeschwerden
- Unwohlsein
- Induration
Seltene Nebenwirkungen (können bis zu 1 von 1.000 Behandelten betreffen)
- Augeninfektion
- Acarodermatitis
- Subkutaner Abszess
- Neutropenie
- Eosinophilenzahl erhöht
- Inadäquate Sekretion des antidiuretischen Hormons (SIADH)
- Glucose im Urin
- Diabetische Ketoazidose
- Hypoglykämie
- Polydipsie
- Katatonie
- Verwirrtheit
- Schlafwandeln
- Abstumpfung
- Anorgasmie
- Malignes neuroleptisches Syndrom
- Zerebrale Ischämie
- Fehlende Reaktion auf Stimuli
- Bewusstlosigkeit
- Verminderter Bewusstseinsgrad
- Konvulsion (einschließlich Grand-Mal-Anfall)
- Gleichgewichtsstörung
- Anomale Koordination
- Glaukom
- Okulomotorische Störungen
- Augenrollen
- Photophobie
- Erhöhter Tränenfluss
- Okulare Hyperämie
- Vorhofflimmern
- Sinusarrhythmie
- Venenthrombose
- Erröten
- Schlaf-Apnoe-Syndrom
- Lungenstauung
- Rasselgeräusche
- Pankreatitis
- Geschwollene Zunge
- Stuhlinkontinenz
- Koprostase
- Cheilitis
- Arzneimittelexanthem
- Hyperkeratose
- Schuppen
- Rhabdomyolyse
- Gelenkschwellung
- Harnretention
- Brustbeschwerden
- Stauungserscheinungen der Brust
- Brustvergrößerung
- Vaginaler Ausfluss
- Hypothermie
- Schüttelfrost
- Durst
- Arzneimittelentzugssyndrom
- Abszess an der Injektionsstelle
- Cellulitis an der Injektionsstelle
- Zyste an der Injektionsstelle
- Hämatom an der Injektionsstelle
Nebenwirkungen ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose
- Anaphylaktische Reaktion
- Wasser-Intoxikation
- Schlafbezogene Essstörung
- Diabetisches Koma
- Titubation des Kopfes
- Floppy-Iris-Syndrom (intraoperativ)
- Lungenembolie
- Ischämie
- Hyperventilation
- Aspirationspneumonie
- Dysphonie
- Mechanischer Ileus
- Paralytischer Ileus
- Ikterus
- Steven-Johnson-Syndrom / Toxisch epidermale Nekrolyse
- Angioödem
- Hautverfärbungen
- Seborrhoisches Ekzem
- Anomale Körperhaltung
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- Priapismus
- Körpertemperatur erniedrigt
- Nekrose an der Injektionsstelle
- Ulcus an der Injektionsstelle
Wichtige Hinweise zu Nebenwirkungen
Es ist wichtig zu beachten, dass nicht alle Patienten, die Xeplion einnehmen, diese Nebenwirkungen erfahren. Die Art und Schwere der Nebenwirkungen können von Person zu Person variieren. Bei Auftreten von Nebenwirkungen sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden.
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Einige Nebenwirkungen erfordern besondere Aufmerksamkeit:
- Allergische Reaktionen: Selbst wenn Paliperidon oder Risperidon zuvor oral vertragen wurden, können nach Xeplion-Injektionen allergische Reaktionen auftreten. Bei Anzeichen wie Hautausschlag, Schwellung des Rachens, Juckreiz oder Atemproblemen ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.
- Gewichtszunahme: Xeplion kann zu Gewichtszunahme führen, die gesundheitsschädlich sein kann. Regelmäßige Gewichtskontrollen durch den Arzt sind wichtig.
- Diabetes mellitus: Bei Patienten, die Xeplion anwenden, wurde über Diabetes mellitus oder die Verschlechterung eines bestehenden Diabetes berichtet. Der Arzt sollte auf Anzeichen eines erhöhten Blutzuckerspiegels achten und den Blutzuckerspiegel bei Diabetikern regelmäßig kontrollieren.
- Operation am Auge (Katarakt): Vor einerOperation am Auge wegen einer Linsentrübung (Katarakt, grauer Star) muss der Augenarzt über die Anwendung von Xeplion informiert werden, da es zu Komplikationen während der Operation kommen kann (Floppy-Iris-Syndrom).
Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen
Xeplion darf nicht angewendet werden, wenn eine Allergie gegen Paliperidon oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels besteht oder wenn eine Allergie gegen ein anderes antipsychotisches Arzneimittel vorliegt, das Risperidon enthält.
Vor der Anwendung von Xeplion sollte der Arzt über bestehende Erkrankungen oder Zustände informiert werden, da einige Nebenwirkungen von Xeplion diese verschlimmern können. Dazu gehören:
- Parkinson-Krankheit
- Malignes neuroleptisches Syndrom in der Vorgeschichte
- Tardive Dyskinesie in der Vorgeschichte
- Niedrige Anzahl weißer Blutkörperchen in der Vorgeschichte
- Diabetes mellitus oder Neigung zu Diabetes
- Brustkrebs oder Tumor an der Hypophyse
- Herzerkrankungen oder Behandlung von Herzerkrankungen
- Niedriger Blutdruck
- Epilepsie
- Nierenprobleme
- Leberprobleme
- Verlängerte und/oder schmerzhafte Erektion
- Schwierigkeiten, die Körpertemperatur zu regulieren
- Anomal hohe Blutwerte des Hormons Prolaktin
- Blutgerinnsel in der Vorgeschichte
In diesen Fällen kann der Arzt die Dosierung anpassen oder den Patienten engmaschiger überwachen.
Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln
Die gleichzeitige Anwendung von Xeplion mit anderen Arzneimitteln kann zu Wechselwirkungen führen. Informieren Sie den Arzt über alle eingenommenen oder kürzlich eingenommenen Arzneimittel, insbesondere:
- Carbamazepin (Antiepileptikum und Stimmungsstabilisierer)
- Arzneimittel, die im Gehirn wirken (z. B. andere psychiatrische Arzneimittel, Opioide, Antihistaminika, Schlafmittel)
- Blutdrucksenkende Arzneimittel
- Arzneimittel gegen die Parkinson-Krankheit und das Restless-Legs-Syndrom (z. B. Levodopa)
- Arzneimittel, die das EKG beeinflussen (QT-Verlängerung)
- Arzneimittel zur Behandlung von Depressionen oder Infektionen
- Psychostimulanzien (z. B. Methylphenidat)
Alkohol
Während der Behandlung mit Xeplion sollte kein Alkohol getrunken werden, da dies die Wirkung des Medikaments verstärken kann.
Schwangerschaft und Stillzeit
Xeplion sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn dies mit dem Arzt vereinbart wurde. Bei Neugeborenen von Müttern, die im letzten Trimenon der Schwangerschaft Paliperidon eingenommen haben, können Symptome wie Zittern, Muskelsteifheit, Schläfrigkeit, Ruhelosigkeit, Atembeschwerden und Schwierigkeiten beim Stillen auftreten. In diesem Fall sollte der Arzt kontaktiert werden.
Xeplion kann in die Muttermilch übergehen und dem Säugling schaden. Daher sollte während der Behandlung mit Xeplion nicht gestillt werden.
Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
Xeplion kann Schwindel, extreme Müdigkeit und Sehstörungen verursachen. Daher sollte beim Führen von Fahrzeugen oder Bedienen von Maschinen Vorsicht geboten sein.
Anwendung bei Kindern und Jugendlichen
Xeplion ist nicht für Personen unter 18 Jahren geeignet, da die Sicherheit und Wirksamkeit in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurden.
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