Die Zeitschrift „Demenz Pflege“ widmet sich vielfältigen Aspekten der Demenz, von neuen Technologien und Inklusion bis hin zu Ernährung, Politik und den Auswirkungen der aktuellen Krisen. Sie richtet sich an Betroffene, Angehörige und Fachkräfte und bietet sowohl wissenschaftliche Erkenntnisse als auch praktische Tipps für den Umgang mit Demenz im Alltag.
Neue Technologien und Demenz
Ein Schwerpunkt der Zeitschrift liegt auf der Auseinandersetzung mit neuen Technologien im Kontext von Demenz. Dabei werden sowohl die Hoffnungen, die mit diesen Technologien verbunden sind, als auch die damit einhergehenden Befürchtungen thematisiert. Expertinnen und Experten sowie Menschen mit Demenz selbst kommen zu Wort, um ein umfassendes Bild der Chancen und Risiken zu vermitteln. Es werden Perspektiven aus Forschung, Kultur und Philosophie vorgestellt.
Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Demenz
Die Zeitschrift thematisiert die Frage, inwieweit Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Demenz tatsächlich gelingen. Die Beteiligung an politischen Prozessen, nachbarschaftlichen Aktivitäten und am öffentlichen Leben wird gefordert, doch die Realität sieht oft anders aus. Die Beiträge setzen sich damit auseinander, wie viel Partizipation für Menschen mit Demenz möglich ist, insbesondere bei fortschreitender Erkrankung. Es wird nach Wegen gesucht, um der Ausgrenzung entgegenzuwirken und Anzeichen für eine beunruhigende Zeitenwende zu erkennen. Sinkt mit den Krisen in der Gesellschaft die Verlockung zur Ausgrenzung? Wächst das Risiko der Ausgrenzung für Benachteiligte im gleichen Maß, wie die Krisen größer werden? Was bedeutet das für Angehörige, Pflegekräfte - und nicht zuletzt für die Betroffenen?
Erschöpfung und Demenz
Die Zeitschrift beleuchtet die Erschöpfung in der Gesellschaft angesichts von Kriegen, Hunger, Flucht und Naturzerstörung. Es wird gefragt, wie es zu dieser Erschöpfung kommt, was sie auszeichnet und welche Hoffnungen sie birgt. Die Frage ist, ob die Demenz uns lehrt, anders hinzusehen und neue humane Formen des Umgangs mit unserer Erschöpfung zu finden.
Ernährung und Demenz
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Thema Ernährung bei Demenz. Essen wird als soziales Ereignis betrachtet, das Leib und Seele zusammenhält. Die Zeitschrift fragt, welche Rolle das Essen und die Ernährung in dieser besonderen Lebenssituation spielen und ob Menschen mit kognitiven Veränderungen der Appetit vergangen ist. Eine Ernährungswissenschaftlerin gibt dazu Auskunft. Es wird auf die wachsende Einsamkeit eingegangen und Initiativen vorgestellt, die alte Menschen zum Mittagstisch einladen. Kulturwissenschaftliche Erkenntnisse über außeralltägliche Mahlzeiten, die vor allem ein soziales Ereignis sind, werden für Menschen mit Demenz nutzbar gemacht. Die Zeitschrift bietet praktische Tipps und Kniffe, um demenziell veränderte Menschen auf positive Weise wieder auf den Geschmack zu bringen.
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Politik und Demenz
Die Zeitschrift thematisiert die Notwendigkeit einer Politik für und mit Menschen mit Demenz, die mehr sein muss als die Sicherung der Finanzierung und Leistungen der Pflegeversicherungen. Es werden drastische Veränderungen wie die Folgen des Pflegenotstands, die Schatten des Klimawandels und die Konsequenzen der alternden Gesellschaft angesprochen. Die nationale Demenzstrategie bedarf einer Überarbeitung.
Körper, Tanz und Musik
Die Zeitschrift widmet sich dem Thema „Körper“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Therapeuten berichten von ihrer Körperarbeit mit Menschen mit Demenz und wie Betroffene grundlegende Zugänge zu ihren Fähigkeiten und Empfindungen erfahren und gebrauchen, um sich ihrer selbst und ihrer Mitmenschen zu vergewissern. Tanz und Musik werden als wichtige und spielerische Formen des körperlichen Ausdrucks betrachtet. Auch die körperliche Herausforderung in der Pflege wird angesprochen und das Konzept der Aromapflege als Möglichkeit für Pflegende vorgestellt, der drohenden körperlichen Überlastung vorzubeugen.
Literatur und Demenz
Die Zeitschrift beleuchtet das facettenreiche Verhältnis der Literatur zur Demenz. Die Beiträge nehmen dabei ganz unterschiedliche Spuren auf und zeigen, wie vielgestaltig das Thema Demenz in der Literatur behandelt wird: von der Graphic Novel über Tagebücher, Gedichte bis zu Kinderbüchern. Es wird die Schwierigkeit thematisiert, wie Demenz in Worte gefasst werden kann.
Lernen von anderen
Die Zeitschrift schaut über den Tellerrand und fragt, was wir von Aktiven in unterschiedlichen Bereichen für den Umgang mit Demenz lernen können. Dabei geht es auch um die Veränderung der Sichtweise auf Menschen mit Demenz. Ein Betroffener berichtet über seinen Umgang mit der Diagnose Alzheimer und ein Publizist über den Umgang der Gesellschaft mit Demenz.
Zeitenwende und Krisen
Die Zeitschrift betrachtet Demenz und Alter vor dem Hintergrund der aktuellen Krisen wie Krieg, Klimawandel und Traumatisierung. Erfahrungen des Lebens mit Demenz aus privater und aus professioneller Perspektive werden in Bezug zu dieser Zeitenwende gelesen. Es werden Stimmen und Zeichen der Hoffnung gesucht.
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Demenzpflege: Abgesang oder Aufbruch?
Die Zeitschrift thematisiert die Demenzpflege und fragt, ob wir uns an einer Sollbruchstelle befinden. Stehen wir vor neuen Aufbrüchen im pflegerischen Umgang mit Demenz oder geht die Demenzpflege den Bach hinunter? Das Engagement der Menschen in der Pflege ist bewundernswert und verdient unseren Respekt.
Demenz vorhersagen
Die Zeitschrift wirft einen umfassenden Blick auf die Frage nach den Chancen, aber auch nach den Risiken der Prädiktion von Demenz. Die Beiträge sind kontrovers und widmen sich der wichtigen Debatte um Voraussage, um Prädiktion, um Biomarker und neue Medikamente.
Demenz und Medikamente
Die Zeitschrift widmet sich dem Thema „Demenz und Medikamente“. Die dazu gesammelten Beiträge sind kontrovers und vielstimmig. Sie sprechen über Hoffnungen und Befürchtungen. Betroffene, Angehörige und Pflegekräfte kommen zu Wort. Auch rechtliche Aspekte werden bedacht.
Weitere Themen
Die Zeitschrift behandelt auch weitere Themen wie unterstützte Selbsthilfe für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, den Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“, Wohngemeinschaften für Demenzbetroffene mit Migrationshintergrund, technikgestützte Gestaltung von Erinnerungspflege und Biografiearbeit, Herausforderungen der Demenz für Menschen mit Lernschwierigkeiten und für ihr Umfeld, den Nutzen menschlichen Vergessens, die Belastung von Altenpflegeeinrichtungen durch neue Qualitätsprüfungen, Prävention, künstliche Intelligenz und Big Data im Gesundheitswesen, Schlafmittel mit gefährlichen Nebenwirkungen, die Beachtung junger Patienten und ihrer Familien in der Pflege, Selbstbestimmung und soziale Werte, Schul- und Naturmedizin, Altenpflege im Casinoambiente, die Bevollmächtigung von Angehörigen und deren moralische Autorität, Chancen und Risiken von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz (KI) in der Pflege, Armut und Demenz, die Auswirkungen der Coronapandemie auf die Pflegepraxis, Konflikte zwischen Pflegeleitungen und Angehörigen, die Frage nach einem Schrecken mit Ende oder einer Pflege-Revolution.
Clownarbeit und Demenz
Die Zeitschrift stellt die Clownarbeit im Zusammenhang mit Demenz vor und prüft ihre Möglichkeiten. Ein „emotionales Sachbuch“ mit Anregungen und Analysen für Professionelle in Alten- und Pflegeheimen sowie für alle, die als Clowns auf diesem Feld arbeiten wollen. Auch Betroffene und pflegende Angehörige können von der besonderen Sichtweise eines Clowns profitieren.
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Musiktherapie und Demenz
Die Zeitschrift thematisiert die Bedeutung von Musik für kognitiv veränderte Menschen in ihrem jeweiligen Lebensumfeld, von der Häuslichkeit bis zum Pflegeheim. Es wird gefragt, welche Settings und Rahmenbedingungen sinnvoll für Musiktherapie sind und wie Atmosphäre gestaltet werden kann.
Zielgruppe und Ausrichtung
Demenz Das Magazin wendet sich sowohl an Menschen, die in einem frühen Stadium an Demenz erkrankt sind als auch an deren Angehörige sowie Pflegepersonal. Inhaltlich beschäftigt sich Demenz Das Magazin letztlich mit nahezu jedem Thema, das jedoch stets in Zusammenhang mit einer Demenzerkrankung gerückt wird. Beispiele hierfür sind Sicherheit, Verständigung, Erotik oder auch Genuss, Humor, Freiheit und vieles mehr.
Sonderausgabe Ernährung
Die Zeitschrift bietet eine Sonderausgabe zum Thema Ernährung von demenz: Pflege und Betreuung an. Diese gibt Tipps und Kniffe, die wirklich helfen, um demenziell veränderte Menschen auf positive Weise wieder auf den Geschmack zu bringen. Es wird erklärt, wie und wann man Betroffene richtig wiegt, welche Größen zum Gewicht wirklich aussagekräftig sind und mit welcher Formel man den individuellen Kalorienbedarf berechnet. Es wird gezeigt, wie man Essensangebote entsprechend den Fähigkeiten der jeweiligen Pflegekunden unterbreitet, wie man die Kriterien für das Führen von Ernährungsplänen definiert, in der Pflegeplanung das Speisenangebot verankert und entscheidende Fakten wasserdicht dokumentiert, wie man den Tisch und das Umfeld klar und anregend gestaltet.
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