ZINTONA® bei Migräne: Wirkung und Anwendung

Ingwer ist ein uraltes Heilmittel, das schon seit Jahrtausenden als wirksame Arznei gegen Übelkeit, Schwindel und Erbrechen bekannt ist. ZINTONA® ist ein natürliches Präparat, das die positiven Wirkungen des Ingwers nutzt. Dieser Artikel beleuchtet die Wirkung von ZINTONA® bei Migräne, basierend auf den Erkenntnissen über die Inhaltsstoffe und ihre Wirkungsweise.

Was ist ZINTONA®?

ZINTONA® ist ein pflanzliches Arzneimittel, das aus qualitativ hochwertigem, pulverisiertem Ingwerwurzelstock hergestellt wird. Jede Kapsel enthält 250 mg dieses Wirkstoffs. ZINTONA® wird zur Vorbeugung gegen die Beschwerden der Reisekrankheit (Kinetose) wie Schwindel, Übelkeit und Erbrechen angewendet. Es kann auch zur symptomatischen Behandlung leichter Formen von Erbrechen und Übelkeit in der Frühschwangerschaft (bis zur 16. Schwangerschaftswoche) eingesetzt werden.

Die Wirkung von Ingwer

Die Inhaltsstoffe von ZINTONA® entstammen der Pflanze Ingwer und wirken als natürliches Gemisch. Ingwer enthält ätherische Öle (Camphen, Neral, Geranial), Gingerole, Zingiberen und Curcumen.

Ingwer und seine isolierten Wirkkomponenten blockieren bestimmte Rezeptoren im Magen-Darm-Trakt (z.B. 5-HT3 und NK1-Rezeptoren). Dadurch wird die subjektive Empfindsamkeit des Magens und der Brechreiz gebremst. Zusätzlich kommt es zu einer erhöhten Magenbewegung, wodurch sich der Magen schneller in Richtung Darm entleert. Dies kann bei Übelkeit helfen, da weniger Nahrung auf den Magen drückt.

Gleichzeitig steigt die Durchblutung des Darms, was die Verdauung anregt. Auch die Gallensaftproduktion wird gesteigert. Die spontane Beweglichkeit des Darms wird gebremst, wodurch Völlegefühl und Blähungen reduziert werden. Insgesamt kann es so zu einer deutlichen Abnahme von Übelkeit und Erbrechen kommen.

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Ingwerextrakte hemmen das Wachstum von Bakterien, Viren, Pilzen und Parasiten und wirken somit entzündungshemmend. Zusätzlich wirken sie verdauungsfördernd.

In weiteren wissenschaftlichen Untersuchungen wurde gezeigt, dass Ingwer die Körperdurchblutung steigert und einen kräftigenden und anregenden Einfluss auf den Herzmuskel hat. Verschiedene Versuche demonstrierten eine schützende Wirkung auf Zellen bei oxidativem Stress sowie entzündungshemmende Effekte. Auch konnte gezeigt werden, dass Ingwer gegen Magengeschwüre vorbeugt, Blutfettwerte verbessert, Leber und Niere schützt und den Blutzucker senkt.

ZINTONA® bei Migräne

Obwohl ZINTONA® primär nicht zur Behandlung von Migräne entwickelt wurde, gibt es Hinweise darauf, dass Ingwer bei Migräne helfen kann. Ingwer besitzt entzündungshemmende Eigenschaften, die bei der Linderung von Migräneschmerzen eine Rolle spielen könnten.

Andere Pflanzen, die gegen Migräne-Attacken angewendet werden, sind Eisenkraut, Heil-Batunge, Cayennepfeffer, Rosmarin, Lavendel und Mutterkraut. Zahlreiche ätherische Öle (in der Aromatherapie angewandt) haben sich bei der Migränebehandlung besonders bewährt: Pfefferminze, Lavendel, Rose, Majoran, Rosmarin, Wintergrün und Kamille.

Um die individuellen Auslöser Ihrer Migräne ausfindig zu machen, empfiehlt es sich, ein Kopfschmerztagebuch anzulegen.

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Anwendung von ZINTONA®

ZINTONA® entfaltet seine Wirkung bereits 30 Minuten nach der Einnahme. Es verursacht keine Wahrnehmungsbeeinträchtigung, Mundtrockenheit oder Magen-Darm-Probleme, im Gegensatz zu den meisten chemischen Präparaten gegen Reisekrankheit.

Die empfohlene Dosis bei Reisekrankheit beträgt für Erwachsene und Kinder über 6 Jahre: 2 Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit ½ Stunde vor Reisebeginn einnehmen, dann 2 Kapseln alle 4 Stunden. Die maximale Tagesdosis beträgt 6 Kapseln.

Bei Schwangerschaftserbrechen und Übelkeit in der Schwangerschaft: 2 Kapseln unzerkaut mit Flüssigkeit am Morgen einnehmen; bei wiederkehrenden Beschwerden können noch einmal 2 Kapseln eingenommen werden. Die maximale Tagesdosis beträgt 4 Kapseln.

Die Anwendung von ZINTONA® bei Schwangerschaftserbrechen/-übelkeit sollte, wie auch die Anwendung jeglicher anderer Medikamente, mit dem behandelnden Arzt besprochen werden.

Gegenanzeigen und Vorsichtsmaßnahmen

ZINTONA® darf nicht eingenommen werden, wenn Sie allergisch (überempfindlich) gegen Ingwer oder einen der Bestandteile dieses Arzneimittels sind.

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Vorsicht ist geboten, wenn Sie gleichzeitig Arzneimittel zur Blutverdünnung einnehmen.

Die Anwendung in der Stillzeit kann nicht empfohlen werden, da keine ausreichenden Daten vorliegen.

Was sollten Sie beachten?

  • Vorsicht bei Allergie gegen Farbstoffe (z.B. Indigocarmin mit der E-Nummer E 132)!
  • Es kann Arzneimittel geben, mit denen Wechselwirkungen auftreten. Sie sollten deswegen generell vor der Behandlung mit einem neuen Arzneimittel jedes andere, das Sie bereits anwenden, dem Arzt oder Apotheker angeben.

Mögliche Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von ingwerhaltigen Arzneimitteln sind Fälle von Sodbrennen bzw. Aufstoßen oder Magendrücken aufgetreten, ebenso wurden Kopfschmerzen oder Müdigkeit beobachtet. Bei direktem Kontakt mit ingwerhaltigen Arzneimitteln wurde über Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut und der Atemwege berichtet.

Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Sodbrennen oder verstärkter Blutungsneigung kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Ohne ärztlichen Rat sollten Sie das Arzneimittel nicht länger als 1 Woche anwenden. Bei länger anhaltenden oder regelmäßig wiederkehrenden Beschwerden sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen.

Reisekrankheit - Übelkeit & Erbrechen vorbeugen

Die Reisekrankheit ist durch Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl gekennzeichnet. Ungewohnte Bewegungsreize stören den Gleichgewichtssinn, da das Gehirn von den Sinnesorganen unterschiedliche Signale erhält. Es gibt verschiedene Varianten der Reisekrankheit.

Was ist eine Reisekrankheit?

Der Fachbegriff für Reisekrankheit ist Kinetose. Auslöser der Reisekrankheit ist ein Bewegungsreiz. Ungewohnte oder plötzlich beschleunigende Bewegungen wirken sich auf den Gleichgewichtssinn aus. Zwischen der vom Gleichgewichtsorgan wahrgenommenen Bewegung und den Eindrücken der Augen besteht ein Widerspruch.

Symptome der Reisekrankheit

Typische Symptome sind:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Blässe
  • Schweißausbrüche
  • Übelkeit bis zum Erbrechen

Ursachen einer Reisekrankheit

Ursache der Reisekrankheit ist ein Konflikt verschiedener Sinneseindrücke. Das Gehirn erhält von den Sinnesorganen aufgrund der Bewegung unterschiedliche Informationen. Im normalen Zustand kann das Gehirn diese Informationen zu einem dreidimensionalen Bild zusammensetzen. Die Augen nehmen etwas anderes wahr als das Gleichgewichtsorgan im Ohr. Das führt zu Stressreaktionen des Gehirns. Es schüttet die Botenstoffe Histamin und Serotonin aus. Histamin stimuliert das Brechzentrum im Gehirn. Erbrechen ist die Folge.

Formen der Reisekrankheit

Abhängig von der Art der Reise tritt die Reisekrankheit in verschiedenen Formen auf:

  • Seekrankheit
  • Übelkeit beim Autofahren und im Zug
  • Flugkrankheit
  • Raumkrankheit
  • Landkrankheit
  • Pseudo-Kinetose

Risikofaktoren für eine erhöhte Anfälligkeit

Einige Menschen sind anfälliger für eine Reisekrankheit als andere. Frauen sind häufiger als Männer von der Reisekrankheit betroffen. Weitere Faktoren, die ein erhöhtes Risiko für die Reisekrankheit darstellen:

  • häufige Migräneanfälle
  • Flugangst oder Angst vor der Reisekrankheit selbst
  • Schlafmangel
  • Alkoholkonsum vor Reiseantritt
  • Reiseantritt mit leerem Magen
  • fettige und schwer verdauliche Mahlzeiten kurz vor Beginn der Reise

Diagnose der Reisekrankheit

Eine Reisekrankheit lässt sich leicht diagnostizieren. Um andere Erkrankungen auszuschließen, führt der Arzt ein Anamnesegespräch.

Behandlung einer Reisekrankheit

Die Reisekrankheit lässt sich umso besser behandeln, je früher Sie mit der Behandlung beginnen. Für die Behandlung gibt es verschiedene Medikamente. Mit den geeigneten Maßnahmen können Sie der Reisekrankheit vorbeugen. Die richtigen Verhaltensweisen während der Reise können das Auftreten der Symptome verhindern.

Was Sie während der Reise beachten sollten

Mit dem richtigen Verhalten während der Reise können Sie den Beschwerden entgegenwirken:

  • Setzen Sie sich in der Bahn oder im Bus auf einen Platz in Fahrtrichtung.
  • Wählen Sie im Bus möglichst einen Platz in der vorderen Sitzreihe oder in der Mitte des Busses.
  • Im Flugzeug sollten Sie einen Platz in der Höhe der Tragflächen wählen, möglichst am Gang.
  • Bei einer Schiffsreise sollten Sie möglichst viel an die frische Luft gehen.

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