Einführung
Die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung ist seit ihrer Gründung im Jahr 1983 eine wichtige Anlaufstelle für Menschen mit Schädelhirntrauma und deren Angehörige. Die Stiftung wurde auf Initiative von Dr. h.c. Hannelore Kohl gegründet und hat sich seitdem dem Ziel verschrieben, die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern und ihnen eine umfassende Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Die Stiftung bietet vielfältige Beratungsangebote und unterstützt Betroffene und ihre Familien in den Bereichen Rehabilitation, Pflege und Nachsorge.
Die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung: Eine Stütze für Betroffene seit über 40 Jahren
Seit über 40 Jahren steht die ZNS-Stiftung an der Seite von Menschen mit Schädelhirntrauma und ihren Angehörigen. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 270.000 Menschen ein Schädelhirntrauma. Davon müssen 45.000 nach dem Unfall mit dauerhaften körperlichen und kognitiven Beeinträchtigungen weiterleben. Ungefähr 800.000 Menschen sind dauerhaft auf die Unterstützung von Pflegekräften oder Angehörigen angewiesen. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit der Arbeit der ZNS-Stiftung.
Die ZNS-Stiftung verfolgt das Ziel, die Lebensqualität dieser Menschen zu verbessern und ihnen umfassende Teilhabe zu ermöglichen. Dies ist nur möglich dank der zahlreichen privaten und institutionellen Förderer, Sponsoren und Partner, die die Arbeit der Stiftung finanziell oder ideell unterstützen. Die Stiftung bedankt sich herzlich bei allen Unterstützern.
Ziele und Aufgaben der Stiftung
Die ZNS-Hannelore-Kohl-Stiftung hat sich folgende Ziele gesetzt:
- Verbesserung der Lebensqualität: Die Stiftung setzt sich dafür ein, die Lebensqualität von Menschen mit Schädelhirntrauma und ihren Angehörigen zu verbessern.
- Förderung der Teilhabe: Die Stiftung unterstützt Betroffene dabei, umfassend am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen.
- Aufklärung und Prävention: Durch Aufklärung und präventive Maßnahmen trägt die Stiftung dazu bei, die Unfallzahlen zu senken und die Schwere von Kopfverletzungen zu reduzieren. Eine wesentliche Aufgabe der Stiftung ist die Präventionsarbeit.
Beratung und Unterstützung für Betroffene und Angehörige
Die Diagnose Schädelhirntrauma ist ein schwerer Schock für den Verletzten und sein soziales Umfeld und oft mit gravierenden Folgen verbunden. Plötzlich stellen sich existenzielle Fragen, bei deren Beantwortung dringend Hilfe gebraucht wird: Wie können wir den verletzten Menschen am besten versorgen? Wie finanzieren wir die kostspielige Pflege? Hier bietet das Beratungsteam der ZNS-Stiftung kompetente und unabhängige Hilfe.
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Das Beratungsteam der ZNS-Stiftung bietet Betroffenen und Angehörigen in dieser Extremsituation umfassende Unterstützung. Die Stiftung informiert über Versorgungsstrukturen und Ansprüche in den Bereichen Rehabilitation, Pflege und Nachsorge. Dabei steht das Wohl des Verletzten im Mittelpunkt.
Die ZNS-Stiftung bietet:
- Unabhängige Beratung: Für die Stiftung steht das Wohl des Verletzten im Mittelpunkt.
- Lotsenfunktion: Die Stiftung informiert über vorhandene Versorgungsstrukturen und Ansprüche in den Bereichen Rehabilitation, Pflege und Nachsorge.
Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB®)
Menschen mit Behinderung und ihre Angehörigen können das Angebot der Ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB®) in ganz Deutschland nutzen. Das Motto "Eine für alle" bedeutet, dass es bei der Beratung keine Rolle spielt, mit welcher Beeinträchtigung Sie leben oder worin deren Ursache liegt. Als ergänzendes Angebot ist die EUTB® ein zusätzlicher Ansprechpartner neben den bereits bestehenden Beratungsmöglichkeiten. Die Beratenden sind frei von Interessenkonflikten und können daher unabhängig beraten. Menschen mit Behinderung sollen genauso zur Gesellschaft gehören wie Menschen ohne Behinderung.
Die Beratung erfolgt durch qualifizierte sozialpädagogische Fachkräfte, aber auch durch Menschen, die selbst mit einer Behinderung leben und daher aus eigener Erfahrung sprechen. Diese Methode heißt "Peer Beratung". Die Beratungsgespräche werden von den Sozialpädagog:innen und Peers auch als Team angeboten. Das nennt man "Tandem-Beratung".
Nach dem Grundsatz "Eine für alle" können Ratsuchende jede EUTB®-Beratungsstelle kontaktieren. Alle Menschen mit (drohender) Behinderung finden Unterstützung. Um die Fragen bestmöglich zu beantworten, arbeiten die EUTB®s eng vernetzt mit anderen Beratungsstellen zusammen. Dadurch besteht die Möglichkeit, an Beratende weiterzuvermitteln, die auf dem erfragten Gebiet besondere Erfahrungen gesammelt haben.
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Das kostenlose Beratungsangebot richtet sich an alle Menschen mit einer (drohenden) Behinderung und deren Angehörige. Die Beratung umfasst Themen wie Teilhabe und Rehabilitation, insbesondere zu neuropsychologischen Beeinträchtigungen, persönliches Budget, Orientierung bei Behördengängen, Hirnverletzungen / erworbene Hirnschädigungen / Long-Covid, seelische Beeinträchtigungen, Autismus und ADHS. Darüber hinaus bietet die Stiftung Angehörigenberatung sowie Kinder- und Jugendhilfe an.
Kontakt zur EUTB® der ZNS-Stiftung
Ratsuchende aus Bonn können telefonisch unter 0228 97845-90 und Ratsuchende aus dem Rhein-Sieg-Kreis unter 02242 93509 60 Kontakt aufnehmen. Die Kontaktdaten der Beratenden finden Sie unter diesem Link: Berater*innen EUTB® der ZNS-Stiftung. Die Beratungsstelle ist Montag bis Freitag von 9 bis 14 Uhr und nach Vereinbarung geöffnet.
Auszeichnungen und Förderpreise
Die ZNS-Stiftung schreibt den Hannelore Kohl Förderpreis für eine herausragende Arbeit aus den klinischen oder experimentellen Neurowissenschaften und ein Doktorandenstipendium auf dem Gebiet der Neurowissenschaften mit dem Schwerpunkt Schädelhirntrauma aus. Förderpreis und Doktorandenstipendium sind je mit 10.000 Euro ausgestattet. Die Vergabe beider Auszeichnungen fand im Rahmen des Nachsorgekongresses 2025 am 11.04.2025 in Dresden statt. Im Nachgang werden wir über die Preisträger berichten und ihre Projekte vorstellen.
Spenden und Unterstützung
Die ZNS-Stiftung ist auf die Unterstützung von Spendern und Förderern angewiesen, um ihre wichtige Arbeit fortsetzen zu können. Jeder Beitrag, ob groß oder klein, hilft der Stiftung, Menschen mit Schädelhirntrauma und ihren Angehörigen zu unterstützen.
Beispielhafte Erfolge und Engagements
Die FRIENDS Große Benefiz Küchenparty von Petra und Jörg Leroy war ein voller Erfolg. Unter der Schirmherrschaft des Präsidenten Adel Tawil ging die Küchenparty zugunsten der ZNS-Stiftung in die vierte Runde. Großartige 41.000 Euro sind am Abend selbst und durch Spenden im Vorfeld der Veranstaltung zusammengekommen! Kristine Fredriksson berichtet, wie die ZNS-Stiftung ihr geholfen hat, als ihr 17-jähriger Sohn von einem Balkon über acht Meter in die Tiefe gestürzt war. „Ich wusste sofort, es ist etwas ganz Schreckliches passiert“, sagt Kristine Fredriksson.
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