Der plötzliche Tod von Hannelore Kramm, der Ehefrau des bekannten Schlagersängers Heino, hat viele Menschen bewegt. Nach 44 Jahren der Unzertrennlichkeit muss Heino nun von seiner geliebten Frau Abschied nehmen. Hannelore Kramm verstarb am 8. November im Alter von 81 Jahren. Dieser Artikel beleuchtet die Umstände ihres Todes und gibt Einblicke in ihr Leben.
Der plötzliche Herzstillstand
Hannelore Kramm starb an einem plötzlichen Herzstillstand, wie Heinos Manager Helmut Werner gegenüber bild.de bestätigte. Sie musste demnach nicht lange leiden. Werner berichtete, dass Hannelore zuvor noch ihr Frühstück eingenommen hatte, das ihr ein Hausangestellter gebracht hatte. Kurz darauf erhielt er einen Anruf von ihr, in dem sie sich unwohl fühlte. Als Werner wenige Minuten später eintraf, war Hannelore bereits nicht mehr ansprechbar. Trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche konnte sie nicht gerettet werden.
Stiller Abschied im Sinne Heinos
Die Nachricht von Hannelores Tod wurde erst einige Tage später öffentlich gemacht. Laut Manager Werner war es Heinos ausdrücklicher Wunsch, sich in aller Stille von seiner geliebten Frau verabschieden zu können. Selbst enge Freunde wurden zunächst nicht über den Trauerfall informiert.
Ein Blick zurück auf Hannelore Kramms Leben
Hannelore Kramm war mehr als nur die Ehefrau von Heino. Sie hatte eine eigene erfolgreiche Karriere als Sängerin und Schauspielerin.
Musikalische Anfänge
Bereits als 15-Jährige begann Hannelore Auer, wie sie damals hieß, eine Gesangskarriere in ihrer österreichischen Heimat. Ende 1959 erhielt sie in Deutschland einen Plattenvertrag bei der Electrola.
Lesen Sie auch: Schlaganfall bei Hannelore Hoger?
Erfolg mit "Was in Athen geschah"
Ihre erfolgreichste Single war 1962 "Was in Athen geschah", eine Version des Liedes, die in den deutschen Charts bis auf Platz 32 stieg und sich damit besser platzierte als die Fassung von Nana Mouskouri.
Ehe mit Prinz Alfred Auersperg
1968 heiratete Hannelore die Sängerin und Schauspielerin Prinz Alfred Auersperg, genannt Alfie.
Schicksalhafter Autounfall
1972 erlitt sie einen schweren Autounfall, dessen Spätfolgen sie noch im hohen Alter beeinträchtigt haben sollen.
Begegnung mit Heino
Während der Dreharbeiten zu dem Film "Blau blüht der Enzian" lernten sich Hannelore Auer und Heinz Georg "Heino" Kramm bei der Wahl zur "Miss Austria" in der Kitzbüheler "Tenne" kennen.
Gemeinsame Karriere mit Heino
Heino und Hannelore machten sich als Paar einen Namen. Sie nahmen gemeinsam Musik auf, darunter die Singles "Halt dich fit - wander' mit!" und "Ich will dich nie mehr weinen sehn". 1984 erschien auch ein gemeinsames Album unter dem Titel "Die Liebe ist das Gold des Lebens". Zudem trat Heino gemeinsam mit Hannelore in Fernsehsendungen auf.
Lesen Sie auch: Demenz: Gesellschaftliche Herausforderungen am Beispiel Hannelore Hoger
Hannelore als Heinos Managerin
Hannelore übernahm auch die Rolle der Managerin ihres Mannes.
Gesundheitliche Probleme in der Vergangenheit
Bereits im März musste Hannelore Kramm im Krankenhaus an der Lendenwirbelsäule operiert werden. Grund für den Eingriff war eine Verengung des Rückenmarkkanals in der Wirbelsäule. Sie konnte nicht mehr als 50 Meter schmerzfrei laufen. Gründe für eine sogenannte "lumbale Spinalkanalstenose" gibt es einige: Osteoporose, Bewegungsmangel oder knöcherne Umbauprozesse zählen dazu und können dazu führen, dass sich der Knochenmarkskanal in der Wirbelsäule verengt und auf die dort verlaufenden Nervenbahnen drückt.
Heinos tiefe Trauer
Heino und Hannelore waren seit 1979 verheiratet. Für den Musiker war es die dritte Ehe, für Hannelore die zweite. Heino sagte im März, als Hannelore im Krankenhaus lag: "Ohne Hannelore bin ich doch nur ein halber Mensch". Die beiden Senioren waren unzertrennlich und zogen oft auch beruflich an einem Strang. Insgesamt fünf Alben hat das deutsch-österreichische Schlager-Duo gemeinsam aufgenommen und stand häufig auch gemeinsam auf der Bühne.
Ursachenforschung und Risikofaktoren für plötzlichen Herzstillstand
Ein plötzlicher Herzstillstand (plötzlicher Herztod) ist ein Ereignis, bei dem das Herz plötzlich und unerwartet aufhört zu schlagen. Dies führt zu einem sofortigen Verlust des Bewusstseins und zum Ausbleiben der Atmung. Ohne sofortige Behandlung, wie z.B. eine Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW) und Defibrillation, führt ein plötzlicher Herzstillstand innerhalb weniger Minuten zum Tod.
Ursachen
Die häufigste Ursache für einen plötzlichen Herzstillstand sind Herzrhythmusstörungen, insbesondere ventrikuläre Tachykardie oder Kammerflimmern. Diese Rhythmusstörungen können durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
Lesen Sie auch: Angebote der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung im Überblick
- Koronare Herzkrankheit (KHK): Verengungen der Herzkranzgefäße durch Ablagerungen (Plaques) können zu Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führen und das Risiko für Rhythmusstörungen erhöhen.
- Herzinfarkt: Ein Herzinfarkt, bei dem ein Teil des Herzmuskels abstirbt, kann ebenfalls Rhythmusstörungen verursachen.
- Kardiomyopathien: Erkrankungen des Herzmuskels, wie z.B. eine hypertrophe Kardiomyopathie (Verdickung des Herzmuskels) oder eine dilatative Kardiomyopathie (Erweiterung des Herzmuskels), können die elektrische Stabilität des Herzens beeinträchtigen.
- Herzklappenfehler: Undichte oder verengte Herzklappen können das Herz belasten und das Risiko für Rhythmusstörungen erhöhen.
- Angeborene Herzfehler: Bestimmte angeborene Herzfehler können ebenfalls das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand erhöhen.
- Long-QT-Syndrom: Eine genetisch bedingte Erkrankung, die die elektrische Aktivität des Herzens beeinflusst und das Risiko für gefährliche Rhythmusstörungen erhöht.
- Brugada-Syndrom: Eine weitere genetisch bedingte Erkrankung, die das Risiko für plötzlichen Herztod erhöhen kann.
- Elektrolytstörungen: Ein Ungleichgewicht von Elektrolyten wie Kalium, Magnesium oder Kalzium im Blut kann die elektrische Funktion des Herzens beeinträchtigen.
- Medikamente: Einige Medikamente, wie z.B. bestimmte Antidepressiva, Antipsychotika oder Antibiotika, können das Risiko für Rhythmusstörungen erhöhen.
- Drogenkonsum: Der Konsum von Drogen wie Kokain oder Amphetaminen kann das Herz schädigen und das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand erhöhen.
Risikofaktoren
Verschiedene Faktoren können das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand erhöhen:
- Alter: Das Risiko steigt mit zunehmendem Alter.
- Geschlecht: Männer sind häufiger betroffen als Frauen.
- Vorherige Herzerkrankungen: Personen mit einer bekannten Herzerkrankung, wie z.B. KHK, Herzinfarkt oder Herzinsuffizienz, haben ein erhöhtes Risiko.
- Familienanamnese: Eine familiäre Vorbelastung mit plötzlichem Herztod oder bestimmten Herzerkrankungen kann das Risiko erhöhen.
- Rauchen: Rauchen schädigt die Blutgefäße und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen.
- Bluthochdruck: Unbehandelter Bluthochdruck belastet das Herz und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen.
- Hoher Cholesterinspiegel: Ein hoher Cholesterinspiegel kann zu Ablagerungen in den Blutgefäßen führen und das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.
- Diabetes: Diabetes erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und andere Komplikationen.
- Übergewicht: Übergewicht belastet das Herz und erhöht das Risiko für Herzerkrankungen.
- Bewegungsmangel: Regelmäßige körperliche Aktivität kann das Herz stärken und das Risiko für Herzerkrankungen senken.
- Stress: Chronischer Stress kann das Herz belasten und das Risiko für Herzerkrankungen erhöhen.
Prävention
Es gibt verschiedene Maßnahmen, die dazu beitragen können, das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand zu senken:
- Gesunder Lebensstil: Ein gesunder Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, regelmäßiger körperlicher Aktivität und dem Verzicht auf Rauchen kann das Herz stärken und das Risiko für Herzerkrankungen senken.
- Kontrolle der Risikofaktoren: Die Kontrolle von Risikofaktoren wie Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel und Diabetes kann das Risiko für Herzerkrankungen senken.
- Regelmäßige ärztliche Untersuchungen: Regelmäßige ärztliche Untersuchungen können helfen, Herzerkrankungen frühzeitig zu erkennen und zu behandeln.
- Implantierbarer Kardioverter-Defibrillator (ICD): Ein ICD ist ein kleines Gerät, das unter die Haut implantiert wird und das Herz kontinuierlich überwacht. Bei gefährlichen Rhythmusstörungen gibt der ICD automatisch einen elektrischen Schock ab, um das Herz wieder in den normalen Rhythmus zu bringen. Ein ICD kann lebensrettend sein für Personen mit einem hohen Risiko für plötzlichen Herztod.
- Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW): Es ist wichtig, dass möglichst viele Menschen die Grundlagen der HLW beherrschen. Im Falle eines plötzlichen Herzstillstands kann eine sofortige HLW die Überlebenschancen deutlich erhöhen, bis professionelle Hilfe eintrifft.
Fazit
Der plötzliche Herzstillstand von Hannelore Kramm ist ein tragisches Ereignis, das viele Fragen aufwirft. Obwohl die genauen Ursachen in ihrem Fall nicht bekannt sind, ist es wichtig, sich der Risikofaktoren bewusst zu sein und Maßnahmen zur Prävention zu ergreifen. Ein gesunder Lebensstil, die Kontrolle von Risikofaktoren und regelmäßige ärztliche Untersuchungen können dazu beitragen, das Risiko für einen plötzlichen Herzstillstand zu senken.
tags: #hannelore #kramm #schlaganfall