Einleitung
Neuropathie, eine Erkrankung des peripheren Nervensystems, kann erhebliche Schmerzen und Funktionsstörungen verursachen. Die Suche nach wirksamen Behandlungsmethoden ist daher von großer Bedeutung. Akupunktur, eine traditionelle chinesische Behandlungsmethode, wird zunehmend als eine mögliche Therapieoption bei Neuropathie in Betracht gezogen. Dieser Artikel beleuchtet die Anwendung und potenziellen Vorteile der Akupunktur bei der Behandlung von Neuropathie, insbesondere im Kontext der neurologischen Versorgung in Hanau und darüber hinaus.
Was ist Neuropathie?
Polyneuropathie betrifft das periphere Nervensystem, welches alle Nerven umfasst, die außerhalb des Rückenmarks und Gehirns liegen. Häufig ist eine Polyneuropathie die Folge einer bereits bestehenden Erkrankung. Hierbei existiert eine Vielzahl möglicher Ursachen. Neurologische Erkrankungen äußern sich in vielfältigen Symptomen. So vielfältig wie die Symptomatik sind auch die Krankheitsbilder: Die Bandbreite reicht von chronischem Kopfschmerz über Hirnblutungen, Schlaganfall, Hirnhautentzündung oder Hirntumor bis hin zu neurodegenerativen Erkrankungen wie beispielsweise Morbus Parkinson oder der Alzheimer-Krankheit. Hinzu kommen verschiedenartige Störungen des peripheren Nervensystems, wie Polyneuropathie oder Muskelerkrankungen.
Neurologische Rehabilitation: Ein ganzheitlicher Ansatz
MEDIAN bietet erstklassige Versorgung in allen neurologischen Rehabilitationsphasen, von der Frührehabilitation bis zur beruflichen Wiedereingliederung. Jedes Jahr setzen über 20.000 Patienten mit neurologischen Erkrankungen ihr Vertrauen in die Rehabilitationskliniken von MEDIAN. Als einer der führenden Anbieter in der neurologischen Reha deckt MEDIAN alle Phasen der neurologischen Rehabilitation ab: von der Frührehabilitation über die Anschlussheilbehandlung bis hin zur beruflichen Reintegration.
Innerhalb der neurologischen Frührehabilitation haben spezialisierte neurologische Abteilungen die Kapazität, Patienten unmittelbar nach ihrer Akutversorgung im Krankenhaus aufzunehmen. Dies wird durch topmoderne neurologische Stationen auf Intensivniveau ermöglicht, die darauf spezialisiert sind, Patienten zu betreuen, die sich in einem überwachungspflichtigen Zustand befinden und frühzeitig in Rehabilitationskliniken verlegt werden.
Das primäre Ziel der neurologischen Rehabilitation ist die bestmögliche Wiederherstellung der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit der Patienten. Der Schwerpunkt liegt auf der Behandlung schwerwiegender neurologischer Erkrankungen wie Schlaganfälle, Hirnblutungen und Schädel-Hirnverletzungen, welche häufig tiefgreifende Auswirkungen auf das Leben der Patienten haben, bis hin zum Verlust essenzieller Funktionen.
Lesen Sie auch: Polyneuropathie: Integrative Behandlung mit Akupunktur
Der Fokus liegt auf der Frühintervention: Je früher die Rehabilitation beginnt, desto vielversprechender ist die Genesungsprognose. Durch die Möglichkeiten der neurologischen Frührehabilitation beginnen die rehabilitativen Maßnahmen bereits in der Beatmungsphase, also noch bevor die Entwöhnung von der Beatmung abgeschlossen ist. Dies maximiert die Chancen für Patienten, insbesondere für Schwerstbetroffene, auf eine Rückkehr in ein unabhängiges Leben nach einer solchen einschneidenden Erkrankung.
Alle Patienten profitieren von einer intensiven Betreuung durch ein multidisziplinäres Team aus Ärzten, Neuropsychologen, spezialisiertem Pflegepersonal und Therapeuten. Die Behandlung orientiert sich am Phasenmodell der neurologischen Rehabilitation und ist stets individuell zugeschnitten. Die phasenübergreifende, oftmals langanhaltende Betreuung ist durch den intensiven Kontakt zwischen dem Team und den Patienten geprägt. Ein weiteres Schlüsselelement ist die enge Kooperation mit den Angehörigen des Patienten, die eine immense Rolle in dessen Genesung spielen.
MEDIAN schafft optimale Behandlungsbedingungen für die neuroligische Rehabilitation durch den Einsatz modernster Technik, intensiver Therapiemaßnahmen und nachhaltig erprobter Behandlungskonzepte. Das endgülige Ziel der neurologischen Reha ist die Entlassung in den Alltag - ein so selbstständiges Leben, wie möglich zu führen! In einigen Fällen können Patienten nicht direkt in ihr gewohntes Umfeld zurückkehren und benötigen alternative Wohnmöglichkeiten. Für andere wiederum könnte eine Neuausrichtung ihrer beruflichen Laufbahn notwendig sein. MEDIAN bietet in solchen Situationen intensive Unterstützung, insbesondere durch das engagierte Sozialdienstteam. Dieses Team arbeitet Hand in Hand mit Ärzten, Pflegekräften und Therapeuten, um sicherzustellen, dass sowohl Patienten als auch ihre Angehörigen umfassend beraten werden. Durch diese frühzeitige und gezielte Unterstützung wird der Erfolg der Rehabilitation auch nach dem Aufenthalt in der Rehabilitationsklinik weiterhin gewährleistet.
Phasen der neurologischen Rehabilitation
Die neurologische Rehabilitation ist in verschiedene Phasen unterteilt, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Patienten gerecht zu werden:
- Phase A: Akutphase: Sicherung lebenswichtiger Körperfunktionen (Atmung, Kreislauf, etc.).
- Phase B: Frührehabilitation: Intensivmedizinische Betreuung (permanente Überwachung, Stabilisierung Herz, Kreislauf und Atmung).
- Phase C: Postprimäre Rehabilitation: Wiedergewinnen von Alltagsfähigkeiten (Essen, Anziehen, etc.), Förderung der Beweglichkeit.
- Phase D: Anschlussheilbehandlung (AHB): Steigerung der Alltagsfähigkeiten: eine weitgehende Selbstständigkeit soll ermöglicht werden.
- Phase E: Soziale und berufliche Wiedereingliederung: Patient ist weitgehend selbstständig. Maßnahmen zur Wiedereingliederung.
- Phase F: Zustandserhaltende Pflege: Patient bleibt aufgrund fehlender Rückbildungstendenz dauerhaft auf Hilfe angewiesen.
Indikationen für neurologische Reha
Die neurologische Rehabilitation ist indiziert bei verschiedenen Erkrankungen, darunter:
Lesen Sie auch: Überblick: Akupunktur zur Linderung von Epilepsie
- Parkinson-Krankheit
- Schlaganfall
- Koma / Wachkoma
- Multiple Sklerose (MS)
- Restless-Legs-Syndrom
- Epilepsie
- Neurodegenerative Erkrankungen (Demenz, Parkinson, Huntington)
- Polyneuropathie
- Hirntumor
Akupunktur: Ein ganzheitlicher Ansatz zur Schmerzlinderung
Akupunktur ist eine traditionelle chinesische Behandlungsmethode, bei der dünne Nadeln an bestimmten Punkten des Körpers platziert werden. Diese Punkte liegen auf sogenannten Meridianen, durch die die Lebensenergie Qi fließt. Durch die Stimulation dieser Punkte soll der Energiefluss harmonisiert und Blockaden gelöst werden. Die Akupunktur wird seit Jahrhunderten zur Behandlung verschiedener Beschwerden eingesetzt, darunter auch Schmerzen.
In der Praxis für Ganzheitliche Neurologie wird die Akupunktur als Ergänzung zur schulmedizinischen Behandlung angeboten. Hierbei verfolgt man einen ganzheitlichen Ansatz, um den Menschen in der Gesamtheit seiner physischen und psychischen Vorgänge zu begreifen und so die Symptome besser verstehen zu können. Auch bei der Wahl der geeigneten Therapie hilft es, alle diese Aspekte mit einzubeziehen. Daher wird die schulmedizinische neurologische Behandlung ergänzt um alternative Behandlungsverfahren, zum Beispiel Sport, Yoga und Akupunktur.
Formen der Akupunktur
Neben der klassischen Körperakupunktur gibt es weitere Formen der Akupunktur, die in der Behandlung von Neuropathie eingesetzt werden können:
- Ohrakupunktur: Bei der Ohrakupunktur werden Nadeln oder Dauernadeln in bestimmte Punkte am Ohr gesetzt. Das Ohr wird als Mikrosystem des Körpers betrachtet, wobei jeder Punkt einem bestimmten Organ oder Körperteil entspricht.
- Schädelakupunktur nach Yamamoto (YNSA): YNSA ist eine relativ neue Form der Akupunktur, bei der Punkte am Schädel stimuliert werden. Sie wird häufig bei neurologischen Erkrankungen eingesetzt.
Wie wirkt Akupunktur bei Neuropathie?
Die genauen Wirkmechanismen der Akupunktur sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird jedoch angenommen, dass die Stimulation der Akupunkturpunkte verschiedene physiologische Prozesse im Körper auslösen kann, darunter:
- Freisetzung von Endorphinen: Endorphine sind körpereigene Schmerzmittel, die eine schmerzlindernde Wirkung haben können.
- Verbesserung der Durchblutung: Die Stimulation der Akupunkturpunkte kann die Durchblutung verbessern, was die Versorgung der Nerven mit Sauerstoff und Nährstoffen fördern kann.
- Reduktion von Entzündungen: Akupunktur kann entzündungshemmende Effekte haben, was bei neuropathischen Schmerzen von Vorteil sein kann.
- Beeinflussung des Nervensystems: Akupunktur kann das Nervensystem beeinflussen und die Schmerzwahrnehmung modulieren.
Ablauf einer Akupunkturbehandlung
Bei der Akupunktur werden dünne Nadeln an bestimmte Punkte des Körpers gesetzt und für ca. 25-30 Minuten an diesen Stellen belassen, während der Patient sich auf einer Liege entspannt. Die Quelle der Gesundheit ist innere Harmonie, Harmonie mit der Natur und dem Umfeld. Jeder Mensch ist in seiner Komplexität und in der Vielzahl der körperlichen, seelischen und kognitiven Vorgänge einzigartig. Und da Gesundheit aus dem ungestörten und harmonischen Zusammenspiel dieser Vorgänge resultiert, sollte jede Erkrankung ganzheitlich betrachtet werden. Insbesondere bei neurologischen Krankheiten reicht es häufig nicht aus, sich auf das momentane Krankheitssymptom zu beschränken. Der betroffene Mensch ist in seiner körperlichen Gesamtheit zu sehen. Dabei spielen neben den aktuellen Symptomen auch das körperliche und seelische Wohlbefinden, etwaige Vorerkrankungen und Belastungsfaktoren eine Rolle.
Lesen Sie auch: Hilft Akupunktur bei Polyneuropathie?
Neurologische Versorgung in Hanau und Umgebung
In der gut erreichbaren, zentral gelegenen Praxis in Darmstadt und dem Kreis Darmstadt-Dieburg wird eine umfassende ambulante Versorgung hauptsächlich von Patienten mit neurologischen Erkrankungen angeboten. Die Patienten werden sorgfältig und auf hohem medizinischen Niveau behandelt. Neben einer eingehenden Anamnese und körperlichen Untersuchung gehören moderne Diagnostik-Verfahren sowie eine individuell abgestimmte Therapie zum Leistungsumfang im neurologischen Fachgebiet.
Die Aufnahme der Anamnese geschieht durch ein ausführliches Gespräch, bei dem die medizinische Vorgeschichte, die aktuellen Beschwerden und ergänzende Hinweise zur Lebensgeschichte bereits wesentliche Hinweise zur Ursache der Erkrankung liefern. Die Erkenntnisse hieraus werden dann bei Bedarf durch Laboruntersuchungen oder technische Untersuchungen ergänzt, die einzelne Leistungen des Nervensystems testen.
Diagnostische Verfahren
Zur neurologischen Diagnostik gehören verschiedene Verfahren, darunter:
- Duplexsonografie der hirnversorgenden Arterien (FECD/FTCD): Bei dieser Untersuchung werden die Arterien, die das Gehirn mit Blut versorgen, mit Ultraschall dargestellt. So können die Gefäße sicher und schmerzfrei auf Verengungen und Verschlüsse hin überprüft werden.
- Elektroencephalografie (EEG): Beim EEG werden die Hirnströme mit Oberflächenelektroden, die mit einer Art Netz und etwas Gel auf der Kopfhaut platziert werden, abgeleitet. Die Ableitung dauert ca. 20 Minuten und ist schmerzfrei.
- Elektroneurografie (ENG): Bei der Elektroneurografie wird mittels elektrischer Reizströme die Funktion der Nerven überprüft. Der hierbei eingesetzte Reizstrom ist in Spannung und Stromstärke komplett ungefährlich. Die Untersuchungen werden zum Beispiel zur Abklärung von Lähmungserscheinungen und Missempfindungen eingesetzt. Durch eine dünne Nadelelektrode kann aus dem untersuchten Muskel Aufschluss auf seine nervale Versorgung und Funktionsfähigkeit erzielt werden. Über definierten Nervenpunkten verabreichte elektrische Impulse führen zu Antwortpotentialen, die mit Hilfe von Oberflächenelektroden über Muskeln oder Nervenstämmen abgeleitet und im Untersuchungsgerät registriert werden.
- Evozierte Potentiale (EP): Bei dieser Untersuchungstechnik werden bestimmte Bereiche des Nervensystems überprüft. Zum Beispiel kann die Funktion der Seh- und Hörbahn oder der sensiblen Rückenmarksbahnen geprüft werden. Hierbei werden leichte, völlig ungefährliche Reizströme angelegt und mittels kleiner Akupunkturnadeln abgeleitet.
Weitere Leistungen
Neben der Akupunktur werden in der neurologischen Praxis weitere Leistungen angeboten, darunter:
- Behandlung von Kopfschmerzen
- Behandlung von Schmerzen
- Behandlung von Epilepsie
- Behandlung von Parkinson
- Behandlung von Erkrankungen peripherer Nerven
- Behandlung von Schwindel
- Behandlung von Multipler Sklerose
- Behandlung von Demenz
- Behandlung von Schlaganfall
- Behandlung von Schlafstörungen, Aufmerksamkeits- und Konzentrationsstörungen, Tinnitus und psychosomatischen Symptomen
Die Rolle der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM)
Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) betrachtet den Menschen als eine Einheit von Körper, Geist und Seele. Ziel der TCM ist es, das Gleichgewicht im Körper wiederherzustellen und die Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Neben der Akupunktur umfasst die TCM weitere Behandlungsmethoden, wie z.B. die chinesische Arzneimitteltherapie, die Ernährungslehre und die Bewegungstherapie (z.B. Qigong und Tai-Chi).
Dysbiosen - Ungleichgewichte der Darmflora - beeinflussen nicht nur den Verdauungstrakt, sondern können den gesamten Organismus aus dem Gleichgewicht bringen. So kann man unter anderem Patient*innen mit Allergie, Erschöpfung, Fazialisparese, Konzentrationsproblemen, Schmerzen, Stimmungsschwankungen, Stress, Magen-Darm-Problemen und Migräne ganzheitlich unterstüzen.
Ganzheitliche Betrachtung und individuelle Therapie
Jeder Mensch ist in seiner Komplexität und in der Vielzahl der körperlichen, seelischen und kognitiven Vorgänge einzigartig. Und da Gesundheit aus dem ungestörten und harmonischen Zusammenspiel dieser Vorgänge resultiert, sollte jede Erkrankung ganzheitlich betrachtet werden. Insbesondere bei neurologischen Krankheiten reicht es häufig nicht aus, sich auf das momentane Krankheitssymptom zu beschränken. Der betroffene Mensch ist in seiner körperlichen Gesamtheit zu sehen. Dabei spielen neben den aktuellen Symptomen auch das körperliche und seelische Wohlbefinden, etwaige Vorerkrankungen und Belastungsfaktoren eine Rolle.
tags: #akupunktur #neuropathie #behandlung #hanau