Aluminium im Gehirn und Taubheitsgefühl in den Füßen: Ursachen und Zusammenhänge

Aluminium, ein Leichtmetall, und andere Schwermetalle stehen im Verdacht, vielfältige gesundheitliche Probleme auszulösen. Dieser Artikel beleuchtet die potenziellen Ursachen für Aluminiumansammlungen im Gehirn und Taubheitsgefühle in den Füßen, wobei auch andere Schwermetalle und deren Auswirkungen auf den Körper berücksichtigt werden.

Einführung

Die Belastung durch Schwermetalle ist ein wachsendes Problem in unserer modernen Welt. Ob in Lebensmitteln, Trinkwasser oder Kosmetika - Schwermetalle sind allgegenwärtig und können sich im Körper ansammeln. Dies kann zu einer Vielzahl von gesundheitlichen Problemen führen, von unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit und Kopfschmerzen bis hin zu schweren neurologischen Erkrankungen. Besonders besorgniserregend ist die potenzielle Verbindung zwischen Aluminium und neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer.Taubheitsgefühle in den Füßen können verschiedene Ursachen haben, darunter auch die Einwirkung von Schwermetallen.

Schwermetalle und ihre Quellen

Schwermetalle sind natürliche Bestandteile der Erdkruste, gelangen aber auch durch industrielle Emissionen, Autoabgase und den Einsatz von Pestiziden in die Umwelt. Da sie kaum abgebaut werden können, reichern sie sich in Pflanzen, Tieren und Meerestieren an und gelangen so in die Nahrungskette. Menschen können auf verschiedene Weise mit Schwermetallen in Kontakt kommen:

  • Lebensmittel: Belastete Lebensmittel wie Speisepilze, Meeresfrüchte, Innereien, Ölsaaten und Blattgemüse können Schwermetalle enthalten.
  • Trinkwasser: Kontaminiertes Trinkwasser kann eine Quelle für Schwermetalle sein.
  • Atemwege: Das Einatmen metallhaltiger Stäube, Passivrauchen usw. kann zur Aufnahme von Schwermetallen führen.
  • Hautkontakt: Kosmetika, die anorganische Pigmente enthalten, können Schwermetalle freisetzen.
  • Medikamente: Einige Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel können Schwermetalle enthalten.
  • Zahnfüllungen: Amalgamfüllungen setzen Quecksilber frei.

Auswirkungen von Schwermetallen auf den Körper

Werden dem Körper immer wieder Partikel dieser Schadstoffe zugeführt, sammeln sie sich in seinen Geweben und Organen an und werden mit der Zeit zu einer immer größeren Belastung für den Organismus - bis eines Tages erste Symptome auftreten, die auf schwerwiegende Störungen hinweisen. Eine chronische Schwermetallbelastung macht sich oft erst nach einigen Wochen, Monaten oder gar Jahren bemerkbar. Häufige Beschwerden sind z.B. Schwindel, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Abgeschlagenheit, chronische Müdigkeit, Erschöpfung, Schlafstörungen, Gedächtnis- bzw. Konzentrationsstörungen, Depressionen und/oder Infektanfälligkeit und die Neigung zu Allergien. Da diese eher unspezifischen Symptome auch andere krankhafte Ursachen haben können, denkt man oft erst einmal nicht daran, dass sie eine Reaktion des Körpers auf eine Belastung durch Metalle sein könnten.

Schwermetalle können sich direkt in die Zellen der Organe, Nerven und Gewebe einlagern, oxidativen Stress erzeugen, den Zellstoffwechsel stören, die Strukturen der Zellen schädigen und die Funktion der Mitochondrien (Energiekraftwerke des Körpers) einschränken. Zudem beeinträchtigen Schwermetalle den Stoffwechsel und das Immunsystem. Während der Körper manche Schwermetalle wie Eisen, Kupfer oder Zink für seine verschiedenen Funktionen benötigt, sind andere Schwermetalle wie Blei, Cadmium oder Quecksilber für ihn giftig und können verschiedenste Erkrankungen hervorrufen: von Leber- und Nierenschäden, einer Immunschwäche, einem Nährstoffmangel und/oder Störungen der verschiedenen Stoffwechselwege bis hin zu chronischen Entzündungskrankheiten bzw. Da viele Schwermetalle das Erbgut verändern, gelten sie außerdem als krebserzeugend.

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Jeder Organismus geht individuell mit einer Schwermetallbelastung um, und manche Menschen reagieren früher und heftiger als andere. Auch das Alter spielt eine Rolle: Bei Säuglingen, Kleinkindern und Kindern können schon geringe Mengen an Schwermetallkonzentrationen im Körper ausreichen, um bei ihnen schwere Symptome hervorzurufen.

Einige spezifische Auswirkungen von Schwermetallen sind:

  • Aluminium: Kann das Nervensystem, die Knochen und die Nieren schädigen. Sehr große Mengen können zu irreparablen Schädigungen im Gehirn führen und Demenz auslösen.
  • Blei: Kann Blutarmut, Bluthochdruck, Knochen- und Gelenkschmerzen sowie eine eingeschränkte Nierenfunktion verursachen. Bei Kindern kann es zu Verhaltensauffälligkeiten und einer Verzögerung der geistigen Entwicklung kommen.
  • Cadmium: Kann Nierenschäden, Knochenschäden und Herz-Kreislauf-Probleme verursachen.
  • Quecksilber: Kann neurologische Symptome wie Gedächtnislücken, Muskelzucken und Koordinationsprobleme verursachen.

Aluminium und das Gehirn

Aluminium steht seit langem im Verdacht, eine Rolle bei der Entstehung von Alzheimer zu spielen. Studien deuten darauf hin, dass Aluminium Entzündungen im Gehirn fördern und Nervenzellen absterben lassen kann. Eine langfristig hohe Zufuhr von Aluminium schädigt laut Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) das Nervensystem, die Knochen und die Nieren. Es kann Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen und Stimmungsschwankungen verursachen.

Schwermetalle und Polyneuropathie (Taubheitsgefühl in den Füßen)

Im Beipackzettel Schwermetall-haltiger Chemotherapeutika wie z.B. Cisplatin, oder Carboplatin ist die Nebenwirkung Polyneuropathie beschrieben. Es ist also bekannt, dass Schwermetallverbindungen Nervengewebe schädigen können. Deshalb sind alle toxischen Metallionen wie z.B. Quecksilber, Blei, Cadmium, Arsen, Aluminium usw. auch im verdacht Polyneuropathie auszulösen. Die Nervenschädigungen sind sowohl an den Zellmembranen, dem Myelin, als auch in den Mitochondrien der Nervenzellen nachweisbar. Auch chemische Zellgifte, wie z.B. Formaldehyd, Isopropylalkohole oder Benzolverbindungen stehen unter Verdacht. Aber auch Medikamente oder stark nitratbelastete Lebensmittel stehn unter Verdacht. Oft sind Defizide an B-Vitaminen und Mineralien nachweisbar.

Arsen kann ebenfalls Taubheitsgefühle in Händen und Füßen verursachen. Eine Studie zeigte, dass bei über 80 % der untersuchten Patienten mit chronischer Arsenbelastung Kribbeln oder Taubheit in Armen und Beinen auftraten.

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Diagnose einer Schwermetallbelastung

Da die Symptome einer Schwermetallbelastung oft unspezifisch sind, lässt sich eine eindeutige Diagnose letztlich nur mithilfe einer Laboruntersuchung ermitteln. Es ist möglich, erhöhte Konzentrationen eines Schwermetalls im (Voll-)Blut und/oder im (24-Stunden-Sammel-)Urin direkt nachzuweisen. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass sich anhand auffälliger Blut- oder Urinwerte nur eine akute Belastung sicher diagnostizieren lässt, nicht aber, wie lange die Belastung schon besteht bzw. ob und in welchem Umfang sich Schwermetalle bereits im Gewebe eingelagert haben. Deshalb plädieren sie für ergänzende Untersuchungen wie eine Analyse von Haar- und Fingernagelproben, die eine chronische Schwermetallbelastung besser abbilden können.

Eine weitere Möglichkeit ist der sogenannte Mobilisationstest (Provokationstest), bei dem ein Chelatbildner (Chelator) oder eine Kombination von verschiedenen Chelatoren (z.B. per Infusion) verabreicht wird. Diese Chelatbildner, die in der Medizin auch zu therapeutischen Zwecken bei einer Belastung mit Schwermetallen bzw. bei akuten Vergiftungen mit Schwermetallen eingesetzt werden, lösen Schwermetalle aus dem Gewebe und leiten sie über die Nieren aus, sodass sie im Urin nachweisbar sind. Auch die Analyse einer Gewebeprobe im Rahmen einer Biopsie, etwa aus Leber oder einer Niere, gehört zu den diagnostischen Methoden zum Nachweis einer Schwermetallbelastung. Gegebenenfalls sind weiterführende Untersuchungen zur endgültigen Diagnose notwendig, z.B. die Messung der Leber- und Nierenwerte zur Beurteilung der Organfunktion- und Entgiftungskapazität, die Bestimmung von Entgiftungsenzymen zur Bewertung der individuellen Entgiftungsleistung oder der Nachweis von größeren Mengen an Porphyrinen im Urin, der auf eine Schwermetallbelastung, etwa mit Arsen, Quecksilber oder Blei, hinweisen kann. Als Schwermetallvergiftung wird eine massive gesundheitliche Beeinträchtigung durch eine übermäßige Aufnahme von Schwermetallen bezeichnet.

Behandlung und Ausleitung von Schwermetallen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Körper von Schwermetallen zu befreien. Im Vordergrund der Behandlung stehen Substanzen, die die Fähigkeit haben, Schwermetalle aus den Geweben und Organen zu extrahieren, sie an sich zu binden und dann aus dem Körper auszuleiten. Hierfür kommen z.B. sogenannte Chelatbildner oder Chelatoren in Betracht: entweder chemisch hergestellte Substanzen wie Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) oder Ethylendiamintetraessigsäure (EDTA) oder natürliche Chelatbildner. Zu den bekanntesten natürlichen Chelatoren gehören z.B. die Süßwasseralge Chlorella oder die Mineralerden Bentonit und Zeolith, die auch als standardisiert.

Weitere unterstützende Maßnahmen sind:

  • Ernährungsumstellung: Eine ausgewogene und nährstoffreiche Ernährung spielt eine wichtige Rolle bei der Unterstützung der körpereigenen Entgiftungsfunktion. Vermeiden Sie belastete Lebensmittel und bevorzugen Sie frische, unverarbeitete Produkte.
  • Nahrungsergänzungsmittel: Bestimmte Nährstoffe können die Ausleitung von Schwermetallen unterstützen. Dazu gehören Silizium, Magnesium, Zink, Selen, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure.
  • Silizium: "Silizium ist ein natürliches Gegenmittel für Aluminium". Die Aluminium-Ausscheidung stieg signifikant - bei Frauen stärker als bei Männern.
  • Zeolith: Hilft dabei, Aluminium auszuleiten.
  • Magnesium: Aluminium - auch wenn es in der Nahrung oder dem Wasser ist - nicht resorbiert wird, wenn in der Nahrung (oder dem Wasser) genügend Magnesium enthalten ist.
  • Zink: Bei Dialyse-Patienten die Einnahme von Zink zu einem reduzierten Aluminiumspiegel führte.
  • Selen und Vitamin E: So reduziert Aluminium beispielsweise in der Milz die Zahl und die Qualität einer Gruppe bestimmter Abwehrzellen, den sog. Selen ist heutzutage nur noch in Paranüssen in nennenswerten Dosen enthalten, kann aber auch vorübergehend leicht mit Hilfe von organischem Selen eingenommen werden, z. B. Vitamin E hingegen findet sich reichlich in Nüssen, Saaten und pflanzlichen Ölen und Fetten.
  • Apfelpektin: Apfelpektin wird üblicherweise als Geliermittel benutzt und ist im Handel frei erhältlich. Reich an Pektinen sind auch Rote Rüben, Radieschen, Karotten, Paprika, Kürbis, Auberginen, Äpfel, Aprikosen, Quitten, Kirschen, Pflaumen, Birnen, Sanddorn und die Schalen von Zitrusfrüchten.
  • Vitamin C: Vitamin C ist einer der wichtigsten Radiakalfänger, macht also aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen unschädlich und regt das körpereigene Entgiftungssystem an.
  • Apfelsäure: Apfelsäure ist natürlicherweise in Äpfeln enthalten, aber auch in vielen anderen Früchten - und dabei in höheren Mengen als in Äpfeln, z. B.
  • Entgiftungsorgane unterstützen: Unterstützen Sie die Funktion von Leber und Nieren durch ausreichend Flüssigkeitszufuhr, Nieren-Blasen-Tees und Mariendistelpräparate.
  • Darmgesundheit fördern: Eine gesunde Darmflora ist wichtig für die Entgiftung. Probiotische Darmbakterien können bei der Ausleitung von Schwermetallen helfen.

Weitere mögliche Ursachen für Taubheitsgefühle in den Füßen

Es ist wichtig zu beachten, dass Taubheitsgefühle in den Füßen auch andere Ursachen haben können, wie z.B.:

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  • Multiple Sklerose (MS): Eine chronisch-entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems, die zu Nervenschäden und vielfältigen Symptomen führen kann, darunter Taubheitsgefühle.
  • Borreliose: Eine Infektionskrankheit, die durch Zecken übertragen wird und neurologische Symptome wie Taubheitsgefühle verursachen kann.
  • Durchblutungsstörungen: Eine eingeschränkte Durchblutung der Beine kann ebenfalls zu Taubheitsgefühlen führen.
  • Diabetes: Nervenschäden durch hohen Blutzucker können Taubheitsgefühle verursachen.
  • Vitamin-B12-Mangel: Ein Mangel an Vitamin B12 kann neurologische Symptome verursachen.

Prävention

Um einer Schwermetallbelastung vorzubeugen, können folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Vermeidung von belasteten Lebensmitteln: Achten Sie auf die Herkunft Ihrer Lebensmittel und vermeiden Sie Produkte aus stark belasteten Regionen.
  • Trinkwasserqualität prüfen: Lassen Sie Ihr Trinkwasser regelmäßig auf Schwermetalle testen.
  • Kosmetika überprüfen: Verwenden Sie Naturkosmetik ohne anorganische Pigmente.
  • Rauchverzicht: Vermeiden Sie das Rauchen und Passivrauchen.
  • Arbeitsplatzsicherheit: Achten Sie auf ausreichenden Schutz bei der Arbeit mit Schwermetallen.

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