Die alternde Gesellschaft stellt uns vor große Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Pflege. In Deutschland sind schätzungsweise 1,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Umso wichtiger ist es, Betroffene bestmöglich zu unterstützen und zu versorgen. Da neun von zehn Pflegebedürftigen zu Hause betreut werden, kommt den pflegenden Angehörigen eine Schlüsselrolle zu. Wie können sie diese Aufgabe meistern und wie kann das Pflegesystem verbessert werden, damit alle Menschen in Würde altern können? Lernvideos können hier eine wertvolle Ergänzung zu Schulungskursen darstellen, indem sie Theorie und Praxis verbinden und einen schnellen Überblick über einzelne Themen ermöglichen.
Demenz verstehen: Die Herausforderung für Betroffene und Angehörige
Menschen mit Demenz haben zunehmend Schwierigkeiten, sich zu erinnern, neue Erfahrungen aufzunehmen und sich räumlich und zeitlich zu orientieren. Die Alzheimer-Krankheit ist die häufigste Ursache für Demenz in den westlichen Ländern. Erste Veränderungen im Gehirn können bereits Jahrzehnte vor den ersten Symptomen auftreten. Der Verlauf der Alzheimer-Erkrankung kann bis zu 20 Jahre dauern und ist meist von stetiger Verschlechterung geprägt. Neben Alzheimer gibt es weitere Demenzformen wie die Lewy-Körperchen-Demenz, die sich durch starke Schwankungen der Wachheit, Sinnestäuschungen und Bewegungsstörungen äußern kann.
Die Diagnose Demenz ist für Betroffene und Angehörige gleichermaßen erschütternd und wirft viele Fragen auf. Die häusliche Pflege stellt die Angehörigen vor große Herausforderungen. Wer sich jedoch intensiv mit der Erkrankung auseinandersetzt, kann viele Fragen beantworten und neue Möglichkeiten entdecken, die den Alltag erleichtern. Beratungsangebote wie Demenzsprechstunden, Schulungskurse, Selbsthilfegruppen und Pflegestützpunkte stehen zur Verfügung.
Lernvideos als Schlüssel zur besseren Betreuung
Mit Videos kann man sehr gut Theorie und Praxis verbinden, dieses „Lernen am Modell“ ist besonders effizient und man erhält zu einzelnen Themen sehr schnell einen Überblick. Lernvideos zum Thema Demenz sind eine wertvolle Ergänzung zu Schulungskursen. Im Internet finden sich zahlreiche Lernvideos, doch welche sind wirklich hilfreich?
Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft
Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. hat im Jahr 2000 die Schulungsreihe „Hilfe beim Helfen“ entwickelt, die 2015 komplett überarbeitet und seitdem regelmäßig aktualisiert wurde. Die Schwerpunkte liegen auf Kommunikation und Umgang mit Menschen mit Demenz. Ergänzend dazu wurden fünf Filme gedreht, die sehr nah am Alltagserleben der Angehörigen ansetzen. Sie stellen eine gute Möglichkeit dar, eigenes Verhalten zu reflektieren und gemeinsam in der Gruppe nach neuen Lösungswegen zu suchen.
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Das Schulungsprogramm „Hilfe beim Helfen“ ist ein interaktives Seminarprogramm und umfasst acht Module. Es soll Moderierenden und Kursleitungen ermöglichen, Schulungen für pflegende Angehörige vor Ort durchzuführen. „Hilfe beim Helfen“ stellt für alle acht Module Präsentationsfolien und begleitende Texte bereit. Mit drei Filmen werden alltägliche Situationen dargestellt:
- Der Gang zur ärztlichen Untersuchung I und II
- Beim Abendessen I und II
- Meine Geldbörse ist weg I und II
Der erste Teil jedes Films zeigt Situationen, in denen es zu Kommunikationsschwierigkeiten kommt. Im zweiten Teil werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Kommunikation verbessert werden kann. Für alle Themen stehen Folien und Manual zur Verfügung.
Zusätzliche Schulungsfilme
Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend konnten 2019 zwei zusätzliche Schulungsfilme erstellt werden, die Teil der aktuellen Fassung der Schulungsreihe sind.
Themen und Inhalte von Lernvideos zur Alzheimer-Demenz
Lernvideos decken ein breites Spektrum an Themen ab, die für die Betreuung von Menschen mit Demenz relevant sind. Dazu gehören:
- Demenzerkrankungen im Überblick: Videos wie jene zur Alzheimer-Demenz und Lewy-Körperchen-Demenz bieten grundlegende Informationen zu den verschiedenen Demenzformen, ihren Ursachen und Symptomen.
- Einblicke in den Pflegealltag: Der Film „Ein Tag im Leben von Theo“ zeigt einfühlsam den Pflegealltag mit einem an Alzheimer erkrankten Mann und seiner pflegenden Ehefrau.
- Umgang und Kommunikation: Videos zur Integrativen Validation nach Richard vermitteln Strategien, um auf die Welt von Menschen mit Demenz einzugehen und ihre Bedürfnisse zu verstehen. Marte Meo-Ansätze zeigen, wie man wieder in Kontakt mit den Betroffenen treten kann.
- Alltagsgestaltung: Lernvideos geben Anregungen, wie der Alltag mit Menschen mit Demenz gestaltet werden kann, welche Beschäftigungen Spaß machen und wie Fähigkeiten gefördert werden können. Die App der Deutschen Alzheimer Gesellschaft „Alzheimer & YOU - den Alltag aktiv gestalten“ bietet zusätzliche Tipps zur Alltagsgestaltung.
- Herausforderndes Verhalten: Videos zum AOK Pflegecoach und Demenzworld helfen, veränderte Verhaltensweisen von Menschen mit Demenz besser zu verstehen und Konflikte zu vermeiden.
- Selbstfürsorge für Angehörige: Lernvideos betonen die Bedeutung von Auszeiten und Entlastungsangeboten für pflegende Angehörige, um Überforderung und Burnout vorzubeugen.
Praktische Tipps und Hilfestellungen durch Lernvideos
Neben theoretischem Wissen vermitteln Lernvideos auch praktische Tipps und Hilfestellungen für den Alltag mit Demenz. Dazu gehören:
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- Anpassung des Wohnraums: Das Kompetenzzentrum Demenz in Schleswig-Holstein stellt mit dem Projekt „Musterwohnung nicht nur für Menschen mit Demenz“ praktische Tipps und Informationen zur Verfügung, wie man das Zuhause sicher und behaglich gestalten kann.
- Förderung der Selbstständigkeit: Angehörige sollten einem demenzkranken Menschen nicht alles abnehmen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe leisten.
- Nicht-medikamentöse Therapien: Ergotherapie kann helfen, die geistige Leistungsfähigkeit und die Alltagsfähigkeiten zu fördern.
- Gemeinsame Aktivitäten: Gemeinsame Aktivitäten wie Musikhören, Ansehen alter Fotos, Kuchenbacken oder Ausflüge fördern das Wohnbefinden und steigern die Lebensqualität.
- Mundpflege: Bei Menschen mit Demenz ist eine behutsame Mundpflege wichtig, um Abwehrreaktionen zu vermeiden. Die Prinzipien der basalen Stimulation können hierbei hilfreich sein.
- Bewegung: Mehr Aktivität bedeutet mehr Wohlbefinden und wirkt glückssteigernd. Das Alltagstrainigsprogramm (ATP) und die Übungen der Demenzbotschafterin Martina Voss-Tecklenburg können leicht in den Alltag integriert werden.
- Umgang mit unschicklichem Verhalten: Angehörige sollten auf „Entgleisungen“ vorbereitet sein und gelassen reagieren.
Informationen und Videos zu folgenden Themen
- Demenzerkrankungen im Überblick: 1. Alzheimer Demenz 2. Lewy-Körperchen Demenz
- Ein Tag im Leben von Theo
- Umgang und Kommunikation bei Demenz: 1. Integrative Validation nach Richard 2.
Die Bedeutung von Kommunikation und Validation
Im Umgang mit Demenzkranken ist vor allem das Verstehen sehr wichtig. Immer wieder sollten sich Angehörige vor Augen führen, in welcher Situation sich die Betroffenen befinden. Dafür ist es wichtig, sich gut über das Krankheitsbild zu informieren. Die folgenden Videos zeigen sehr einfühlsam die Geschichten von Betroffenen und Betreuern.
Selbsthilfe und Unterstützung für pflegende Angehörige
Versorgende Angehörige eines Menschen mit einer Demenzerkrankung leisten eine seelisch wie körperlich schwierige und belastende Arbeit die höchsten Respekt verdient, aber leider von Außenstehenden oft unterschätzt wird und die Anerkennung dafür bleibt aus. Auch Ihre erkrankten Angehörigen können Ihnen in der Regel nicht mehr die Wertschätzung dafür entgegenbringen. Dabei gehen die Angehörigen oft einen langen Weg der Aufopferung, des Abschieds, der Überforderung und oftmals steht man Alltagssituationen mit absoluter Hilflosigkeit gegenüber.
Häufig sind Schlafstörungen, (sozialer) Rückzug von geliebten Aktivitäten und Freunden, Nervosität, Verspannungen und Grübeleien die Folge - der Anfang eines Burnouts! Wer lange Zeit seine eigenen Bedürfnisse nicht wahrnimmt (weil man sich nur noch auf den erkrankten Angehörigen konzentriert) hat ein hohes Risiko krank zu werden. Es ist wichtig, rechtzeitig auch den Gedanken zuzulassen, dass die Pflege nicht mehr allein bewältigt werden kann und ein Umzug ins Pflegeheim der richtige Weg ist. Gut vorbereitet kann es ein Segen für beide sei und wieder Lebensqualität und Lebensfreude zurückbringen. Der Kurzfilm auf YouTube „Sanfter Engel„ erzählt die Geschichte von Hedwig (76), die es zunächst nicht übers Herz bringt, ihren erkrankten Ehemann Franz in ein Pflegeheim abgeben. Doch als die Freundin Felia sie auf Hedwigs eigene gesundheitliche Probleme anspricht, lässt Hedwig auch den Gedanken an ein Pflegeheim zu. Die beiden Podcasts auf YouTube …
Kurzfilme der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg
Die Kurzfilme der Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg zeigen kurz und prägnant wichtige Aspekte des Themas Demenz. So laden Sie die Filme kostenlos herunter:
- Sie brauchen auf Ihrem PC oder Notebook ein Programm zum Abspielen von Filmen (z.B. Windows Media Player).
- Mit der rechten Maustaste auf den Film (PC, Laptop) klicken.
- "Video speichern unter" anklicken.
- Auf gewünschtes Speichermedium speichern, z.B. auf die Festplatte oder einen USB-Stick.
- Alternativ steht der jeweilige Film auch als Download zur Verfügung (Smartphone, Tablet).
- Wenn Sie bei Ihrer Veranstaltung über eine (stabile) Internetverbindung verfügen, können Sie die Filme natürlich auch einfach im Internet abrufen, z.B.
Technische Hilfsmittel und digitale Angebote
Einfach machen: Tablets & Co. Alltag ohne Technik? Unvorstellbar! Auch für Menschen mit Demenz können technische und digitale Angebote den Alltag erleichtern. Sorgfältig ausgesucht und richtig eingesetzt, können sie die Selbstständigkeit von Menschen mit Demenz unterstützen und dabei helfen, im Kontakt zu bleiben. Sie erinnern an Wichtiges und geben Sicherheit zurück, die gerade zu Beginn einer Erkrankung schwindet. Trotz Demenz kann Verständigung gelingen. Davon erzählt dieser Film in einprägsamen Bildern. Was leisten kurze Filme? Wo können sie am besten eingesetzt werden? Warum prägen sich die kurzen Botschaften besonders tief ein? Produziert werden unsere Filme von BärTigerWolf aus Tübingen. Geschäftsführer Theo Eißler im Gespräch mit Ute Hauser über Demenz, Sprache und unsere Filme. Im Podcast (Auszüge unten) erzählt sie, wie sie die Filme für ihre Arbeit nutzt und was die Filme so besonders macht und sie verrät, welches ihr Lieblingsfilm ist. Den gesamten Podcast Demenz - eine Geschichte zum Vergessen?! können Sie hier anhören. Menschen mit Demenz leben in ihrer eigenen Wirklichkeit. Dies zu erkennen und zu akzeptieren, fällt schwer. Wer nicht mit Ärger und Ablehnung reagiert, sieht wieder die Gemeinsamkeit, die trotz der Erkrankung noch immer möglich ist. Der Kurzfilm ermutigt zum Perspektivwechsel, ohne die Belastungen zu leugnen, die mit einer Demenzerkrankung verbunden sind. Nur wenn in einer Gemeinschaft alle Bescheid wissen und Unterstützung geben, können Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen gut integriert und versorgt vor Ort leben - in ihrem Dorf, in ihrem Stadtteil, in ihrem Quartier. Der Kurzfilm beschreibt auf liebenswerte Art, wie Integration gelingen kann. Was tun und wie Klarheit schaffen, wenn plötzlich der Verdacht DEMENZ im Raum steht? Nach einem ausführlichen Gespräch in der Hausarztpraxis bringen verschiedene Diagnoseverfahren Gewissheit. Vergesslich? Demenz?? Eine genaue Diagnose ist wichtig! Alzheimer ist nur eine von über achtzig Ursachen einer Demenz. Vergesslichkeit oder Orientierungsschwierigkeiten müssen nicht in jedem Fall auf eine Demenzerkrankung hinweisen. Der Kurzfilm macht klar: Nur eine differenzierte ärztliche Diagnose schafft Sicherheit. Den Weg ins Vergessen gehen wir gemeinsam! Eine Demenzerkrankung ändert alles. Einer unsicher gewordenen Zukunft setzt der emotionale Film eine ermutigende Botschaft entgegen.
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Umgang mit der Diagnose Demenz
Demenz: Wie können Angehörige und Betroffene damit umgehen? Mit der Diagnose Demenz verändert sich das Leben für die Patienten schon recht erheblich. Sie verlieren zunehmend die Orientierung, der Alltag, die Alltagsbewältigung wird immer schwieriger. Sie merken, dass sich irgendetwas verändert und dass vielleicht die Umwelt diese Veränderungen wahrnimmt und sie vielleicht auch zum Teil nicht so wirklich richtig gut versteht. Und ich glaube, das ist für viele Menschen, gerade die, die noch am Anfang der Demenz-Erkrankung stehen, relativ schwierig auszuhalten. Und dann kann es dazu kommen, dass man immer verunsicherter wird und vielleicht auch irgendwann verärgert, wütend, frustriert. Die Diagnose Demenz betrifft immer die ganze Familie und fordert von den Angehörigen sehr viel Aufmerksamkeit für den Demenzkranken, sehr viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Auf der anderen Seite sind auch sehr viele alltagspraktische Dinge zu organisieren. Zum Beispiel geht es darum, die Räumlichkeiten anzupassen, so dass sie sicherer sind. Die Wohnung also irgendwie umzuräumen oder auch vielleicht umzubauen regelrecht. Also es sind Aufgaben zu verteilen, neue Rollen aus zu tarieren. Und das kann eine ganze Familie sehr durcheinander bringen und sehr viel aufwühlen.
Anpassung des Alltags und der Umgebung
Beim Zusammenleben mit Menschen mit Demenz kann es sehr hilfreich sein, den Alltag und die Umgebung den Bedürfnissen des Menschen entsprechend anzupassen. Zum einen wäre es gut, wenn man mit den Menschen in der unmittelbaren Umgebung, mit den Nachbarn, mit den Freunden, rechtzeitig darüber spricht, was das für eine Erkrankung ist, was das für Auswirkungen haben kann. Gerade in der Nachbarschaft kann das ganz hilfreich sein, wenn der Mensch mit Demenz sich vielleicht mal verirrt, dass dann die Nachbarn Bescheid wissen, was sie dann zu tun haben. Das ist der eine Punkt, aber es gibt auch viele Maßnahmen, die man in der eigenen Wohnung umsetzen kann. Da muss man einen guten Weg finden.
Kommunikation mit Menschen mit Demenz
Bei Menschen mit Demenz ändert sich die Kommunikationsfähigkeit sehr stark und es ist ganz wichtig auf die Besonderheiten einzugehen, um mit ihnen gut kommunizieren zu können. Und ein ganz wichtiger Punkt ist vielleicht mal einen Perspektivenwechsel einzunehmen, gerade wenn man in eine Situation kommt, die man ganz schwer verstehen kann, sich hinein zu fühlen in die Situation, in der sich vielleicht gerade der Demenzkranke fühlt, der im Moment orientierungslos ist oder diese Situation einfach nicht einordnen kann. Bei einer Demenzerkrankung verlieren Worte auch immer mehr an Bedeutung. Das muss man sich bewusst machen. Gesten kommen oft viel besser an. Die Körpersprache ist ganz wichtig, die Mimik ist sehr wichtig. Mit Worten, vor allen Dingen mit langen Sätzen, kommt man bei Menschen mit Demenz oft nicht richtig durch. Sie verstehen einfach nicht, was man sagen möchte.
Fröhliche Momente trotz Demenz
Die andere Seite ist aber auch, und die muss man im Zusammenhang mit Demenz auch unbedingt erwähnen, sie wird viel zu selten erwähnt, dass es auch sehr fröhliche Momente mit einer Demenz-Erkrankung geben kann. Denn gerade bei fortgeschrittener Demenz verlieren viele Menschen Sorgen und Ängste und vielleicht erinnern sie sich nicht mehr an Dinge, die in der Vergangenheit beschwerend waren und können so fröhliche Lieder singen und einfach im Moment leben und das wiederum kann dann auch ihre Umwelt anstecken.
Unterstützungsangebote
Es gibt für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen verschiedene Unterstützungsangebote, Beratungsangebote vor allen Dingen. Da kann man sich natürlich zum einen an die Deutsche Alzheimer Gesellschaft wenden. Man kann sich an Pflegeberatungsstellen, Pflegestützpunkte wenden. Immer auch an seine eigene Krankenkasse. Es gibt Pflegekurse für pflegende Angehörige und wir als ZQP geben einen Ratgeber heraus, der Menschen auch weiterhelfen kann, die in einer Partnerschaft leben und in der einer der Partner an Demenz erkrankt ist. Dieser Film gibt einen Einblick in die Arbeit der DAlzG und ihrer Mitgliedsgesellschaften. Was ist Demenz? Woran erkenne ich, ob jemand eine Demenz hat und was kann ich tun? Kommunikation und Umgang - Wie sollte ich mit einem demenzkranken Menschen sprechen?
Weitere wichtige Aspekte
- Fahrtüchtigkeit: Selbstständiges Autofahren bedeutet für viele Menschen Unabhängigkeit. Eine Demenzerkrankung beeinträchtigt die Fahrtüchtigkeit zunehmend.
- Corona-Virus: Das Corona-Virus bedroht Menschen mit Demenz, die meist hochaltrig sind und oft noch weitere Erkrankungen haben. Angehörige wollen sie schützen und gehören oft selbst zur Risikogruppe.
- Initiative Demenz Partner: Demenz Partner - die Initiative für ein besseres Verständnis von Demenz der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
- Beratungs- und Schulungsangebote: Die Bundesregierung unterstützt verschiedene Beratungs- und Schulungsangebote für pflegende Angehörige. Um die Öffentlichkeit über die unterschiedlichen Möglichkeiten zu informieren, wurden zwei Kurzfilme erstellt. Viele pflegende Angehörige wissen nicht, dass sie laut dem elften Sozialgesetzbuch (Soziale Pflegeversicherung) einen gesetzlichen Anspruch auf Beratungen und Schulungen haben und ihnen somit Leistungen zur Verfügung stehen, durch die sie unterstützt und entlastet werden. Die beiden Kurzfilme sollen dazu beitragen, dass diese gesetzlichen Ansprüche in der Öffentlichkeit bekannter werden. Im Kurzfilm "Hilfe für Ihr Helfen" wird dargestellt, wohin sich pflegende Angehörige bei Fragen zu Beratungs- und Schulungsangeboten wenden können, um diese in Anspruch zu nehmen. Beide Erklärfilme stehen Ihnen als Download kostenlos zur Verfügung.
Belastungen pflegender Angehöriger
Die physischen, psychischen, emotionalen, sozialen, familiären oder finanziellen Belastungen können für pflegende Angehörige sehr belastend sein. Insbesondere bei der Betreuung von Angehörigen mit Demenz sind die Herausforderungen sehr vielfältig und manche pflegende Angehörige überschreiten bei der umfangreichen Pflege ihre Belastungsgrenzen, damit Menschen mit Demenz trotz Erkrankung weiterhin in ihrem Zuhause leben können. Dieser durchgängige Stress kann zu unterschiedlichen Erkrankungen bei den pflegenden Angehörigen führen. Dr.
Erklärfilme zu verschiedenen Themen
Die kurzen Erklärfilme vermitteln Basisinformationen zu zentralen Themen der Pflege von älteren Menschen. Die Erklärfilme geben einen kurzen Überblick, wie Gewalt in der Pflege oder bei Menschen mit Demenz vorgebeugt werden kann und wo man Hilfe findet. Die Erklärfilme vermitteln in türkischer und englischer Sprache Basisinformationen zu Pflege in Deutschland. Die Filme sind Teil des FARBE-Arbeitsmaterials, welches im Rahmen einer Zusammenarbeit zwischen dem ZQP und der Zentralen Forschungseinheit für psychische Gesundheit im Alter (ZpGA) entstanden ist. Sie bieten eine Zusammenfassung des Hintergrunds, der Ziele sowie der Anwendungs- und Auswertungsmethode von FARBE. Zudem gibt es Beispieldialoge zur Beratung pflegender Angehöriger unterschiedlicher Resilienz und Belastung. Die folgenden Filme sind Teil einer Informationskampagne des ZQP und der Stiftung Gesundheitswissen zum Thema Demenz. In der Filmreihe sprechen Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sowie verschiedene Fachexpertinnen und Fachexperten über die Erkrankung und den Umgang damit.
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