Alzheimer Gesellschaft Telefonnummer: Unterstützung und Beratung rund um Demenz

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) bietet seit vielen Jahren eine wichtige Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige. Das Alzheimer-Telefon ist eine niedrigschwellige Möglichkeit, Rat und Unterstützung zu erhalten.

Einführung

Das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft (DAlzG) ist seit 20 Jahren eine wichtige Anlaufstelle für Angehörige, Menschen mit Demenz, Fachleute und andere Interessierte. Unter der Rufnummer 030 - 259 37 95 14 suchen jährlich bundesweit zwischen 5.000 und 6.000 Menschen Rat zu allen Fragen rund um Alzheimer und andere Demenzformen.

Das Alzheimer-Telefon: Eine wichtige Anlaufstelle

Das Alzheimer-Telefon ist ein bundesweites Beratungsangebot für Menschen mit Demenz, für Angehörige sowie für alle, die sich beruflich oder ehrenamtlich engagieren. Geschulte Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, die Erfahrung mit Menschen mit Demenz und mit der Alzheimer-Krankheit haben, stehen Ratsuchenden zur Unterstützung bei wichtigen Entscheidungen oder einfach einmal zum Aussprechen und Informieren zur Verfügung.

Das multiprofessionelle Team des Alzheimer-Telefons nimmt sich die Zeit, um die vielfältigen Fragen und Anliegen der Anrufenden individuell und kompetent zu beantworten. Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch anonym.

Vielfältige Anliegen der Anrufenden

Der Informations- und Beratungsbedarf der Anruferinnen und Anrufer ist ebenso enorm wie die Themenvielfalt in den Gesprächen. Die Anliegen der Anrufenden sind in den letzten Jahren vielfältiger und umfangreicher geworden. Wurde früher überwiegend nach Informationen zum Krankheitsbild gefragt, so möchten heute Anrufende vor allem wissen, wie sie mit ihren demenzerkrankten Angehörigen verständnisvoller umgehen können. Zudem nutzen Angehörige die Beratung, um schwierige Entscheidungen abzuwägen, beispielsweise bei der Frage, wie lange jemand alleine zu Hause leben kann.

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Themen der Beratung

Häufige Themen in den Beratungen sind:

  • Gedächtnisstörungen und Demenzerkrankungen
  • Diagnostik und therapeutische Möglichkeiten
  • Umgang mit der Erkrankung und begleitenden Verhaltensweisen der Betroffenen
  • Möglichkeiten rechtlicher Vorsorge
  • Finanzierung von Betreuung und Pflege
  • Unterstützungs- und Austauschmöglichkeiten
  • Technische und pflegerische Hilfsmittel
  • Aktivierungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten
  • Belastungssituationen
  • Geeignete Informations- und Schulungsmaterialien
  • Suche nach Referent*innen für Veranstaltungen

Beispiele aus der Beratungspraxis

Jedes Gespräch ist individuell, jede Anfrage anders. Hier einige Beispiele aus der Beratungspraxis:

  • Unterstützung im Alltag: Nora, die Enkelin von Herrn und Frau Müller, wendet sich an das Alzheimer-Telefon, weil ihre Oma immer vergesslicher wird und Schwierigkeiten beim Kochen hat. Das Alzheimer-Telefon gibt Tipps, wie man ein persönliches Kochbuch erstellen kann, um die Selbstständigkeit der Oma zu fördern.
  • Suche nach einem geeigneten Pflegeheim: Eine Anruferin sucht nach einem guten Pflegeheim für ihre Mutter, die nach einem Krankenhausaufenthalt nicht mehr allein wohnen kann. Das Alzheimer-Telefon erklärt die Qualitätskriterien für ein gutes Heim und gibt Hinweise, worauf man bei der Auswahl achten sollte.
  • Umgang mit Orientierungsproblemen: Herr Schmitt sorgt sich, weil sein Vater mit Alzheimer sich oft verläuft. Das Alzheimer-Telefon informiert über GPS-Ortungsgeräte, die helfen können, den Vater im Notfall zu finden.
  • Vorbereitung auf einen Notfall: Herr Schmidt pflegt seine demenzkranke Frau und fragt sich, was passiert, wenn er selbst ausfällt. Das Alzheimer-Telefon empfiehlt, einen Notfallplan zu erstellen und wichtige Informationen an einem zentralen Ort zu hinterlegen.
  • Unterstützung für Kinder und Jugendliche: Frau Meyer sorgt sich um ihre Kinder, da ihr Mann an FTD (Frontotemporale Demenz) erkrankt ist. Das Alzheimer-Telefon gibt Tipps, wie man mit den Kindern im Gespräch bleiben kann und empfiehlt spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche mit einem kranken Elternteil.

Die Rolle der Angehörigen

Auch 20 Jahre nach dem Start des Alzheimer-Telefons spielen Familienangehörige bei der Betreuung und Pflege von Menschen mit Demenz eine zentrale Rolle. Die Fragestellungen und Herausforderungen sind dabei individuell sehr verschieden: je nachdem in welchem Alter die Krankheit auftritt, welche Form der Demenz diagnostiziert wurde, ob die Person alleine lebt oder mit Angehörigen, und welchen kulturellen Hintergrund sie hat.

Angehörige sind oft rund um die Uhr in die Pflege und Betreuung eingebunden. Das ist sehr belastend. Deshalb überlegen die Beraterinnen und Berater gemeinsam mit den Anrufenden, welche Entlastungsmöglichkeiten für sie passend sein können. Zur Beratung gehört auch die Information über örtliche Alzheimer-Gesellschaften und andere Anlaufstellen im näheren Umkreis der Anrufenden sowie mögliche finanzielle Unterstützung, zum Beispiel im Rahmen der Pflegeversicherung.

Das Alzheimer-Telefon in Brandenburg

Auch in Brandenburg engagieren sich viele Akteure, um die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen zu verbessern. Gemeinsam mit Mitgliedsorganisationen des Landespflegeausschusses wurde der "Pakt für Pflege 2.0" unterzeichnet. Ziel ist es, aktiv dazu beizutragen, dass dieser im Land Brandenburg spürbare Verbesserungen bringt.

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Für jüngere Menschen mit einer beginnenden Demenz werden Seminare angeboten, die ihnen helfen sollen, ihr Leben weiterhin selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.

Kontakt zum Alzheimer-Telefon

Das Alzheimer-Telefon ist montags bis donnerstags von 9:00 bis 18:00 Uhr und freitags von 9:00 bis 15:00 Uhr unter der Telefonnummer 030 - 259 37 95 14 zu erreichen. Beratung in türkischer Sprache wird immer mittwochs von 10:00 bis 12:00 Uhr angeboten.

Die Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg bietet ebenfalls ein Beratungstelefon an. Die Beraterinnen sind langjährig erfahrene Fachkräfte und haben Verständnis für die Sorgen und Probleme der Anrufenden. Die Beratung ist kostenfrei und auf Wunsch auch anonym.

Finanzierung und Unterstützung

Das Alzheimer-Telefon wird seit seinem Start vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziell unterstützt. Darüber hinaus wird das Angebot aus Spenden finanziert.

Weitere Angebote der Deutschen Alzheimer Gesellschaft

Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft bietet neben dem Alzheimer-Telefon noch weitere Angebote an, wie zum Beispiel das Projekt ‚Pausentaste' für Kinder und Jugendliche.

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Außerdem gibt es die DEMENSCH-Wanderausstellung, die alltägliche Situationen mit Demenz mit einem Augenzwinkern zeigt und das Thema zugänglich macht, ohne zu verharmlosen.

Rechtliche Hinweise

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