Die Alzheimer-Krankheit ist eine der häufigsten Ursachen für Demenz, einer Erkrankung, bei der die geistige Leistungsfähigkeit so stark beeinträchtigt ist, dass sie den Alltag erheblich beeinträchtigt. Dieser Artikel beleuchtet verschiedene Aspekte der Alzheimer-Krankheit, von künstlerischen Darstellungen bis hin zu frühen Anzeichen und Symptomen.
Künstlerische Auseinandersetzung mit Demenz
Die Auseinandersetzung mit Demenz findet nicht nur auf medizinischer und pflegerischer Ebene statt, sondern auch in der Kunst. Zahlreiche Künstler haben sich dem Thema Demenz auf unterschiedliche Weise genähert, um die Krankheit zu verarbeiten, zu sensibilisieren und den Betroffenen eine Stimme zu geben.
Fotografie
Fotografien können eine unmittelbare und berührende Möglichkeit sein, die Lebenswelt von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen darzustellen.
- Granser Portraits: Christoph Ribbat beschreibt die Porträts von Granser als von "atemberaubender Unmittelbarkeit". Sie bieten einen ehrlichen und unverstellten Einblick in das Leben von Menschen mit Demenz.
- Blaue und graue Tage: Die Hamburger Fotografin begleitete vier Ehepaare auf ihrem gemeinsamen Weg mit der Alzheimer-Krankheit und hielt ihre Erfahrungen in eindrucksvollen Bildern fest. Heike von Lützau-Hohlbein betont, dass die Fotos Menschen in ihrer gewohnten Umgebung zeigen, verändert durch das Leben mit der Krankheit.
- Letzte Reise: Sibylle Fendt begleitete ein Ehepaar auf ihrer letzten Reise durch Osteuropa, nachdem bei der Frau Demenz diagnostiziert worden war. Ihre Fotografien beschreiben die Geschichte einer Liebe, eines Auseinanderlebens und Sich-Wieder-Findens und des Verschwindens.
- Was bleibt…: Petra und Michael Uhlmann zeigen in ihrem Buch "Was bleibt…" die "Menschen hinter der Krankheit", ihre Würde, ihre Persönlichkeit und ihre Einzigartigkeit. Sie möchten Mut machen, trotz aller Schwere im Umgang mit der Erkrankung, den Menschen mit seiner Veränderung wahr- und anzunehmen.
- Phillip Toledano: Der New Yorker Fotograf begleitete seinen an Demenz erkrankten Vater bis zu dessen Tod und veröffentlichte die Fotos und Texte in einem Buch. Er zeichnet das Porträt eines Mannes, der trotz seiner 97 Jahre noch durch seine Persönlichkeit und Lebensenergie beeindruckt, aber auch von der Verzweiflung über die Krankheit erzählt.
Zeichnungen und Cartoons
Zeichnungen und Cartoons können auf humorvolle und respektvolle Weise den Alltag von Menschen mit Demenz darstellen und zur Sensibilisierung beitragen.
- Demensch: Thomas Klie und Peter Gaymann zeigen in ihrem Buch, dass Demenz und Humor durchaus zusammenpassen. Sie betonen, dass ein menschenfreundlicher Umgang mit Menschen mit Demenz vom Humor lebt.
- Im Demenzlabyrinth: Albin Zauner erzählt in seiner Bildergeschichte von den Erfahrungen eines fiktiven Schriftstellers, der an Alzheimer erkrankt ist. Im Vordergrund steht die innere Erlebniswelt des Protagonisten, seine Verluste von Orientierung und Gedächtnis.
Kunstausstellungen
Kunstausstellungen zum Thema Demenz können dazu beitragen, das Thema in die Öffentlichkeit zu tragen und einen Dialog anzustoßen.
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- Kunst trotz(t) Demenz: Die Wanderausstellung spielt mit den Worten "Trotz" und "trotzen" und konfrontiert die Besucher mit den Bedeutungsinhalten, die dem Begriff "Trotz" zugeschrieben werden, wie Dickköpfigkeit, Eigensinn und Widersetzlichkeit.
Literarische Auseinandersetzung
Auch in der Literatur findet das Thema Demenz seinen Platz.
- Das fremde Zimmer: Anna Gemmeke nähert sich dem Phänomen Demenz auf künstlerische und poetische Weise. Sie bildet einfühlsam ab, was im Kopf einer an Demenz Erkrankten vor sich gehen mag.
Formen der Demenz und ihre Symptome
Es gibt verschiedene Formen von Demenz, die sich in ihren Symptomen und ihrem Verlauf unterscheiden.
Alzheimer-Demenz
Die Alzheimer-Demenz ist die häufigste Form der Demenz. Typische Symptome sind:
- Gedächtnisverlust: Vor allem das Kurzzeitgedächtnis ist betroffen. Betroffene vergessen beispielsweise kürzlich geführte Gespräche oder Termine.
- Orientierungsschwierigkeiten: Betroffene können sich in vertrauten Umgebungen verirren oder Schwierigkeiten haben, sich zeitlich zu orientieren.
- Sprachstörungen: Betroffene haben Schwierigkeiten, die richtigen Worte zu finden oder Gespräche zu verstehen.
- Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit: Betroffene können reizbarer, ängstlicher oder depressiver werden.
Frontotemporale Demenz
Bei der frontotemporalen Demenz stehen Verhaltensstörungen oder Verhaltensveränderungen im Vordergrund. Betroffene vernachlässigen sich selbst, kleiden sich nicht mehr ordentlich, waschen sich nicht mehr regelmäßig oder werden flapsig und enthemmt.
Vaskuläre Demenz
Die vaskuläre Demenz entsteht durch Durchblutungsstörungen des Gehirns. Im Vordergrund steht meistens die Verlangsamung.
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Frühe Anzeichen und Symptome erkennen
Es ist wichtig, frühe Anzeichen und Symptome von Demenz zu erkennen, um eine frühzeitige Diagnose und Behandlung zu ermöglichen.
- Vergesslichkeit: Insbesondere wenn die Vergesslichkeit stärker ist als im normalen Alterungsprozess.
- Orientierungsschwierigkeiten: Wenn die Orientierung im Alltag schlechter wird.
- Verlangsamung: Wenn die Verlangsamung stärker ist als im normalen Alterungsprozess.
- Verhaltensänderungen: Wenn es zu Veränderungen im Verhalten und der Persönlichkeit kommt.
Die Übergänge zwischen normaler Altersvergesslichkeit und Demenz sind fließend. Daher ist es wichtig, bei Verdacht einen Arzt aufzusuchen, um eine genaue Diagnose zu erhalten.
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