Alzheimer-Witze und Schwiegermütter: Eine humorvolle Betrachtung

Die Auseinandersetzung mit Themen wie Alzheimer und Demenz ist oft von Ernsthaftigkeit und Herausforderungen geprägt. Doch gerade im Umgang mit schwierigen Situationen kann Humor eine entlastende und verbindende Rolle spielen. Dieser Artikel beleuchtet die humorvolle Seite im Kontext von Alzheimer und Schwiegermüttern, wobei Witze und Anekdoten als Spiegelbild von Erfahrungen und zur Auflockerung der Atmosphäre dienen.

Humor als Bewältigungsstrategie

Lachen ist bekanntlich die beste Medizin, und gerade im Umgang mit Demenz kann Humor eine wertvolle Bewältigungsstrategie sein. Er ermöglicht es, schwierige Situationen aus einer anderen Perspektive zu betrachten und die emotionale Belastung zu reduzieren. Es steckt ja auch immer ein Verstehen darin. Es gibt ja unter Demenzkranken Verdrängung und Verweigerung, aber auch die Einsichtigen.

Schwiegermutter-Witze: Ein Klassiker mit Augenzwinkern

Schwiegermutter-Witze sind ein fester Bestandteil des deutschen Humors. Sie spielen oft mit Stereotypen und überspitzen die Beziehung zwischen Schwiegereltern und ihren Schwiegerkindern. Auch im Kontext von Alzheimer können diese Witze eine humorvolle Auseinandersetzung mit den Herausforderungen des Familienlebens ermöglichen.

  • Beispiel: "Gestern habe ich meine Schwiegermutter getroffen!" "Wo?" "Zwischen die Augen!"

Anekdoten aus dem Alltag mit Demenz

Neben klassischen Witzen sind es oft die kleinen Anekdoten aus dem Alltag mit Demenz, die zum Schmunzeln anregen. Diese Geschichten spiegeln die besonderen Herausforderungen und komischen Momente wider, die im Zusammenleben mit Demenzkranken entstehen können.

  • Beispiel: Meine Frau kommt heute morgen ins Schlafzimmer der Eltern. Vater sitzt auf der Bettkante, Mutter schläft. Sie: "Guten Morgen!" Er: "Guten Morgen. Sind sie Frau Diensthabende?" Sie: "Ja.

Wenn die Erinnerung schwindet: Missverständnisse und Verwechslungen

Ein häufiges Merkmal von Demenz ist der Verlust des Kurzzeitgedächtnisses. Dies führt oft zu Missverständnissen und Verwechslungen, die aus der Sicht von Angehörigen auch humorvoll sein können.

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  • Beispiel: Mittagessen wie jeden Tag. Meine Eltern und ich waren gestern bei einer Familienfeier im Restaurant. Eine der jungen Damen, die dort bedienten, erinnerte meine Mutter an jemanden. "Sie sieht aus wie eines der jungen Mädchen bei Euch im Ort.", meinte sie zu mir. Ich: "Keine Ahnung, wen Du meinst. Vielleicht fällt Dir gleich der Name wieder ein." Kurze Zeit später zeigte ich meiner Tante Fotos meiner Kinder auf dem Handy. Meine Mutter auf einmal ganz aufgeregt: "Da, da ist sie doch!" Ich: "Ach so, Du meinst Deine jüngste Enkelin."

Humor als Ausdruck von Liebe und Akzeptanz

Trotz aller Herausforderungen ist es wichtig, den Humor im Umgang mit Demenz nicht zu verlieren. Denn Lachen kann eine Brücke bauen und den Zusammenhalt stärken. Humor kann auch ein Ausdruck von Liebe und Akzeptanz sein, der zeigt, dass man den Betroffenen trotz seiner Krankheit wertschätzt.

Schwarzer Humor: Gratwanderung im Umgang mit Tabuthemen

Schwarzer Humor findet sich mittlerweile überall im Internet, in Karikaturen in der Zeitung oder sogar als T-Shirt-Aufschriften. Die Witze sind dabei oft kurz gestaltet und beziehen sich auf ernste Themen wie Krankheiten, Kriminalität, Tod, Politik oder Religion. Schwarzer Humor wird somit als bewusst verharmlosender Witz für bestimmte Situationen oder als Satire angewandt. Diese Art des Humors bezieht sich meistens auf zeitlich relevante Themen und wird oft in paradoxen Stilfiguren dargestellt. Ist schwarzer Humor aber für Senioren geeignet? Absolut! Auch Oma und Opa sind sich ersten Themen in der Welt durchaus bewusst und können mit Satire umgehen. Ob lustige Witze für Senioren mit schwarzem Humor auch immer als witzig empfunden werden, hängt ganz von dem Thema ab, welches in dem Witz zur Sprache kommt. Die meisten Witze mit finden bei der älteren Generation aber schnell Anklang. Und tatsächlich können Oma und Opa sich auch über sich lustig machen, wenn die Witze für Senioren zu Witzen über Senioren.

Wenn die Rollen sich verändern: Kinder werden zu Eltern

Die Rollen haben sich verändert: Meine Mutter wurde zu meinem Kind und ich wurde ihre Beschützerin. Ich habe gelernt, dass es essentiell ist, sich von überall Hilfe zu holen und ein Unterstützungsnetzwerk auszubauen. Je mehr Unterstützung man erhält, desto mehr Entlastung erfährt man selbst.

Die Herausforderungen der Pflege und Betreuung

Eine Demenz betrifft nicht nur die Erkrankten. Auch ihre Familie, ihre Freundinnen und Freunde sind von der Krankheit betroffen, sie begleiten und pflegen die Erkrankten oft viele Jahre. Auf dieser Seite berichten Angehörige von ihren Erfahrungen. In der Begleitung, Betreuung und Pflege probieren sie vieles aus, sie machen schöne und schmerzhafte Erfahrungen. Ihre Beiträge können anderen Angehörigen weiter helfen und ihnen Mut machen.

Persönliche Erfahrungen und der Umgang mit der Diagnose

Meine Mutter erkrankte vor 12 Jahren an Demenz. Als der Arzt mir die Diagnose mitteilte, war ich regelrecht überfordert. Ich wusste nicht, was mich in den kommenden Jahren erwarten würde und dass sich mein Leben um 180 Grad verändern würde. Mein eigenes Leben blieb von da an stehen, da ich keine Zeit mehr für mich und meine Interessen hatte. Meine Mutter kam nach einem Krankenhausaufenthalt direkt ins Pflegeheim, eine Rückkehr nach Hause nicht mehr möglich war. Mein Vater musste plötzlich alleine zurechtkommen - eine enorme Herausforderung nach jahrelangem Zusammenleben. Ich stand vor zwei großen Baustellen gleichzeitig, während ich weiterhin meinen Beruf in Vollzeit ausübte und meinen eigenen Haushalt führte.

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Rechtliche und organisatorische Aspekte

Da meine Mutter an Demenz litt, benötigte sie einen gesetzlichen Betreuer. Diese Aufgabe wurde mir übertragen, da mein Vater zu alt für diese arbeitsintensive Herausforderung war. Die Entscheidung, diese Verantwortung zu übernehmen, sollte gut überlegt sein. Denn sie bedeutet eine enorme Belastung und viel Arbeit. Ich stimmte zu, ohne zu ahnen, dass dies für mich ein Vollzeitjob werden würde.

Wissensaufbau und die Bedeutung von Netzwerken

Um meiner Mutter bestmöglich zu helfen, begann ich, mich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen: Ich besuchte eine Schulung der LVR-Klinik Köln. Ich nahm an Selbsthilfegruppen teil, um mich mit anderen Angehörigen auszutauschen. Ich hörte Vorträge bei Beratungsstellen an und holte mir Hilfe bei der Betreuungs-, Informations-Service-Stelle für ehrenamtliche rechtliche Betreuer*innen und Bevollmächtigte (BISS) Dortmund. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft versorgte mich mit Informationsmaterial. Ich las viel, um meiner Mutter zu verstehen, um zu wissen wie sie sich in den verschiedenen Stadien der Krankheit verändern würde.

Zwischen Licht und Schatten

Meistens war es ein Geschenk, so eine Mutter zu haben: Stark. Schön. Wild und frei. Eine, die stundenlang mit uns Lego spielte und dabei die buntesten, fantasievollsten Häuser baute. Die lieber mit uns lachend durch den Regen rannte, als gemächlich unter einem Schirm zu gehen. Die auf den Fingern pfiff, laut lachte und sich zu Karneval mit uns verkleidete - auch wenn wir das Haus gar nicht verließen. Einfach so. Nur für uns. Nur aus Freude. Aber es konnte auch beängstigend sein - besonders, wenn sie richtig wütend wurde. Wenn etwa ein Streit mit meinem Vater eskalierte und sie ihre Gabel nach ihm warf. Nur so viel: Sie traf. Mit ihr zu leben war manchmal verwirrend und kräftezehrend. Es war wunderbar, in ihrem Licht zu stehen - und furchtbar, sich in ihrer Schusslinie wiederzufinden. Schon ihr Blick konnte töten. Und wenn ihre tiefe Traurigkeit einen mit hinunterzog, wurde das Atmen schwer. Und nun? Wo war sie geblieben - diese faszinierende, schöne, wilde Frau, vor der ich mich früher manchmal fürchtete und die ich doch immer mit Liebe „meine Mami“ nannte. Trotz aller Widrigkeiten. Trotz aller Brüche. Trotz allem. Nun saß sie da, mit Kissen gestützt im Rollstuhl, am Tisch. Ihre Augen blickten ins Leere, hinaus in einen Garten, den sie nicht mehr erkannte. Ich saß neben ihr, hielt ihre Hand. Wer ich bin - das wusste sie da schon lange nicht mehr.

Zwischen den Zeilen: Der Beginn des Vergessens

Wann das Vergessen begann, kann ich heute nicht mit Sicherheit sagen. Im Rückblick war es vielleicht nur eine feine Veränderung, kaum greifbar - eine neue Tonlage in unseren Gesprächen, ein merkwürdiger Unterton am anderen Ende der Leitung. Schon viele Jahre telefonierten wir regelmäßig, oft sogar täglich. Diese Gespräche waren unser Band - wir erzählten uns vom Alltag, von den Kindern, den Haustieren, von kleinen Ärgernissen und großen Plänen. Von Gott und der Welt, Zukunft und Vergangenheit. Es ging uns nie der Gesprächsstoff aus. Doch irgendwann, im Jahr 2017, fiel mir ihre zunehmende Gereiztheit auf. Die Stimmung kippte plötzlich, aus dem Nichts. Unsere Gespräche wurden hitzig, sie wirkte fahrig, dünnhäutig. Früher hätte ich alles getan, um sie aufzuheitern, ihre Launen zu glätten. Ich war geübt darin, ihre Schwankungen zu ertragen, ihnen auszuweichen. Aber ich war älter geworden. Selbstbewusster. Und so sagte ich eines Tages - halb lachend, halb provozierend: „Heute bist du aber zickig - ist dir eine Laus über die Leber gelaufen?“ Früher hätte sie scharf reagiert. Doch diesmal wich sie aus, murmelte nur: „Weiß auch nicht, was heute los ist.“ Das kam immer häufiger vor.

Der Übergang ins Pflegeheim

Jetzt ist mein Mann dort, wo niemand hinmöchte. Im Heim. Seit ca. 7 Jahren ist mein Mann dement. Ich pflegte ihn viele Jahre lang. Vor kurzem übergab ich ihn an professionelle Pflegekräfte und war überrascht, wie gut es ihm trotzdem geht, fernab von Zuhause.

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Die ersten Anzeichen der Demenz beim Ehepartner

Es begann vor 7 Jahren. Da war mein Mann 68 Jahre alt. Ab und zu hielt er damals noch Vorträge, so wie er es vor seiner Pensionierung als Professor gewohnt war. Er liebte es, sein Publikum zu begeistern. Wenn er dann von seinen Vortragsreisen zurückkehrte, berichtete er mir immer ausführlich von seinen Eindrücken. Merkwürdig fand ich allerdings irgendwann, dass er kaum noch von seinen Vorträgen, dafür umso häufiger von den vielen komplizierten Zugverbindungen sprach, wie schwierig es sei, den richtigen Bahnsteig zu finden. Auch unsere geliebten Wanderungen im Weserbergland veränderten sich. Hatte mein Mann früher ein bestens funktionierendes Navigationssystem im Kopf, wusste er plötzlich nicht mehr so genau, wie der Weg weiterging. Er vergaß immer mehr. Deshalb gingen wir irgendwann zu einem Neurologen und anschließend zur sogenannten Gedächtnissprechstunde, wo mit umfangreichen Tests eine Demenz festgestellt wurde. Das war Anfang 2018, da war mein Mann 70 Jahre alt. Was für ein Schock! Für mich brach eine Welt zusammen. Was würde aus unseren Plänen für den gemeinsamen Ruhestand? Was wollten wir nicht noch alles machen? Alles dahin. Auf einen Schlag. Mein Mann jedoch blieb erstaunlich gelassen. Schon immer konnte er belastende Themen gut abfedern und so ließ er auch die Bedrohlichkeit der Krankheit gar nicht sehr an sich herankommen. Diese Haltung empfand ich als sehr entlastend und so versuchte auch ich, das Sorgennest in meinem Kopf möglichst klein zu halten und mich in Gelassenheit zu üben. Wohltuend und uns in dieser Haltung bestätigend war der Rat des Neurologen aus der Gedächtnissprechstunde. Wir sollten uns jetzt nicht verrückt machen, sondern die verbleibende Zeit einfach genießen, so gut und so lange es irgendwie ginge. Das war vor 5 Jahren und rückblickend betrachtet, haben wir es in den ersten vier Jahren auch wirklich gut hinbekommen, trotz Corona-Ausnahmezustand. Wir sind viel zusammen gewandert, haben Reisen und Ausflüge unternommen und uns oft mit Freunden bei einem guten Essen getroffen. Auch zu Hause haben wir es uns häufig gemütlich gemacht, mit einem Glas Wein beim Kaminfeuer, mit Büchern, Musik und intensiven Gesprächen. Wir haben sehr viel miteinander geredet und ganz besonders gern unsere gemeinsamen Erinnerungen an früher geteilt. Diese Abende waren wunderschön, anregend und innig. Ich werde mich immer mit Freude, aber auch mit sehr viel Wehmut daran erinnern.

Der Verlust der Selbstständigkeit

Für meinen Mann wurde es mit der Zeit immer schwieriger, sich zu versorgen: selbst einzukaufen, das Frühstück vorzubereiten, den Tisch zu decken, alles fiel ihm von Monat zu Monat schwerer. Anfangs habe ich noch erklärende Gebrauchsanweisungen zu alltagspraktischen Dingen gezeichnet: Wie koche ich einen Tee oder welche Dinge gehören auf den Frühstückstisch? Das half allerdings nur vorübergehend. Einige Zeit später musste er auch beim Duschen, Rasieren, An- und Auskleiden tatkräftig und mit viel Geduld unterstützt werden, denn je nach Tagesform konnte das An-und Ausziehen schon einmal eine halbe Stunde und mehr Zeit in Anspruch nehmen. Mit der Krankheit veränderte sich auch seine Art der Kommunikation und des Umgangs. War mein Mann früher ein Intellektueller, der im wissenschaftlichen Diskurs durch Originalität und fundiertes Wissen auffiel, wurde er mit der Krankheit immer „normaler“ und zugänglicher. So wie die meisten Menschen redete er nun lieber über Urlaube, Freizeitaktivitäten, Filme und am liebsten von „Früher“, von seiner Jugend und Kindheit. Mit der Krankheit wurde er immer charmanter, zugewandter, sensibler und liebevoller. Das hat mich tief beeindruckt und unser Zusammenleben sehr bereichert. „Ich mag ihn jetzt so viel lieber als vorher“, sagte eine gute Freundin, als sie uns einmal besuchte. Doch leider nahm seine Abhängigkeit von mir im gleichen Maße zu. Mit dem wachsenden Verlust der Selbständigkeit, d.h. Dinge eigenständig zu planen oder etwas selbst in die Hand zu nehmen, wurde er mit den Jahren immer abhängiger von mir und ich wurde mehr und mehr zu seinem persönlichen Butler.

Das Fazit einer langen Reise

Fünf Jahre nachdem mein Mann mit 61 Jahren vorzeitig in den Ruhestand gegangen war, wurde bei ihm die Diagnose Alzheimer-Demenz festgestellt, fünf Jahre später ist er gestorben. Das letzte dreiviertel Jahr hat er in einem Demenz-Heim in der Nähe gelebt. Soweit die Fakten in Kürze. In diesen wenigen Jahren ist aber sehr viel im Zusammenhang mit der Erkrankung geschehen. Aber nicht nur seine Erkrankung, sondern auch die wachsende körperliche und psychische Belastung bei mir hat unser Zusammenleben sehr beeinträchtigt. Trotzdem hatte ich eine Heimeinweisung immer wieder aufgeschoben, bis der erste Versuch schließlich kläglich misslang.

Die ersten Anzeichen und die Diagnose

Die ersten Anzeichen seiner Demenz Mein Mann war in seinen letzten Berufsjahren von stabiler Statur. Dann aber nahm er ohne erkennbare Ursachen langsam aber stetig ab, in 2,5 Jahren 10 kg. Um das abzuklären bin ich mit ihm zum Hausarzt gegangen. Neben verschiedenen Untersuchungen wurde auch der sogenannte Uhrentest vorgenommen, wobei mein Mann auffallend schlecht damit zurecht kam. Das war der Grund, dass wir eine Überweisung zum Neurologen bekamen. Nach vielen weiteren Untersuchungen auch des Gehirns per MRT wurde durch Ausschlussverfahren Alzheimer diagnostiziert. In der Folge haben wir verschiedene Medikamente in Pflaster- und Tablettenform ausprobiert, ohne den gewünschten Erfolg. Für mich schritt die Erkrankung des Gehirns deutlich erkennbar voran. Es waren zunächst kleine Dinge, die meine Aufmerksamkeit erweckten, Einzelfälle von plötzlicher Hilflosigkeit. Beim nächsten mal gelang die selbe Tätigkeit wieder wie gewohnt. Mein Mann war immer für unsere Finanzen zuständig gewesen, er konnte gut mit dem PC umgehen und hat alles sehr korrekt verwaltet. Er hatte sich zuhause Tabellen angelegt, in denen er Ein- und Ausgaben usw. festhielt und kontrollierte. Aber irgendwann blickte er durch seine eigenen Tabellen nicht mehr durch und verzweifelte zunehmend, wenn der PC mit einem Piepton nicht zulässige Schritte kommentierte. Er wollte einfach erst mal seine Ruhe genießen und ist dabei geblieben. Außer den beiden Sportterminen pro Woche im Studio, die wir meistens gemeinsam nutzten, hatte er in dieser Zeit wenige Aktivitäten außerhalb des Hauses. Das Fahrrad blieb ungenutzt im Keller. Es zog ihn auch nicht alleine in die Natur. Planung und Anstoß von Aktivitäten oder soziale Kontakte überließ er mir. Im Fitnessstudio, das wir beide schon seit mehreren Jahren besuchten, konnte er die Anweisungen der Trainer nicht mehr umsetzen. Zuletzt stürzte er im Trainingsraum und zog sich eine Platzwunde am Kopf zu.

Offenheit und Austausch

Momentan wird viel über Alzheimer gesprochen und geschrieben. Es gibt tolle Filme, Sendungen und Bücher. Ich lese viel und tausche mich auch dank des Blogs mit anderen Betroffenen aus. Viele Bekannte und Freunde haben nun davon erfahren und fragen - und ich kann darüber sprechen. Ich kann sagen, dass ich mich nicht entspannen kann, wenn ich zu meinen Eltern fahre (so wie es alle annehmen, die nicht wissen, dass du krank bist) und dass es für mich noch mal zusätzlicher Stress ist zu den Kindern. Ich merke, wie gut es mir tut, dass ich offener damit umgehe. Ich kann endlich sagen: „Meine Mama hat Alzheimer“, ohne dass ich weine oder mir die Tränen verdrücke.

Humor als Therapie

"Die Vergesslichkeit ist oft ein Selbstschutzprozess, um nicht verrückt zu werden", bringt es Russkaja gleich zu Beginn auf den Punkt. Es soll eine "Sendung für die ganze vergessliche Familie" werden, sagt Grissemann. Worum geht es in dieser Spezialausgabe von "Willkommen Österreich", die da heißt "Willkommen Alzheim"? Im Mittelpunkt der "Humorsendung" - zu sehen am Dienstag um 23 Uhr in ORF 1 - stehe die Volkskrankheit "Demenz", es gehe darum, die Krankheit "aus dem finsteren Loch der Scham" hervorzuholen.

tags: #alzheimer #witz #schwiegermutter