Parkinson ist eine der häufigsten fortschreitenden chronischen Erkrankungen des Nervensystems und bis heute nicht heilbar. Männer sind häufiger betroffen als Frauen, wobei die Diagnose in der Regel zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr erfolgt. Je früher die Erkrankung erkannt und die Behandlung begonnen wird, desto besser lässt sich ihr Fortschreiten verlangsamen. Eine gezielte Therapie kann die Symptome meist gut eindämmen.
Parkinson: Entstehung, Symptome und Therapieansätze
Unter dem Motto „Symptome lindern - Aktivität fördern“ sprach Prof. Dr. Jan Marek Jauß auf einem Themenabend über neue Erkenntnisse zur Entstehung und Zukunft der Therapie von Parkinson. Laut Chefarzt Jauß entsteht Parkinson durch das Absterben bestimmter Nervenzellen im Gehirn, die Dopamin produzieren, wobei die Ursache hierfür bislang ungeklärt ist. Der resultierende Dopamin-Mangel führt zu den typischen Parkinson-Symptomen.
Zu diesen Symptomen gehören:
- Zittern, vor allem der Hände
- Steifigkeit der Muskulatur
- Schmerzen, insbesondere in der Schultermuskulatur
- Gestörte Geschicklichkeit
Andreas Schwarzkopf über die multimodale Parkinsonkomplexbehandlung
Andreas Schwarzkopf, Oberarzt der Abteilung für Neurologie am Helios Klinikum Uelzen, informierte im Anschluss an den Vortrag von Prof. Jauß über den Ablauf der stationären multimodalen Parkinsonkomplexbehandlung. Er betonte, dass die Diagnose von Morbus Parkinson im frühen Stadium oft schwierig sein kann.
Erste Anzeichen von Parkinson
Schwarzkopf wies auf erste mögliche Anzeichen der Erkrankung hin:
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- Eine verkleinerte Handschrift
- Ein gestörtes Riechvermögen
- Starke Muskelverspannungen
- Schwierigkeiten bei alltäglichen Aufgaben wie Zähneputzen, Zuknöpfen von Hemd oder Bluse, Arbeiten am Computer oder Gehen
„Wenn mindestens zwei dieser Anzeichen gemeinsam auftreten oder über einen längeren Zeitraum anhalten, sollten sich Betroffene bei einem Neurologen vorstellen“, rät Andreas Schwarzkopf. Neben einem ausführlichen Anamnese-Gespräch sowie einer gründlichen körperlichen und neurologischen Untersuchung sind in manchen Fällen auch eine Computertomographie (CT) oder eine Magnetresonanztomographie (MRT) des Gehirns notwendig, um die Erkrankung eindeutig zu diagnostizieren.
Multimodale Parkinsonkomplexbehandlung im Helios Klinikum Uelzen
Um die Lebensqualität von Parkinson-Patienten zu verbessern und ihre Eigenständigkeit möglichst lange zu erhalten, hat die Abteilung für Neurologie im Helios Klinikum Uelzen die sogenannte multimodale Parkinsonkomplexbehandlung etabliert. Im Rahmen eines mindestens 15-tägigen stationären Krankenhausaufenthaltes betreuen Ärzte, Pflegepersonal und Therapeuten den Patienten gemeinsam nach einem ganzheitlichen Behandlungsansatz.
Interdisziplinäre Zusammenarbeit für individuelle Therapieziele
Reinald Hoyer, Leiter der Physikalischen Therapie, und Logopädin Anne Möller erläuterten, wie Physio- und Ergotherapeuten sowie Logopäden während der Komplexbehandlung mit den Patienten arbeiten. Prof. Dr. Jan Marek Jauß betont: „Bei der multimodalen Parkinsonkomplexbehandlung erstellen wir gemeinsam mit dem Patienten individuelle Behandlungsziele, die wir im Team erörtern und regelmäßig an das Stadium der Erkrankung anpassen.“
Helios Kliniken: Gesundheitsversorgung auf hohem Niveau
Helios ist Europas führender privater Gesundheitsdienstleister mit rund 126.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören die Helios Gruppe in Deutschland, Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika sowie die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Jährlich entscheiden sich mehr als 24 Millionen Menschen für eine medizinische Behandlung bei Helios. In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, rund 240 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 27 arbeitsmedizinische Zentren.
Das Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben: Kommunale Versorgung in Sachsen-Anhalt
Das Harzklinikum Dorothea Christiane Erxleben ist eines der größten kommunalen Krankenhäuser Sachsen-Anhalts und versorgt jährlich rund 100.000 Patientenfälle, darunter über 30.000 stationär und 70.000 ambulant. Mit 777 Betten an den Standorten Quedlinburg, Wernigerode und Blankenburg sichert es die medizinische Versorgung im Landkreis Harz. Das Klinikum besteht seit über 120 Jahren und umfasst 22 Fachkliniken und acht medizinische Zentren.
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