Andreas Schweikert: Neurologie im Fokus von Forschung, Klinik und Lehre

Andreas Schweikert ist ein profilierter Experte im Bereich der Neurologie, dessen Arbeit ein breites Spektrum von Forschung über klinische Anwendung bis hin zur Lehre umfasst. Seine Expertise erstreckt sich über verschiedene neurologische und psychiatrische Felder, insbesondere die Behandlung von Multipler Sklerose, Suchterkrankungen und die Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern auf ihre Kinder.

Akademischer Werdegang und Forschungsschwerpunkte

Andreas Schweikert absolvierte ein Studium der Psychologie (B.Sc.) von 10/2016 bis 09/2019. Anschließend studierte er von 10/2019 bis 12/2021 kognitiv-affektive Neurowissenschaften (M.Sc.). Seit 01/2022 arbeitet er als Doktorand an der Professur für Psychotherapie und Systemneurowissenschaften.

Seine Forschungsschwerpunkte spiegeln sich in seinen Publikationen und Präsentationen wider:

  • Auswirkungen psychischer Erkrankungen der Eltern auf die Gehirnmorphologie ihrer Kinder: Schweikert war an einer Studie beteiligt, die Unterschiede in der Gehirnmorphologie bei Kindern psychisch kranker Eltern im Vergleich zu Kindern nicht psychisch kranker Eltern untersuchte. Die Ergebnisse wurden auf dem Deutschen Psychotherapiekongress im Juni 2023 in Berlin vorgestellt.
  • Psilocybin-assistierte Therapie: Er ist Mitautor einer Publikation über die neurobiologischen Grundlagen und die klinische Anwendung der Psilocybin-assistierten Behandlung von Depressionen, Angstzuständen und Substanzgebrauchsstörungen.
  • Psychologische Korrelate der Nutzung feministischer Pornografie: Im Jahr 2019 präsentierte Schweikert Forschungsergebnisse zu den psychologischen Korrelaten der Nutzung feministischer Pornografie.

Klinische Tätigkeit und Schwerpunkte

Andreas Schweikert ist als leitender Arzt in der LIFESPRING Privatklinik tätig. Diese Position ermöglicht es ihm, seine Expertise in der Psychiatrie und Psychotherapie in einem individuellen und patientenzentrierten Rahmen einzusetzen.

Besondere Aspekte seiner klinischen Tätigkeit:

  • Individuelle Therapie: Die überschaubare Größe der LIFESPRING Privatklinik ermöglicht eine sehr individuelle Therapie und mehr Zeit im Patientenkontakt.
  • Engagiertes Team: Es gibt eine dichte Personalstruktur mit sehr erfahrenen und engagierten Kollegen in allen Bereichen der Klinik.
  • Wohlfühlatmosphäre: Die Atmosphäre des Hauses mit seiner Ausstattung, seiner Geschichte und seiner Lage über dem malerischen Tal von Bad Münstereifel trägt zur Genesung der Patienten bei.
  • Konfrontative Therapie: Durch den sehr direkten und persönlichen Kontakt und die Wohlfühlatmosphäre des Hauses kann therapeutisch auch sehr konfrontativ, aber auffangend gearbeitet werden.
  • Behandlungsspektrum: In der Behandlung greift die Klinik auf eine Vielzahl von therapeutischen Verfahren zurück. An jedem Tag und rund um die Uhr sind pflegerische und ärztliche Kollegen vor Ort. Daneben gibt es zweimal pro Werktag Teamintervisionen.

Multiple Sklerose: Ein Schwerpunkt in Forschung und Behandlung

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt von Andreas Schweikert ist die Multiple Sklerose (MS). Er hat sich intensiv mit denFortschritten in der Therapie der schubförmigen MS auseinandergesetzt. Neue immunmodulatorische Therapien haben die Behandlungsmöglichkeiten in den letzten Jahren erheblich erweitert.

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Wichtige Aspekte der MS-Therapie:

  • Immunmodulatorische Therapie: Die Eskalation der immunmodulatorischen Therapie der Multiplen Sklerose ist ein wichtiger Fortschritt.
  • Monoklonale Antikörper: Monoklonale Antikörper verbessern die Therapie der schubförmig-remittierenden Multiplen Sklerose.
  • Natalizumab: Die Anwendung von Natalizumab im Rahmen eines Expertentreffens wurde diskutiert, um die Behandlungssicherheit zu gewährleisten und potenzielle Komplikationen zu definieren.
  • Risikobewertung: Die aktuelle Einschätzung von Nutzen und Risiko muss bei der Therapieentscheidung berücksichtigt werden.
  • Progressive Multifokale Leukenzephalopathie (PML): PML ist eine schwerwiegende Komplikation, die mit einigen MS-Therapien einhergehen kann.
  • Impfungen: Impfungen erhöhen nicht unmittelbar das Risiko für eine MS-Erkrankung oder das Auftreten eines ersten Schubs.

Suchterkrankungen: Ursachen, Therapie und Vernetzung

Andreas Schweikert befasst sich auch intensiv mit dem Thema Suchterkrankungen. Er betont, dass Sucht nie ein für sich allein stehendes Krankheitsbild ist, sondern vielmehr ein Ausdruck psychischer Konflikte und/oder anderer psychischer Erkrankungen.

Wichtige Aspekte der Suchterkrankungen:

  • Emotionale Überforderung: Emotionale Überforderung, insbesondere in der Weihnachtszeit, kann eine Triebfeder für Suchterkrankungen sein.
  • Suchtstoffe als Hilfsmittel: Suchtstoffe werden oft als Hilfsmittel zur scheinbaren Bewältigung von Problemen eingesetzt.
  • Abhängigkeit: Abhängigkeit ist durch ein unkontrollierbares Verlangen nach einer bestimmten Substanz oder nach einem bestimmten Verhalten gekennzeichnet.
  • Kontrollverlust, Verheimlichen, Lügen und (Selbst-)Betrug: Dies sind weitere Wesensmerkmale einer Sucht.
  • Professionelle Hilfe: Bei der Erkenntnis, dass die Sucht schädliche Ausmaße annimmt, ist professionelle Hilfe unerlässlich.
  • Ursachenforschung: Zu einer langfristigen Abstinenz gehört die Erkenntnis der Ursachen für Suchtstrukturen und die Entwicklung von Alternativen.
  • Vernetzung: Eine enge Vernetzung zwischen stationären und ambulanten Settings in der Nachsorge ist unabdingbar.

Die Rolle der Aufklärung und Kommunikation

Andreas Schweikert betont die Notwendigkeit breiter Aufklärung und guter Kommunikation, insbesondere im Hinblick auf die Stigmatisierung psychischer Störungen, insbesondere bei Suchterkrankungen.

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