Anti-Migräne-Tropfen: Inhaltsstoffe, Anwendung und Wissenswertes

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch wiederkehrende, starke Kopfschmerzen gekennzeichnet ist. Oftmals gehen diese mit Begleiterscheinungen wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Die Behandlung von Migräne ist vielfältig und reicht von Akutmedikation bis hin zu prophylaktischen Maßnahmen. Eine Option zur Behandlung von Migräne sind Tropfen.

Homöopathische Anti-Migräne-Tropfen

Homöopathische Komplexmittel zielen nicht auf eine schnelle Schmerzlinderung, sondern auf eine nachhaltige Regulation. Sie können dazu beitragen, den Körper in seiner Reaktion langfristig umzustimmen. Deshalb kann es sinnvoll sein, homöopathische Arzneimittel gegen Kopfschmerzen und Migräne wie Antmigren® Tropfen über einen 2- bis 3-monatigen Zeitraum im Sinne einer Umstimmungstherapie einzusetzen. Sie können aber auch versuchen, einen beginnenden Migräneanfall durch häufige kleine Gaben abzuwenden. Bitte besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker.

Migräne-Echtroplex® S

Migräne-Echtroplex® S ist ein homöopathisches Arzneimittel, dessen Anwendungsgebiete sich von den homöopathischen Arzneimittelbildern ableiten. Dazu gehören migräneartige Kopfschmerzen.

Inhaltsstoffe:

  • Anamirta cocculus Dil. D4 1 ml
  • Natrium chloratum Dil. D4 1 ml
  • Sanguinaria canadensis Dil. D4 1 ml
  • Strychnos nux-vomica Dil. D4 1 ml

Anwendung:

Die Einnahme von Migräne-Echtroplex® S sollte immer genau nach der Anweisung in der Packungsbeilage erfolgen.

Besondere Vorsicht:

Bei Kindern unter 12 Jahren ist besondere Vorsicht geboten, da zur Anwendung des Arzneimittels bei dieser Altersgruppe keine ausreichend dokumentierten Erfahrungen vorliegen. Es kann zu einer Erstverschlimmerung kommen.

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Antmigren® Tropfen

Antimigren® Tropfen werden zur unterstützenden Behandlung migräneartiger Kopfschmerzen eingesetzt. Sie lösen die Verspannungen, lindern den Schmerz und unterstützen die Selbstheilungskräfte des Körpers. Gleichzeitig sind sie gut verträglich und wirken harmonisierend und umstimmend auf den Körper.

Inhaltsstoffe:

10 g (= 10,0 ml) enthalten:

  • Wirkstoffe: Iris Trit. D3 2 g, Gelsemium Trit. D4 2 g, Cyclamen Trit. D4 2 g, Paris quadrifolia Trit. D4 2 g
  • Enthält ca. 27 mg Alkohol (Ethanol) pro 5 Tropfen.

Anwendungsempfehlung:

Soweit nicht anders verordnet:

  • Bei akuten Zuständen alle halbe bis ganze Stunde, höchstens 6-mal täglich, je 5 Tropfen einnehmen. Eine über 1 Woche hinausgehende Anwendung sollte nur nach Rücksprache mit einem homöopathisch erfahrenen Therapeuten erfolgen.
  • Bei chronischen Verlaufsformen 1- bis 3-mal täglich je 5 Tropfen einnehmen.
  • Bei Besserung der Beschwerden ist die Häufigkeit der Anwendung zu reduzieren.

Dauer der Anwendung:

Auch homöopathische Arzneimittel sollten ohne ärztlichen Rat nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Weitere Inhaltsstoffe:

10 g (entsprechend 10,7 ml) enthalten:

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  • Wirkstoffe: Cimicifuga Dil. D4 1 g, Sanguinaria Dil. D12 1 g, Spigelia anthelmia Dil. D4 1 g, Gelsemium Dil. D3 1 g, Iris versicolor Dil. D2 1 g. Die Wirkstoffe 1 bis 3 werden über die letzte Stufe gemeinsam potenziert.

DICLOFENAC-ratiopharm Lösung bei Migräne

DICLOFENAC-ratiopharm Lösung bei Migräne wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend zugleich. Der Arzneistoff weist zudem antirheumatische Eigenschaften auf. Er blockiert die Bildung bestimmter Botenstoffe im Körper, so genannter Prostaglandine.

Dosierung:

  • Zur Akutbehandlung - einmalige Gabe: Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene: Einzeldosis: 20 Tropfen
  • Bei anhaltenden Beschwerden (frühestens 2 Stunden nach der ersten Einnahme): Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene: Einzeldosis: 20 Tropfen, Gesamtdosis: 1-3 mal täglich im Abstand von 4-6 Stunden, vorzugsweise vor der Mahlzeit.
  • Höchstdosis: Eine Dosis von 80 Tropfen pro Tag sollte nicht überschritten werden.

Art der Anwendung:

Nehmen Sie das Arzneimittel unverdünnt ein.

Dauer der Anwendung:

Die Anwendungsdauer richtet sich nach Art der Beschwerde und/oder Dauer der Erkrankung und wird deshalb nur von Ihrem Arzt bestimmt. Das Arzneimittel sollte nur kurzzeitig angewendet werden.

Überdosierung:

Bei einer Überdosierung kann es unter anderem zu Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit bis hin zur Bewusstlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen sowie zu Funktionsstörungen der Leber und Nieren kommen. Setzen Sie sich bei dem Verdacht auf eine Überdosierung umgehend mit einem Arzt in Verbindung.

Gegenanzeigen:

Das Arzneimittel darf nicht angewendet werden bei:

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  • Überempfindlichkeit gegen die Inhaltsstoffe
  • Blutbildungsstörungen
  • Geschwüre im Verdauungstrakt, auch in der Vorgeschichte
  • Blutung im Magen-Darm-Trakt
  • Magen-Darm-Durchbruch
  • Aktive Blutung, wie Hirnblutung
  • Stark eingeschränkte Leberfunktion
  • Stark eingeschränkte Nierenfunktion
  • Mittelschwere bis sehr schwere Herzschwäche (Herzinsuffizienz NYHA II-IV)
  • Durchblutungsstörung des Herzens mit Minderleistung (Koronare Herzkrankheit)
  • Durchblutungsstörungen der Peripherie (z.B. Arme, Beine)
  • Erkrankung der Hirnblutgefäße
  • Kinder unter 16 Jahren

Was sollten Sie beachten?

  • Vorsicht: Das Reaktionsvermögen kann auch bei bestimmungsgemäßem Gebrauch beeinträchtigt sein.
  • Bei dauerhafter Anwendung von Schmerzmitteln können Kopfschmerzen auftreten, die durch das Schmerzmittel erzeugt werden.
  • Die gewohnheitsmäßige Anwendung von Schmerzmitteln kann zu einer dauerhaften Nierenschädigung führen.
  • Vorsicht: Patienten mit Nasenpolypen, chronischen Atemwegsinfektionen, Asthma oder mit Neigung zu allergischen Reaktionen.
  • Vorsicht bei Allergie gegen bestimmte Schmerzmittel (Nichtsteroidale Antirheumatika) und gegen das Süßungsmittel Saccharin (E-Nummer E 954)!
  • Das Arzneimittel enthält in geringen Mengen Alkohol, sollte deshalb von Alkoholikern gemieden werden.
  • Vorsicht bei einer Unverträglichkeit gegenüber Saccharose.
  • Alkoholgenuss soll während einer Dauerbehandlung möglichst vermieden werden.

Nebenwirkungen:

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Magen-Darm-Beschwerden, wie Übelkeit, Erbrechen, Durchfälle, Blähungen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Magenschleimhautentzündung, Geschwüre im Verdauungstrakt
  • Kopfschmerzen, Schwindel, Benommenheit, Erregung, Reizbarkeit, Müdigkeit
  • Überempfindlichkeitsreaktionen der Haut, wie Juckreiz, Hautausschlag, Nesselausschlag, Haarausfall
  • Anstieg der Leberwerte, Leberentzündung (Hepatitis), Leberschäden, Gelbsucht
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)

Topiramat

Topiramat ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Antiepileptika (Antikonvulsiva), der über multiple Mechanismen antiepileptische Wirkungen entfaltet. Zusätzlich ist Topiramat indiziert bei Erwachsenen zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen nach sorgfältiger Abwägung möglicher alternativer Behandlungsmethoden. Der Wirkstoff ist nicht für die Akutbehandlung einer Migräne-Attacke vorgesehen.

Wirkmechanismus

Der exakte Wirkmechanismus, auf dem die antiepileptischen und Migräne prophylaktischen Eigenschaften von Topiramat beruhen, ist noch nicht vollständig aufgeklärt.

Dosierung

Die empfohlene Gesamttagesdosis von Topiramat zur Prophylaxe von Migräne-Kopfschmerzen beträgt 100 mg/Tag, verteilt auf zwei Dosen.

Nebenwirkungen

Die häufigsten Nebenwirkungen unter einer Therapie mit Topiramat umfassen:

  • Psychatrisch: Depression bzw. depressive Stimmung, Bradyphrenie, Insomnie, Beeinträchtigung des sprachlichen Ausdrucksvermögens, Angst, Verwirrtheit, Desorientierung, Aggression, veränderte Stimmung, Agitiertheit, Stimmungsschwankungen, Wut, anomales Verhalten
  • Nervensystem: Parästhesie, Schwindel, Somnolenz, Aufmerksamkeitsstörung

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