Aquipta: Ein Überblick über den Wirkstoff zur Migräneprophylaxe

Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die durch heftige Kopfschmerzen, oft begleitet von Übelkeit, Erbrechen und Lichtempfindlichkeit, gekennzeichnet ist. Aquipta, mit dem Wirkstoff Atogepant, ist ein Medikament zur vorbeugenden Behandlung von Migräne bei Erwachsenen. Dieser Artikel beleuchtet die wichtigsten Aspekte von Aquipta, einschließlich seiner Anwendungsgebiete, Wirkungsweise, Einnahmehinweise, potenziellen Nebenwirkungen und wichtiger Vorsichtsmaßnahmen.

Was ist Aquipta?

Aquipta ist ein Arzneimittel, das den Wirkstoff Atogepant enthält. Es ist indiziert zur Prophylaxe von Migräne bei Erwachsenen, die an mindestens vier Migränetagen pro Monat leiden. Es wird angenommen, dass Aquipta die Aktivität der Calcitonin-/Calcitonin-Gene-Related-Peptide(CGRP)-Rezeptorfamilie blockiert, die mit Migräne in Verbindung gebracht wird.

Episodische und chronische Migräne

Die Häufigkeit der Migräneattacken bestimmt, ob es sich um eine episodische oder chronische Migräne handelt.

  • Episodische Migräne: Bis zu 14 Kopfschmerztage pro Monat, die mit migränetypischen Symptomen einhergehen.
  • Chronische Migräne: Kopfschmerzen an 15 oder mehr Tagen pro Monat über einen Zeitraum von 3 Monaten, wobei an mindestens 8 Tagen migränetypische Symptome auftreten.

Anwendungsgebiete von Aquipta

Aquipta wird angewendet zur Prophylaxe von Migräne bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat. Es ist nicht zur Akutbehandlung von Migräneattacken vorgesehen. Auch während einer Migräneattacke sollte Aquipta wie empfohlen eingenommen und nicht ohne ärztliche Absprache abgesetzt werden.

Wirkungsweise von Aquipta

Der Wirkstoff Atogepant gehört zu den sogenannten Gepanten, einer Gruppe von kleinen Molekülen, die am Rezeptor für den Botenstoff CGRP wirken. CGRP spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Migräne. Bei einer Migräneattacke steigt der CGRP-Spiegel im Gewebe an und aktiviert die entsprechenden Rezeptoren. Dies führt zu Gefäßerweiterungen, Entzündungen und der Weiterleitung von Schmerzsignalen, was letztendlich zur Entstehung von Schmerzen führt. Atogepant besetzt die CGRP-Rezeptoren und hemmt so die Gefäßerweiterung, das Entzündungsgeschehen und die Übertragung des Schmerzsignals.

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Atogepant interagiert mit mehreren Rezeptoren der CGRP-Familie, darunter CGRP und Amylin-1.

Einnahme und Dosierung von Aquipta

Aquipta wird in Tablettenform eingenommen. Die empfohlene Dosis beträgt 60 mg Atogepant einmal täglich. Die Tabletten können mit oder ohne Mahlzeit eingenommen werden. Es ist wichtig, Aquipta täglich und regelmäßig einzunehmen, idealerweise immer zur gleichen Zeit, um den Therapieerfolg zu gewährleisten.

Wenn eine Einnahme versäumt wurde, sollte diese so schnell wie möglich nachgeholt werden. Wenn die Einnahme für einen ganzen Tag versäumt wurde, sollte die verpasste Dosis ausgelassen und am nächsten Tag eine einzelne Dosis wie gewohnt eingenommen werden. Es sollte niemals die doppelte Menge eingenommen werden, um eine vergessene Dosis auszugleichen.

Die empfohlene Dosierung ist 60 mg einmal täglich. Das Medikament enthält den Wirkstoff Atogepant. Es wird zur Vorbeugung von Migräne bei Erwachsenen mit mindestens 4 Migränetagen pro Monat angewendet. Es wird angenommen, dass das Arzneimittel die Aktivität der Calcitonin / Calcitonin-Gene-Related Peptid (CGRP)-Rezeptorfamilie blockiert, die mit Migräne in Verbindung gebracht wird.

Ihr Arzt verordnet Ihnen möglicherweise eine niedrigere Dosis, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, wenn Sie an einer schweren Nierenerkrankung leiden oder bei Ihnen eine Dialyse durchgeführt wird.

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Hinweise zur täglichen Einnahme

Um die Vorbeugung von Migräne und die langfristige Verbesserung der Migränesymptomatik mit Aquipta zu erreichen, ist es wichtig, das Medikament täglich einzunehmen - auch an Tagen, an denen keine Migräne oder Kopfschmerzen vorliegen. Nur durch regelmäßige Einnahme kann die Therapie ihre volle Wirkung entfalten und dazu beitragen, die Migräne-Symptomatik zu verbessern.

Folgende Tipps können helfen, an die tägliche Einnahme von Aquipta zu denken:

  • Aquipta immer am gleichen Ort aufbewahren.
  • Aquipta jeden Tag zur gleichen Zeit und am gleichen Ort einnehmen, um die Einnahme zur Gewohnheit zu machen.
  • Eine tägliche Erinnerung auf dem Smartphone oder Tablet einstellen.
  • Eine App mit Erinnerungsfunktion zur Medikamenteneinnahme installieren.
  • Farbige Merkzettel anbringen.
  • Eine digitale Tablettenbox mit Zeitschaltuhr und Alarmfunktion nutzen.
  • Angehörige bitten, an die Tabletteneinnahme zu erinnern.

Wichtige Vorsichtsmassnahmen vor der Behandlung mit Aquipta

Vor der Behandlung mit Aquipta sollten einige wichtige Punkte beachtet werden:

  • Allergien: Aquipta darf nicht eingenommen werden, wenn eine Allergie gegen Atogepant oder einen der sonstigen Inhaltsstoffe besteht.
  • Gesundheitliche Beschwerden: Der Arzt sollte über alle gesundheitlichen Beschwerden, insbesondere Leber- oder Nierenprobleme, informiert werden. Sprechen Sie vor der Einnahme mit Ihrem Arzt, Apotheker oder dem medizinischen Fachpersonal, falls Sie eine schwere Lebererkrankung haben.
  • Schwangerschaft und Stillzeit: Aquipta sollte während der Schwangerschaft nicht eingenommen werden. Frauen im gebärfähigen Alter sollten während der Behandlung mit Aquipta geeignete Verhütungsmassnahmen ergreifen. Auch während der Stillzeit sollte Aquipta nicht eingenommen werden. Das weitere Vorgehen sollte mit dem Arzt besprochen werden. Wenn Sie schwanger sind oder stillen, wenn Sie vermuten, schwanger zu sein, oder beabsichtigen, schwanger zu werden, fragen Sie vor der Anwendung dieses Arzneimittels Ihren Arzt um Rat.
  • Kinder und Jugendliche: Wenden Sie dieses Arzneimittel nicht bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren an, da AQUIPTA in dieser Altersgruppe nicht untersucht wurde.

Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln

Einige Arzneimittel können mit Aquipta Wechselwirkungen hervorrufen. Dazu gehören beispielsweise:

  • Arzneimittel zur Behandlung von Pilz- oder Bakterieninfektionen (z.B. Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Rifampicin)
  • Arzneimittel zur Behandlung von HIV (Humanes Immundefizienz-Virus) (z.B. Ritonavir)
  • Ciclosporin, ein Mittel zur Unterdrückung des Immunsystems

Es ist wichtig, den Arzt über alle eingenommenen Medikamente zu informieren, um mögliche Wechselwirkungen zu vermeiden. Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen, kürzlich andere Arzneimittel eingenommen haben oder beabsichtigen, andere Arzneimittel einzunehmen. Einige Arzneimittel können das Risiko von Nebenwirkungen erhöhen. Wenn Sie eines der folgenden Arzneimittel anwenden, muss Ihr Arzt möglicherweise die Dosis von AQUIPTA anpassen: Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin, Rifampicin (Arzneimittel zur Behandlung von Pilz- oder bakteriellen Infektionen) Ritonavir (Arzneimittel zur Behandlung von HIV) Ciclosporin (Arzneimittel, das Ihr Immunsystem beeinflusst).

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Starke CYP3A4-Inhibitoren können zu einer signifikanten Erhöhung der Atogepant-Spiegel führen. Dazu gehören unter anderem Ketoconazol, Itraconazol, Clarithromycin und Ritonavir. Das gilt auch für Organo-Anion-Transporter-Polypeptide (OATP)-Inhibitoren. Zu diesen gehören unter anderem Rifampicin, Ciclosporin und Ritonavir.

Mögliche Nebenwirkungen von Aquipta

Wie bei jeder Behandlung mit Medikamenten können auch während der Therapie mit Aquipta Nebenwirkungen auftreten.

Häufige Nebenwirkungen (bei bis zu 1 von 10 Behandelten) sind:

  • Übelkeit
  • Verstopfung
  • Müdigkeit oder Schläfrigkeit
  • Verminderter Appetit
  • Gewichtsabnahme

Selten (kann bis zu 1 von 100 Behandelten betreffen):

  • Erhöhte Leberenzymwerte

In seltenen Fällen können auch schwerwiegende allergische Reaktionen auftreten. Bei Symptomen wie Atemnot, Gesichtsschwellung, Hautausschlag, Juckreiz oder Nesselsucht sollte sofort ein Arzt kontaktiert werden.

Was ist, wenn ich Nebenwirkungen bei mir beobachte?

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich feststellen, auch solche, die nicht in der Packungsbeilage aufgeführt sind, wenden Sie sich bitte an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt. Weitere Informationen zu Nebenwirkungen entnehmen Sie bitte der Packungsbeilage von AQUIPTA®. Wenden Sie sich an Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt, wenn Sie Fragen zu Nebenwirkungen von AQUIPTA® haben. Sie können Nebenwirkungen auch direkt über das nationale Meldesystem melden: Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Abt.

Verkehrstüchtigkeit und Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen

AQUIPTA® kann schläfrig machen oder Übelkeit verursachen. Bitte seien Sie vorsichtig beim Führen von Fahrzeugen oder beim Bedienen von Maschinen, bis Sie hinreichend sicher sind, dass AQUIPTA® Ihre Leistungsfähigkeit nicht beeinträchtigt.

Zusätzliche Tipps zum Umgang mit Migräne

Zusätzlich zur medikamentösen Behandlung mit Aquipta können folgende Tipps helfen, Migräne besser in den Griff zu bekommen:

  • Migräne- bzw. Kopfschmerztagebuch führen: Häufigkeit, Dauer und Intensität der Migräneattacken sowie die Einnahme aller Medikamente notieren.
  • Tägliche Routine einhalten: Unregelmäßigkeiten beim Essen und Schlafen vermeiden.
  • Ausgewogene Ernährung: Regelmäßige Mahlzeiten einnehmen.
  • Ausreichend trinken.
  • Regelmäßige Schlafenszeiten einhalten.
  • Regelmäßig Sport treiben und sich möglichst täglich bewegen.
  • Stress durch Entspannungs- oder Meditationsübungen vermindern.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zu Migräne und Therapieoptionen finden Sie bei folgenden Organisationen:

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